24-Stunden-Lärmbelastung durch Infusionsgeräte

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gould
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24-Stunden-Lärmbelastung durch Infusionsgeräte

Beitrag von gould » 20.02.11, 11:40

Hallo,
mein Mann war wegen schwerer Komplikationen nach einer Stammzelltransplantation 4 1/2 Monate im Krankenhaus, wurde parenteral ernährt und erhielt auch fast alle Medikamente intravenös. Die Infusionsgeräte meldeten Alarm, wann immer eine Infusion zuende war etc. - durchschnittlich ca. 1-2mal stündlich, Tag und Nacht! Bei jedem Alarm musste er klingeln, damit die Schwester kam und die Infusion in Ordnung brachte. Ein normaler Nachtschlaf war nicht möglich. Besonders schlimm war es, wenn es technische Schwierigkeiten beim Einstellen des Gerätes gab und es dann nach wenigen Minuten erneut Alarm gab, etc.

Der Zustand meines Mannes besserte sich trotz aller Behandlungen nicht und nach 4 1/2 Monate gab er auf und ist schließlich, nachdem er es durchgesetzt hatte, dass die Infusionen abgestellt wurden, gestorben.

Meine Frage: Gibt es beim heutigen Stand der Technik keine Möglichkeit, den Alarm von Infusionsgeräten, zumindest nachts, so einzustellen, dass der Patient davon nichts mitbekommt, d.h. nachts schlafen kann?? Wie kann bei einem ständigen Schlafentzug der Patient überhaupt gesund werden? Natürlich hat die Nachtschwester immer versucht, dem Alarm zuvorzukommen und die Geräte "rechtzeitig" neu einzustellen, aber bei so vielen Infusionen war dies oft nicht möglich.

Ich würde gerne wissen, ob es Kliniken gibt, in denen die Technik der Infusionsgeräte besser ist. Ich hatte immer den Eindruck, dass man diese technischen Probleme einfach so hinnimmt, als ob daran eben nichts zu ändern wäre...
Ulrike

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