Bewegungsverhalten bei Alzheimer?

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PatrickBo
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Bewegungsverhalten bei Alzheimer?

Beitrag von PatrickBo » 17.02.16, 14:39

Ich habe einen Online Artikel gelesen, in dem es um das Analysieren des Bewegungsverhaltens bei Alzheimer Patienten geht.
Die Krankheit soll sich nähmlich auch auf die Bewegung des Menschen auswirken. Und es kann zur Rastlosigkeiten und oder zu Störung des Tag und Nachts Zyklus führen. Die Forscher streben dabei neue Behandlungsmöglichkeiten an um den Bewegungsdrang der Patienten zu kanalysieren.

Was haltet ihr davon?
Ich habe neulich erst erfahren, dass sehr wenig Geld in die Alzheimer Forschung fließt stimmt dass eigentlich?

Quelle

Anästhesieschwester
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Re: Bewegungsverhalten bei Alzheimer?

Beitrag von Anästhesieschwester » 18.02.16, 11:46

Hallo,

im großen und ganzen klingt das nicht verkehrt, aber die genannten Tatsachen sind ja nicht neu.
Und:
Wie wird sichergestellt, dass die Sensoren auch da bleiben wo sie hingehören? Bei dementen Patienten schwierig...
Warum reicht nicht eine entsprechende Patientenbeobachtung und Dokumentation der Pflege, um eine Weg- bzw. Hinlauftendenz und deren Ausprägung im Tagesverlauf bei einem dementen Patienten nachzuweisen?
Bewegungsangebote - schön und gut, aber wer soll die denn anbieten? Es wird immer mehr an Personal gespart, Stellen werden gestrichen oder durch angelernte oder Hilfskräfte besetzt. Die angestrebte Generalistik macht das nicht besser.

Zu den eingesetzten Geldern in der Demenz-Forschung bin ich leider nicht informiert.

Gruß
Die Anästhesieschwester

PatrickBo
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Re: Bewegungsverhalten bei Alzheimer?

Beitrag von PatrickBo » 19.02.16, 11:41

Danke für die schnelle Rückmeldung :)
Anästhesieschwester hat geschrieben: Warum reicht nicht eine entsprechende Patientenbeobachtung und Dokumentation der Pflege, um eine Weg- bzw. Hinlauftendenz und deren Ausprägung im Tagesverlauf bei einem dementen Patienten nachzuweisen?
Ich denke für so eine dauerhafte Beobachtung reichen die Mittel in der Pflege wahrscheinlich nicht aus. So eine Sensor überwachung ist wahrscheinlich Kostengünstiger und vielleicht auch effizienter, vorrausgesetzt man stellt natürlich irgendwie sicher, dass die auch dort bleiben. Find an sich ganz interessant und sollte man auch weiterverfolgen. Hoffe nur dadurch erzielt man auch tatsächlich brauchbare Ergebnisse.

Bewegungsangebote könnte ich mir in Kooperation mit externen Stellen vorstellen.

MfG
Patrick

Muppet
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Re: Bewegungsverhalten bei Alzheimer?

Beitrag von Muppet » 19.02.16, 13:11

Hallo,
mit Sensoren werden alle Bewegungen aufgezeichnet und sind objektiv. Können so direkt ausgewertet werden.
Dokumentation durch Pfleger: schwierig da man zuerst Beobachter trainieren muss, man braucht eigentlich 2, Beobachter müssen alle Patienten beobachten, Skalen müssen konstruiert werden und danach müssen alle Informationen per Hand eingeben werden, um die Analyse durchzuführen. Reliabilität senkt durch subjektiven Einflüsse.

Daher nimmt man, wenn möglich, physiologische Messmethoden. Zuverlässiger.

Gruß
Muppet

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