Chirurg will Allgemeinmediziner werden

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Sommer
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Chirurg will Allgemeinmediziner werden

Beitrag von Sommer » 05.06.15, 09:14

Hallo allerseits,

ich habe eine Frage zur Weiterbildungsordnung für Allgemeinmediziner. Ich zitiere aus der Ausbildungsordnung:
Weiterbildungszeit:
60 Monate bei einem Weiterbilder
an einer Weiterbildungsstätte
gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon
• 36 Monate in der stationären
Basisweiterbildung im Gebiet
Innere Medizin,
davon können bis zu

18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patien-
tenversorgung (auch 3 Monats-Abschnitte) auch im
ambulanten Bereich angerechnet werden,
• 24 Monate Weiterbildung in
der ambulanten hausärztlichen
Versorgung, davon können bis zu

6 Monate in Chirurgie (auch 3 Monatsabschnitte) ange-
rechnet werden. Hierauf können bis zu 6 Monate (auch 3
Monatsabschnitte) in Kinder- und Jugendmedizin bei
einem Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, der
gemäß § 73 Abs. 1a Nr. 2 SGB V an der hausärztlichen
Versorgung teilnimmt, angerechnet werden.
• 80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in
Psychosomatischer Grundversorgung
Nun zu meiner Frage: ich arbeite seit 6 Jahren in der Chirurgie. Lese ich das richtig, dass ich von dieser Zeit für die Ausbildung zum Allgemeinmediziner tatsächlich nur 6 Monate anerkennen lassen kann?

In meiner chirurgischen Klinik gab es natürlich auch eine Notaufnahme, die aber als interdisziplinäres Notfallzentrum bezeichnet wurde. Besteht da eine Möglichkeit, dass als unmittlbare Patientenversorgung im ambulanten Bereich anzuerkennen? Und wer entscheidet das? Die Landesärztekammer (in meinem Fall die Bayrische) muss doch irgendwo eine Stelle haben, an die man sich wenden und beraten lassen kann, ob was anerkannt wird. Leider bin ich wohl zu blöd, diese Stelle zu finden.

Bin für jede Hilfe dankbar. :D

Humungus
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Re: Chirurg will Allgemeinmediziner werden

Beitrag von Humungus » 05.06.15, 14:26

Sommer hat geschrieben:Lese ich das richtig, dass ich von dieser Zeit für die Ausbildung zum Allgemeinmediziner tatsächlich nur 6 Monate anerkennen lassen kann?
Jo.
In meiner chirurgischen Klinik gab es natürlich auch eine Notaufnahme, die aber als interdisziplinäres Notfallzentrum bezeichnet wurde. Besteht da eine Möglichkeit, dass als unmittlbare Patientenversorgung im ambulanten Bereich anzuerkennen?
Möglich, wenn der leitende Arzt eine Weiterbildungsermächtigung für die Inner hat und glaubhaft gemacht werden kann dass auch internistische Inhalte Inhalt der Ausbildung waren.
Leider bin ich wohl zu blöd, diese Stelle zu finden.
Sie sind Chirurg, da ist das verziehen... :wink: die BLÄK möchte offensichtlich nicht, dass die Bearbeiter der WB-Anträge bekannt werden. Rufen Sie einfach in der Hauptstelle in München an und lassen Sie sich durch den Dschungel führen. Ich habe auf der Homepage auch keinen Ansprechpartner gefunden. Vielleicht sollte man ja die Ombuddstelle bemühen, damit Abhilfe geschaffen wird, aber da wird ein Sachbearbeiter dem anderen nicht an den Karren fahren.

PS jetzt habe ich doch etwas gefunden (ich operiere eben nicht jeden Tag): http://www.blaek.de/ und oben rechts "Kontakt" (leider keine Verlinkung möglich, die BLÄK meint es ernst mit der Tarnkappe). Die Durchwahlen 131, 132 und 139 sehen ganz gut aus.
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