Uniwahl/Chirurg

AiP, Doktorarbeit, Auslandserfahrung, Weiterbildung, Seminare, Wege ins Management

Moderator: DMF-Team

Antworten
PM.2003.96
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 15.06.14, 19:56

Uniwahl/Chirurg

Beitrag von PM.2003.96 » 15.06.14, 20:33

Hallo!
Ich habe vor ein paar Wochen das Abitur gemacht und koennte mir vorstellen, Medizin zu studieren. Trotz umfassender Recherche habe ich nicht auf alle meine Fragen eine Antwort gefunden, weswegen ich jetzt hier mein Glueck versuche :)

1) Uniwahl:

Ich schwanke bei der Auswahl der Uni zwischen Ulm und Leipzig und hab auf anderen Seiten zwar Erfahrungsberichte zum Medizinstudium an der jeweiligen Uni gefunden, jedoch sind diese teilweise schon ueber 10 Jahre alt und deswegn wohl nicht mehr ganz aussagekraeftig. Diese Frage richtet sich also speziell an die, die aktuell in Leipzig oder Ulm Medizin studieren bzw deren Studium noch nicht so lange vorbei ist:
Wie wuerdet ihr das Studium dort bewerten, wie ist das Verhaeltnis zu den Dozenten, fuehlt ihr euch gut aufgehoben........? Ein relativ ausfuehrlicher Erfahrungsbericht waere sehr nett :wink:

2) Voraussetzug fuer chirurgische Taetigkeiten

Natuerlich bin ich mir noch nicht im Klaren darueber, in welche Richtung ich nach dem Studium gehen wuerde. Dennoch weiss ich, dass ein Facharzt in vielen Bereichen kleinere und/oder groessere chirurgische Eingriffe taetigen muss. Dass man dabei mit Blut/Fleisch/Knochen etc... konfrontiert ist, ist nicht der Grund fuer meine Sorge. Mein Problem ist, dass ich Angst habe, in der Berufswahl aufgrund einer Schwachsichtigkeit, die mein rechtes Auge betrifft, eingeschraenkt zu sein. Man hoert ja immer wieder, dass Chirurgen sehr genau arbeiten muessen und da mein 3D-Sehen wegen der Schwachsichtigkeit nicht so gut ausgebildet ist, hab ich Angst, dass mir das "einen Strich durch die Rechnung macht".
Zu meiner eigentlichen Frage: Kann ich aufgrund meines Handicaps nach dem Studium in keinem Fachbereich arbeiten, der chirurgische Taetigkeiten erfordert?

Vielen Dank im Voraus fuer Eure Antworten! -PM

Muppet
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 4367
Registriert: 10.01.07, 16:48

Re: Uniwahl/Chirurg

Beitrag von Muppet » 15.06.14, 21:53

Medizin Uniwahl - man bewerbt sich, hofft und nimmt was man kriegt. Medizin ist ja beliebt.
Zudem, jede macht seine eigene Erfahrungen. Was der einem gefällt, passt der nächste gar nicht.
Gucke liebe die Kursen und Chefärzte an - jeder Uni hat so sein Spezialgebiete.


Sehschwäche -> wenn es korrigierbar ist, ist es kein Problem. Muss man nur der richtigen Mundschutz erwischen (gibt's für mit oder ohne Brille).

Wichtiger - bei Microchirurgie/Endoskopie - man schaut auf einem Bildschirm (was man operiert ist ja natürlich vergrößert - Schnitt ist max. 2,5 cm) und muss die Hände koordinieren können. In der Neurochirurgie als Test - "Patient" war (buchstäblich) Gemüse. Wir mussten die Samen aus eine Paprika mit 2 kleine Löcher endoskopisch pflucken und sauber rausholen, mit ein scharfes instrument, die man zur Schneiden nimmt (quasi sehr scharfes Minischere), ohne ein Samen fallen zu lassen oder die Samen zu zerquetschen/schneiden. Monitor sah aus wie von der 80er.

Für ein Chirurg ist Hand-Auge Koordination extrem wichtig.

Was man auch bedenken muss - Medizin ist spannend, aber du muss sehr belastbar sein, bereit sein, wenig Geld und kaum ein Sozialleben zu haben.
Daher habe ich Psychologie mit Medizin als Nebenfach studiert.

Gruß
Muppet

Humungus
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 5039
Registriert: 10.09.07, 13:30

Re: Uniwahl/Chirurg

Beitrag von Humungus » 16.06.14, 06:45

Threadersteller, Ihre Angaben sind viel zu unscharf, um vernünftig antworten zu können. Rden Sie mit Ihrem behandelnden Augenarzt, den Sie bei bestehender Schwachsichtigkeit sicherlich regelmäßig zu Kontrollen aufsuchen.

Allgemein gesagt wird eine milde Schwachsichtigkeit zu kompensieren sein, eine hohe, die das dreidimensionale Sehen erlöschen lässt, wird für operative Tätigkeiten problematisch. In der Mikrochirurgie ist dreidimensionales Sehen unabdingbar, wenn man durch ein Mikroskop operieren muss. In anderen Bereichen (Lap-OPs ohne Shutterbrille, makroskopische Chirurgie) ist fehlendes 3D-Sehen nicht ganz so wichtig. In unserem Krankenhaus läuft beispielsweise ein schielender gynäkologischer Oberarzt herum. Ob das ein Hinweis auf seine Qualitäten oder auf die des Krankenhauses sind möchte ich nicht abschließend beurteilen.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Antworten