Hat allein das bestandene Physikum einen Nutzen?

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DocScheck
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Hat allein das bestandene Physikum einen Nutzen?

Beitrag von DocScheck » 14.09.12, 17:04

Hallo,

im Rahmen meiner eigenen Ausbildung hatte ich einige Semester spezielle Veranstaltungen an der Med. Fakultät, so dass ich dort einen oberflächlichen Einblick erhalten habe und mich mit den Studenten hinsichtlich des Anspruchs und Aufwandes des Medizinstudiums ausgetauscht habe. Mir schwebte immer die Idee vor nur allein auf das Physikum hinzuarbeiten, um einige medizinische Basics zu erwerben.

Derzeit verbringe ich recht viel Zeit mir Literatur aus der Vorklinik und sehe, dass mir das ungeheuer viel Spass bereitet.

Ein weiteres 6jähriges Studium wäre mir so wie ich es heute einschätze zu aufwendig. Weiß jemand, ob allein ein bestandenes Physikum in irgendeiner Weise einen Vorteil am Arbeitsmarkt oder behördlich bringt? Zudem sehe ich auch die Gefahr als Studienabbrecher zu gelten.

Oder gibt es noch eine andere Art sich eine profunde med. Ausbildung zu gönnen?

Anästhesieschwester
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Re: Hat allein das bestandene Physikum einen Nutzen?

Beitrag von Anästhesieschwester » 14.09.12, 21:12

Ja, eine Krankenpflege-Ausbildung :mrgreen:
Dauert nur 3 Jahre, ist "staatlich anerkannt" und man kann damit Geld verdienen.

Gruß
Die Anästhesieschwester

DocScheck
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Re: Hat allein das bestandene Physikum einen Nutzen?

Beitrag von DocScheck » 17.09.12, 14:53

Das ist eine Anregung.

Es sollte aber auch die unverkennbaren Uni-Mensa-Brötchen in der näheren Umgebung geben, so zur Stärkung.

Anästhesieschwester
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Re: Hat allein das bestandene Physikum einen Nutzen?

Beitrag von Anästhesieschwester » 17.09.12, 18:41

Dann würde ich die Krankenpflegeausbildung an einer Uniklinik empfehlen. Die medizinischen Fakultäten sind oft nicht weit weg von den Kliniken / Schulen gelegen.

Gruß
Die Anästhesieschwester

Phileas Fogg
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Re: Hat allein das bestandene Physikum einen Nutzen?

Beitrag von Phileas Fogg » 30.09.12, 09:05

Es ging aber ja um eine "profunde" medizinische Ausbildung. Ich bin mir sicher, jemand, der sich für vorklinischen Stoff interessiert, wird von den vermittelten medizinischen Inhalten während der Pflegeausbildung enttäuscht sein.

Das Physikum bringt keine Qualifikationen mit sich. In verschiedenen Bereichen kann es allerdings bei einer Bewerbung gut aussehen (beispielsweise bei den großen Controling-Unternehmen :? )

Und wenn du das Physikum in der Tasche hast, wirst du auch sicherlich weiterstudieren, denn dann wird es erst richtig interessiert.

Viele Grüße

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Hat allein das bestandene Physikum einen Nutzen?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 30.09.12, 13:11

Guten Tag,
worum geht es Ihnen? Zunächst fragen Sie, wie man die " basics" am besten erlernt, dann bezieht sich Ihre Anfrage auf " profunde" Kenntnisse, bzw. Ausbildung.
Weder mittels Physikums noch eines Vollstudiums lassen sich die gewünschten Kenntnisse erwerben. Selbst mit abgeschlossenem Studium hat der angehende Arzt kein tiefergehendes Wissen. Das vermittelt nur der Alltag. Die Basics hingegen werden ihm in nur eingeschränktem Sinn vermittelt, eingeschränkt daher, weil Theorie ( während des Studiums) und Praxisroutine sehr deutlich auseinander klaffen. Und was Fogg schreibt, kann ich nur unterstützen mit über 30 Jahren Berufserfahrung: interessanter wird es erst in den klinischen Fächern, während der Famulatur und/oder freiwilligen Hospitation während der Semesterferien. Wirklich profunde Kenntnisse lassen sich nur in einem Fachgebiet erwerben, wobei der übliche Stationsdienst in keinster Weise allein ausreicht. Aber darauf zielte Ihre Frage ja nicht ab-ich weiß, aber ich will damit indirekt sagen, daß selbst ein " Allrounder" wie ein langgedienter Hausarzt in vielen Fällen kein wirklich profundes Wissen besitzt, da das Spektrum der Medizin viel zu weit gefasst ist, um es beherrschen zu können.
Geht es in der Tat nur um eine " profunde medizinische Ausbildung", so bieten sich m.E. nur die der Medizin verwandten Berufe an wie z.B. Krankenpflege, Physiotherapie usw. Leider erwähnen Sie nicht-was evtl. hilfreich zur Beantwortung gewesen wäre- was Sie bisher im medizinischen Bereich gemacht haben.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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