Was kann das alles von der Juristischen Seite aus kommen?

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muntaha
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Was kann das alles von der Juristischen Seite aus kommen?

Beitrag von muntaha » 20.11.09, 14:03

Meine Freundin arbeitet in einem "Tollen Haus " für Behinderte. Das vorhande Team ist chronisch überfordert,überarbeitet , total ausgepowert und gestresst. Meine Freundin arbeitet dort als Pflegehelferin und macht permanent sogenannte teildienst sprich einen halebn früh dienst und danach nochmal einen ganzen Spätdienst, hat ein Übervolles Überstundenkonto.Es kommen dort 4 Examinierte Fachkräfte auf ca 100 zu versorgenden plus 4 Pflegehelfer. Meine Freundin,ist im spätdienst alleine mit den ganzen Leuten weil die examinierte Fachkraft noch Aussendienst at sprich ,die Fachkraft muss noch in den Wohnungen lebende Menschen versorgen. Ich habe meine Freundin darauf aufmerksam gemacht das sie sich damit strafbar macht.enauso wenn Leasingkräfte am 2. Tag dort mit einem Medikamentntablett auf wildfremde Leute losgelasen werden. Im Grunde müsste die Einrichtung geschlossen werden. Für Tipss bin ich dankbar.

der Matze
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Beitrag von der Matze » 20.11.09, 17:03

Guten Tag muntaha,

zunächst einmal ist das hier ein Forum mit medizinischem Schwerpunkt, eine Rechtsberatung ist hier ebenso wenig möglich wie eine Therapieemfehlung oder Ferndiagnose. Wenn Sie eine verbindliche Auskunft wünschen, sollten Sie einen Anwalt konsultieren, bzw. Ihre Freundin, denn Sie haben ja bereits festgestellt, dass "sie sich damit strafbar macht"... :roll:


Was ich mich gerade frage: Was genau möchten Sie jetzt hören?
Bzw. wenn Sie sich sicher sind, dass "die Einrichtung geschlossen werden" müsste - welche Art Tipps suchen Sie jetzt? Wie Sie die Einrichtung schließen lassen können?


Dass diese Art der Versorgung vielleicht nicht optimal ist, sei dahingestellt. Wenn es sich bei den rund 13 Personen die pro Angestellte (egal ob Fach- oder Hilfskraft) kommen aber nicht um Schwerstbehinderte handelt sondern "nur" um eine Art betreutes Wohnen, sehe ich jetzt aus dieser Sicht erstmal kein Problem. In etlichen Altersheimen sind im Regeldienst 2 Angestellte für 30 und mehr Bewohner zuständig...
Aber zu dieser Problematik kann man so nicht viel sagen, ohne die genauen Umstände zu kennen.

Mein Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Freundin darüber (und damit meine ich nicht, dass Sie ihr erklären sie würde sich in irgendeiner Art und Weise strafbar machen), fragen Sie sie, ob sie diese Art zu Arbeiten für sich verantworten kann, was sie machen würde wenn ein Notfall eintritt etc. Letztendlich ist es aber die Angelegenheit Ihrer Freundin - nicht Ihre.

Wenn etwas passieren sollte, beispielsweise ein Bewohner stürzt, Medikamente vertauscht werden und dadurch jemand zu Schaden kommt, oder gar jemand stirbt, weil nur Hilfskräfte oder ungelerntes Personal da war, dürfte es Ärger geben.
Und zwar sowohl für das "tolle Haus" als auch für Personal, das Aufgaben übernimmt für die es nicht qualifiziert ist und das eine Überlastung beim Arbeitgeber nicht anzeigt.
Wie dieser Ärger aussieht - dazu kann Ihnen ein Anwalt bestimmt mehr erzählen.

Daher nochmal der Rat: Wenden Sie sich mit so einem Problem an eine Rechtsberatung.


Mit freundlichen Grüßen,
der Matze,
(dieser Benutzer ist nicht mehr im DMF aktiv)

Info: Koma und Aufwachen auf der Intensivstation

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