dringende Frage zur Pflege

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Sandra 239
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dringende Frage zur Pflege

Beitrag von Sandra 239 » 23.07.09, 08:46

Hallo,
ich habe eine dringende Frage zur Pflege
Ich pflege meine Mutter (87) seit vier Jahren, In den letzten Tagen ist sie sehr zittrig auf den Beinen und schwach, so daß sie den WEg zur Toilette nicht mehr allein schafft .
Der Hausarzt ist in Urlaub und meine Mutter möchte warten, bis er zurück ist. Ihr wurden vorige Woche drei Zähne gezogen, ob das nun die Ursache ist, sie hat seitdem etwas weniger gegessen.

Außerdem nimmt sie seit ungefähr zwei Monaten eine halbe Tablette Spironolacton 50 plus mehr am TAg als sonst, also 1 1/2 Tabletten am TAg

Da diese zunehmen Schwäche und auch Verwirrtheit mit Durchfall begann und dies als Nebenwirkung in der Packungsbeilage erwähnt ist, habe ich den Verdacht, daß das alles vielleicht durch eine Überdosierung gekommen ist. (Der Durchfall kann übrigens nicht die Ursache der Schwäche sein, sie "mußte" nur einmal .... )

Es war zwar wohl vorübergehend nötig, daß sie eine halbe Tablette mehr nimmt ,um genügend entwässert zu sein, aber ich habe die Vermutung, dass man doch irgendwann auchwieder sehen muß, daß sie auf die ursprüngliche Dosis von 1 TAblette zurückkehrt ..........
ich kontrolliere ihr übrigens GEwicht täglich , um WAsseransammlungen früh zu erkennen. ABer momentan ist sie so zittrig ,d as keine sehr genauen Analysen möglich sind.

Die meisten Probleme entstehen nachts. Sie leidet außerdem an Herzinsuffizienz, muß nachts mehrfach aufstehen, um WAsser zu lassen. Bis vor kurzem schaffte sie es allein auf den Toilettenstuhl neben ihrem Bett, aber nun ruft sie meistens, weil sie nicht aufkommt aus dem Bett.
Ein anderes Problem ist auch, daß sie aus dem Bett fällt.

Da ich nun seit Tagen jede Nacht mehrmals aufgestanden bin und ja auch am TAg gefordert bin ,weiß ich nicht, wie ich das schaffen soll

Welche Lösungen bieten sich für nachts an, ich denke an Windeln für die Nacht, aber "geht" das bei Erwachsenen ... .....
Katheter möchte ich ihr nicht zumuten.

DAnke vorab mal

LG
Sandra

Annette Koch
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Re: dringende Frage zur Pflege

Beitrag von Annette Koch » 23.07.09, 10:10

Hallo Sandra 239!

Sandra 239 hat geschrieben: Da diese zunehmen Schwäche und auch Verwirrtheit mit Durchfall begann und dies als Nebenwirkung in der Packungsbeilage erwähnt ist, habe ich den Verdacht, daß das alles vielleicht durch eine Überdosierung gekommen ist. (Der Durchfall kann übrigens nicht die Ursache der Schwäche sein, sie "mußte" nur einmal .... )
Aus pflegerischer Sicht sehe ich einen sofortigen äzrtlichen Handlungsbedarf! Wie sie hier berichten bekommt ihre Mutter Diuretika und zusätzlich litt sie unter Durchfall. Bei Durchfall wird, wie sie ja wissen, Flüssigkeit aus dem Körper ausgeschwemmt. Zusätzlich bekommt sie ja noch ein Mittel das weiteres Wasser aus dem Körper ausschwemmt. Wenn die Temperaturen klimabedingt noch steigen schwitzt der Körper noch einen großen Teil aus. Zusätzlich wurde ja die Dosierung des Diuretikas erhöht. Sie leidet ja schon wie sie schreiben unter Schwäche und Verwirrtheit, die ja mit Durchfall begann , auch wenn es nur einmal war wie sie schreiben. Geht sie denn zwischendurch noch alleine auf die Toilette am Tag? Wenn ich das recht verstehe hat sich ihr Zustand nicht gebessert. Sie gehört sofort in ärztliche Behandlung, der die Dosierung des Diuretikas kontrollieren sollte, sowie ihr dringenden, behandlungsbedürftigen Momentanzustand!!! Es kann hier keinesfalls abgewartet werden bis der Hausarzt wieder zur Verfügung steht. Wenn es keinen vertretenden Hausarzt gibt, sollte ein ambulanter notärztlicher Dienst , der auch am Tag ins Haus kommt, bestellt werden.

Auf die Frage hin wie das mit Einlagen in der Nacht aussieht muss ich antworten, ja das ist möglich. Besser ist es keine geschlossenen "Windeln" zu benutzen, sondern offene Einlagen, da die Haut besser atmen kann und es weniger zu wunden Stellen kommen kann, vorausgesetzt sie stimmt dem zu. Wäre aber ratsam, da in ihrem Zustand auch ein Sturz vorprogrammiert ist.

Ich hoffe, sie können ihre Mutter von der Notwendigkeit ärztlicher Hilfe überzeugen und wünsche ihre baldige Besserung ihres gesundheitlichen Zustandes.
Schön wäre es, wenn sie weiter hier berichten könnten was sich weiter ergeben hat.
Liebe Grüße

Annette Koch
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Geriatrie/Gerontologie
Pflege

Sandra 239
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Beitrag von Sandra 239 » 23.07.09, 13:54

Liebe Frau Koch,

herzlichen Dank für die Antwort. Meine Mutter will zu keinem anderen Arzt, weil sie fürchtet , ins Krankenhaus zu kommen und diese Furcht ist ja durchaus berechtigt. das wird hier so gehandhabt, wenn ein Patient nicht bekannt ist . Mit dem Hausarzt wurde vereinbart, daß er sie zu Hause betreut bis zum ............. Sie will, wenn es denn mal so weit ist, zu Hause sterben.

Durchfall ist übrigens nicht das richtige Wort, sie mußte einmal ganz schnell .... und kam nicht rechtzeitig zur Toilette, das hat sie sehr bestürzt. Aber dass sie deswegen mehr Flüssigkeit verloren haben mag, ist sehr unwahrscheinlich. Ihre Wohnung ist auch kühl, sie schwitzt nicht. Der Stuhlgang ansonsten ist normal.

Ich hab mir immer Sorgen wegen der hohen Dosierung der Wassertablette jetzt gemacht und auch in der Praxis gefragt, ob das nicht auch wieder runtergefahren werden kann. Aber mit dem ARzt selbst, habe ich nciht darüber sprechen können, seine Frau und die beiden Sprechstundenhilfen vermitteln da und sagten jedes Mal, das sei durchaus eien übliche Dosierung, andere würden noch mehr nehmen
diese Entwässerung würde das Herz entlasten usw.

Sicher, glaub ich ja, aber wieviel Entwässerung ist gut ? Ich habe die zwei Tage jetzt mittags die halbe nicht gegeben, sie fühlte sich besser.
Alleine zur Toilette geht sie auch deshalb nicht, weil ich das nicht riskieren will, ich bin lieber dabei , sie geht mir zu unsicher .

LG
Sandra

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