Krankenpflegeschüler und der Konflikt auf Station

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Lisa Schumann
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Krankenpflegeschüler und der Konflikt auf Station

Beitrag von Lisa Schumann » 14.04.05, 19:07

Hi @ all,

Ich bin z.Z. im Rahmen KP Ausbildung auf der Pädiatrie!
Leider ist dies ein Außeneinsatz weil wir keine Päd. haben!!
Doch da tut ja nicht zur Sache, denn dort werden die Schüler von so manchen Sr.´s als billige Arbeitskraft gesehen!!
Wie geht es euch denn :?:

Bin auf dieser Stat. Trotel für alles, die Ärzte total unfreundlich die Sr.´s beantworten nur sehr spärlich die Fragen der Schüler!
Ich durfte heute genau 10 min von 30 min Pause machen da meine Stat. Leitung (heute für mich zuständig) meinte das, das Aufräumen des Schrankes und den Kühlschrank sauber machen Wichtiger sei :!:
Wenn du was sagst heißt es in der Beurteilung gleich wieder Schüler verweigert arbeit :!:

So musste einmal Frust ablassen :!:

Gibt natürlich auch ganz andere Sr.´s die nicht solche Schreckschrauben sin :wink: :lol: :)

Joachim Wagener
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Re: Krankenpflegeschüler und der Konflikt auf Station

Beitrag von Joachim Wagener » 14.04.05, 20:07

Lisa Schumann hat geschrieben:(...)So musste einmal Frust ablassen :!: (...)

Hallo liebe Kollegin,

geht´s jetzt besser? :wink:
Trotzdem ein kleiner Tipp:
In einem offenen Internet-Forum, also sozusagen vor den Augen der Weltöffentlichkeit, sollte man sich sehr gut überlegen, ob man konkrete Konflikte in der eigenen, aktuellen Berufsausbildungsphase so einseitig beschreibt...
Das ist natürlich nicht verboten, aber soll man alles tun, was man tun kann?

Herzliche Grüße und die besten Wünsche für einen ruhenden Puls und einen kühlen Kopf:
Joachim Wagener

Lisa Schumann
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Beitrag von Lisa Schumann » 14.04.05, 20:33

Dank ja ist jetzt besser :!: :D

Sonst die die Ausbildung echt genial hätte mir nichts anderes vorstellen können!!!! :wink: :D :lol:
Kann sehr viel Positives zum jetzigen Zeitpunk darüber sagen!!!! Es sollte keinen Abschrecken!!! :oops: Es Ärgert halt das man ab und an nicht ganz für voll genommen wird!!! :?
Ich kommeaus einem Kleinen KH habe dort sowas noch nie erlebt dashalb war ich etwas vor den Kopfgestoßen!!!

:arrow: Also wer mehr über meine Ausbildung wissen möchte kann gerne Fragen, ich habe sehr wenig negatives!!!

Hoffe es ist nicht so negativ angekommen :!:

Lisa

Shuri
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Beitrag von Shuri » 20.04.05, 20:30

Huhu ^.^

also, ich bin jetzt seit nicht allzu langer Zeit examiniert und da mein Schülerdasein noch frisch in Erinnerung ist.... ich hatte die meisten Konflikte im dritten Ausbildungsjahr, vor allem in der letzten Hälfte. Ich hatte da einfach keine Lust mehr, mich herumkommandieren zu lassen. Teilweise übernahm ich einen Bereich und wurde trotzdem nicht ernst genommen. Naja, ich habe immer versucht, mit Sachlichkeit zu überzeugen.

Gruß, Shuri

P.S. Lisa, mir ging es in der Kinderklinik ganz genauso. :roll:
Schönheit ist Wahrheit und Wahrheit schön...

Sven
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Krankenpflegeschüler und der Konflikt auf Station

Beitrag von Sven » 21.04.05, 00:34

Hallo Lisa.

Ich bin schon seid einigen Jahren aus dem Schülerleben ras, aber es gibt nun mal solche Situationen.
Sicher ist man als Schäler immer in der Untergruppe zu finden und man hat diese Bewertungen im Kopf.
Aber man sollte das Beste daraus machen.
Versuche och mal mit den Sr. zu reden und Dein Problem darzustellen.
Es gibt keine doofen Fragen und doofe Antworten, so sagte mal meine OS.
Als Schüler ist man ja immer bestrebt das Beste zu geben und man versucht es allem recht zu machen.
Leider funktioniert es nicht immer aber man selber weiß was man geschaft hat.
Also lass den Kopf nicht hängen und versuche es in einem ruhigen persönlichen Gespäch mal darzustellen was Du nicht gut findest und bringe auch gleich mal ein paar Verbesserungsvorschläge.
In manchen Häusern wird das immer gerne gesehen.
Viele liebe Grüße Sven

Fachkrankenpfleger für operative und endoskopische Pflege.

Der obige Beitrag wurde nach bestem Wissen verfasst und ersetzt nicht die Konsultation eines Arztes.

Kai Hellwig
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kenn ich

Beitrag von Kai Hellwig » 17.10.05, 19:01

Kenn ich alles, habe im Krankenhaus auf einer Station (Chir.) erlebt, das Schüler erst nur putzen dürfen und um dann stück für stück mehr zu dürfen, also schwachsinn eben. Selbst die Krankenpflegeschule akzeptiert das. :?

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Beitrag von just_I » 07.11.05, 19:19

klingt ja sehr aufbauens hab vor 1 monat mit der asubildung begonnen und hab ab märz prktikum auf der chirurgie ist echt so schlimm :(

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Beitrag von SusanneG » 07.11.05, 19:37

Mein Examen ist ja schon 20 Jahre her....

Aber selbst als "Examinierte" war und bin ich mir nie zu schade Schränke auszuwaschen. Denn so lernt man am besten wo was steht :-)

Susanne

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Beitrag von chris_GM » 26.12.05, 14:03

naja leider werden immer wieder schüler zu putzarbeiten herangezogen, wobei ich sagen muss es schadet sicher keinem .... jedoch soll es in einem vernünftigen ausmass sein !!!

ich muss mich auch manchmal ärgern - aber du kannst es dann mal anders machen wenn du fertig mit deiner ausbildung bist !!!!

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Beitrag von annjoh » 26.12.05, 20:00

hallo zusammen, hallo lisa

sicher ist der frust der kps zu verstehen, wenn man auf einer station nur die "putzarbeit" erledigen darf... auch wenn diese arbeiten zum alltag einer station gehört, so sollten sich alle daran beteiligen und nicht nur die schüler.

ich stelle mir an dieser stelle aber die frage, ob es auf deiner angegebenen station keine mentoren für die schüler gibt???
soweit ich mich an meine ausbildung zurückdenken...(iss schrecklich lange her...) gab es einen rahmenkatalog, mit den einzelnen schwerpunkten, welche die schüler in den verschiedenen einsätzen erlernen sollten... dies scheint bei euch nicht der fall zu sein, oder dir nicht bekannt... vielleicht sprichste die schulleitung darauf mal an...

und mach dir keine sorge wegen einer beurteilung, es ist nicht entscheidend, ob du gute beurteilungen bekommst, oder putzen kannst... entscheidend ist ob du mit der ware mensch arbeiten kannst, und da gehören ganz andere schwerpunkte dazu...

kopf hoch, auch wenn deine situation derzeit ungemütlich ist, die zeit geht auch vorbei, und der nächste einsatz wird wieder besser.... schreckschrauben als krankenschwestern findet man überall...leider. man muss nur wissen wie man sie nehmen muss...

alles gute
annjoh

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Beitrag von TheHamster » 09.05.06, 20:35

Also das kenn ich auch nur zu gut... Aber ich hab da immer so einen Trick... Sei denen immer einen Schritt voraus... Wenn wer ankommt putz da musst du nur sagen können habsch doch scho lang gemacht... Das nen paar mal gemacht und dazu noch durch Kompetenz in anderen Bereichen überzeugt und es geht nur aufwärts... So war es zumindest bei mir bisher immer...

nixchen
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und die andere seite?

Beitrag von nixchen » 12.06.06, 14:49

hallo ihr..

hmm..ich denke man könnte ruhig auch mal das ganze von der anderen Seite beleuchten.
SchülerInnen die keine lust zum Lernen haben und dies mehr als deutlich zum Ausdruck bringen.
Da erkläre ich was, nehme mir Zeit und versuche möglichst anschaulich eine neue Tätigkeit in den Lehrplan hineinzunehmen...und dann sehe ich daß die Schülerin völlig gelangweilt ihre Fingernägel betrachtet. Wenn ich dann hinterfrage merke ich daß sie/er nicht mal so ungefähr weiß was ich gerade erklärt habe.

Sicherlich ists nicht richtig SchülerInnen nur "Putzarbeiten" machen zu lassen. Aber da die einfach auch sein müssen muß jeder mal ran - oder?

ich wär manchmal schon froh wenn SchülerInnen nicht morgens um 7 jammern daß der Tag nicht rum geht...wenn sie auch mal "danke" sagen weil man ihnen den Sonntagsfrühdienst tauscht damit sie zur Party am Abend vorher gehen können und wenigstens an der Mehrheit der Arbeitstage pünktlich erscheinen

Nichts für ungut - aber alles hat seine zwei Seiten.
Ein wenig mehr Offenheit und Freundlichkeit,Respekt und Interesse für die Belange des anderen (Kollegen) könnte uns sehr weit bringen!

Lieben Gruß Nixchen

heidelinde
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Beitrag von heidelinde » 16.06.06, 18:02

Hi Lisa es ist schon schlimm wenn man nur als Putzfrau betrachtet wird.Ich kann mich noch gut an mein Lehrzeit erinnern und das is nun auch schon über 20 Jahre her da war es genauso.Ich war in einem kleinen Krankenhaus und die meiste der Lehrzeit auf einer Inneren eingeteilt.Meine Chefin war sehr penetrant und liess uns allemöglichen Putzdienste erledigen,es war ein Grauen.Von da an habe ich mir geschworen wenn ich mal Schwester bin dann wird das kein Schüler bei mir machen.Das hab ich auch so beibehalten und ich bin mir nicht zu schade mitzu putzen.Denk dran jede schlechte Zeit geht einmal vorbei.Mach es mit einem Lächeln auf den Lippen und du wirst merken das es dann halb so schlimm ist.
Ich wünsche dir noch viel Erfolg und auch Spass in deiner Lehrzeit.
LG Heidelinde :wink:

Timo.Hetzel
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Beitrag von Timo.Hetzel » 24.06.06, 20:39

Hallo Lisa Schumann,
ich selbst bin nun am Ende des 3. Ausbildungsjahres angelangt und kann mich im Großen und Ganzen nicht beschweren, wenn ich auf meine Ausbildung zurückblicke (dies ist natürlich immer individuell zu sehen). Ich habe in einigen Kliniken gearbeitet und abgesehen davon, dass es immer mal wieder Menschen gibt, mit denen man weniger gut klar kommt, empfand ich überall ein angenehmes Arbeitsklima. Vielleicht hat auch meine Begeisterung für diesen Beruf, mein Engagement und das Wissen, dass man "als Neuer" nicht erwarten kann, dass sich alles so ändert, wie man es gern haben möchte, dazu beigetragen (wobei ich damit nicht sagen möchte, dass dies bei dir nicht der Fall ist).
Manche Dinge muss man einfach so hinnehmen, insofern sie vertretbar sind. Ist dies nicht der Fall, solltest du die Leute direkt ansprechen - hier kommt es darauf an, wie und zu welchem Zeitpunkt man jemanden mit Kritik konfrontiert.
Ich selbst putze von mir aus des Öfteren - so trage ich zu einem hygienischen Arbeitsumfeld bei, lerne, wo ich die Materialien finde und habe eine Beschäftigung, wenn anderweitig weniger zu tun ist.
Natürlich ist es nicht richtig, wenn jemand nur zum Putzen "verdonnert" wird - hier musst du abwägen, ob du die entsprechende Person mit deiner Meinung konfrontieren möchtest (und solltest). Ansonsten halte dich an heidelinde: "Nimm es mit einem Lächeln".
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man - je nachdem, wie man seine Arbeit verrichtet - im Laufe der Zeit mehr Handlungsfreiheit bekommt und nicht als "Putzfrau/-mann" abgestempelt wird...
Es grüßt euer Timo... ;)
"Pflege so, wie du selbst wünschst, gepflegt zu werden..."

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