Wie bringt man alten Menschen bei, in die Windel zu "ma

"Hier wird Pflege besprochen" mit Downloadbereich und Knowledgebase

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Sandra 239
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Wie bringt man alten Menschen bei, in die Windel zu "ma

Beitrag von Sandra 239 » 19.05.10, 07:33

Hallo,
wer kann mir raten. Ich pflege meine 88jährige Mutter , die nachts wegen Herzschwäche sehr oft "raus" muss, um WAsser zu lassen und das alleine nicht schafft. Allerdings kommt man, wenn man nachts mehrmals aus dem Schlaf gerissen wrid, um ihr zu helfen und tagsüber ja auch "Pflegedienst " hat, an die Grenzen seiner Kraft

Ich habe versucht, meiner Mutter klar zu machen, dass sie nachts eine Windel für Erwachsene benutzen könnte, das würde mir für einige Stunden mal Ruhe bringen, aber sie scheint es einfach nicht zu schaffen, da
"rein zu machen ". Sie spürt den Harndrang, kann aber offenbar nicht in die Windel machen .

Eine Altenpflegerin sagte mir, irgendwann würde sie schon in die Windel machen ,
wenn man ihr nicht auf den TSTuhl hilft, aber das es scheint mir recht brutal, sie einfach im Bett liegen zu lassen, bis sie dann irgendwann doch in die Windel machen würde

Außerdem bin ich nicht sicher,ob das nicht doch dazu führen könnte, ....dass irgendwelche Schädigungen der Blase die Folge wären..........
Kann die Blase platzen ? Kann mir dazu jemand was sagen?

Eien andere Altenpflegerin empfahl " den Schlauch in den Bauch " ....auch das klingt mir zu grausig .........
sie meinte, das wäre der Vorgang sei ganz harmlos, örtliche Betäubung ...

........und welche Komplikationen snd danach zu erwarten, wäre ein Katheter in dem Fall nicht eine einfachere Alternative `?

Meine wichtigste Frage ist, gibt es irgendeine "Methode", alten Menschen beizubringen, diese Windel zu benutzen , die das von sich aus einfach nicht können?

LG
Sandra

der Matze
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Beitrag von der Matze » 19.05.10, 08:39

Guten Morgen Sandra239,
"Eine Altenpflegerin sagte mir, irgendwann würde sie schon in die Windel machen , wenn man ihr nicht auf den TSTuhl hilft,[...]"
"Eien andere Altenpflegerin empfahl " den Schlauch in den Bauch " ....auch das klingt mir zu grausig .........
sie meinte, das wäre der Vorgang sei ganz harmlos, örtliche Betäubung ..."
Mal davon abgesehen dass ein "Schlag in den Bauch mit örtlicher Betäubung" völliger Unfug ist, denke ich, dass beide Altenpflegekräfte Ihren Beruf verfehlt haben. Solche Vorschläge auch nur zu unterbreiten zeugt von einem gewissen Maß an Skrupellosigkeit und krimineller Energie, denn zumindest das letztere ist eindeutig Körperverletzung.
Und bei solchen bescheuerten Vorschlägen wundert man sich noch, warum die Pflege so ein schlechtes Ansehen hat. Der Altenpflegerin würde ich etwas erzählen... :evil:


Um die Situation noch einmal zu verdeutlichen: Sie wollen, dass Ihre Mutter einnässt, damit Sie nachts einige Stunden Ruhe haben?

Sie sollten bedenken, das es für Ihre Mutter nicht nur einen Verlust von Würde bedeuten würde, willentlich einzunässen, sondern auch medizinische Risiken (Harnwegsinfekte, stark erhöhtes Dekubitusrisiko) bedeuten würde, einzunässen, damit Sie Ihre Ruhe haben - denn ich denke nicht, dass sie einnässen soll, und Sie anschließend sofort die Inkontinenzhose wechseln würden - dann wäre es ja vorbei mit der Ruhe?


Eine Harnblase kann platzen, ob sie es durch willentlichen Rückhalt von Urin bei einer 88-jährigen Frau auch wirklich tun würde, erscheint mir fraglich - gesund ist es allemal nicht. Ich hoffe dennoch nicht, dass Sie es ausprobieren wollen.

Ein Katheter ist definitiv keine Alternative. Blasenkatheter werden nicht "aus Bequemlichkeit" gelegt (zumindest ist das keine Indikation, auch wenn ich weiß, dass es in manchen Einrichtungen anders gehandhabt wird) und erfordern eine gründliche und regelmäßige Pflege. Sie erhöhen zudem das Risiko eines Harnwegsinfektes.


Mir ist keine Methode bekannt, Menschen die Inkontinenz anzutrainieren, selbst wenn, würde es mir stark widerstreben, Sie mitzuteilen.


Mit freundlichen Grüßen,
der Matze,
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Vigeo
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Beitrag von Vigeo » 19.05.10, 09:10

Hallo Matze,
nicht ein Schlag, sondern ein Schlauch in den Bauch war gemeint :) also wohl der Katheter

Natürlich ist es nicht schön, aufgrund von "Bequemlichkeit" an eine solche Möglichkeit zu denken.
So, wie Sie schreiben, haben Sie aber noch keinen Menschen über einen längeren Zeitraum gepflegt und auch die damit verbundende fehlende Nachtruhe erlebt.
Ich kenne das und weiß, dass man nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr kann. Das sollten Sie auch bedenken.
Jede Nacht mehrmals geweckt zu werden, schlaucht enorm. Tagsüber kommt man dann auch nicht zum Schlaf, denn hier pflegt man ja weiter, der Pflegedienst kommt ect.

Wer profitiert davon, wenn die Angehörige irgendwann zusammen bricht?

Ich sage nicht: "Lass einen Katheter setzen!" Aber man sollte die Gegenseite auch verstehen können, bevor man so kategorisch davon abrät.

Ob man eine 88-Jährige davon überzeugen kann, in die Windel zu machen, weiß ich auch nicht.

Vielleicht mal mit dem Hausarzt sprechen?
Viele Grüße, Linda

Vigeo
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Beitrag von Vigeo » 19.05.10, 09:11

... gibts vielleicht jemanden, der gelegntlich die Nachtwache übernehmen würde?
Das wäre dann ja eine Möglichkeit, zu Schlaf zu kommen.
Viele Grüße, Linda

Peter Estner
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Beitrag von Peter Estner » 19.05.10, 09:33

Liebe Sandra 239,
vielen Dank Matze, dass Sie so schnell und spontan auf die Frage von Sandra 239 geantwortet haben, das hat ja schon alle Antworten beinhaltet, die ich auch gegeben hätte. Es zeigt sich bei den Empfehlungen der Altenpflegerinnen ein schauderhaftes Bild. Da bekomme ich Angst, in welche Richtung wir uns da bewegen?
Liebe Sandra 239,
das nächtliche Aufstehen in der Fachsprache "Nykturie" lässt sich bei Menschen mit kompensierter und dekompensierter Herzinsuffizienz nicht vermeiden, es gehört einfach dazu und jeder Arzt wird Ihnen das bestätigen. Deshalb sollten Sie mit Ihrer Mutter auch einmal einen Arzt aufsuchen, um ganz einfach die Medikamente anzupassen. Es gibt ja die Möglichkeit, z. B. Bluthochdruckmedikamente morgens einzunehmen, sodass es nicht so häufig vorkommt, dass Ihre Mutter Nachts aufstehen muss. Dies wäre abzuklären, auch vielleicht die Trinkgewohnheiten zu überdenken, wann trinkt Ihre Mutter was und wieviel. Wie gesagt, wenn das Herz zur Ruhe kommt, bleibt für die Niere die Arbeit nicht liegen, es kommt zum nächtlichen Wasserlassen, dies lässt sich nicht vermeiden, aber die Häufigkeit lässt sich evtl. reduzieren.
Nun noch ein Tipp für Sie, könnten Sie nicht arrangieren, dass morgens ein ambulanter Pflegedienst die Pflege übernimmt und Sie sich dann noch vom "Nachtdienst" erholen können? Eine Möglichkeit wäre auch, aber das ist nur so eine Idee, dass Sie Zeiten vereinbaren, meinetwegen bevor Sie schlafen gehen helfen Sie Ihrer Mutter, dann noch einmal um 2°° Uhr mit Wecker und dann gegen morgen um 4°° Uhr. Beispielsweise, dass ein Rhythmus entsteht. Das müssten Sie mit Ihr absprechen und ich bin mir sicher, das bei Verlässlichkeit für Ihre Mutter darauf, auch so etwas wie Sicherheit und Vertrauen entsteht. Aber das wäre nur so eine Idee. Ich verstehe, dass bei einer 24h Pflege die Kraft irgendwann verloren geht, darum ist es außerordentlich wichtig, dass Sie sich Hilfe holen - unbedingt.
Vielleicht konnte ich Ihnen ein wenig weiterhelfen, bitte vergessen Sie sehr schnell diese Windel und seien Sie froh, dass Ihre Mutter diese nicht braucht. Lebensqualität geht einfach vor. Zum Schluss noch ein Tipp, wie wäre es mit einem Eigenversuch, probieren Sie es mal aus, ich glaube, dass Sie es auch nicht schaffen würden :wink:
Viele Grüße
Peter Estner

der Matze
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Beitrag von der Matze » 19.05.10, 10:19

Guten Tag Vigeo,
Vigeo hat geschrieben:Hallo Matze,
nicht ein Schlag, sondern ein Schlauch in den Bauch war gemeint :) also wohl der Katheter[...]
meine Güte, da habe ich mich ja fulminant verlesen :D
Dennoch ist ein suprapubischer Blasenkatheter in so einer SItuation keine Option, da schlichtweg die medizinische Indikation fehlt.

Ob ich über lange Zeit Angehörige gepflegt habe oder nicht steht hier zwar nicht zur Debatte, allerdings würde ich in so einem Fall aufgrund meiner beruflichen Qualifikation zumindest ein professionelles Handeln und Denken mit in die Situation einbringen - was bei vielen privat Pflegenden ja nicht der Fall ist. Die verlassen sich dann auf gute Ratschläge von ausserhalb (wie hier im Forum) und hoffentlich nicht auf weniger gute Ratschläge von Altenpflegerinnen mit seltsamen Vorstellungen.


Herr Estner hat gute Vorschläge unterbreitet, die Möglichkeit einen Toilettenplan zu arrangieren und ggf. die Medikamente umzustellen sollte auf jeden Fall bedacht werden.


Mit freundlichen Grüßen,
der Matze,
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Butterfly100
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Beitrag von Butterfly100 » 19.05.10, 10:28

hallo Sandra 239

so wie du denkst solltest du schnellstens den beruf des pflegers (falls du echt in dieser brance arbeitest) beenden. du bist dafür überhaupt nicht geeignet.
was du geschrieben hast zeigt von wenig herz und verstand für diesen beruf.

einem menschen, welcher noch in der lage ist zu empfinden, zu fühlen und den harndrang zu erkennen/steuern , windeln anlegen zeugt von totaler menschenverachtung.

hast du dir eigentlich schon mal vorgestellt, man würde das so mit dir machen. ich hoffe es wird irgendwann mal mit dir so gemacht.

dein beitrag gehört eigentlich gelöscht.

der Matze
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Beitrag von der Matze » 19.05.10, 11:10

Guten Tag Butterfly100,

wilde Vorwürfe helfen hier nicht weiter.
Ihren Tonfall und Ihre Wortwahl empfinde ich als der Situation unangemessen.


Mit freundlichen Grüßen,
der Matze,
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Peter Estner
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Beitrag von Peter Estner » 19.05.10, 11:19

Liebe butterfly100,
du bist dafür überhaupt nicht geeignet.
was du geschrieben hast zeigt von wenig herz und verstand für diesen beruf.
leider kommen im Forum hier nicht viele Menschen, weil genau das dann passiert, es wird auf einer nicht schönen, persönlichen Art diskutiert, sodass man/frau sich nicht traut eine berechtigte Frage zu stellen.
Wenn sandra239 ihre Mutter rund um die Uhr pflegt, zeigt das von großem Herz und wenn sandra239 sich hier beraten lassen möchte, dann zeigt das auch viel Verstand. Darum bitte ich Sie butterfly100 nicht so eine Ebene der Kommunikation zu suchen, sonder konstruktive Kritik zu äußern, mit der weitergearbeitet werden kann. Gerne würde ich Sie auffordern sich zu entschuldigen, aber gut lassen wir es dabei, wenn Sie nur verstehen, das wir hier im Forum niemanden beleidigen und uns im Ton derart vergreifen wollen, damit ist niemanden geholfen.
Vielen Dank für die Zukunft im voraus und einen schönen Tag wünsche ich Ihnen,
mit freundlichen Grüßen
Peter Estner

Sandra 239
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Beitrag von Sandra 239 » 19.05.10, 11:44

@ Peter Estner
Herzlichen Dank für die STellungnahme. Ich würde im Grunde gerne irgendwann hier weiter diskutieren. bin aber im MOment zu sehr belastet und auch vielleicht (vorübergehend) zu dünnhäutig, um angemessen auf Beschuldigungen zu reagieren oder um ausgiebiger hier Stellung zu nehmen und den Thread weiter zu betreuen.

Ich bitte Sie , den Thread zu löschen. Danke



@ alle
Danke an alle, die mir helfen wollten mit Ratschlägen und guten Tipps

Ich bin auch insofern dankbar für manche Reaktionen hier , weil sich mein eigenes Erschrecken über diese Maßnahmen, die mir von Fachkräften der Caritas bzw. einer Pflegekraft in einem Altenheim empfohlen wurden, hier wiederspiegelt.

Ansonsten fühle ich mich gründlich missverstanden.

Es geht mir ganz sicher nicht um Bequemlichkeit , das Wort kenne ich seit langem nicht mehr.
Ich bin nur absolut sicher, dass wer hier mit Steinen wirft, ganz sicher noch niemals über so lange Zeit einen Pflegefall mit Demenz rund um die Uhr (!!) betreut hat.
Und ich habe niemanden , der mich ablösen könnte.

LG
Sandra

Peter Estner
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Beitrag von Peter Estner » 19.05.10, 12:06

Liebe Sandra239,
vielen Dank, dass Sie sich noch einmal gemeldet haben und auch noch einmal die Situation richtig gestellt haben. Es ist für jemanden, der so eine Pflege rund um die Uhr noch nicht gemacht hat, einfach unvorstellbar, wie schwer und aufopfernd das ist. Mir kam da noch eine andere Idee in den Sinn, auf einem Vortrag kürzlich, habe ich gehört, dass es auch "geriatrische Tagesstätten" gibt, vielleicht würde Sie ja das entlasten können.

Wenden Sie sich bitte an jemanden, denn das Ihnen niemand helfen kann, das glaube ich nicht. Versuchen Sie es, solange Sie noch die Kraft haben, schließlich zählt Ihr Leben genau so viel, wie das Ihrer Mutter. So, jetzt muss ich in die Arbeit, vielleicht melden sich noch Menschen mit Fachverstand und ich glaube nicht, dass sich noch jemand derart "böse" äußert. Vielen Dank für Ihr Vertrauen, bis bald
viele Grüße
Peter Estner

AnnettLoewe
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Beitrag von AnnettLoewe » 19.05.10, 12:22

Liebe Sandra,
Eine Löschung des Thread ist leider nicht möglich, da sämtliche Beiträge ja immer auch von einer Vielzahl anderer user gelesen un verfolgt werden.
Leider ist man in einem öffentlichen Forum vor Reaktionen geschützt, die dem Ton oder dem Inhalt nach unangemessen und verletzend sein können.

Ich hoffe inständig, Sie lesen das hier noch.
Ich habe auch lange einen Menschen mit Inkontinenz und massiven Gedächtnisproblemen zu Hause gepflegt.
Ich weiß ganz gut, wie dünnhäutig man da wird und dass man beständig am Rande der Verzweiflung agiert.
Ich hab nach fünf Jahren selber eine Kur gebraucht, um überhaupt mal wieder zu mir zu kommen. Erst dort habe ich gelernt, meinem eigenen Leben mal wieder einen angemessenen Stellenwert einzuräumen. Ich kenne auch Menschen, die selber darüber berentet werden mussten.

Bitte nehmen Sie das Folgende als wirklich gut gemeinten Hinweis:
Versuchen Sie zunächst, mit Ihrer Mutter feste Toilettenzeiten für die Nacht zu vereinbaren.
Vor allem: Nehmen Sie sich mal eine Auszeit, in der Sie sich erholen können. Sie wissen nicht, wie lange Sie noch pflegen müssen und welche Schwierigkeiten dabei noch auf Sie zukommen.
Es gibt die Möglichkeit der Kurzzeitpflege. Ihre Mutter wäre für eine gewisse Zeit stationär untergebracht und Sie könnten mal Urlaub machen und ohne schlechtes Gewissen für sich sorgen. Wenn da nicht geht, versuchen Sie, regelmäßig einen vollen Tag in der Woche für sich selbst zu "buchen" und Ihre Mutter anderweitig versorgen zu lassen. Das wird Sie sicher verstehen, denn niemandem ist damit gedient, wenn Sie sich selbst überfordern.
Ich weiß, dass man das mit de "Überforderung" nicht gerne hört...ich war damals dreißig Jahre alt und meinte, ich könnte Bäume ausreißen. Das geht eine Weile gut, aber IHRE Gesundheit ist ernsthaft gefährdet, wenn Sie nicht lernen, auch für sich selbst zu sorgen.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

Annett Löwe

Butterfly100
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Beitrag von Butterfly100 » 19.05.10, 15:47

Peter Estner hat geschrieben:Liebe butterfly100,
Wenn sandra239 ihre Mutter rund um die Uhr pflegt, zeigt das von großem Herz
ich konnte aus dem beitrag nicht erlesen, dass sandra ihre mutter rund um die uhr pflegt, was wohl auch gar nicht möglich ist, da sie ja schreibt, sie heht arbeiten.
Peter Estner hat geschrieben: Darum bitte ich Sie butterfly100 nicht so eine Ebene der Kommunikation zu suchen, sonder konstruktive Kritik zu äußern,
ich suche gar keine Ebene sondern antworte mal dazu noch allgemein.

ich finde meine worte schon angebracht.

Ein direktes wort wird oft besser begriffen, als nur geschleime.

Einfach mal von der seite sehen, nicht wenn wer einmal wut auf mich hatte, habe ich immer unrecht.

ich weiß, dass der pflegeberuf (besonders in alten/pflegeheimem) ein sehr schwerer ist,
das die pflgekräfte sehr oft an ihre grenzen gehen müssen, viel leisten müssen. aber trotzdem darf der zu pflegende mensch als mensch nicht verkannt werde. und dazu gehört einfach achtung , achtung auch vorm alter, vor bestimmten zipperleins.

ABER ich empfinde auch, die uns anvertrauten menschen sind hilfsbedürftig UND da sollte schon ein wenig bei den pflegen und handlungen überlegt werden, ob man einfach (katheter legen, windeln dran ) wirklich machen sollte, wenns noch nicht dringend erforderlich. Vieles wird doch echt nur gemacht, weils so für den pfleger bequemer ist....der patient/gast/besucher... wie auch immer, dadurch aber zur behandelnden massenwahre wird.

da brauchen wir uns nichts vormachen, sehr viele menschen bekommen etwas "verpasst" was nicht sein müsste, was diese menschen dadurch einfach abstuft.

ich denke wenn die menschen mehr denken würde: " ich werde auch mal alt, mal krank... wie will ich dann behandelt ... will ich ne windel, obwohl ich noch rechtzeitig sagen kann..... "

jaaaa, ich denke dann wären wir in der pflege schon viel weiter, viel menschlicher und sie wäre besser.

wenn ich grad wieder nicht verstanden werden, dann mal logisch nachdenken. zum mehr erklären habe ich grad keine zeit. ich gehe nämlich gleich zu menschen, die ich noch auf den topf setzt und keine windel dran mache.

Ich sage aber noch mal so.

ich finde es unheimlich bedenklich wo unsere menschliche denk und empfindzungdrichtung im bezug zu menschen (besonders kranken/alten, hilfebedürftigen ) hingeht.

wie grad schon geschrieben, ich habe leider jetzt nicht so viel zeit, genau zu erklären.

ich persönlich würde NIE auf die Idee kommen, einem menschen , die menschenwürde zu nehmen (menschen die windeln tragen müssen , aber noch bei vertstand sind, empfinden es sehr , sehr schlimm, windeln tragen zu müssen.) (altenheim nachfragen wenn mir nicht geglaubt wird)

daher finde ich dann auch keine entschuldigung und zarte worte, wenn ich lese, dass wer seiner eigenen mutter windeln anlegen will, ob wohl diese das gar nicht brauch.

wenn schon bei der eigenen mutter keine grenzen gekannt werden, dann kann ich mir sehr gut ausmalen, wie zu fremden menschen gedacht und gehandelt wird.

und da kann ich nicht ruhig blieben, weil ich auch grade sehr viel einblick habe, wie schlecht die pflegebedürftigen behandelt werden.

ich habe es auch als beleidigung gesehen, wenn der mutter einfach windeln angelegt werden sollen.

und die ausgangefrage war nicht, wie sandra geholfen werden kann, SONDERN
Sandra 239 hat geschrieben: Meine wichtigste Frage ist, gibt es irgendeine "Methode", alten Menschen beizubringen, diese Windel zu benutzen , die das von sich aus einfach nicht können?


jaaaa, wenn das die wichteigeste frage ist, frage ich mich, was wird /wurde da falsch gemacht.

Aber ja okay, ich entschuldige mich bei sandra, fals ich ihr anliegen falsch verstanden haben sollte.
aber so wie ich es verstanden habe, empfinde ich so zu antworten, wie ich es tat.

so und nun muss ich weg, ansonsten pullern meine leute ein.

das wäre dann mein verschulden , dass sie ne windel brauchen.

Vigeo
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Beitrag von Vigeo » 20.05.10, 07:25

Hallo Butterfly,
wo lesen Sie, dass Sandra berufstätig ist?
Nachts muss sie mehrmals raus, um ihre Mutter zu versorgen und tagsüber hat sie auch noch "pflegedienst", wie sie geschrieben hat - "Pflegedienst" bei ihrer Mutter.

Sie schreiben, Sie gehen zu Menschen, um diese zu pflegen. Also machen Sie dies wohl beruflich oder ehrenamtlich, haben aber immerhin noch Zeit zuhause, in der Sie sich erholen können. Dies hat Sandra nicht.

Und ich glaube auch nicht, dass Sandra es sich einfach macht mit der Überlegung Katheter. Sonst hätte sie bestimmt hier nicht nachgefragt...
Wir wissen auch nichts um die Umstände. Wie lange pflegt sie schon ihre Mutter? Wie schwer ist die Mutter (kann Sandra sie einfach so mehrmals in der Nachts auf einen Topf setzen)? Wie kräftig ist Sandra? Was hat die Mutter sonst noch?
Viele Grüße, Linda

Sandra 239
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Beitrag von Sandra 239 » 20.05.10, 07:53

Hallo,
Ich merke ja selbst, wie missverständlich diese Situation , in der ich mich befinde, mit meinen Worten dargestellt wurde, und dass ich aber auch weder die Zeit noch momentan de Worte dazu finde , alles so ausführlich und richtig darzustellen , dass die Antworten dann der Situation angemessen ausfallen.

Ich habe aber ja nur Antworten auf meine Frage erwartet und nicht damit gerechnet, mich für die Frage rechtfertigen zu müssen.

Das alles wird zuviel ich bitte das MOderatorenteam nochmals nochmals, diesen Thread zu löschen , weil ich so zu oft damit beschäftigt wäre, die Missverständnisse auszuräumen
Ich hab einen neune Thread eröffnet, in dem die Lage und der Sinn meiner Frage hoffentlich offensichtlicher wird

LG
Sandra



@ Buttefly, ich arbeite im fünften Jahr in der Pflege meiner Mutter, bin keine sogenannte
Fachkraft
@ danke Linda, für das Verständnis

Gesperrt