Welche Regelung treffen Pflegeheime für die Pflege nachts ?

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Sandra 239
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Welche Regelung treffen Pflegeheime für die Pflege nachts ?

Beitrag von Sandra 239 » 04.02.10, 18:44

Hallo,
ich hoffe sehr, hier konkrete Antwort auf meine Fragen zu finden
Meine Mutter (87) ist zunehmend unsicherer auf den Beinen, zum großen Problem wird das vor allem nachts. Herzinsuffizienz plus Diuretika erzwingen, dass sie nachts mehrmals aufstehen muss . Bisher hat sie den Toilettenstuhl neben ihrem Bett benutzen können, aber ich befürchte, dass dies auf Dauer keine Lösung ist. Die Gefahr, dass sie hinfällt, wird zu groß.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich , wenn ich nachts regelmäßig aus dem Schlaf gerissen werde , um sie zum WC zu führen, über kurz oder lang am Ende der Kraft bin .

Ich hoffe, ein Heim zu finden ,dass Teilzeitbetreuung nur für nachts anbietet.

Aber ich würde gerne im voraus wissen, wie solche Fälle in Pflege-Heimen in der Regel gelöst werden.

Dass die Senioren nachts nach einer Pflegerin "klingeln" , die sie zum WC führt, .... ist sicher nur in Fünf-Sterne- Residenzen zu erwarten

:arrow: Kann mir jemand sicher sagen, wie solche Fälle, also wenn Senioren nachts nicht mehr allein zum WC oder Toilettenstuhl gehen können, im allgemeinen .......in der Regel ...... in einem Pflege- Heim geregelt werden ?


Danke

LG
Sandra

Annette Koch
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Beitrag von Annette Koch » 05.02.10, 21:46

Hallo Sandra 239!

Natürlich ist es möglich, so kenne ich das jedenfalls, Pflegebedürftige Menschen des Nachts zur Toilette zu führen, nachdem sie sich gemeldet haben. Im Nachdienst werden prinzipiell mehrere Durchgänge durchgeführt. Außer der Reihe wird auch noch auf Klingelrufe reagiert. Kenne das aus eigener Erfahrung im Nachtdienst, wo ich mehrere Durchgänge zu machen hatte. Auch vereinzelt Leute die unsicherer auf den Beinen waren, wurden zur Toilette geführt. Einige davon nahmen mit dem Toilettenstuhl vorlieb, da sie den für sie langen Weg zur Toilette nicht antreten mochten.

Ich hoffe das hilft ihnen etwas weiter?!
Liebe Grüße

Annette Koch
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Sandra 239
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Beitrag von Sandra 239 » 06.02.10, 10:39

Hallo Frau Koch,
ja, das hilft mir tatsächlich weiter. DAnke vielmals für die Antwort.

"Durchgänge machen ", darunter verstehe ich nun, dass alle zwei, drei Stunden die Menschen mit Demenz auf die Toilette oder dern Toilettenstuhl gesetzt werden, (weil demente Menschen nicht immer abschätzen können , ob sie wirklich nicht "müssen")

Oder heißt "Durchgänge machen", jede Stunde wird in die Zimmer geschaut, ob jemand wach ist und auf die Toilette muss ....?

LG
Sandra

Annette Koch
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Beitrag von Annette Koch » 13.02.10, 11:46

Sandra 239 hat geschrieben:
"Durchgänge machen ", darunter verstehe ich nun, dass alle zwei, drei Stunden die Menschen mit Demenz auf die Toilette oder dern Toilettenstuhl gesetzt werden, (weil demente Menschen nicht immer abschätzen können , ob sie wirklich nicht "müssen")
Es erfolgen wie sie hier schon zitiert haben ca. alle 2 Stunden Kontrollen (hier erfolgt die nächtliche Kontrolle bei allen Bewohnern) bzw. notwendige Pflegemaßnahmen wie wechseln der Einlagen bei den Bewohnern die sich nicht mehr bewusst zur Toilette melden können . Zusätzlich jedoch wird auf Klingelrufe reagiert, d.h. es melden sich Bewohner bewusst um auf die Toilette etc. geführt zu werden.
Liebe Grüße

Annette Koch
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Sandra 239
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Beitrag von Sandra 239 » 13.02.10, 13:12

Ich danke Ihnen , liebe Frau KOch, für die Antwort

Alles
Gute
Sandra

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