Ausstattung eines Aufwachraumes

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F. Knapp
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Ausstattung eines Aufwachraumes

Beitrag von F. Knapp » 30.07.07, 07:19

Hallo,
in unserer Klinik wird der Aufwachraum neu gebaut.
Im Rahmen dieser Neuerung meine Frage:
Gibt es (und wenn ja wo?) Ausstattungsrichtlinien für die medizinische Ausstattung eines Aufwachraumes?
Vielen Dank und Viele Grüße :lol:

Anästhesieschwester
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Beitrag von Anästhesieschwester » 30.07.07, 07:56

Guten Morgen,

ist es nicht eigentlich klar was in einem AWR gebraucht wird? Ich meine, das müsste doch auch Ihren Vorgesetzten / dem Geldgeber klar sein!?

Pro Bettplatz Monitoring mit Möglichkeit zur Sättigungs-, EKG-Kontrolle, NIBP, art. Druckmessung, o2-Anschluss, Kuhnsystem, Absauggerät, Ambubeutel, ein Wagen m. Medikamenten / Guedel / Beatmungsmasken versch. Größe / Nierenschalen,... was halt so am Pat. gebraucht wird.

Je nachdem wieviel Bettplätze Sie haben und wieviel Kinder bei Ihnen operiert werden, so 1-2 o.g. Wagen m. Kindermaterialien.

Ein Notfallwagen mit Intubationszubehör, Narkosemedikamenten, transportablem O2 m. Absauggerät, Ambubeutel,...

Je nach Bettplatzanzahl 1-2 Batmungsgeräte (wir haben Servo)

Diverse Infusomaten und Perfusoren, Kühlschrank (!), Inhalatoren / Befeuchter, Jalousien (viele Geräte vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung und fallen aus!), spanische Wände, Topfspüle, ein BTM-Schrank,... und natürlilch genügend Stauraum für Medis, ...

Und halt in geringerer Anzahl Pflegematerialien wie auf Normalstation.


So, ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen!

Lieben Gruß

Die Anästhesieschwester

system-rossow
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Bauliche Änderungen und die optimale Einrichtung im AWR

Beitrag von system-rossow » 27.12.07, 00:45

Liebe Kollegen/innen

In den letzten 18 Monaten war ich in Paris, London und Berlin und machte dort Praktika in verschiedenen Universitätskliniken.

Dabei stellte ich fest, das wir in Deutschland die schwierigste Situation in den Aufwachräumen haben. Grundsätzlich haben wir das geringste Personal von Frankreich und England. Aber was zusätzlich noch eine große Rolle spielt, sind die Räume, die zu klein sind und dann auch noch sehr schlecht eingerichtet sind.

Die funktionellste Aufwachstation habe ich in Paris gesehen. Die Betten standen 1 Meter von der Wand (am Kopfende) entfernt. Alle Geräte (von der Beatmung bis zur Absaugung) waren auf feststehenden Ampeln links und rechts vom Bett, die von der Decke kamen. Die einzelnen Geräte oder Stellflächen waren beweglich, nicht die Ampel selbst.
Somit war ein optimales Arbeiten möglich. Das franz. Pflegepersonal war begeistert von der Einrichtung.

Intensivbettplätze werden seit längerer Zeit so gebaut.
Doch wenn man sich die Situation in den deutschen Aufwachstationen ansieht, weiß man oft nicht, ob man auf einer Intensiv- oder einer Aufwachstation ist.

Zudem wird es in der Zukunft nötig sein, dass man den Begriff "Aufwachstation" neu definiert. Die heutigen Aufwachpatienten sind oft die Intensivpatienten, die wir vor 30 Jahren auf der Intensivstation hatten. Der Unterschied ist nur, dass doppelt so viele Patienten gleichzeitig überwacht und gepflegt werden müssen - und der Raum an sich viel enger geworden ist.
Volker
Der fremdsprachige Patient in Europas Kliniken und
Verbesserungen der Pflegearbeitsplätze durch bauliche Veränderungen und einer optimalen Einrichtung

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