"Ablöse" nach der Fachweiterbildung

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KrapneK
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"Ablöse" nach der Fachweiterbildung

Beitrag von KrapneK » 09.06.10, 09:32

Mache zur Zeit die Fachweiterbildung Anästhesie-Intensivpflege. Musste mich dadurch das mein Arbeigeber alle Ausbildungskosten übernimmt, nach der Weiterbildung für drei Jahre meinem Haus gegenüber verpflichten, ist denke ich die gängige Praxis. Nun meine Frage an euch, gibt es die Möglichkeit das Häuser die mich bei einem Arbeitsplatzwechsel innerhalb meiner dreijährigen Verpflichtungszeit bei meinem jetztigen Arbeitgeber finanziell "ablösen" würden? habt ihr da irgendwelche Erfahrungswerte? Würde mich über Antworten freuen!
Grüße
ich

JoachimInt
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Beitrag von JoachimInt » 10.06.10, 09:34

auch das dich andere Häußer ablösen ist gängige Praxis....

...bin mir aber ehrlich gesagt nicht sicher, ob die "3 jahre Verpflichtung" rechtskräftig ist wenn du dir nen Anwalt nehmen würdest...

Uwe Hecker
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Beitrag von Uwe Hecker » 11.06.10, 12:42

Hallo KrapneK,

das ist gängige Praxis, dass Häuser, die selbst keine Weiterbildungsteilnehmer haben, "Ihre" Fachpflegepersonen, extern "Einkaufen". Zwecks Kosten etc. würde ich bei der Verwaltung nachfragen. Ich musste mich auch drei Jahre verpflichten, arbeite aber immer noch gerne an der selben Klinik. Wie weit drei Jahre "juristisch" in Ordnung sind, weis ich nicht, ich finde es aber auf jeden Fall ok. Auch moralisch...

Grüße

Uwe
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent

JoachimInt
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Beitrag von JoachimInt » 11.06.10, 18:15

hmm...3 jahre Verpflichtung für ne gezahlte Weiterbildung ...ok find ich auch ok, vorallem wenn man gerne in seinem Haus arbeitet.
Wenn man natürlich bedenkt, daß es einen enormen Mangel gibt und obwohl man ne Fachweiterbildung hat keinen cent mehr bekommt? Öhm.....gibts sowas in irgendeinem anderen job?

Und Knebelverträge.....nunja es gibt ne freie Wahl der Arbeitsstelle....egal ob es einem frei steht den Vertrag zu unterschreiben oder nicht.

schaui
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Beitrag von schaui » 15.06.10, 05:38

Verpflichtungen nach Übernahme der Kosten für eine WB Massnahme sind in der Tat gängig.
Mit der Unterschrift unter den Vertrag erklären sich beide "Parteien" mit den geregelten Modalitäten einverstanden.
Ich habe mich 2006 "ablösen" lassen. Die Rechnung, die mir mein ehemaliger Arbeitgeber gelistet hat, war nicht von schlechten Eltern...
Es sind eben nicht nur die Kosten für den Kurs, die ins Gewicht fallen, inkl. Prüfungsgebühren etc...
Was den Hauptanteil ausmacht, ist der Arbeitsausfall. Angenommen man ist mit Studientagen, Blockunterricht etc während zweier Jahre bei etwa 60 - 80 Tagen nicht in der Klinik und steht somit dem AG nicht zur Verfügung, bedeutet das, dass der AG (bei 20 Arbeitstagen pro Monat) 3 - 4 Monate Lohnfortzahlung tätigt und keine Arbeitsleistung dafür erhält.
Ablösesumme errechnet sich also wie folgt
Kursgebühren (z B 5000 Euro) für Intensiv/ Anä plus
Prüfungsgebühren (z. B. 500 €) plus
4 Monate Bruttomonatslohn
= viel Geld :shock:

Bei drei Jahren Verpflichtung mindert sich die Gesamtsumme pro Monat um je ein 36 stel

Hoffe ich konnte etwas helfen

Tessaya
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Re: "Ablöse" nach der Fachweiterbildung

Beitrag von Tessaya » 17.11.11, 22:30

ja so ist das bei uns auch, aber dukannst dich sicherlich ablösen lassen. den meisten häusern liegt nichts an demotivierten mitarbeitern.

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