Entzündung oder was anderes...

Moderator: DMF-Team

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kaia
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Entzündung oder was anderes...

Beitrag von kaia »

Halllo,

tut mir leid, dass ich keinen kurzen passenden Titel nennen konnte, aber ich kann die ganze Situation nicht einordnnen. Und bin total verunsichert.

Wäre sehr dankbar, wenn jemand etwas Licht ins Dunkel bringen könnnte.

Kurz zur Vorgeschichte:

Im November hatte ich direkt unter den unteren Schneidezähnen eine entzündete Stelle, wie ein weißes Loch, ohne Eiter oder so. Tat weh, wenn ich Obst oder Tomaten und so gegessen habe. Wurde dann aber nach einiger Zeit, was die Schmerzen betraf, etwas besser. Das Lochh blieb.

Am 23.12. hatte ich einen Kontroltermin bei meiner Zahnärztin. Naja, auf den letzten Drücker im alten Jahr (Bonusheft), den Gedanken hatten wohl viele Patienten zu der Zeit. Deshalb konnte ich auch nur zwischengeschoben werden.
Da ich deshalb die Zahnärztin nicht länger aufhalten wollte, und die Schmerzen auch zu der Zeit etwas besser waren, hab ich nichts davon erwähnt.
Gesehen hat sie bei der Zahnuntersuchung auch nichts. Man sieht es nur, wenn man die Unterlippe wegzieht.

Im Januar wurden die Schmerzen wieder stärker, zusätzlich ein Druck auf die Schneidezähne, weshalb ich erneut einen Termin bei der Zahnärztin machte.

Der war letzte Woche.
Die Ärztin guckte sich die Stelle an. Reagierte total erschrocken. Seit wann ich das habe? Wieso ich nichts gesagt hätte beim letzten Termmin. War wohl auch erschrocken, dass sie es nicht gesehen hat.
Hat einen Kältetest an den Schneidezähnen gemacht. Den schmerz habe ich deutlich gespürt, was ein gutes Zeichen wäre.

Dann meinte sie, ich müsse sofort zum Kieferchirurggen. Genauueres wollte sie nicht sagen. Hab gesagt, ich dachte, es wäre eine leichte äußere Entzündung. Sie meinte nur ganz ausweichend "ja, kann auch sein, aber er kann das besser abklären".
Dann wurde direkt von der Praxis aus ein Termin für mich vereinbart, damit es schnell geht.

Die Reaktion hat mich total errschreckt. Habe dann auch mal nach dem Hinweis auf der Überweisung gegooglet: "Schleimhautveränderung regio 31"

Was ich dort gefunden habe: Kann ganz harmlos sein (z. B. Aphthen), aber auch Krebs.


Heute hatte ich den Termin beim Kieferchirurgenn. Wusste gar nicht, was mich erwartet.
Aber jetzt, nach dem Termin, bin ich genauso unschlau wie vorher auch...

Der Arzt hat sich die Stelle angeschaut. Wusste erst gar nichts mit anzufangen. Ob ich da mal ne eitrige Entzündung gehabt hätte. (Nein). Einen Unfall? (An den Zähnen Nein, hatte mir durch zwei Unfälle erst einmal zwei, dann die beiden Kronen und nen dritten Zahn im Oberkiefer ausgeschlagen, jetzt dort Kronen)

Irgendwie hatte ich das Gefühl, er wusste gar nicht recht, was er machen sollte.
Wurde dann geröngt.

Er hat dann noch mal geguckt. Druckschmerz an verschiedneen SStellen geprüft (Schmerzen vorhanden).
An den Zähnen gewackelt, Sind wohl beide Schneidezähne etwas locker.

Dann hat er mir das Röntgenbild gezeigt.
Um den einen Schneidezahn herum war es etwas dunkler, was darauf hindeuten könne, dass dort eine seit längerem bestehende Entzündung ist. Dort immer wieder Bakterien hereingezogen werden und somit die Entzündung von innen nach außen arbeitet
Aber genau könne man das aus dem Röntgenbild nicht ersehen. Auch gebe es keine andere Möglichkeit, das zu beurteilen.

Einzige Möglichkeit, die Stelle aufzuschneiden und direkt zu gucken.


Wenn sich dann wirklich herausstellt, dass der Knochen da schon weg ist, könne der Zahn nicht mehr gerettet werden.
Oder aber es ist eine Aphthe mit Narbenbildung.

Aber irgendwie wirkte er die ganze so unsicher, als würde er sowas zum ersten Mal sehen.

Die Überlegung Richtung Krebs ist gar nicht aufgekommen. Lässt sich die durch Ansehen ausschhließen? Mich hat halt die Reaktion meiner Zahnärztin so erschrocken...

Ich kann die Reaktionen der beiden Ärzte so gar nicht einordnen.

Der nächste Termin ist erst am 13.2.

Wäre sehr froh, wenn jemand etwas dazu sagen könnte.
Dass eine Diagnopse hier gestellt werden kannn, geht nicht, ist klar.

Bin so verunsichert :?
lg kaia
kaia
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Beitrag von kaia »

hm, noch mal ne Überlegung meinerseits dazu:

Wenn der Knochen um den Zahn herum weg ist..

Im Netz lese ich dazu, dass das passieren kannn, wenn der Zahn abgestorben ist. Aber ich spüre ja den Kälteschmerz (Test der Zahnärztin).
Und weiterhin habe ich dazu gelesen, dass, wenn der Zahn kein Loch hat und der Zahnarzt ihn nicht öffnnet, sich der Eitter den Weg durch den Knochen wählt und dieser dadurch zerstört wird. Dann der Kieferknochen anschwillt, und Eiter austritt. Beides bei mir nicht der Fall (Nach einer Schwellung hat der Kieferchirurge auch gefragt, war nicht der Falll)

Kann es trotzdem Ursachen geben, dass der Knochen an der Stelle weg ist? Oder ne andere Erklärung für den dunklen Schatten um den Zahn herum auf dem Röntgenbild?
lg kaia
jobohrer
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Beitrag von jobohrer »

Hallo Kaja,

gucken Sie sich bitte bei Sonnenlicht oder mindesten draußen (da ist es heller) genau Ihre unteren Schneidezähne an auf Farbunterschiede. Es geht darum, kleinste Verdunkelungen des ganzen Zahns zu erkennen. Wenn Sie einen Zahn in der Reihe erkennen können mit einer graueren/gelblicheren Farbe, dann ist der mindestens unfallverursacht geschädigt, möglicherweise auch tot.

Ist das nicht der Fall (kein Farbunterschied), dann besorgen Sie sich bitte eine Digitalknipse, die möglichst dicht Makros machen kann und knipsen die Stelle entweder mit Blitz oder im Sonnenlicht und stellen das Foto hier ein.

Viele Grüße
Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
kaia
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Beitrag von kaia »

Hallo und vielen Dank für die Antwort!

Also, ne Verfärbung kann ich nicht erkennen.

Hab jetzt mehrfach versucht, Fotos davon zu machen, aber irgendwie stell ich mich zu doof an.
Mit der einen Hand die Lippe wegziehen, mit der anderen knipsen... Entweder wackelig, zu dunkel, zu hell oder zu weit weg :roll:
Es sieht einfach wie ein Krater aus, kreisrund...

So lässt sich wohl nichts dazu sagen? Bin mir so unsicher, ob der Kieferchirurg weiß, was er macht...



Hab Angst vor Freitag :?



Hm, noch mal ne Frage am Rande: Nach einem solchen Eingriff, wie sieht es die nächsten Tage mit dem Essen aus?
Wie schnell verheilt sowas?
Das einzige, was er mir gesagt hat, ist, dass er mich danach 3 Tage krankschreiben wird, weil es doch heftiger werden könne...
lg kaia
kaia
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Beitrag von kaia »

hab noch ne Frage dazu.

Wird bei sowas keine Gewebprobe entnommen? Gerade, wenn der Kieferchirurg selbst nichts damit anfangen kann, was das sein könnte?


Wäre superlieb, wenn mir heute noch jemand antworten könnte, hab morgen den Termin... :?
Falls es dazu etwas zu sagen gibt.
lg kaia
kaia
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Beitrag von kaia »

Hallo,

muss noch mal schreiben... :?

hatte ja heute den Termin. vom Eingriff selbst habe ich nicht viel mitbekommen, und danach bin erst mal komplett zusammengeklappt, so dass ich auch ne halbe Stunde danach, als ich gegangen bin, noch ziemlich neben der Spur war und nicht wirklich viel nachfragen konnte.

Deshalb hoffe ich, hier noch mal Hilfe zu bekommen.

Also, er hat die Stelle rausgeschnitten und lässt die Gewebeprobe untersuchen.

Dann ist, wie er befürchtet hat, der Knochen fast bis zur Zahnwurzel weg.

Grund könnte eine Entzündung sein oder auch, dass der Zahn gewackelt hat und dadurch den Knochen beschädigt hat.

Der Zahn muss raus, er sieht keine andere Möglichkeit. Wahrscheinlich wird der Zahn sonst im laufe des Jahres von selbst rausfallen.

Hab gefragt, ob der Knochen denn noch weiter verschwinden kann, bis jetzt hält der Zahn ja auch, und davon, dass er wohl etwas locker sitzt, habe ich persönlich nichts gespürt.

Und da er nicht weiß, ob es an einer Entzündung liegt, schließe ich, dass die evtl. Entzündung nicht mehr da ist. Auch, weil er ja keine Behandlung gegen eine Entzündung angesprochen hat.


Wie bzw. wodurch kann der Knochen weiter abbbauen?
Und wieso kann das verhindert werrden, wenn der Zahn gezogen wird?

Gibt es bei sowas wirklich keine andere Möglichkeit, als den Zahn zu ziehen?
lg kaia
jobohrer
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Beitrag von jobohrer »

Hallo Kaia,

ist eigentlich von den Sie behandelnden Strategen einer auf die Idee gekommen, eine Wurzelbehandlung an diesem Zahn durchzuführen?

Schauen Sie bitte mal hier: http://www.zahnfilm.de/af/index.php?opt ... 4&Itemid=2

Und bei Kollegen Osswald unter www.tarzahn.de


Viele Grüße
Joachim Wagner
Zahnarzt
www.zahnfilm.de
kaia
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Beitrag von kaia »

Hallo Herr Wagner,


nein, das Thema Wurzelbehandlung ist nicht aufgekommen.
Das wäre dann Sache des Zahnarztes? Oder auch des Kieferchirurgen?

Habe am Freitag den Termin zur Kontrolle beim Kieferchirurgen, werde es da mal ansprechen.

Danke für die Links.
lg kaia
kaia
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Beitrag von kaia »

Hallo Herr Wagner,

am Freitag hatte ich wieder einen Termin.

Es handelt sich wohl um eine chronische Entzündung. (Wieso kann man sowas nicht direkt feststellen, vor zwei Wochen beim Eingriff hat er das zwar als Möglichkeit genannt, aber nicht sicher)

Eine Wurzelbehandlung sei nicht möglich, weil nicht der Zahn selbst betroffen ist, sondern die Regeion drumherum.
Dadurch, dass der Zahn etwas locker ist, dringen so auch immer wieder Bakterien ein, so dass die Entzündung nicht abheilen kann.
Eine Behandlung der Entzündung mti Antibiotika würde auch keinen Sinn machen, weil die Entzündung immer wieder neu aufkommen wird.
Das alles auch der Grund für den Knochenrückgang.

Er sieht als einzige Möglichkeit, den Zahn zu ziehen.

Es hat noch eine Möglichkeit angesprochen, die aber sehr aufwendig, teuer (selbst zahlen) und vor allem kaum erfolgversprechend ist.
Ging irgendwie darum, den Knochen wieder aufzubauen, den Zahn zu schienen. Genau habe ich es nicht verstanden. Können Sie damit was anfangen und mir was dazu sagen?
lg kaia
isi
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Beitrag von isi »

hol dir doch noch mal eine zweit- oder auch noch drittmeinung ein.... würde ich zumindest tun...
2002-MammaCa re., BET pT2 (4,7cm)/pN0 (0/20)/M0/G3, hormon negativ, p53 neg./ki-67 pos.,Her-2/neu negativ, lob. invasiv-4xEC-Bestrahlung-3xTaxol-->2012-MammaCa re., duktal invasiv, pT1, leicht hormonabh., OP Tumor, Chemo Abraxane/Carboplatin, Ablatio
kaia
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Re: Entzündung oder was anderes...

Beitrag von kaia »

Hallo zusammen,

ich bin gerade mal meine alten Beiträge durchgegangen und dabei auf diesen gestoßen.

Ich hatte mir damals keine zweite Meinung eingeholt und erst mal abgewartet. Der Kieferchirurg wollte mir ja beide Schneidezähne ziehen, weil sonst meine Beschwerden nie weg gehen würden.

Tja, bis heute, 6 Jahre später, hatte ich keine Beschwerden mehr. Bin froh, dass ich nicht auf ihn gehört habe.

Aber was sagt mit das:
Bevor ich einen solchen Eingriff über mich ergehen lasse, werde ich immer eine zweite Meinung einholen. Hier war es jetzt nicht erforderlich. Aber wenn es nicht besser geworden wäre, wäre das mein nächster Schritt gewesen.
lg kaia
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