Rat für Zahnziehen zwecks Implantatsetzung erbeten SOS

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dynaset
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Rat für Zahnziehen zwecks Implantatsetzung erbeten SOS

Beitrag von dynaset » 14.02.16, 11:45

Guten Tag,

bei mir soll der letzte Backenzahn unten rechts, der 47 ziger, gezogen werden.
Dadurch entsteht dann eine Freiendsituation, die nur mit einem Implantat
wieder behoben werden kann.

Der besagte Backenzahn ist bereits überkront. Die Krone wurde von oben
angebohrt und die Wurzel wurde behandelt. Außerdem wurden zwischen Zahnkrone
und Zahnfleisch bzw. Kiefer mittig Konkremente entfernt, sodass da ein "Tunnel"
entstanden ist (ich drücke das mal so aus), den ich genausso wie die Zahnzwischenräume
mit einem Dentalbürstchen von Essensresten reinigen muss. Ich weiß, der Zahn ist
nicht mehr so dolle - aber er macht absolut keine Beschwerden!! Ich habe weder Zahnschmerzen
noch ein Ziehen bei heiss oder kalt. Auch ein schlechter Mundgeruch oder Zahnfleischbluten
ist NICHT. Aber er hat angeblich noch eine tiefe Zahnfleischtasche.

-Die Weißheitszähne sind alle weg - alle anderen sind noch da!!

So, nun habe ich mich lang und breit belesen über das Einbringen von Zahnimplantaten.
Letztlich kann durch mehere Ursachen auch ein Implantatverlust stattfinden.
Dann ist die "Kacke" am dampfen-sorry. Dann wird der oben gegenüberliegende Zahn,
irgendwann schief rauswachsen, weil kein Gegendruck mehr vorhanden ist. und der Zahn unten
neben dem gezogenen Zahn wird sich neigen, weil der Halt fehlt.

Nun kommt meine Frage. Ist es nicht sinnvoller, den Zahn erst dann zu ziehen, wenn er wirklich
Beschwerden macht. Das kann ja unter Umständen noch Jahre dauern. Mit der jetzigen
Situation lebe ich ja auch schon einige Jahre.

-Außerdem sitzt der Zahn sehr fest, wackelt kaum, was wiederrum heißt, dass der Zahn unter
Umständen rausgefräßt werden muss, wodurch Knochenmasse verloren geht.


Mir wird erzählt, dass sich der Knochen immer weiter zurückbilden würde, je länger man
mit der Implantatsetzung wartet, weil der Zahn eben halt doch nicht mehr so optimal ist.

Aber ist dieses Argument ausreichend zum Zahnziehen und Implantat?

Meine Zahnersatzzusatzversicherung trägt fast die ganzen Implantatkosten.
Aber das ist für mich kein Kriterium, mich vorschnell für ein Implantat zu entscheiden-
sondern rein die Implantatverlustängste, da es sich um eine Freiendsituation handelt
bringen mich ins Grübeln.

Wie würdet ihr entscheiden???

Vielen Dank für Rückmeldungen.

Sorry - ist echt lang geworden.
Lobet den Tag nicht vor dem Abend

DJane
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Re: Rat für Zahnziehen zwecks Implantatsetzung erbeten SOS

Beitrag von DJane » 14.02.16, 17:28

Hallo dynaset,

die Tatsache, dass Dein Zahnarzt die Indikation zur Extraktion von 47 stellte, würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Im Zweifelsfall kannst Du bei einem anderen Zahnarzt eine 2. Meinung einholen.
Auf keinen Fall würde ich Schmerzen abwarten, denn zum einen heißt Schmerzfreiheit nicht Entzündungsfreiheit und zum anderen kommen die Schmerzen meist zur falschen Zeit (Urlaub, Wochenende, Ostern,.....) und sind häufig mit unangenehmen Notfallbehandlungen und Komplikationen verbunden. Deshalb bei eindeutiger Indikation eine planmäßige Entfernung organisieren - ist für alle Beteiligten besser.
Zum Thema Freiendsituation:
das hier nur ein Implantat angezeigt ist, stimmt nicht. Denkbar wären neben (1)Implantat eine (2)Freiendbrücke oder noch einfacher das (3)Belassen einer verkürzten Zahnreihe.
Viele Grüße DJane

Hans Meier
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Re: Rat für Zahnziehen zwecks Implantatsetzung erbeten SOS

Beitrag von Hans Meier » 19.03.16, 19:02

dynaset hat geschrieben:... Ist es nicht sinnvoller, den Zahn erst dann zu ziehen, wenn er wirklich
Beschwerden macht. Das kann ja unter Umständen noch Jahre dauern.
Definitiv. Kann sein daß das Theater nach dem Ziehen erst los geht. Wenig Zucker, fleißig Putzen etc.
Jeder Zahnarzt sagt sowieso was Anderes was angeblich zu tun wäre.

kugkug
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Re: Rat für Zahnziehen zwecks Implantatsetzung erbeten SOS

Beitrag von kugkug » 24.03.16, 18:45

Darf ich bitte fragen, wie Sie es schaffen
diese Zahntasche zu reinigen?

Danke und Grüße

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