Brennen beim Wasserlassen

Erkrankungen der Niere, Harnwege, Blase, Prostata

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7Buchstaben
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Brennen beim Wasserlassen

Beitrag von 7Buchstaben »

Hallo,

ich m/22 habe seit ca. 6 Jahren uroligische Probleme. Ich war schon bei vielen Ärzten, allerdings ohne Erfolg. Nun wollte ich hier meine Probleme aufzählen und hoffe auf eine Antwort.

Diese Symptome habe ich:

1. Brennen beim Wasserlassen (je voller die Blase, desto angenehemer die Entleerung und je weniger die Blase voll ist, umso mehr brennts)
2. Während der Ejakulation ist alles okey aber dannach für den ganzen Tag brennt es noch stärker beim urinieren und der erste Urin kommt sehr schwer raus.
3. Ejakulat ist gelblich und ziemlich Geleehaft.
4. Über den Tag verteilt und unabhänungig vom Klobesuch oder Blasenfüllung, tröpfeln einzelne Urintropfen bzw. Spermatropfen raus auf die Unterwäsche. Als ob etwas ,,undicht" ist.
5. Manchmal juckt am Glied die Harnröhre.
6. Zuletzt vor einem Jahr kam auch Blut während/nach dem Urinieren. Allerdings heutzutage nicht mehr.

Diese Tests habe ich schon machen lassen:

1. Urintest
2. Spermatest
3. Harnröhrenabstrich
4. Blasenspiegelung
5. Harnröhrenspiegelung
6. Harnstrahlmessung
7. Röntgen mit lokaler Kathete mit Kontrastmittel

Bei all den Untersuchungen kam nichts auffälliges raus und die Ärzte konnten sich meine Probleme auch nicht erklären.
Bislang habe ich Tabletten gegen Entzündung der Harnröhre, Prostata und gegen Chlamydien genommen. Allerdings auch diese ohne jegliche Verbesserung.

Nun wollte ich fragen, was der Grund dafür sein könnte, dass ich diese Probleme habe. Haben die Ärzte etwas übersehen oder gibt es vielleicht eine andere Ursache?

Ich würde mich auf eine hilfreiche Antwort freuen und bedanke mich im Voraus.
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jaeckel
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Re: Brennen beim Wasserlassen

Beitrag von jaeckel »

Ggf. muss man den Harnröhrenabstrich wiederholen. Der sollte in einem Spezialnährmedium schnellstmöglich transportiert und untersucht werden. Dabei können viele Fehler passieren, so dass ein falsch negatives Ergebnis rauskommt. Die Beschwerden hören sich so an, als wenn dort das Problem liegen könnte. Bei komplexer Vorgeschichte sollte man ohne Diagnose und Keimnachweis grundsätzlich keine Medis nehmen. Antibiotika führen zu einer Zerstörung der natürlichen Flora und verschärfen die Probleme. Früher dachte man, dass der gesunde Harntrakt keine Flora hätte. Heute ist man klüger.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Klinische Akut- und Notfallmedizin
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)
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