Probleme Blase und Darm

Erkrankungen der Niere, Harnwege, Blase, Prostata

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MathiasTH
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Probleme Blase und Darm

Beitrag von MathiasTH » 10.09.17, 18:25

Guten Abend,

ich bin durch Google auf dieses Forum gestoßen und hoffe, vielleicht eine neue Idee zu meinen Beschwerden zu finden.
Zu mir: 30 Jahre, männlich, Normalgewicht, sportlich öfter aktiv, Raucher und trinke hin und wieder am Wochenende Alkohol, Essen: Relativ gesund und ausgewogen.

Im großen und ganzen habe ich zwei "Problemzonen".
Darm:
- Seit jeher Verdauungsprobleme. Im Schnitt 6-8 Stuhlgänge pro Tag. Oftmals nicht fest.
- Viel Luft im Magen und Darm Bereich, was sich zudem in einem stark geblähten Magen äußert.
- Seit über 20 Jahren immer wieder mal Proctalgia Fugax, teils mit Kreislaufproblemen.
- Ein, zwei Tage unregelmäßiges Essen führen zu starken Verdauungsproblemen.

Blase:
- Immer mal wieder schmerzendes Ziehen zwischen Blase und Bauchnabel.
- Blasenschwäche bei viel Getränken in kurzer Zeit; immer bei Alkohol (bereits begonnen mit 14 nach den ersten 2 Bieren). Äußert sich darin, dass ich bis zu 4 Stunden auf der Toilette sitze und durchgängig das Gefühl habe, es würde laufen oder ich müsste ganz dringend auf die Toilette. Meist kommen nur ein paar Tropfen, aber das Gefühl bleibt.
- Tagsüber stündlicher Gang auf die Toilette, da die Blase drückt. Verhältnismäßig kommt "wenig heraus".
- Oftmals wie aus dem Nichts ein sofort auftretender starker Harndrang. Inbesondere bei Problemen mit dem Darm.
- Direkt nach dem Toilettengang immer wieder ein paar Tropfen, die noch rauskommen.
- Komisches Entleerungsverhalten: Ziehe am Ende sozusagen die Blase noch ein als würde ich diese "nachladen", dann kommt wieder etwas.

Viele dieser Probleme treten seit über 20 Jahren auf, sodass im Verlauf des Eintrags hier sicher noch ein paar Ergänzungen kommen.

Was wurde bisher gemacht?
Darm:
- Ernährungstagebuch -> Keine Auffälligkeiten
- Verzicht auf bestimmte Lebensmittel -> Keine Auffälligkeiten
- Blut und Stuhl-Untersuchung -> Keine Auffälligkeiten
- Darmspiegelung -> Keine Auffälligkeiten.
- Blutuntersuchung -> Keine Auffälligkeiten
Behandlung dann irgendwann von mir abgebrochen, da der Arzt meinte, es sei ein Reizdarm.

Blase:
- Trinkverhalten -> Keine Auffälligkeiten
- Urinuntersucherung -> Keine Auffälligkeiten
- Ultraschall der Blase gefüllt -> Keine Auffälligkeiten
- Flußstrahlenmessung -> Keine Auffälligkeiten
- kurze Betastung (standardmäßig) der Prostata -> Keine Auffälligkeiten
- Versuch, Kontrastmittel in die Blase einzuführen um dies zu kontrollieren wurde abgebrochen, da ich verkrampft habe.
Laut Arzt Reizblase und somit dann von mir nicht weiter verfolgt.
Seitdem nehme ich ein Medikament, insbesondere leider auch bei Alkohol um die Probleme auf ein Mindestmaß zu reduzieren, welches die Blasenmuskulatur entspannen soll. Anfangs war dies chemisch, nun rein pflanzlich mit Goldrutenextrakt.

Könnte dies alles mit einer vergrößerten Prostata zusammenhängen oder wäre dies bei der Routine-Untersuchung beim Urologen definitiv aufgefallen?
Vielleicht gibt es auch noch weitere Verbindung die ich bislang nicht bedacht habe.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Viele Grüße,
Mathias

marena
Interessierter
Beiträge: 6
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Re: Probleme Blase und Darm

Beitrag von marena » 16.11.19, 19:00

Hallo,

ich habe grade dein Problem gelesen. Ich weiß nicht, ob du dieses Problem inzwischen noch hast. Ich bin weiblich und 23 Jahre.
Ich habe ein ähnliches Problem mit der Blase. Ich muss sehr oft auf die Toilette (manchmal schon nach 20 Minuten, manchmal nach einer Stunde, aber länger halte ich es fast nie aus). Ca. 1 bis 2 mal im Jahr habe ich einen starken Schmerz im Nabel. Es fühlt sich so an, als ob jemand am Nabel ziehen würde, besonders beim Urinieren. Es gibt eine Verbindung zwischen Blase und Nabel, den Urachus.
Beim Entleeren der Blase: Man kann sich den Urachus wie ein Seil, das zwischen Nabel und Blase gespannt ist, vorstellen. Je voller die Blase ist, desto weniger gespannt ist der Urachus, weil die Blase größer wird und der Urachus sich dadurch zusammenschiebt. Je leerer die Blase wird, desto mehr spannt sich der Urachus, weil die Blase ihn nach unten zieht. Deshalb tut es dann auch beim Strecken weh. Wenn ich mich dann am Rücken mit angewinkelten Beinen hinlege, wird es irgendwann besser, weil die Spannung dadurch nachlässt. Eine Physiotherapeutin hat mir gesagt, dass das Spannungen am Urachus sind.
Hatte schon Ultraschall und MRT (ohne Befund) und verschiedene andere Therapien - Leider ohne Erfolg.
Wenn ich den Urin zurückhalte, bekomme ich beim Nabel ein komisches Gefühl. Es fühlt sich so an, als würde der Urin nach oben zum Nabel rinnen.
Hast du dieses Problem in der Form auch? Wurde bei dir das Problem inzwischen behoben und wie?

Liebe Grüße
Marena

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