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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Neoblase kontra Radiochemo
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 Betreff des Beitrags: Neoblase kontra Radiochemo
BeitragVerfasst: 02.07.18, 00:28 
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hallo aus schlimmen Anlass
wenn nach einer TUR festgestellt wurde, dass an einer Stelle leider ein invasives Wachstum in die Muskelschicht erfolgt ist, wäre oder ist die Entfernung der Blase die Methode der Wahl. Nun gibt es aber auch die mit Chemotherapie begleitete Radioonkologische Behandlung, mit der Forge, dass z.b. die Blase einer "Schrumpfkur" (wie stark erfahrungsgemäß?) ausgesetzt wird,
Der beratende Operateur für die Neoblase sagte jedoch, dass die Radiobehandlung "gleichwertig" sei.
Frage: kann man das sagen, wenn der Blasentumor laut CT-Befund noch auf das Organ beschränkt ist, bis auf die Tatsache, dass ein benachbarter Lymphknoten auf 13 mm angewachsen ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Neoblase kontra Radiochemo
BeitragVerfasst: 02.07.18, 10:28 
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Beiträge: 68
Hallo nouvaleur,

der genaue pathologische Befund ist hier äußerst wichtig. Liegt denn nach der TUR-B ein R0 vor?
Und ein pT2a ist hinsichtlich einer Radiochemotherapie sicherlich anders zu bewerten als ein pT2b. (Ab dem Stadium pT3a wird doch bestimmt nicht mehr zu dazu geraten?) Und wenn bereits ein Lymphknoten vergrößert ist... Auch hier wäre der exakte pathologische Befund wegweisend. N0? L0?
Eine wirklich schwierige Entscheidung, die Sie in Absprache mit Ihren behandelnden Ärzten treffen müssen. Auch das Alter spielt dabei eine Rolle.

Bloß sollte nach einer Radiochemothereapie evtl. eine starke Schrumpfblase mit nur noch ~ 100-150 ml Fassungsvermögen übrigbleiben, was wäre dann gewonnen, nur um die Harnblase zu erhalten? Leider kann man vorab kaum sagen, wie stark die Blase beeinträchtigt würde, vermute ich mal.

Ginge es um mich, wählte ich auf jeden Fall die radikale Zystektomie, weil ich davon ausgehe, dass man damit den Krebs am ehesten los wird. Gegebenenfalls muss - je nach Befund - auch nach einer Zystektomie noch eine systemische Chemothereapie erfolgen.

Wie wäre es denn mit einer Zweitmeinung in einem onkologischen Kompetenzzentrum? Allerdings drängt die Zeit. Ein muskelinvasiver Blasenkrebs kann sich unter Umständen rasant weiterentwickeln.

Alles Gute für Sie!

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"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)


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 Betreff des Beitrags: Re: Neoblase kontra Radiochemo
BeitragVerfasst: 02.07.18, 12:46 
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Beiträge: 128
danke, die TUR ergab einen high grade G3
OP-Termin ist der 16.7. vorher am 13. einen Beratungstermin bein R-Onkologen mit allen Unterlagen.
ausgerechnet derjenige, der am wenigsten von diesen Dingen versteht, soll über sein eigenes Leben oder Tod die letzte Enscheidung treffen, aber so ist es nun mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neoblase kontra Radiochemo
BeitragVerfasst: 02.07.18, 13:27 
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Beiträge: 68
Hallo,

G3 gibt lediglich das Grading an, inwieweit also die Zellveränderung von den ursprünglichen, "normalen" Zellen abweicht. Wie tief hingegen der Krebs bereits in die Muskelschicht der Blase eingedrungen ist, sagt das Staging aus. Handelt es sich um ein pT2a?

Wir reden hier doch von einem Urothelkarzinom, welches von der Blasenschleimhaut ausgeht? Es gibt auch noch andere Blasentumore.

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 Betreff des Beitrags: Re: Neoblase kontra Radiochemo
BeitragVerfasst: 10.07.18, 12:56 
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Beiträge: 128
TUR-Blase mit HEXVIX
Harnblasen-PE mit ausgedehnten Infiltraten eines gering differenzierten, micrpapilären U-Karcinoms mit Lymphangiosis carcinomatosa mit Vorwachsen in die mitgefassten Dentrusoranteile
die genaue Bezeichnung heisst:
pT2, ICD-O 8120/3, G3/high grade, L1

2 andere Stellen konnten restlos entfernt werden.

am Do OP-Vorbereitung und nächsten Mo Eintritt in das Klinikum
am Freitag, also vorher noch einen Termim bein Radioonkologen.
Ich würde gern die Blase behalten. Was soll ich machen, wenn der Radiologe sagt: das lässt sich durch Bestrahlung mit Begleitchemo machen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Neoblase kontra Radiochemo
BeitragVerfasst: 12.07.18, 17:56 
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Registriert: 17.06.16, 23:48
Beiträge: 68
nouvaleur hat geschrieben:
2 andere Stellen konnten restlos entfernt werden.
Im Umkehrschluss heißt das dann wohl, dass bei einer Stelle ein Resttumor in der Blase verblieben ist. Somit läge kein R0 vor.


nouvaleur hat geschrieben:
Der beratende Operateur für die Neoblase sagte jedoch, dass die Radiobehandlung "gleichwertig" sei.

Und das sagte er bei diesem Befund? Nun ja, ich bin kein Arzt und überhaupt nicht kompetent, um dies beurteilen zu können. Entscheiden müssen Sie es nach Besprechung und Beratung mit Ihren Ärzten.
Ich kann Ihnen nur sagen, wie ich mich in Ihrer Situation entschiede. Bei einem pT2 (war hier kein a oder b angegeben?) mit R1 und L1 (die Krebszellen hatten also schon Anschluss an die Lymphbahnen) ließe ich mich nicht auf eine Radiochemotherapie ein, sondert wählte die radikale Zystektomie - so unangenehm und weitgreifend diese auch ist.

Weiterhin alles Gute für Sie!

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