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medizin-forum.de • Thema anzeigen - erhöhte Urinausscheidung
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 Betreff des Beitrags: erhöhte Urinausscheidung
BeitragVerfasst: 22.05.18, 16:11 
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Registriert: 03.05.06, 16:40
Beiträge: 130
Hallo,

ich bin männlich und werde 47 Jahre.

Seit geraumer Zeit bemerke ich, dass meine Urinausscheidung erhöht ist, d.h. wenn ich Wasser lasse, kommt sehr viel Urin.
Das Wasserlassen fällt mir jedoch nicht schwer, d.h. der Urin läuft einwandfrei nur die ausgeschiedene Menge pro WC-Gang kommt mir in letzter Zeit doch um einiges erhöht gegenüber früher vor.

Auch die Intervalle, in der ich auf das WC muss, haben gegenüber früher, zugenommen.
So muss ich in der Regel alle 3-4h Urin absetzen (manchmal auch alle 2-3h) und wie oben beschrieben, kommt dann immer recht viel Urin.

Der Urin sieht farblich jedoch völlig normal aus, er ist hellgelb und völlig klar und schäumt nicht.

Auch ein Urin-Schnelltest zeigte keine Auffälligkeiten, d.h. weder Glucose, noch Proteine, noch Blut sind im Urin nachweißbar.

Kann es sein, dass meine erhöhte Urinausscheidung, sowie mein verstärkter Harndrang an einer Ernährungsumstellung liegen könnte?

Ich habe innerhalb von den vergangenen 1,5 Jahren mein Übergewicht von 30Kg komplett abgebaut und befinde mich aktuell bei meinem Normalgewicht.
Essenstechnisch esse ich rel. viel Salat, Obst (meist Äpfel) sowie viel Joghurt und trinke dazu gerne mal bis zu 1-2L Milch am Tag, könnte dies, neben meinem normalen Trinkkonsum, für eine derart erhöhten Flüssigkeitszufuhr führen, dass meine Urinproduktion derart angestiegen ist?

Vorerkrankungen habe ich keine, d.h. meine Blutwerte waren beim letzten Gesundheitscheck (war vor 2 Jahren) in Ordnung, keine erhöhten Glucosewerte o.ä. waren zu verzeichnen.

Blutdrucktechnisch befinden sich meine Werte im absolut vorbildlichen Bereich, denn schon alleine durch die Gewichtsreduktion und den täglichen Sport den ich nun seit gut einem Jahr regelmäßig betreibe (Schwimmen und Radfahren), sind meine Kreislaufwerte auf einem Optimum (RR 120/80, Ruhepuls bei 48).

Ich habe nun dennoch mal einen Termin beim Arzt gemacht um den Kreatinin-Wert mal zu bestimmen und eventuell die Niere usw. mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
da es jedoch noch fast 1,5 Monaten bis zu diesem Termin sind, wollte ich hier vorab mal eine Einschätzung zu meiner geschilderten Lage einholen, was könnte dahinter stecken?

Vielen Dank für die Infos.
Gruß Rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: erhöhte Urinausscheidung
BeitragVerfasst: 03.06.18, 02:02 
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Registriert: 17.06.16, 23:48
Beiträge: 68
Hallo RudiRatlos,

nein, leider habe ich keine Erklärung für dein Phänomen. (Ich find's nur immer so schade, wenn jemand so gar keine Meldung auf sein Posting erhält.)

Was heißt denn "immer recht viel"? Es kann doch nicht mehr ausgeschieden werden als konsumiert wird. Müsstest du anderenfalls nicht längst unter Austrocknung leiden?

Salat, Obst und Joghurt enthalten natürlich schon mal per se viel Flüssigkeit. Die durch die Nahrung aufgenommene Flüssigkeit wird gerne unterschätzt, wenn man die Ein- und Ausfuhr von Flüssigkeit abschätzt. Wenn du dazu dann noch „1-2 L Milch am Tag“ trinkst, ist es ja nicht verwunderlich, dass du eine hohe Urinausscheidung hast, denn du wirst ja außer Milch auch noch was anderes trinken.
Wenn es dir komisch vorkommt, dann stelle halt mal eine Bilanz auf: miss, wass du innerhalb von 24 Stunden an Flüssigkeit zu dir nimmst und was du als Urinmenge ausscheidest. Dann hast du Klarheit.

Ich hab beispielsweise immer mal wieder Phasen, in denen ich eine sehr hohe Menge ausscheide, was mir dann auch seltsam vorkommt, weil ich gefühlt nicht mehr trinke als üblich. Allerdings ist in diesen Phasen mein Urin auch quasi so durchsichtig wie Wasser; er sieht dann also keineswegs hellgelb aus.

_________________
"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)


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 Betreff des Beitrags: Re: erhöhte Urinausscheidung
BeitragVerfasst: 14.06.18, 10:09 
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Registriert: 03.05.06, 16:40
Beiträge: 130
Hallo,

ich habe jetzt mal die Urinmenge, die ich bei einem WC-Gang absetze, gemessen und sie liegt pro WC-Gang bei bis zu 1L und das mehrmals hintereinander in einem Zeitintervall von ungefähr 3h, d.h. es kann sein, dass ich alle 3h bis zu 1L Urin absetze, was ich für enorm viel empfinde.

Wenn ich das ganze auf 24h hochrechne und dabei rund alle 3h Urin absetzen muss, kommen dann in 24h um die 6l Urin zusammen (6L deswegen, weil nicht bei allen WC-Gängen über den Tag verteilt auch 1L abgesetzt werden, zwischen drin sind es auch mal "nur" 500ml), das ist doch extrem viel!?

Komisch bei der ganzen Sache ist die Tatsache, dass ich kein erhöhtes Durstempfinden verspüre, d.h. die Trinkmenge die ich neben meiner täglich zugeführten Milch usw. zu mir nehme ist unverändert und würde ich als "normal" bezeichnen (im Sommer so um 2-3L Mineralwasser).

Wenn ich also eine negative Flüssigkeitsbilanz hätte, müsste ich ja nach und nach "austrocknen", doch meine Haut fühlt sich elastisch an, d.h. ich habe keine stehenden Hautfalten die auf eine Austrocknung hindeuten.
Weiterhin kontrolliere ich mein Körpergewicht über eine Körperanalysewaage, die über sowohl Fuß- wie auch Händesensoren verfügt, d.h. eine sog. 4-Punkt-Strommessung durchführt um Fett und Wassergehalt im Körper zu bestimmen. Diese Waage bescheinigt mir immer zwischen 66 und 70% Wasseranteil, was ja im Normbereich liegt, d.h. auch dieses Messergebnis deutet nicht darauf hin, dass ich "austrockne".
Zudem, wenn ich mal zu wenig getrunken habe, merke ich das eigentlich recht schnell an beginnenden Kopfschmerzen, d.h. mein Körper signalisiert mir anhand des "dickflüssiger" werdenden Blutes (wodurch die Kopfschmerzen augenscheinlich entstehen), dass meine Flüssigkeitsbilanz negativ ist.

Kann es denn sein, dass ich durch meine aktuelle Abnehmphase, bei der ich mich vermehrt über große Mengen Salat und Joghurt sowie rund 1-2l Milch und mehrere Äpfel täglich ernähre, dass diese Essenszufuhr hauptsächlich in Urinausscheidungen mündet und nicht in festem Stuhl, denn es ist schon so, dass der Stuhlgang von festem Stuhl schon enorm zurückgegangen ist, d.h. mein Körper produziert durch diese Ernährung rel. wenig festen Stuhl, doch kann dadurch die Urinmenge so drastisch erhöht sein?

Was für Urinausscheidung bedingt durch Flüssigkeitszunahme spricht, ist die Tatsache, dass der Urin relativ hellgelb ist, d.h. sehr klar und nahezu durchsichtig und das spricht ja für viel Wasser.
Wenn ich jetzt mal zusammenrechne und von 1 bis 2L Milch + 2 bis 3L Mineralwasser ausgehe, so wären das ja schon 3-5L Flüssigkeitszufuhr, dann kommt noch die große Portion Salat und mind. 2-3 Äpfel sowie bis zu 1kg Naturjoghurt hinzu, könnte das dann auf 6L Urinproduktion täglich hinauslaufen?

Gruß Rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: erhöhte Urinausscheidung
BeitragVerfasst: 14.06.18, 16:40 
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Registriert: 15.09.04, 10:49
Beiträge: 7371
Wohnort: Bad Nauheim
Hallo Rudi,
RudiRatlos hat geschrieben:
...könnte das dann...
- muß ja! Denn
Euphemia hat geschrieben:
Müsstest du anderenfalls nicht längst unter Austrocknung leiden?
Genau richtig. Die Einfuhr und Ausfuhr gegengerechnet nennt man auch in diesem Fall Bilanz. Eine dauerhaft positive Bilanz führt zur Überwässerung und Gewichtszunahme und umgekehrt eine dauerhaft negative Bilanz zur sogenannten Exsikkose (Austrocknung).

_________________
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)


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 Betreff des Beitrags: Re: erhöhte Urinausscheidung
BeitragVerfasst: 14.06.18, 20:01 
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Registriert: 03.05.06, 16:40
Beiträge: 130
Hallo,

ich habe heute meine Urinausscheidung kontinuierlich abgemessen und innerhalb von 8 Uhr heute Morgen bis 20 Uhr heute Abend, d.h. innerhalb 12h habe ich bis jetzt schon 6,5L Urin ausgeschieden.

Das kommt mir irgendwie doch extrem viel vor, so viel habe ich definitiv nicht getrunken und da ich auch noch Sport betreibe, habe ich ja auch noch Flüssigkeit via Schweiß ausgedünstet, deswegen Frage ich mich, kann diese hohe Urinproduktion wirklich nur an meiner "speziellen" Nahrungsaufnahme liegen, d.h. dass die unverwerteten Stoffe meiner Nahrungszufuhr hauptsächlich durch den Urin ausgeschieden werden und dass deswegen die Urinproduktion so hoch ist?

Gewichtstechnisch halte ich meine Gewicht seit rund 4 Monaten auf ziemlich exakt 90Kg (bei 190cm Körpergröße), d.h. gewichtstechnisch ist alles stabil und wie im Post vorher erwähnt, liegt auch der Körperwasseranteil immer zwischen 65 und 70%.

D.h. aktuell sollte ich mir wegen eventuelles beginnendem Nierenversagen keinen Kopf machen?
Wie gesagt, einen Facharzttermin habe ich, doch bis zu diesem Termin dauert es noch einige Wochen, da man ja auf solche Termine heutzutage ewig warten muss und deswegen wollte ich hier halt vorab mal eine Einschätzung erfragen.

Gruß Rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: erhöhte Urinausscheidung
BeitragVerfasst: 14.06.18, 21:03 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 10:49
Beiträge: 7371
Wohnort: Bad Nauheim
RudiRatlos hat geschrieben:
D.h. aktuell sollte ich mir wegen eventuelles beginnendem Nierenversagen keinen Kopf machen?
Nein. Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
u.a. FA für Nephrologie


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 Betreff des Beitrags: Re: erhöhte Urinausscheidung
BeitragVerfasst: 15.06.18, 09:07 
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Registriert: 03.05.06, 16:40
Beiträge: 130
Vielen Dank Herr Dr. Jäckel, das beruhigt mich jetzt erst einmal.

Schöne Grüße
Rudi


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