Wir sind beim Organ­handel angekommen.

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jaeckel
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Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von jaeckel » 25.07.12, 06:56

Nach Einschätzung der Ärztekammer Westfalen-Lippe ist auch der Mangel an Spender­organen ein Auslöser des Göttinger Organspende-Skandals. Im Normalfall schließe das System kriminelle Machenschaften aus. „Aber die derzeitige Mangel­verwaltung bei Spenderorganen öffnet krimineller Energie nun Tür und Tor“, sagte der Präsident der Ärztekammer, Theodor Windhorst, in Münster und fügte hinzu: „Wir sind beim Organ­handel angekommen.“
Quelle: Deutsches Ärzteblatt

besen_heiko42
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von besen_heiko42 » 25.07.12, 10:10

Das klingt in meinen Ohren jetzt aber fast so, als wären die Personen ohne Organspendeausweis die "Bösen". Nach dem Motto: Wenn ihr Organe spenden würdet, müsste niemand kriminell werden, um an Spenderorgane zu kommen. Ich hoffe mal, der Text ist im Zusammenhang anders gemeint.

jaeckel
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von jaeckel » 25.07.12, 11:29

Meinen Sie, würde der Organmangel noch größer, sollte man Göttingen großräumig umfahren? :mrgreen:
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

doratheexplorer
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von doratheexplorer » 25.07.12, 20:11

Hallo,

BRAVO GÖTTINGEN Gratulation !!!
Vielleicht sollte ich meine Organe doch behalten :-)
Sowas darf nicht passieren. Aber wie überall gibt es wohl doch schwarze Schafe.

Lg dora

jaeckel
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von jaeckel » 27.07.12, 07:10

Weitere Unregelmäßigkeiten im Organspende-Skandal
München – Der Göttinger Organspendeskandal weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft der Stadt leitete gegen zwei Mediziner Ermittlungen wegen Tötungsdelikten ein, wie Behördensprecher Andreas Buick am Donnerstag mitteilte.
[...]Der betreffende Arzt soll demnach Anfang April 2005 eine Leber, die eigentlich einem europäischen Empfänger zugestanden hätte, mit nach Jordanien genommen und dort der Frau eingepflanzt haben[...] Der verdächtigte Transplantationsmediziner soll an der Universitätsklinik Göttingen in großem Stil Krankenakten manipuliert haben, um bestimmten Patienten bevorzugt eine Spenderleber zu verschaffen. Es sollen unter anderem Laborwerte manipuliert und Dialyseprotokolle gefälscht worden sein, um zum Beispiel neben der Lebererkrankung auch noch Nierenprobleme vorzutäuschen.
Dies verbessert die Position auf der Warteliste, die für die Zuteilung eines Spender­organs relevant ist.
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51038
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
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Lukas77
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von Lukas77 » 08.08.12, 12:29

jap, bei einem solchen Thema sollte man doch wirklich alles versuchen, um so etwas zumindest in Deutschland unmöglich zu machen!!

dora
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von dora » 08.08.12, 16:39

es ist nunmal leider so, dass wenn es um viel Geld geht immer nach Mitteln und Wegen gesucht wird dranzukommen :(

Lukas77
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von Lukas77 » 09.08.12, 08:57

ja leider, und das wird sich auch nie ändern... :|

Christianes Herz
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Re: Wir sind beim Organ­handel angekommen.

Beitrag von Christianes Herz » 29.01.15, 13:54

Die Überschrift dieses Threads stimmt nur bedingt, aber ich hoffe, es wird kein neuer nötig:

http://www.stern.de/gesundheit/verkauf- ... 69381.html
Keine Denkverbote! Die Aufforderung kommt von einem Chirurgen. von einem Transplantationschirurgen. Er fordert eine „offene und ehrliche Diskussion über finanzielle Anreize für Organspender“.
„Jauch verweist auf das einzige Land weltweit, in dem Menschen ihre Organe seit 1988 legal verkaufen können: Iran. Die Gesellschaft lebt dort offenbar gut mit dem Modell. Wir sollten das nicht von vorneherein verteufeln."

Das hat sich lange niemand mehr getraut; vor 6 oder 7 Jahren hat sich ein Professor von der Uni Bayreuth dafür starkgemacht, einen Handel mit Organen bzw. Körperteilen zuzulassen, um dem Mangel entgegenzuwirken.
Ich weiß noch, damals kam es sehr schnell zum Ende der Debatte, weil jede Überlegung auf „Hartz IV wird verpflichtet, Organe zu verkaufen“ hinauslief.

Frdl. Grüße
Christiane

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