Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

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lolle2006
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 04.06.14, 17:55

Naja, Tapen dient ja nicht direkt der "Heilung" sondern eher das Ertragen der Symtome, was eigentlich auch der Genesung dient, denn je besser die Symtome "ausgeblendet" sind, geht meist auch die Ursache Stück für Stück weg, jedenfalls bei einigen Erkrankungen.
Da hast du recht.

Gekauft hätte ich mir das Zeug ohnehin nicht und ich habe die noch fast volle Tube weggegeben. Aber an Händen bzw . Fingern soll es helfen? Ich denke mal eher, dass es eher gegen Reizungen sein könnte, aber nicht so wie ständig beworben Entzündungen und Schmerz "stoppen".
Ich kann mich auch nicht mehr genau an den Artikel erinnen. Stand da es kann helfen oder soll ...ja bei Reizungen denke ich auch bei schlimmen Entzündung hilft das nichts mehr..
nd von de
.
Um so wahnsinnig beworbenen Zeugs gibts halt auch die Kapseln, die auch nix brachten.
Ja die beworbenen Dicfloenac Tabletten das sind die 25 mg Tabletten. Die sind in der Apotheke frei erhältlich und wahrscheinlich überteuert.
Ich habe eine Tagesgesamtdosis von 150 mg. Das zählt zu den NSAR also wie Ibuprofen usw. Das zählt zu den Schmerzmitteln der Stufe 1. Bei starken oder sehr starken Schmerzen hilft das Diclo nicht. Das stimmt. Ich werde es jetzt auch nicht länger als 7 Tage einehmen.
Für den Körper ist eine möglichst gleichmäßige Belastung richtig, lässt sich in der Praxis aber kaum realisieren, weder im privaten noch im beruflichen Bereich. Wenn ich dann diese lustigen Apothekenzeitschriften angucke, man möge doch zwischendurch rund 10 min Lockerungsübungen machen... :lol: das geht höchstens in der Pause, die oftmals nur eine viertel Stunde dauert und man zusieht, seine Bemmen zu essen und etwas zu trinken und vielleicht mal drei Schritte zu gehen, Mittagspause ähnlich.
Mit den Lockerungsübungen das geht schon bei uns in der Werksatt wir haben nachmittags 2 x 15 Minuten Pause. Da sieht einen keiner schief an. Oder wir stellen uns hin beim Arbeiten. Bei uns ist so vieles Normal worüber sich andere Menschen wundern würden oder lustig machen. (Wir üben ja keinen Beruf aus) Wenn ich sage ich muss mal raus paar Schritte laufen das es besser wird mit den Rücken dann darf ich das auch. Und wir sind den ganzen Tag von Therapeuten umgeben.
[Mir ging es anfangs nicht besser, man war ständig damit beschäftigt, zu grübeln, was das nun ist, kühlt oder wärmt , je nachdem und es war ja lange nicht ernstgenommen, also wird man erst recht nervös und auch langsam sauer, weil man es nicht für nötig hielt, der Sache möglichst zeitnah auf den Grund zu gehen. Erst nach einem halben Jahr kam man ja "schon" auf die Kracheridee , ein MRT zu verordnen :lol: man lernt mit der Zeit, einigermaßen mit den Schmerzen umzugehen. Das Unterbewusstsein spielt auch eine Rolle, wenn man weiß , es ist etwas verhältnismäßig Harmloses (wenn auch lange und schmerzhaft) Und wenn man noch Leute hat, die für einen da sind, das muss kein Bemuttern sein, aber mal schwatzen, nicht laufend über ein Thema, dann tuts schon sehr gut. Sind alles so Faktoren, die eine Rolle spielen.
Bei ihm ist es auch so dass erst jetzt im Juni ein MRT gemacht wird, weil ich gesagt hab er solls seinem Neurologen sagten mit dem Rücken. Dieser hat gesagt so leicht kann man nicht alles auf die Psyche schieben...
Bin nun mal gespannt was rauskommt. Im Moment hör ich von ihm nur am Telefon das es sehr starke Rückenschmerzen hat und es kommt nichts anderes. Da tu ich mich schwer im Moment weil ich selber zu tun habe mit dem Schmerzen. Ich kann es ihm nachfühlen wie es ihm geht aber muss mich auch abgrenzen.
sind.[/quote]

Danke, ich drücke für euch die Daumen, dass alles wieder ok wird, es muss doch, habe ich mal so beschlossen
Genau

Vorhin hab ich mich noch mit dem Rücken zur Wand gestellt den Igelball dazwischen und den Ball beweg dabei. Das tut so gut. Dann hats auch wieder bei der Wirbelsäule "gekracht" und kann mich wieder ein Stück mehr bewegen Ich weis nicht aber irgendwas muss da an der Wirbelsäule blockiert gewesen sein. So hilft sich der Körper selbst.

Hab jetzt noch die Wärmflasche drauf und dann hoff ich dass ich nochmal meinen abendlichen Spaziergang machen kann, das Wetter sieht nicht grad so aus danach...

schnuffeldi
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von schnuffeldi » 04.06.14, 18:42

Na ich hatte auch eine stärkere verordnet bekommen, half aber nichts, ich müsste mächtig wühlen, um die Stärke zu finden, habe ja alles im ganzen Vorgang beschrieben und auch wer mir was verordnet hat, alles notiert, weil ich dachte, ich würde es noch evtl. brauchen. Der Orthopäde war ohnehin schwer zu überzeugen, dass ich Schmerzmittel brauche. Selbst Antibiotika gabs nicht wegen einer längst entdeckten Infektion, da gab er seinen Worten nach , nichts. Ich kann mir die vielen Gründe auch denken :roll: der letzte Orthopäde hatte schon mehr Verantwortungsbewusstsein und hatte sofort reagiert, erst durch ihn wusste ich von der Infektion.
Mit den Lockerungsübungen das geht schon bei uns in der Werksatt wir haben nachmittags 2 x 15 Minuten Pause. Da sieht einen keiner schief an. Oder wir stellen uns hin beim Arbeiten. Bei uns ist so vieles Normal worüber sich andere Menschen wundern würden oder lustig machen. (Wir üben ja keinen Beruf aus) Wenn ich sage ich muss mal raus paar Schritte laufen das es besser wird mit den Rücken dann darf ich das auch. Und wir sind den ganzen Tag von Therapeuten umgeben.
na wundern vielleicht aber nicht drüber lustig machen, aber ist ja gut, dass es akzeptiert wird. Auf dem freien Arbeitsmarkt siehts härter aus.
Bei ihm ist es auch so dass erst jetzt im Juni ein MRT gemacht wird, weil ich gesagt hab er solls seinem Neurologen sagten mit dem Rücken. Dieser hat gesagt so leicht kann man nicht alles auf die Psyche schieben...
Bin nun mal gespannt was rauskommt. Im Moment hör ich von ihm nur am Telefon das es sehr starke Rückenschmerzen hat und es kommt nichts anderes. Da tu ich mich schwer im Moment weil ich selber zu tun habe mit dem Schmerzen. Ich kann es ihm nachfühlen wie es ihm geht aber muss mich auch abgrenzen.
na Juni ist ja jetzt schon, das ging aber verhältnismäßig fix. Ich bin im letzten Jahr Ende Mai krank geworden und erst Ende September konnte erwirkt werden, dass endlich zwei MRT gemacht werden (sind ja beide Füße betroffen). Es musste ziemlich Dampf von "oben" kommen, eher von außen, dass man endlich etwas macht. Solche und andere Zustände gibts, auch wenn sie ja so gern abstreitet. Am Telefon von anderen noch permanent über Schmerzen klagen zu hören, ist hart, kenne ich auch und dann ist plötzlich was aufm Herd,worum man sich plötzlich kümmern will und Hund nervös und etliche tolle Vorwände, um dem anderen keine Chance zu lassen, die Frage nach dem Befinden wirklich zu beantworten :lol:
Gewissermaßen kann man sich selbst helfen bzw. der Körper auch selbst, gewusst wie, wenn es irgendmöglich ist.
Und das Wetter ist hier wieder schön, beam dich rüber, vorhin gabs ne schöne Husche , aber nu strahlt Klärchen wieder. ich gehe derzeit ja wieder dem bekannten Sport nach, welchen ich ja derzeit mit nur sehr wenigen Einschränkungen hinkriege: Hindernislauf über das gesammelte Zeugs, Hockstrecksprung an der Wäscheleine und natürlich meine Lieblingsübung: Gewichte stemmen :wink: nee, ich kriege keine Möbel gerückt aber Einkauf, denn Freitag wirds voll sein, als gäbe es monatelang nichts. :lol: auf den Freitag bin ich gespannt, ob mir der Arzt seine ominöse Abrechnung erklärt. :mrgreen:
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)

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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 04.06.14, 20:51

Na ich hatte auch eine stärkere verordnet bekommen, half aber nichts, ich müsste mächtig wühlen, um die Stärke zu finden, habe ja alles im ganzen Vorgang beschrieben und auch wer mir was verordnet hat, alles notiert, weil ich dachte, ich würde es noch evtl. brauchen. Der Orthopäde war ohnehin schwer zu überzeugen, dass ich Schmerzmittel brauche.
Ja das glaub ich dir sofort. Schmerztherapie steckt in Deutschland immer noch in den Kinderschuhen.
Selbst Antibiotika gabs nicht wegen einer längst entdeckten Infektion, da gab er seinen Worten nach , nichts

Weist vielleicht noch mit meinem entzündeten Ohr das war auch so was mit dem Antibiotikum

Um zur Schmerztherapie zurückzukehren. Auf der HNO Station wurden wir alle 3 x am Tag gefragt ob ich wir Schmerzen haben. Wenn ja auf der Skala 1 -10 . Ich hab immer das Paracetamol bekommen aber das half nicht. Ich hab die Schmerzen dann ausgehalten. Nach der OP hatt ich zum Glück keine Schmerzen mehr. Brauchte auch kein Schmerzmittel.
na wundern vielleicht aber nicht drüber lustig machen, aber ist ja gut, dass es akzeptiert wird. Auf dem freien Arbeitsmarkt siehts härter aus.
Ja da siehst ganz anders aus auf dem freien Arbeitsmarkt . Ich würde da zusammenklappen.
Ich halt so einen 8 Stundentag auch nicht mehr durch. Ich hab zwei Berufe erlernt beide abgeschlossen.
Ich bin manchmal schon traurig, dass ich einen meiner Berufe nicht mehr ausüben kann.

na Juni ist ja jetzt schon, das ging aber verhältnismäßig fix. Ich bin im letzten Jahr Ende Mai krank geworden und erst Ende September konnte erwirkt werden, dass endlich zwei MRT gemacht werden (sind ja beide Füße betroffen).
Bei uns sind es in der Regel 4 Wochen die man warten muss auf ein MRT. Aber ist ja auch Großstadt da gibts mehrere Röhren :wink:
Am Telefon von anderen noch permanent über Schmerzen klagen zu hören, ist hart, kenne ich auch und dann ist plötzlich was aufm Herd,worum man sich plötzlich kümmern will und Hund nervös und etliche tolle Vorwände, um dem anderen keine Chance zu lassen, die Frage nach dem Befinden wirklich zu beantworten :lol:
Ich hab den Bekannten auch zu meinem Orthopäden geschickt zu dem Schmerztherapeuten der gesagt hat ist psychisch weil er Depressionen hat. Musste er auch Medikamente angeben da war wieder alles nur psychisch. Wir hatten ja geschrieben das die Psyche eine Rolle spielt aber nicht nur. Ich seh meinem Bekannten die Schmerzen einfach an, ich hab ihn dann oft angesprochen und hatte bis jetzt immer Recht das er wieder Schmerzen hat. Mich zerreist es da innerlich fast wenn ich sehe wie er darunter leidet. Aber wie ich geschrieben hab ich muss mich da dann abgrenzen.
Gewissermaßen kann man sich selbst helfen bzw. der Körper auch selbst, gewusst wie, wenn es irgendmöglich ist.
Ja gewusst wie, aber dazu braucht man manchmal auch professionelle Helfer die einem da auf die Sprünge helfen.
Und das Wetter ist hier wieder schön, beam dich rüber,
Es hat ganz schön geregnet. Hab die Regenjacke angezogen mich mir Schirm bewaffnet bin dann 30 Minuten gelaufen besser als gar nix.
denn Freitag wirds voll sein, als gäbe es monatelang nichts.
das Phänomen kenn ich auch sehr gut. :lol:

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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 04.06.14, 20:57

Hallo
ich hab keine Ahnung warum mein obiger Beitrag jetzt so erscheint. Ich finds nicht raus mit dem editieren.

Ich habe auf NDR in der Mediathek das Gesundheitsmagazin Visite angesehn. Da ist auch ein Beitrag über chronische Schmerzen. Da spricht ein Schmerztherapeut genau über das was wir schreiben. Eben Eigeninitiative bei dem Umgang mit Schmerzen. Das versuch ich meinem Bekannten beizubringen aber ist noch vergeblich.
Der Arzt sagt auch dass man das Schmerzgedächtnis wieder löschen kann. Also die chronischen Schmerzen durch die multimodale Therapie. Also wurden Studien gemacht (außer bei Krebspatienten) also nicht tumorbedingten Schmerzen. Das war mir neu.
Ich hoffe ich darf den Link hier reinstellen, da ist das Video zum Ansehn über Schmerztherapie.

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/C ... en112.html

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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von schnuffeldi » 04.06.14, 21:42

Bild erstmal zur Hilfe einen Screenshot eines alten Beitrages und gucke mal unten, da sehen wir links "Profil" und "PN" und rechts sehen wir "ändern" und "zitieren" das ändern des Beitrages ist nur bestimmte Zeit möglich. Wenn es nicht mehr möglich ist (ich vermute mal einige Stunden) dann ist der Button "ändern" weg. ich vermute, dass du die "Quote" (die Zitierfunktion, um einzelne Passagen eines Textes als Zitat sichtbar zu machen. Beispielsweise bei Zeitungsartikeln:
das hier ist ein Probetext, den ich nicht geklaut habe, daher gibts keine Quelle
:wink:
---------------------------------------

jetzt zum eigentlichen Thema: danke für den Link, den sehe ich mir nachher gleich an. Dass immer sehr schnell die Psychoschiene gefahren wird, kann eigentlich nur noch Bequemlichkeit sein. Daher habe ich es "unten" im "Speakers Corner" , wo ich mich mit Biene austausche und gelegentlich jemand mitkommentiert. Daher gleich abklären (lassen) und Befund kopieren und ab zu den Ärzten, die den Nachweis wohl ständig brauchen :lol: aber wenn sie offensichtlich keine Lust haben, was man so oder so merkt, dann bleibt nur der nächste Arzt, was beim Mange und der derzeit umgekehrten "Arztwahl" schwer ist.
Eben Eigeninitiative bei dem Umgang mit Schmerzen. Das versuch ich meinem Bekannten beizubringen aber ist noch vergeblich.
hier spielt sicher die psychische Stabilität eine Rolle ,auch die vor den Schmerzen da war, also allgemein. Dass man irgendwann mürbe wird, weil man hier und da hin muss, um endlich HIlfe zu bekommen, ist ja klar und viele Widrigkeiten mehr. Aber die allgemeine Stabilität der Psyche bringt auch ans Licht, wie man sich gleich recht schnell aufgibt und permanent das Mitleid sucht. Hand aufs Herz und mitgelogen: wir jammern alle hier und da, aber das Maß machts.
Der Arzt sagt auch dass man das Schmerzgedächtnis wieder löschen kann.
dass man es unterbrechen kann, wurde mir mal erläutert, aber ganz löschen? Hm, ich glaube nicht dran. Wir wissen, wie es brennt, wenn wir uns verbrühen, wir wissen ,wie weh es tut, wenn wir uns den Zeh stoßen. Berichtet jemand so etwas, fühlen wir gleich mit, wir sagen also auch "autsch :? " obwohl wir uns zu dem Zeitpunkt nicht selbst gestoßen haben. Aber Schmerzen bewältigen und den Fluss "unterbrechen", dass es eben nicht auf Dauer bleibt, das ist ja möglich.
Der Link ist sicher ok, da er der Information und nicht der Werbung dient, es kursieren hier ja etliche Videos, die etwas aufzeigen sollen.
Gucke ich mir während der Werbung im TV an :lol: danke nochmal, das wird viel aufzeigen.
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 04.06.14, 22:25

Hallo,
nur ganz kurz heute noch, ich meinte das Schmerzgedächtnis löschen das für die chronischen Schmerzen zuständig ist. Dass das Gehirn irgendwie die chronischen Schmerzen vergisst.

Das wäre fatal wenn wir keinen akuten Schmerz mehr spüren könnten. Der akute Schmerz ist ja ein Alarmsignal. (Gibt es ja als Erkrankung Menschen die überhaupt keinen Schmerzen wahrnehmen können)

Morgen wieder mehr zum Thema das Bett ruft.. Gute Nacht euch allen!

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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von schnuffeldi » 04.06.14, 22:53

So habe ich das mit dem Schmerzgedächtnis auch verstanden :lol:
Ja, ich kannte auch eine, die keine Schmerzen empfindet. Habe mir mal das Video angeguckt, in mehreren Beitägen geht es um die Klinik in Göttingen und Berlin. Naja, hätte man in den Kliniken um sich herum auch solche Angebote, wäre das ja toll und die Klinik hier wirbt auch mit allem möglichen aber sicher ists nur für die Privatpatienten, denn wir kamen ja nicht dran. Wir haben nur herumgedümpelt, irgendwelche Fragebögen (die fast das Gleiche waren) ausgefüllt und tja, mehr als das hingelegte TENS-Gerät und zum Schluss die Pflaster passierte bei uns beiden nichts (also meine Zimmerkumpanin und ich). Sie hatte irgendwie noch eine Untersuchung. Aber die Woche wurde nicht gerade effizient genutzt. Ärgerlich aber nicht mehr zu ändern. Daher würde ich mir künftig,wenn ich nicht gerade als Notfall in die Klinik hier rein muss, andere Kliniken suchen, ist aber auch nicht leicht, da unterzukommen und zeitnah, wo man die Behandlungen gebraucht hätte. Denn man möge bitte in KH und Praxen die Diagnose gleich mal mitbringen :roll: :lol:
Jetzt aber gute Nacht und vor allem schmerzfrei.
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 05.06.14, 08:07

Hallo,

es gibt hier eine Schmerzambulanz. Da war ich damals vor über 10 Jahren. Das einzige was kam machen sie Psychotherapie.
Ich hab dann ja mit Psychotherapie angefangen und meine Therapeutin hat damals diesen Arzt in der Ambulanz angerufen wegen mir. Die fand das so unmöglich wie der über mich gesprochen hat. Die Therapeutin hat sich mehr aufgeregt als ich. :lachen:
Vor ein paar Jahren war ich hier in der Schmerztagesklinik. Das war nur Gruppentherapie. Das dauerte 4 Wochen.
Also Ergotherapie, Physiotherapie, Psychotherapie. Alles in der Gruppe.
Ich hab die ja die psychische Erkrankung fühlte mich da überhaupt nicht ernst genommen. Aber die Therapeuten waren so begeistert von mir das haben die sogar in den Abschlussbericht geschrieben vor allem der Psychotherapeut. Ja kein Wunder ich war 4 Jahre zuvor in Psychotherapie. Wusste ja wie ich was sagen musste dass die zufrieden sind... :lol:

Hier in der Stadt gibt es eine Praxis mit Schmerztherapeuten und in der nächst kleineren Stadt ist seit 1 Jahr eine schmerztherapeutisch arbeitende Praxis. Da hat ich meinen Bekannten mit den Rückenschmerzen hingeschickt kam ja auch wieder alles psychisch....

Wie ich mit dem Herzen jetzt in der Klinik war und ich schlimme Schmerzen hatte (Fieber, Entzündungswerte erhöht) und ich das sagte. Kam ich habe gelesen sie haben eine psychische Erkrankung. Was das genau ist? Dann lag ich da mit den Schmerzen.
Ich hab auch noch eine Betreuung und da ist es ganz aus. Da werde ich überhaupt im Krankenhaus nicht ernst genommen.

Das ist wirklich schlimm also ob man auf Grund dessen kein Recht auf eine Schmerzbehandlung hätte oder Untersuchung.

Mein Psychiater hat dazu gesagt er versteht das alles nicht und hat nur zu dem ganzen den Kopf geschüttelt.

Das einzige mal wo sie mich in Ruhe gelassen haben war als mich mein Psychiater der auch Neurologe ist in die Neurologie eingewiesen hat (wg. Halsschlagader) da kamen sie nicht mit ihrer Psyche an logischer weise.

Du hattest mir schon per PN geschrieben warum das bei euch so katastrophal ist. Eine psychische Erkrankung zu haben und einen Betreuer. Da hat man auch ganz schön zu kämpfen bis die einen ernstnehmen. Aber das geht nicht nur mir so. Da könnt ich einige Geschichten erzählen.
Ich hab immer das Gefühl die denken wir sind nicht ganz "dicht" und wir können sowieso nicht folgen dem Gespräch (Das wär z. b. im Fall einer akuten Psychose so dass man dem Gespräch nicht folgen kann)

Es ist so leicht immer alles nur auf die Psyche zu schieben.

Das einzige was ich Zukunft machen wenn mir wieder so was passiert. Geh ich zu meinem Psychiater und lass mir etwas schreiben dass mit der Psyche alles in Ordnung ist zur Zeit irgendwie so...Da wär ich auch nicht die erste die sowas macht.

Jetzt schreib ich lieber nicht weiter sonst rege ich mich nur weiter auf....

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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von schnuffeldi » 05.06.14, 12:12

Ja das ist heftig, aber ältere Leute mit psychischen Erkrankungen werden ja ernstgenommen und bekommen erstklassige Behandlung :lol: so meine Beobachtung. Und ob man einem Gespräch nicht folgen kann, ist prüfbar, in dem man eine Rückfrage hält, ob man das verstanden hat. Gibt der Gesprächspartner das Gesagte sinngemäß richtig wieder, ist doch alles bestens. Und viele fragen auch nach,wenn sie nicht folgen können. So richtig niedlich finde ich, wenn ich so nachfrage: "wenn ich richtig verstanden habe , dann ist es so.....", dann wird verneint und der selbe Satz wie abgelesen wiederholt. :lol: also nur aufsagen kann ich auch alles mögliche, ganz ohne Studium, aber ich muss doch sinngemäß etwas wiedergeben können, wenn ich den Sinn verstanden habe, achnee, ist ja heute anders :lachen: nee bloß nicht aufregen,, das tut nicht gut, auch wenn man gern Kopf-> Tisch... möchte :roll: :lol: es bleibt sicher die Bequemlichkeit, wenn man alles auf die Psyche schieben möchte oder man muss sich zugestehen, dass man sein "Handwerk" nicht versteht und dann so abwiegelt. Klingt ja für manche ja noch "kompetenter" als "ich habe keine Ahnung ich wollte aber viel Geld "verdienen" :lol: daher Abstand, das geht nicht gut, dann müssen wir halt Stücke Fahrstrecke mehr hinnehmen so blöde das auch ist. Aber Kliniken, die damit werben, als wären die der Knaller schlechthin, beweisen immer wieder, das sie Knaller sind, aber nicht wie die es so darstellen wollen. Letzte Lächerlichkeit, man tanzt jetzt vor der Kamera zu "Happy" und das in der Stadt (na sei es drum) und in der Klinik im Foyer, weißt, also Bescheid: Scheibe :lachen: das Völkchen lügt sich in der und der Hinscht eh in die Tasche :mrgreen: aber meingott, sollen die machen, aber schöer wäre es , Versprechen zu halten, was so oft nicht passierte und Ärzte ausm Verkehr zu ziehen, die mit Patienten nicht umgehen können, denn so werden die Beurteilungen nicht besser. Also ich hab bis zur nächsten Sprechstunde bei der Schmerztherapeutin ja noch Zeit, Therapie kanns ja nicht sein, ich nehme seit einem Jahr nur Medikamente, mehr ist nicht passiert außer dass man mir das Tensgerät noch zukommen ließ. :lol: hilft mehr am Nacken als an den Füßen. Dennoch: Tschakka, denn Kopf -> Tisch bringt auch Schmerzen 8)
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Kleines Mädchen
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von Kleines Mädchen » 05.06.14, 15:53

Bin grad nicht in der Lage alles nach zu lesen, bin völlig unkonzentriert.

Hab seit Tagen total Schmerzen, bin völlig fertig. Nehm nur noch Bedarfsmittel 2-3x täglich Buprenorphin 0,2mg s.l. Beim Schmerztherapeuten hab ich auch erst am 3.7. steh aber auf der Warteliste, falls einer absagt.
Wenns gar nicht geht, kann ich immer noch Notfall mäßig hin. Noch komm ich klar, auch wenn ich völlig erschöpft bin von dem starken Schmerzmittel :(

Am 16.6. bin ich wieder in der Klinik zur Kontrolle, ich hoffe das nichts gebrochen oder verschoben ist. Hab so verdammt Angst, zumal schon mal eine Schraube gebrochen ist und sich daraufhin verschoben hat.

Seit haben Dienstag und heute bei Ergotherapie mit der Perfetti Methode angefangen, die geht viel übers fühlen. Damit soll das Schmerzgedächnis überschrieben werden, bin mal gespannt wie es funktioniert und ob es klappt. Allerdings hat sie noch nicht die nötigen Materalien, daher ist das momentan noch sehr improvisiert.

In ner Stunde etwa, mach ich mich auf zu einer Schmerz SHG, bin mal gespannt wie es dort ist. Die treffen sich 1x im Monat, mal schaun ob ich da dann noch was neues kennen lerne.

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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von schnuffeldi » 05.06.14, 17:44

:? oh Mist, hm,ich bin kein Arzt aber vielleicht fällt uns etwas ein, wie wir den Schmerz wenigstens ansatzweise lindern könnten. Brennende Schmerzen habe ich ja hintem Knöchel wie irre, da kühle ich wie verrückt mit einem kleinen Körnerkissen, welches man ja erhitzen und kühlen kann, da ist dann nicht arg zu kalt, wenn man es direkt auf die Schmerzstelle legt, wie bei den Kühlpads, die man zwar ins Leinentuch wickeln aber dennoch nicht viel bringt, so mein ganz persönliches Gefühl (empfindet ja jeder anders). Den ziehenden Schmerz, wie ich ihn aufm Spann habe, kriege ich mit Kühlung nicht so gelindert, aber so verrückt wie es klingt, lege ich etwas "schweres" drauf mt leichter Kühlung. Wenn ich so überlege, dass ich anfangs jedes noch so kleine Gewicht wie normales Zudecken auf den Füßen nicht aushalten konnte, nutze ich jetzt verstärkt Gewichte. Das kann eine zusammengelegte Decke sein oder dieses Körnerkissen. Wiegt auch nicht viel, aber an so Körperteilen empfindet man es ja als etwas schwerer und gleiches auch bei dem stechenden Schmerz , auch parallel hinterm Knöchel und Oberfläche der Zehen auch mehr Kühlung. Wenn man abends sehen würde ,was ich so vom Schlafengehen so veranstalte, dann würde man mich wegsperren :lol: aber was soll man sonst tun, wenn man nicht übermäßg Schmerzmttel einwerfen will jedenfalls nicht außer der Reihe und in meinem Falle wieder reduzieren sollte. Es ist mir auch egal, wie es aussieht, Hauptsache es tut gut.
Beim Schmerztherapeuten hab ich auch erst am 3.7. steh aber auf der Warteliste, falls einer absagt.
gerade in der Fachrichtung wie auch Radiologie besteht die Chance nur selten, ich würds mir für dich wünschen, dass du doch n och zwischendurch drankommen könntest.
Am 16.6. bin ich wieder in der Klinik zur Kontrolle, ich hoffe das nichts gebrochen oder verschoben ist. Hab so verdammt Angst, zumal schon mal eine Schraube gebrochen ist und sich daraufhin verschoben hat.
das liegt zu Glück näher. aber bei Schmerzen nicht nah genug.
Seit haben Dienstag und heute bei Ergotherapie mit der Perfetti Methode angefangen, die geht viel übers fühlen. Damit soll das Schmerzgedächnis überschrieben werden, bin mal gespannt wie es funktioniert und ob es klappt. Allerdings hat sie noch nicht die nötigen Materalien, daher ist das momentan noch sehr improvisiert.
noch nie gehört oder gelesen,da werde ich mal Frau Google befragen, was das ist.
In ner Stunde etwa, mach ich mich auf zu einer Schmerz SHG, bin mal gespannt wie es dort ist. Die treffen sich 1x im Monat, mal schaun ob ich da dann noch was neues kennen lerne.
sehr gut, denn jeder Austausch bringt auch ein Stück weiter. Scheint also dein erstes Mal dort zu sein. Aber da wäre auch gespannt. Ich drücke dir die Daumen und irgendwas muss es doch geben, dass man sich nicht so quälen muss :kopfstreichel:
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)

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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 05.06.14, 18:38

Hallo,

erstmal das tut mir leid dass du nun wieder so starke Schmerzen hast. Ich wünsche dir dass du bald die richtige Hilfe findest.

Hab seit Tagen total Schmerzen, bin völlig fertig. Nehm nur noch Bedarfsmittel 2-3x täglich Buprenorphin 0,2mg s.l. Beim Schmerztherapeuten hab ich auch erst am 3.7. steh aber auf der Warteliste, falls einer absagt.
Wenns gar nicht geht, kann ich immer noch Notfall mäßig hin.
Wenn du es gar nicht mehr aushälst mit den Schmerzen unbedingt zum Schmerztherapeuten fahren. Ich hab es ja auch die Woche gemacht und bin zum Orthopäden gefahren ohne Termin. Das hab ich auch bei anderen Ärtzen schon gemacht einfach in die Praxis gefahren und vorher nicht angerufen.
Bis jetzt wurde ich nur 1x abgewiesen.

Am 16.6. bin ich wieder in der Klinik zur Kontrolle, ich hoffe das nichts gebrochen oder verschoben ist. Hab so verdammt Angst, zumal schon mal eine Schraube gebrochen ist und sich daraufhin verschoben hat.
Das kann ich gut verstehen dass du da Angst hast dass da wieder etwas gebrochen ist zumal die starken Schmerzen dazukommen. Wäre es möglich da einen Termin früher auszumachen. Sind immerhin noch 12 Tage.

Seit haben Dienstag und heute bei Ergotherapie mit der Perfetti Methode angefangen, die geht viel übers fühlen. Damit soll das Schmerzgedächnis überschrieben werden, bin mal gespannt wie es funktioniert und ob es klappt. Allerdings hat sie noch nicht die nötigen Materalien, daher ist das momentan noch sehr improvisiert.
Wir machen in der Ergo Körperwahrnehmung und da geht auch alles eigentlich übers fühlen. Ich kommt mit meinen Schmerzen auch dadurch besser klar.
Aber wenn bei dir ein Bruch ist oder was verschoben ist dann kann die Ergo da auch nichts ausrichten. (Ich hatte mir mal den Mittefinger gebrochen und ich weis noch was das für Schmerzen waren.) Deswegen kann ich mir bei dir vorstellen dass sind die Schmerzen bei dir die kaum auszuhalten sind.
In ner Stunde etwa, mach ich mich auf zu einer Schmerz SHG, bin mal gespannt wie es dort ist. Die treffen sich 1x im Monat, mal schaun ob ich da dann noch was neues kennen lerne.
Vielleicht kannst du uns davon berichten.

Kleines Mädchen
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von Kleines Mädchen » 05.06.14, 22:07

Hab gestern Abend schon versucht die Schmerzen im Vier Füsslerstand zu lindern. Ging das eine mal bei Ergo ganz gut, hat nur leider nicht wirklich geholfen. Ein bisschen ja, nur um die Schmerzmittel bin ich nicht drum rum gekommen.
TENs hat früher auch immer mal wieder geholfen, nur das Problem ist. Solange es läuft, sind die Schmerzen erträglicher. Sobald ich das ding wieder aus mach, sind die Schmerzen innerhalb von Sekunden wieder da. Also auch nicht wirklich eine Lösung, zur Überbrückung bis die Schmerzmittel helfen ja. Doch statt der Schmerzmittel ist es keine alternative.
Haben heute bei Physio keinen Muskelaufbau gemacht, mal schaun ob es damit besser wird. So das es sich zumindestens mal wieder beruhigt.

Wenn auch mein Bedarfsmittel nicht mehr richtig wirkt oder halt nicht ausreicht, kann ich immer noch beim Schmerztherapeuten anrufen und Notfall mäßig vorbei kommen. Da kann ich dann immer an dem Tag noch oder spätestens einen Tag später in der früh kommen. Da krieg ich dann Infusionen oder Spritzen, die ganz gut helfen.

Kühlen hilft gar nicht, auch Wärme hilft nicht. Alles schon sehr oft probiert, ohne große erfolge.

Nein in der Klinik kann ich nicht vorher hin, denn die Beckensprechstunde ist nur Montags. Die 8 Wochen sind morgen vorbei, sprich ich hätte Montag dann Kontrolle gehabt. Wegen Pfingsten fällt das aber aus und ich muss eine Woche später kommen. So lange halte ich das auch noch aus, ist ja eben nicht mehr lange.


Klar Ergo kann nicht helfen, wenn was gebrochen oder verschoben ist. Nur davon gehen wir nicht aus, wir gehen davon aus das alles noch da ist wo es hingehört (naja wo es bei zumindestens sein solllte).
Einen Fingerbruch kannst du damit nicht vergleichen, hab mir beim Rolli Basketball ein Stück Knochen mit Sehne raus gerissen. War nur etwas, musste jedoch 8 Wochen den Finger Still halten. Da hatte ich nur minimal Schmerzen, bin nur zum Arzt weil das Beugen nicht ging und es schon nicht mehr blau sondern richtung Schwarz ging. Hab es auch nie kontrollieren lassen, ob es denn zusammen gewachsen ist.
Von dem her finde ich einen Finger gebrochen, zwar Nervig aber harmlos.



Schmerzgruppe war super, tolle Leute. Auch wenn die alle wieder deutlich Älter waren (46+ und ich bin knapp 23). Nachdem ich so kurz erzählt hab, was ich hab. Meinte der eine nur, da sind wir rest ja Schmerzpatienten 2. Klasse dagegen. Die konnten nicht glauben, was alles schief gelaufen ist und es nicht erkannt wurde.
Auch kam dann sofort die Frage auf, wie ich das Psychisch alles schaffe. Doch das geht ganz gut, auch wenn ich die letzten Tage rießen Angst hab und nicht so gut drauf bin. Das ändert sich dann wieder, wenn ich weniger Schmerzen hab bzw. weiß das sich nichts verschoben hat.
Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Schmerzgruppe so viel weiter helfen kann. Das schöne ist, alle wissen wie es ist Schmerzen zu haben und ich kann dann auch mal meinen Frust raus lassen, wenn es sein muss. Kann ich zwar daheim auch, doch da kann mich keiner so verstehen. Sie hören zwar sehr geduldig zu, doch fühlen sich auch unmächtig, weil sie mir nicht helfen können. In der Schmerzgruppe belaste ich dann keinen aus der Familie und kann trotzdem drüber reden.
Denke jedoch, das ich anderen ein Stück helfen kann. Damit würde es sich ja schon lohnen hinzugehen :)

So werd heute dann die 4. Tablette vom Bedarf nehmen und schlafen gehen. Schmerzen gehen bis jetzt zwar (ungefähr 3 von 10 auf der Skala), doch bevor der sich über Nacht wieder verfestigt lieber gleich was nehmen. Soll ja wenn irgend möglich, komplett Schmerzfrei sein. So dass das Schmerzgedächnis nicht noch weiter Programmiert wird, wir wollen es ja gerade umschreiben.

lolle2006
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 05.06.14, 22:09

Hallo,

jetzt ging den ganz abend mein Internet nicht. Kein WLAN :( Aber jetzt funktionierts wieder :liegestuhl:

Und ob man einem Gespräch nicht folgen kann, ist prüfbar, in dem man eine Rückfrage hält, ob man das verstanden hat.
Tja wenn nur einer mal fragen würde
und wenn die lesen ich habe einen gesetzlichen Betreuer ist es ganz aus.

Heut abend war ich bei meinem Betreuer hab ihn nochmal bisschen vom KH-Aufenthalt erzählt wie das so in der Neurologie, HNO, Kardiologie so war das mit der Psyche.

Er meinte er versteht, dass nicht was da zur Zeit in der Ärzteschaft los ist hier bei uns wie die sich solche Fehltritte überhaupt leisten können. (Da bin ich nicht die einzige im Moment fügte her hinzu)

Kopf-> Tisch... möchte
:lachen:

Nicht aufregen nur wundern sag ich mir dann immer. Aber seine Gefühle muss manchmal auch rauslassen und nicht unterdrücken.

:roll: :lol: es bleibt sicher die Bequemlichkeit, wenn man alles auf die Psyche schieben möchte oder man muss sich zugestehen, dass man sein "Handwerk" nicht versteht und dann so abwiegelt.
Mein Psychiater/Neurologe damals mit meinen Sehstörungen er ist sich nicht ganz sicher was da ist. Deswegen muss er mich in die Klinik einweisen. Der ist wenigstens ehrlich.
Wie er meine Wirbelsäule untersuch hat vor 5 Wochen. Hat mir schon erklärt was da sein könnte. Er fügte hinzu er kann auch nicht hellsehn. Hätt ich auch nicht verlangt. :lachen:
Klingt ja für manche ja noch "kompetenter" als "ich habe keine Ahnung ich wollte aber viel Geld "verdienen"
Da triffst du des Pudelskern.
Also das Gefühl hab ich und hatt ich dass es nur ums Geld geht noch bei manchen.

:
lol: daher Abstand, das geht nicht gut, dann müssen wir halt Stücke Fahrstrecke mehr hinnehmen so blöde das auch ist.
Ich hab meine Ärzte in der ganzen Stadt verteilt. Da amüsieren sich zwar manche drüber aber den Fahrtweg nehm ich gern in kauf. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich hier überall in 45 Minuten.

Aber Kliniken, die damit werben, als wären die der Knaller schlechthin, beweisen immer wieder, das sie Knaller sind, aber nicht wie die es so darstellen wollen.

Ja die sind dann wirklich der Knaller :ironie:

:lachen: :lachen:
Also ich hab bis zur nächsten Sprechstunde bei der Schmerztherapeutin ja noch Zeit, Therapie kanns ja nicht sein, ich nehme seit einem Jahr nur Medikamente, mehr ist nicht passiert außer dass man mir das Tensgerät noch zukommen ließ. :lol: hilft mehr am Nacken als an den Füßen. Dennoch: Tschakka, denn Kopf -> Tisch bringt auch Schmerzen
Ja Kopf-->Tisch hab ich mir vorhing gleich gedacht bringt nur Schmerzen.

Um die schmerztherapeutische Praxis mache ich immer noch einen großen Bogen. Da kriegt mich auch keiner hin im Moment das war zuviel der letzte KH Aufenthalt wie die mich mit Schmerzen liegen haben lassen.

Du bist aber selbst schon sehr weit und weist was du tun kannst mit gegen deine Schmerzen. TENS hatte ich auch früher für die LWS. Aber jetzt an der BWS komm ich nicht hin kann es nicht selber aufkleben...

Heute früh war ich mit meinen fahrbaren Untersatz einfkaufen. Lebensmittel rein in Kofferraum zu Hause wieder raus. Ich hab schon beim einkaufen gemerkt ich kippt wieder so nach Links war dann auch schwierig den Einkaufswagen zu lenken. Zu Hause hab ich mich im Spiegel gesehn. Komplett schief. (Schmerzen hatt ich keine aber eben die absolute Schonhaltung) Hab mir gedacht so kannst aber nicht auf die Straße. Also wieder volles Programm, Dehnübungen, andere leichte Übungen, Igelball, Wärmflasche hinlegen. (Da hatt ich schlechte Laune und war so frustiert dass das mit der Wirbelsäule wieder kam)
Danach hat es wieder "gekracht" in der Wirbelsäule und ich war einigermaßen gerade.

Da mein Internet nicht ging und der Fernseher auch im Eimer ist...hab ich mich hingelegt auf die Wärmflasche gelegt und hin und hergedreht und alle Seiten vom Rücken gewärmt. Das tat gut.

lolle2006
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Re: Erfahrungsaustausch gesucht bei chronischen Schmerzen

Beitrag von lolle2006 » 05.06.14, 22:30

Kühlen hilft gar nicht, auch Wärme hilft nicht. Alles schon sehr oft probiert, ohne große erfolge.
Nein in der Klinik kann ich nicht vorher hin, denn die Beckensprechstunde ist nur Montags. Die 8 Wochen sind morgen vorbei, sprich ich hätte Montag dann Kontrolle gehabt. Wegen Pfingsten fällt das aber aus und ich muss eine Woche später kommen. So lange halte ich das auch noch aus, ist ja eben nicht mehr lange.
Dann ist es klar wenn das eine spezielle Sprechstunde ist.
Einen Fingerbruch kannst du damit nicht vergleichen, hab mir beim Rolli Basketball ein Stück Knochen mit Sehne raus gerissen. War nur etwas, musste jedoch 8 Wochen den Finger Still halten. Da hatte ich nur minimal Schmerzen, bin nur zum Arzt weil das Beugen nicht ging und es schon nicht mehr blau sondern richtung Schwarz ging. Hab es auch nie kontrollieren lassen, ob es denn zusammen gewachsen ist.
Von dem her finde ich einen Finger gebrochen, zwar Nervig aber harmlos.
Ich hatte damals meine Hand in der Autotür und die hat jemand mit voller Wucht zugeschlagen. Dazwischen meine Hand. Dabei ist der Finger gebrochen. Ich hatte da starke Schmerzen. Mich hat da auch gleich jemand zum Arzt gefahren. Blöder Weise war dann über dem Bruch durch die Autotür eine ganz kleine Wunde. Deswegen durft ich da jeden 2. Tag in die Arztpraxis.
Ich wollte eigentlich nur mitfühlend sein und dass du noch viel stärkere Schmerzen hast das glaub ich dir sofort.
(Kann mich jetzt auch nicht so ausdrücken was ich meine)



Auch kam dann sofort die Frage auf, wie ich das Psychisch alles schaffe. Doch das geht ganz gut, auch wenn ich die letzten Tage rießen Angst hab und nicht so gut drauf bin. Das ändert sich dann wieder, wenn ich weniger Schmerzen hab bzw. weiß das sich nichts verschoben hat.
Diese Angst zu haben ist doch normal und man kann nicht rund um die Uhr und jeden Tag gut drauf sein vor allem bei solchen Einschränkungen. Ich finde du machst das super!!
Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Schmerzgruppe so viel weiter helfen kann. Das schöne ist, alle wissen wie es ist Schmerzen zu haben und ich kann dann auch mal meinen Frust raus lassen, wenn es sein muss.
ja da gehts einem besser wenn die anderen einen wirklich verstehen können.

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