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Moderator: DMF-Team

VK-Retter
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Beitrag von VK-Retter » 08.01.10, 16:25

fa7x110 hat geschrieben:Hallo VK
Löse dich doch bitte von der Vorstellung das du zu den wenigen Menschen gehörst die zertifizierte Kurse besuchen und das du für alle mitarbeiten musst. Wir durchlaufen im 2 Jahresrhythmus ALS und ITLS advanced für Kinder und Erwachsene vom Arbeitgeber aus. In D an meiner alten Wache wurden alle Mitarbeiter angehalten solche Kurse zu besuchen und vielen wurde es auch bezahlt. In der Betriebsinternen Fortbildung wurden solche Inhalte eingebaut und auch die Ärzte wurden mit Modellen der Traumaversorgung konfrontiert.

Na sicher bin ich nicht der einzige (wäre sonst ja auch schwierig mit der Teamarbeit gewesen) und ich finde es gut das es immer mehr werden.
Nur sind es in D leider nur vereinzelte Wachen die sowas durchziehen und der normale deutsche Rettungsdienstler muss - auch aus finanziellen Gründen - darauf verzichten.
Quid pro quo?

raps
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Beitrag von raps » 27.05.10, 13:52

Hallo!

Ich habe zum Thema "Zugang" auch eine Frage. Vorweg, ich schreibe aus Sicht des Laien/Patienten.

In dem letzten 3/4 Jahr musste ich 3x mit Rettungswagen in die Notaufnahme. Davon 2x mit Rettungsassistenten und 1x mit Notarzt.
Bei 1x mit dem Notarzt hat er vorweg ein Zugang gelegt, weil es notwenig war Medikamente i.v. zu geben.
Aber bei den 2x ohne Notarzt war es so, dass in der Notaufnahme jeweils ein Zugang gelgt wurde. Das eine Mal stellte sich der Pfleger, wo für mich zuständig war total nett vor und er sagte, dass er Blut abnehmen müsste und dass er mir aber gleich gerne einen Zugang legen würde, falls danach andere Maßnahmen getroffen werden müssten und dann sowieso einer gelegt werden müsste.
Bei dem anderen Mal war aber eine Pflegerin da, wo nur sagte, dass sie Blut abnehmen müsste. Als ich wieder hinschaute (ich muss beim Stechen immer wegschauen ;-) hi hi) hatte ich so ein Ding im Arm. Dann hätte sie eigentlich vorher (wie es der Pfleger im anderen Fall ja auch gemacht hatte) zumindest Bescheid geben müssen, oder?
Mir ist das egal, ich will bestimmt niemandem an den Karren fahren, weil das war für mich nur ein kurzer Pieks und fertig. Nicht schlimm. Aber es interessiert mich einfach.

Dann einen andere Frage. Bei dem Zugang, wo die Pflegerin gelegt hatte, hat es nicht mehr weh getan als bei den vielen anderen Zugang, die ich in meiner bisherigen Patienten-"Karriere" bekam. Aber ich hatte danach einen blauen Fleck, der ca. 4 cm x 8 cm gross war. Der war dann auch erst nach 2 Wochen komplett weg. Woher kommt sowas? Bei dem Zugang, wo der Pfleger gelegt hatte war es auch so, nur dass der blaue Fleck kleiner war. Aber bei dem vom Notarzt war nix danach. Auch vorher (Zugänge, wo in Kliniken gelegt wurden) hatte ich nie blaue Flecke. Bei mir sitzt der Zugang auch immer beim 1. Stechen, also ich hab wohl keine problematische Venen.

Danke im Voraus für eure Antworten
Grüßle
Caro.

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Beitrag von mbela » 27.05.10, 19:14

Hallo Caro,

alle Maßnahmen die an einem Patienten getroffen werden bedürfen dessen Zustimmung. Zuvor muss eine Aufklärung der Maßnahme stattfinden, je kritischer die Situation, desto weniger wird aufgeklärt. Beim Thema Venenzugang ist es nun so dass auch dieser genauestens Erläutert werden sollte, aber im Rahmen der Routine dies immer weniger geschieht.

Die blauen Flecke kommen durch auslaufendes Blut zustande. Wird der Venenzugang entfernt, so ensteht ja ein Loch in der Vene, dies wird versucht durch Druck zu schliessen, damit das Gerinnungssystem das Gefäß dicht machen kann. Oftmals platzt eine solche zarte Vene aber auch, was dann größere blaue Flecken macht.

Grüße

Makus Bela
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77

raps
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Beitrag von raps » 27.05.10, 21:53

Hallo Markus!

Danke für die schnelle Antwort. Als ich die 2x ohne Notarzt auf die Notaufnahme musste war mein Zustand auf keinen Fall so kritisch, dass keine Zeit mehr zum Aufklären gewesen wäre. Das eine Mal hat der Pfleger ja auch gesagt, dass er mir Blut abnimmt und aber gleich einen Zugang legt. Bei dem anderen Mal hat die Krankenschwester aber halt "einfach gemacht". Sie, meinte nur: "Ich nehme noch Blut ab".
Nach dem, was Dr. Flaccus geschrieben hat, hat sie da schon eigentlich unrecht gehandelt. Bloß, wie gesagt, ich reg mich da nicht drüber auf, weil für mich persönlich ist es ja nur ein Piekser. Trotzdem, gut zu wissen!

Ach so, ich hätte danach einfach mehr drücken sollen! Hab ich nicht gemacht, aber ich wusste das nicht. Da, wo die Krankenschwester Blut abgenommen hat und den Zugang gelegt hatte, hatte die mir den das Sweat-Shirt wieder drübergezogen (war Winter und nicht grad warm und ich musste eine gefühlte Ewigkeit auf Blutwerte warten). Dann war alles im Blut ok, EKG auch und ich durfte heim. Und ich hatte das Teil noch im Arm! Hatte das voll vergessen, erst daheim hab ich's gemerkt und ich hab es selbst rausgezogen. Hat ganz schön geblutet, also, es waren mehrere Pflaster durchgeblutet. Aber ich hatte nicht draufgedrückt, weil ich das nicht wusste. :-o
Naja, für's nächste Mal weiss ich es! Der blaue Fleck war nicht schön, aber es hat auch nicht weh getan oder so. Lästig sind die Fragen: "Oh Gott, was hast Du denn gemacht!?!"

Tschüssle,
Caro.

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