Anfrage aus dem Anästhesie- und Intensivpflegeforum

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Joachim Wagener
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Anfrage aus dem Anästhesie- und Intensivpflegeforum

Beitrag von Joachim Wagener » 01.12.04, 22:20

Hallo liebe KollegInnen,
liebe Gäste,

im Forum für Anästhesie- und Intensivpflege wurde eine Anfrage gepostet, die sicherlich in diesem Forum auch gut aufgehoben ist.

Vielleicht schauen Sie ja mal vorbei???

Vielen Dank,

mit freundlichen Grüßen,
Zuletzt geändert von Joachim Wagener am 01.12.04, 23:17, insgesamt 1-mal geändert.
Joachim Wagener

Erik Eichhorn
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Beitrag von Erik Eichhorn » 01.12.04, 23:04

Ohne es wissenschaftlich untermauern zu können...folgender Gedankengang.
Der Stifneck dient, wie schon erwähnt wurde der präklinischen Immobilisation der HWS bei Verdacht auf stattgehabtes HWS-Trauma.
In der frühklinischen Phase dürfte meines Erachtens der Stifneck schnell seine Berechtigung verlieren. Der Patient wird klinisch untersucht, hinzu kommt entsprechende bildgebende Diagnostik. Bestätigt sich der Verdacht einer instabilen knöchernen Verletzung der HWS wird diese operativ versorgt. Andere Variante wären dann stabile Frakturen oder Verletzungen des Bandapparates (Schleudertrauma). Der Bedarf an einer völligen Immobilisierung ist hier sicher geringer, so das auf weiche Halsstützen (möge mir ein Krankenhausmitarbeiter den korrekten Name verraten ) zurückgegriffen werden kann.
Summasummarum ergibt sich für mich als maximale Verweildauer am Patienten eine zeit von ca. 3 Stunden, selbst bei notwendiger Verlegung in eine Klinik mit neurochirurgischer Fachabteilung. Korrekt angelegter Stifneck vorausgesetzt, solte das eine Zeitspanne sein, die das betroffene Gewebe ohne weiteres übersteht.
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin

Bambi

Beitrag von Bambi » 02.12.04, 09:35

Also ich hab in einem bekannten, großen, deutschen Krankenhaus (Name wird hier nicht verraten) auch schon mal erlebt, dass ein Stiffneck mehrere Tage am Patienten verblieben ist, weil man sich lange nicht sicher war ob man operieren muss. Da war die Zeitspanne min 36 Stunden.
Gruß Bambi
P.S. Is wohl aber wirklich nicht der Regelfall.

downcase

Beitrag von downcase » 02.12.04, 09:46

hallo,

es gibt auch knöcherne hws-verletzugnen, bei denen eine operative behandlung nicht möglich bzw. sinnvoll ist, und die bis zum ausheilen der frakturen konservativ durch hws-immobilisation behandelt werden. teilweise wird hierbei ein halo-fixateur eingesetzt, aber es gibt auch fälle, in denen über wochen eine art stiffneck getragen wird (es ist dann ein qualitativ hochwertigeres sysem, entspricht aber im prinzip weitgehend dem, was in der präklinischen notfallversorgung benutzt wird.

grüße

downcase

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