Dialyse-Pat. nicht ansprechbar - Was hättet ihr getan?

Moderator: DMF-Team

VK-Retter
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 275
Registriert: 05.11.06, 22:59
Wohnort: Köln/Magdeburg

Re: Dialyse-Pat. nicht ansprechbar - Was hättet ihr getan?

Beitrag von VK-Retter » 06.04.11, 14:39

jaeckel hat geschrieben:Fernsehbeitrag NDR 29.03.2011 Visite, Notfallinfusion HES: Mehr Schaden als Nutzen?
Funktioniert bei mir nicht.. kann mir die Aussagen einer zusammenfassen?
Ist das so ein Beitrag der auf einen gewissen Ludwigshafener Mediziner und seine Studien abzielt?
Quid pro quo?

Barca
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 1114
Registriert: 24.05.08, 20:16

Re: Dialyse-Pat. nicht ansprechbar - Was hättet ihr getan?

Beitrag von Barca » 06.04.11, 15:19

Im Beitrag wurde etwas auf die VISEP-Studie eingegangen, es wurden verschiedene Ärzte zum Thema (u.a. Nierenversagen unter HAES-Therapie) befragt, im Endeffekt lief es wohl darauf hinaus, dass in manchen Kliniken nun gar kein HAES mehr mehr genutzt wird, in anderen Kliniken die Dosierungen radikal nach unten geschraubt und die Indikation zur Therapie mit HAES strenger gestellt wurde.

Ich finde die Studie recht interessant, die Ergebnisse wurden ja nun endlich mal der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ich kann mir dennoch nicht vorstellen, nun komplett auf HAES zu verzichten.
Once in a lifetime means there's no second chance ...

Informationen aus dem Internet dienen generell nur der ersten Orientierung, sind persönliche Meinungsäußerungen und können einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Coza
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 678
Registriert: 31.10.05, 07:53

Re: Dialyse-Pat. nicht ansprechbar - Was hättet ihr getan?

Beitrag von Coza » 07.04.11, 13:16

Hallo,

Noradrenalin kommt beim Anästhesisten erst in zweiter Instanz, vorher probiert er Akrinor.

Sehr verwunderlich finde ich, falls es sich nicht gerade um eine Peritonealdialyse handelte, dass im Dialysezentrum kein Arzt anwesend war. Nach meiner Kenntnis ist die Anwesenheit eines Arztes vorgeschrieben und bei uns auch so üblich.

Bei Haes sehe ich das ähnlich, es wird nur noch im Ausnahmefall genutzt.

Viele Grüße

Coza
Hinweis unter Bezug auf §7(4) der Berufsordnung für Ärzte:
Mein Beitrag ist eine Stellungnahme, die auf den vorliegenden Angaben beruht. Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Marc02
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 277
Registriert: 01.02.06, 16:45

Re: Dialyse-Pat. nicht ansprechbar - Was hättet ihr getan?

Beitrag von Marc02 » 07.04.11, 13:21

Ein Dialysezentrum wo nicht permanent ein Arzt anwesend ist, kenne ich ehrlich gesagt auch nicht. Und selbst wenn er im Büro sitzt oder oder auf einer anderen Station/Etage unterwegs ist. Er ist im Gebäude.

Ansonsten : Danke für die vielen Infos. Dialysepatienten sind immer interessant. :wink:

jaeckel
Topicstarter
Administrator
Beiträge: 7540
Registriert: 15.09.04, 09:49
Wohnort: Bad Nauheim

Re: Dialyse-Pat. nicht ansprechbar - Was hättet ihr getan?

Beitrag von jaeckel » 07.04.11, 14:49

Im Normalfall ist tagsüber immer ein Arzt im Zentrum. Aber in Zentren, wo z.B. Nachtdialyse gemacht wird, gibt es mitunter nur eine Rufbereitschaft.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

medizinili
Interessierter
Beiträge: 7
Registriert: 09.04.12, 20:54

Re: Dialyse-Pat. nicht ansprechbar - Was hättet ihr getan?

Beitrag von medizinili » 09.04.12, 21:31

Wie nett, da in ein paar Tagen ein Familienangehöriger erstmalig zur Dialyse gehen wird, habe ich mir schon ein Nephrologiebuch rausgesucht.
Mein erster Gedanke war ein Volumenmangel.
Danke, nette Anregung, NF-Situationen!

Antworten