SHT°2 dringend Rat gesucht - alles merkwürdig?

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Seeboje
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SHT°2 dringend Rat gesucht - alles merkwürdig?

Beitrag von Seeboje » 10.03.10, 18:53

Hallo an alle,

ich habe eine wichtige Frage:
Vor drei Tagen fiel meine Freundin durch einen Sturz von etwa 2 Metern auf den Kopf. Nach Bewußtlosigkeit (6 Minuten) und eine Erinnerungslücke von der Zeit vor dem Unfall. Einen Tag später, Bewußtsein war komisch. (Ansprechbar, aber irgendwie gelallt und leise Aussprache) Wesensverändert. Schwindel, Übelkeit, Erbrechen. Fissur auf einer Schädelseite. Auch Augen flakkerten immer hin und her. Im Krhs wurde ein SHT ° 2 festgestellt, durch CT, sowie eine Zerrung der HWS. Zudem wurde eine Lumbalpunktion gemacht, welche einen etwas erhöhten Druck ergab, aber nicht sehr besorgniserregend.
(Frage, was hat eine Lumbalpunktion mit dem Hirndruck zu tun?)
Heute weitere Beschwerdezunahme: kaltschweißig, Schwindel, Übelkeit, zudem nur schwer Luft bekommen.
Im Krhs. wurde erneut ein CT u. eine Kernspinn gemacht (Warum eigentlich beides?)
Es wurde eine sehr kleine Blutung festgestellt, die aber wohl nicht dramatisch und Behanldungsbedürftig sei. Aber die Lumbalpunktion ergab irgendwie auch einen erhöhten Druck. Der Arzt empfahl natürlich sie stationär da zu lassen, aber meine Freundin wollte unbedingt nicht und unterschrieb das auch. Was ich nicht verstehe, sie hat eine Infusion bekommen (irgendwas mit Mannit).
Zudem erneut Lumbalpunktion. Druck noch etwas höher, aber der Arzt sagte, dass dadurch, dass das Unfallereignis schon länger zurückliegt, dass es unwahrscheindlich wäre, dass dieser noch mehr ansteigt. Sie gehen davon aus, dass sich dieser durch das Ablassen nicht wieder neu Aufbaut, weil sie die kleine Blutung die an irgendeiner Schranke liegt, dieses Zurückstauung verursacht hat.
Sie ist zu Hause und soll morgen früh noch mal eine Lumbalpunktion machen lassen und sie wollen sehen, ob dieser im halbwegs normalen Bereich liegt oder gar angestiegen ist. Was haltet ihr davon?
Ich finde das alles etwas merkwürdig. Was macht man denn überhaupt, für den Fall, dass es schlechter wird und wenn ddas so bleibt? Ihre Freundin ist Krankenschwester und bleibt heute nacht bei ihr. Aber meine Freunding , mit der ich gerade telefoniert habe, sagt, dass sie sich BESSER fühlt. Sie bekommt wieder besser Luft und ihr ist auch nicht mehr ganz so schwindlig und übel.
"Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen..."

fa7x110
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Beitrag von fa7x110 » 11.03.10, 02:59

Hallo Seeboje

schlimme Geschichte die ihr da erlebt, ich hoffe mal das alles gut ausgeht.
Ein CT und ein Kernspinn geben unterschiedliche Daten wieder. Beides hat Vor- und Nachteile, der behandelnde Arzt wird sich da schon Gedanken gemacht haben.
Mannit oder Mannitol ist ein Diuretikum, es schwämmt also Flüssigkeit aus dem Körper. Dies kann zu einer Verringerung des Hirndruckes führen. Nach einen Trauma wie von dir Beschrieben kann es / kommt es zu einer Schwellung des Gehirns (Gehirnerschütterung) durch das mannitol nimmt man dem Gehirn so zusagen die Flüssigkeit um anzuschwellen (gut). All die von dir beschriebenen Symptome wie Wesensveränderung, sprachliche Veränderungen sind auf diese Hirnschwellung rückführbar.
Bei uns (England) ist es bei SHT mit entweder Bewustseinsverlust oder 2 maligem Erbrechen standart eine mindestens 4h stationäre Überwachung zu empfehlen. Bei Wesensveränderung oder weiteren Hirndruckzeichen mindestens 24h. Schade das deine Freundin nicht das Vertrauen in das Krankenhaus hat um eine Nacht dort zu bleiben.
Normalerweise verlaufen solche SHTs mit oder ohne Miniblutungen relativ harmlos. Geben sich die Symptome wie bei deiner Freundin besser nach 24h ist sie auf einem guten Weg.
Durch eine Lumbalpunktion lässt sich der Hirndruck festellllen. Durch den Spiinalkanal ist der Lumbalbereich mit dem Gehirn direkt verbunden. Dies ist ein wichtiger Parameter für den behandelnden Arzt um sicher zu gehen das genug Blut durch das Gehirn gepumpt wird und kein zu großer Druck auf das Stammhirn (Atmung, Kreislauf etc) ausgeübt wird.
Alles gute unbekannterweise...

Marcus

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