EHEC - die mögliche Herkunft

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Moderator: DMF-Team

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ArthurErnst
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EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von ArthurErnst » 03.06.11, 20:19

Die Entschlüsselung des Ehecvirus hat ja nun stattgefunden.
Aber woher ist dieses kombinierte Virus wohl gekommen?
Nachdem sich die Untersuchung von Gurken, Tomaten, Salat
und noch etlichen anderen Lebensmitteln als eine via falsa
erwiesen hat, ist es höchste Zeit, einmal in eine andere
Richtung zu denken.

Das Virus ist neu, weil es sich aus den Eigenschaften von
3 Viren zusammensetzt. Nun ist die Frage, ist dieser Vorgang
wirklich von selbst geschehen? Oder wurde in einem Labor
daran "gebastelt". Da wir Menschen immer wieder an tödlichen
Waffen und Chemikalien forschen, kann man diese Möglichkeit
nicht ausschließen. Es kann sowohl in einem deutschen als auch
in einem ausländischen Labor geschehen sein. Da es zuerst in
Hamburg auftrat, und Hamburg von aller Herren Länder aus gut
zu erreichen ist, könnte der Ausgangspunkt durchaus auch ein
ausländisches Labor sein.

Immer wenn eine tödlich wirkende Waffe erfunden wurde,
wurde sie auch ausprobiert. Vielleicht ist in diesem Fall
eben Deutschland der Probant.
Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass dieses künstlich
hergestellte Kombi-Virus unabsichtlich aus einem Labor
"entfleucht" ist.

Mal von den sinnlosen Lebensmittelutersuchungen wegzukommen
und über die o.a. Möglichkeigen nachzudenken, könne vielleicht
Licht ins Dunkel bringen.

Gruß von Arthur

Absolute Arrhythmie
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von Absolute Arrhythmie » 03.06.11, 20:32

ES IST KEIN VIRUS, SONDERN EIN BAKTERIUM :evil:

Außerdem halte ich es für quatsch, denn Bakterien unterliegen immer einem Transformationsprozess, gerade auch was Antibiotikaresistenzen anbetrifft und daher ist es nichts außergewöhnliches, dass ein neuer Stamm entstanden ist.

Zudem ist dieser Keim, als biologische Waffe äußerst ungeeignet, da er weder ansteckend ist und sich zusätzlich durch außreichende Hygienemaßnahmen gut bekämpfen lässt. Ich halte das daher für äußerst abwegig. Und ich denke auch, dass bevor Du solche Märchen in die Welt setzt Dich etwas besser darüber informieren solltest, sonst breitet sich das noch wie ein Lauffeuer aus und jeder sucht nur noch den "Täter", statt die "Ursache" und das wäre wohl sehr unproduktiv.

Viele Grüße

Abs.

Phileas Fogg
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von Phileas Fogg » 03.06.11, 21:34

Ganz ehrlich, als ich den Begriff "Virus" gelesen hab, wusste ich, dass nicht viel sinnvolles mehr kommen kann.

Worüber wollen Sie denn diskutieren?

ArthurErnst
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von ArthurErnst » 04.06.11, 08:38

Den Lapsus, dass ich statt Bakterium Virus schrieb, bitte ich zu entschuldigen.
Im übrigen ist das Ganze aber eine durchaus zulässige Vemutung.
Natürlich eine von vielen.
Nur zu..... was vermuten Sie denn?

Gruß von Arthur

Phileas Fogg
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von Phileas Fogg » 04.06.11, 09:32

Na gut, entschuldigt :-)

Ich finde es gibt prinzipiell zwei mögliche Szenarien:
a) Der Bakterienstamm ist zufällig mutiert
b) Eine terroristische Vereinigung hat den EHEC in Umlauf gebracht, um auszutesten, wie sich diese verbreiten würden.

Ich halte ersteres übrigens für "etwas" wahrscheinlicher :-)

Wobei ich auch sagen muss, von Anfang an genervt gewesen zu sein, von dieser "Panikmache" in den Medien. Mittlerweile, nachdem es einige Statements und PKs von seriösen Wissenschaftlern gibt, bin ich doch etwas verunsichert und habe diese Sache anfangs wohl nicht ernst genug genommen!

dora
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von dora » 04.06.11, 10:51

b) Eine terroristische Vereinigung hat den EHEC in Umlauf gebracht, um auszutesten, wie sich diese verbreiten würden.
Unsinn, das ist eine Verschwörungstheorie der Blödzeitung.
Sowas in die Welt zu setzen sollte bestraft werden, selbst angesichts der Pressefreiheit :roll:

Phileas Fogg
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von Phileas Fogg » 04.06.11, 14:35

Bei der genaueren Lektüre meines Beitrags wäre Ihnen der ironische Unterton eventuell aufgefallen.

dora
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von dora » 04.06.11, 15:08

Phileas Fogg hat geschrieben:Bei der genaueren Lektüre meines Beitrags wäre Ihnen der ironische Unterton eventuell aufgefallen.
mein Beitrag bezog sich eig. auf den Ersten, obwohl ich aus deinem zitiert habe,
:lol:

Wenn man bedenkt, dass durch die vorzeitig unbewiesenen Äußerungen den Gemüsenbauern Schäden in Millionenhöhe enstanden sind :?:

Phileas Fogg
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von Phileas Fogg » 04.06.11, 21:30

dora hat geschrieben:mein Beitrag bezog sich eig. auf den Ersten, obwohl ich aus deinem zitiert habe,
:lol:
Warum tut man sowas?
dora hat geschrieben:Wenn man bedenkt, dass durch die vorzeitig unbewiesenen Äußerungen den Gemüsenbauern Schäden in Millionenhöhe enstanden sind :?:
Das ist wohl wahr... Andererseits wurde ein EHEC auf spanischen Gurken nachgewiesen, wenn ich mich nicht irre und es sah nach irgendwelchen Befragungen wohl aus wie die wahrscheinliche Ursache.
Wer weiß, was passiert wäre, wenn man nicht gewarnt hätte und die ganze Geschichte noch dramatischer verlaufen wäre.

Ich halte auch überhaupt nichts davon, die Angelegenheit mit der Schweinegrippe zu vergleichen und wegen damaliger übertriebener Panikmache jetzt zu verharmlosen.

Susanne.Reuter
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von Susanne.Reuter » 05.06.11, 19:13

Aktuell: Die Spur soll zu einem (niedersächsichen) Betrieb führen, der Sprossen herstellt.

Also doch nichts mit Gurken, Salat und Tomaten?

Und was mich ärgert: Ich habe es so verstanden, dass sichere Erkenntnisse hier auch noch nicht vorliegen. Trotzdem wurde eine Pressekonferenz einberufen.

Erst sind es die Gurken, jetzt sind es die Sprossen. Gestern wurde ein Speiselokal in Lübeck genannt, welches jetzt wahrscheinlich auch schließen kann. Man macht auch ganz schön viel kaputt mit diesen ganzen Aussagen. Sieht das denn keiner?

Susanne

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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von pinienwald » 05.06.11, 20:26

Ich glaube nicht, dass das Lübecker Restaurant dicht machen muss; das Lokal trifft ja nachweislich keine Schuld. Was die spanischen Gurken betrifft: Warum waren denn da Ehec-Bakterien dran? Hätte ich auch nicht haben wollen in meinem Salat. Ehec war auch schon ohne die neue Kreuzung kein Zuckerschlecken.

Ich finde die jetzige Erklärung sehr plausibel: Sprossen werden vor allem von jungen Frauen gegessen, die sich gesund ernähren möchten und gut verdienen und entsprechend auch hin und wieder ins Restaurant gehen. Wenn es Gurken und Tomaten gewesen wären, wären mehr Leute erkrankt. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass es sich um eine Salatzutat handelte; mir fielen da allerdings nur Kräuter ein - auf Sprossen hätten Leute, die sich von Berufs wegen damit auskennen, auch schon vorher kommen können und müssen. Denn es ist ja bekannt, dass Sprossen schon einmal eine Ehec-Welle ausgelöst haben und dass sie wahre Keim-Schleudern sind. Und dass sie - vor allem in Restaurants - häufig in Salaten vorkommen.

Natürlich müssen die Behörden das heute schon veröffentlichen, auch wenn das nicht 100%ig erwiesen ist; stell dir vor, du hättest noch ein paar Sprossen im Kühlschrank und würdest die heute essen wollen - wenn nur einer vor einer Infektion gerettet wird, lohnt sich das.

Ich erwarte allerdings, dass das RKI und die Verbraucherministerien und andere Stellen, die sich verantwortlich fühlen, dafür sorgen, dass die Bürger künftig besser aufgeklärt und beraten werden. Dabei interessieren weniger die aktuellen Todesfälle (auch wenn die für die Betroffenen natürlich grausam sind!!!) - es ist also bei dieser Seuche nicht unbedingt interessant, ob jetzt 18 oder 21 Leute gestorben sind, sondern wichtig ist, dass die Verbraucher wissen, was sie da eigentlich essen; wo ihr Essen herkommt, wie es gelagert wird; wo Schwachstellen liegen; wie wichtig Hygiene ist und so fort. Da könnte man eine Menge machen.

dora
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von dora » 05.06.11, 21:16

es ist also bei dieser Seuche nicht unbedingt interessant, ob jetzt 18 oder 21 Leute gestorben sind, sondern wichtig ist, dass die Verbraucher wissen, was sie da eigentlich essen; wo ihr Essen herkommt, wie es gelagert wird; wo Schwachstellen liegen; wie wichtig Hygiene ist und so fort.
Natürlich müssen die Behörden das heute schon veröffentlichen, auch wenn das nicht 100%ig erwiesen ist; stell dir vor, du hättest noch ein paar Sprossen im Kühlschrank und würdest die heute essen wollen - wenn nur einer vor einer Infektion gerettet wird, lohnt sich das.
irgendwie passen diese Beiden Aussagen nicht zusammen.

Es ist auch immer noch nicht sicher ob es die Sprossen sind, sagte gerade unser Gesundheitsminister bei Anne Will

pinienwald
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von pinienwald » 05.06.11, 21:24

Natürlich passt das zusammen! Es ist, was die Informationspolitik der Behörden betrifft, völlig unwichtig, jeden Tag zu veröffentlichen, ob noch ein Patient mehr gestorben ist. Das macht für die Gefährlichkeit des Bakteriums keinen Unterschied, ob 10 Leute daran sterben oder 12. Das müssen die Verbraucher gar nicht unbedingt wissen, denn das erzeugt nur Panik.

Das hat ja nun aber gar nichts damit zu tun, dass das für jeden einzelnen natürlich wichtig ist, sich zu schützen und gut therapiert zu werden.

dora
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von dora » 05.06.11, 21:44

Andererseits wurde ein EHEC auf spanischen Gurken nachgewiesen, wenn ich mich nicht irre und es sah nach irgendwelchen Befragungen wohl aus wie die wahrscheinliche Ursache.

Wer weiß, was passiert wäre, wenn man nicht gewarnt hätte und die ganze Geschichte noch dramatischer verlaufen wäre.
und die waren es auch nicht, genau so wenig wie deutsche Gurken, also wäre auch nichts passiert wenn man das Gemüse weiter gegessen hätte. Die Gemüsebauern in unserer Umgebung haben durch diese voreiligen Falschmeldungen riesige Einbusen.
Das Restaurant wars auch nicht, aber da geht vorerst auch keiner mehr hin.
Und ob es nun die Sprossen waren ... :?:

Tamia
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Re: EHEC - die mögliche Herkunft

Beitrag von Tamia » 09.06.11, 21:12

Hallo,

die finanziellen Ausfälle der Baueren usw. können aufgefangen werden.

Die Patienten dagegen werden ihr Leben lang darunter leiden, selbst Kosten haben und Kosten verursachen. Also macht es schon Sinn, vorsichtshalber frühzeitig über Verdachtsquellen zu informieren, so dass die Bevölkerung versucht, die Gefahrenquelle zu vermeiden.

Ob es nun Gurken, Tomaten o. ä. sind... Man sollte derzeit wohl keine Roh-Lebensmittel verspeisen, sondern nur völlig durchgegarte Lebensmittel.

Viele Grüße
Tamia

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