Spätrezidive bei Pseudomonaspneumonie möglich?

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mercedes
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Spätrezidive bei Pseudomonaspneumonie möglich?

Beitrag von mercedes » 28.04.11, 16:20

Kann es sein,dass Pseudomonas selbst ein Jahr nach konservativ therapierter Pneumonie(Tbc ausgeschlossen) noch der Auslöser von rezidivierenden Schüben von Bluthusten(v.a. nachts) ist, wenn der Patient klinisch gut ist(kein Fieber, guter AZ, keine Dyspnoe)? Ist das dann überhaupt als Rezidiv zu werten? Würde in so einem Fall eine orale Antibiose mit Ciprofloxacin reichen? Oder handelt es sich um Bronchiektasien? Oder muss man an andere Erkrankungen denken?

Ich verstehe nicht ganz wie das zu werten ist. Kann es daran liegen, dass nicht operativ saniert und somit die Kapsel des Abszesses belassen wurde, selbst wenn der Herd konservativ saniert war?

Ab welchem Alter muss differentialdiagnostisch an ein Karzinom gedacht werden? Auch bei Nichtrauchern? Auch bei fehlender B Symptomatik?

Vielen Dank!

jaeckel
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Re: Spätrezidive bei Pseudomonaspneumonie möglich?

Beitrag von jaeckel » 30.04.11, 17:48

Das gravierende Symptom Bluthusten muss immer abgeklärt werden und sollte nicht einfach als Rezidiv eines ausbehandelten Infekts gewertet werden. Leider gibt es auch für Krebserkrankungen keine absoluten Altersgrenzen. Aber man muss ja nicht gleich an das Schlimmste denken!

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
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mercedes
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Re: Spätrezidive bei Pseudomonaspneumonie möglich?

Beitrag von mercedes » 02.05.11, 21:53

Kommt also ein alveoläres Karzinom(angeblich bei jungen Nichtrauchern, wenn auch vornehmlich Frauen, häufiger) in Frage? Sarkoidose(macht die Bluthusten)? Kann über ein Jahr nach Infekt überhaupt noch ein kausaler Zusammenhang postuliert werden, bzw scheint er überhaupt wahrscheinlich?

Was wären weitere DDs?

jaeckel
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Re: Spätrezidive bei Pseudomonaspneumonie möglich?

Beitrag von jaeckel » 03.05.11, 06:00

Die Frage nach DDs stellt sich der Mediziner erst, wenn Anamnese, eine sorgfältige klinische Untersuchung und Basisuntersuchungen stattgefunden haben. Danach weisen die Befunde meist in eine Richtung.

Hämoptyse = Leichte Blutbeimischung im Auswurf.
Ursachen können z.B. sein:
- Lungen-Tbc
- Bronchialkarzinom
- Bronchiektasen
- Bronchitis, Pneumonie, Lungenabszess
- Thorax-/Bronchustrauma
- Lungeninfarkt
- Seltenere Ursachen
Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
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mercedes
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Re: Spätrezidive bei Pseudomonaspneumonie möglich?

Beitrag von mercedes » 23.08.11, 19:37

Mich würde nur noch interessieren, ob rezidivierende Lungenblutungen nur durch Tuberkulose hervorgerufen werden oder auch andere Erreger in Frage kämen. Oder Bronchiektasen? Chronisches Aspiration? Würde das schon reichen?

Ich meine damit nicht leichte Auflagerungen, sondern richtigen Bluthusten. Können Mykobakterien einen solchen überhaupt machen?

Wofür spricht eine gewisse Periodik der Symptomatik?

Ich blicke hier noch nicht ganz durch.

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