MRT bei Bleigeschoss im Kopf?

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nouvaleur
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MRT bei Bleigeschoss im Kopf?

Beitrag von nouvaleur » 12.09.19, 12:47

hallo
Ich, 73, hatte einen Unfall im Alter 15 mit einem Luftgewehr. Dabei hat sich ein sog. Diabolo (Blei-Antimon) im Augenhöhlendach festgesetzt. Nun weigern sich die Radiologen, ein MRT durchzuführen, da sie das Risiko einer Lageveränderung des eingekapselten Geschosses nicht eingehen wollen. Einer meinte, es könnten ja beim Laufdurchgang winzigste Eisenteilchen mit in die Wunde gelangt sein.
Folge: Ich kann nirgendwo, auch nicht am Knie, ein MRT machen lassen, obwohl das zur Planung eines operativen Eingriffs notwendig wäre, will man sich nicht nur auf die klinischen Syptome verlassen.

Wie sieht man das hier?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: MRT bei Bleigeschoss im Kopf?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 12.09.19, 14:46

Hallo,
meines Erachtens nach ist ein MRT bei Untersuchungen im Bereich der unteren Extremitäten durchaus möglich. Metall im Schädelbereich dürfte dabei trotz der starken Magnetfelder keine Rolle spielen, da ja in diesem Fall ( ab Hüfte abwärts) der Kopf nicht in der " Röhre" liegt.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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