Psychische Probleme bei Lebensgefährtin, weiß nicht weiter

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maggie66
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Psychische Probleme bei Lebensgefährtin, weiß nicht weiter

Beitrag von maggie66 »

Hallo liebes Forum,

meine Lebensgefährtin hatte vor einigen Wochen einen total Blackout, ich war mit ihr auch zur Notaufnahme, sie wollte aber nicht im Krankenhaus bleiben.

Wir sind auch ab dem darauffolgenden Montag bei ihrem Hausarzt gewesen der sie dann zum Neurologen überwiesen hat. Der Neurologe konnte aber nichts entdecken und meinte, daß es wohl auf psychische Probleme zurückzuführen ist und riet zur einer Psychotherapie.
Aber meine Lebensgefährtin weigert sich eine Therapie zu machen.

Einige Wochen ging es dann auch wieder.

Nun seit einigen Tagen kommt sie auf einmal an, daß ihr ganzes Leben von jemanden auf Knopfdruck Manipuliert wird. Sie meint man lässt sie morgens nicht aus dem Bett aufstehen, dann wird ihr Körper oder ihre Beine bzw. ihre Füße aufgepumt und ihr Kopf unter Druck steht. Man hat das Gefühl, daß sie in ihrer eigenen Welt lebt.

Dann redet sie etwas von einem Experiment das an einem 28. Februar vor 25 Jahren begonnen hat. Wir haben uns an einem 28. Februar kennengelernt, aber das ist noch keine 25 Jahre her.

Ich fragte sie auch schon, wer dieses Experiment durchführt, sie meinte ich müsste es doch wissen und sagt darauf nichts mehr. Ich weiß allerdings wirklich nicht was sie meint.

Dann meint sie, ich werde auch manipuliert.

Ich weiß, daß sie dringend professionelle Hilfe braucht, da sie eine Therapie aber verweigert, weiß ich nicht wie ich das angehen soll. Das Problem ist, ich bin nicht mobil sondern auf Bus und Bahn angewiesen und habe angst, das sie im Bus aufeinmal "austickt."

Die Frage ist jetzt, wie bekomme ich sie zum Arzt bzw. zu einer Psychotherapie?

Ich währe für jeden Tip dankbar.

Ich weiß echt nicht mehr weiter und bin mit meinen Nerven langsam am Ende.

nail
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psychose?

Beitrag von nail »

hallo maggie,
das wird sicher nicht einfach, weil sie aufgrund der fehlenden krankheitseinsicht nicht freiwillig mitmachen wird. so wie es scheint hat sie durch aktualisierung einer frühen traumatisierung eine psychotische reaktion entwickelt.
was ist diesem blackout vorausgegangen?
weisst du mehr über ihre vergangenheit, bevor ihr zusammen gewesen seid?
vlt gibt es da einen ansatzpunkt, um ihr die notwendigkeit einer psychotherapie/ -analyse verständlich mache zu können.
vlt kannst du es auch mit dem neurologen noch einmal besprechen und sie dazu bewegen dort nocheinmal mithin zu gehen? wichtig ist, dass sie dorthin vertrauen hat.
LG nail

maggie66
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Beitrag von maggie66 »

Hallo nail,

danke ersteinmal für die Antwort.

Sie hatte als Kind, das war in den 70ern, einen Tumor in der Wirbelsäule, der wegoperiert werden musste. Sie hat in der Zeit wohl knapp ein Jahr im Krankenhaus gelegen.

Das KH war meine ich in Wuppertal, sie kam aber aus Dortmund. Die Besuchszeiten waren ja im KH zu dieser Zeit begrenzt und als Kind solange von zuhause weg war wohl nicht einfach für sie.
Seitdem hat sie dort ein Metallstück in der Wirbelsäule das sich bei Wetterwechsel dann auch bemerkbar macht. Das muß wohl sehr schmerzhaft sein.

Dann wurde sie Ende der 80er an den Füßen operiert (Klumpfuß). Da ist wohl auch etwas schief gelaufen.

Dann musste sie auch immer wieder zu Untersuchungen, darum geht sie auch nicht mehr gerne zu Ärzten, man kann fast sagen sie hasst Ärzte.

Den Verlust ihres Vaters 1986 hat sie, meine ich zumindest, auch noch nicht überstanden.

Dann läuft natürlich in einer Beziehung (wir sind 16 Jahre zusammen) auch nicht immer alles rund.

Ich denke das hat sich in ihr jetzt irgendwie alles zusammengestaut und sie baut jetzt irgendwie ihre eigene "Geschichte" daraus.

nail
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Beitrag von nail »

hi maggie,
dann seid ihr doch schon recht lange zusammen.
wie alt war sie, als dieser tumor entfernt wurde?
ide körperliche symptomatik (neuralgie/ schmerzen/ gefühlstörungen) ist vlt ne möglichkeit, sie von einem erneuten besuch bei ihrem neurologen zu überzeugen, denn sie braucht ne fachlich qualifizierte hilfe, um da wieder raus zu kommen. ne entsprechende analytisch orientierte psychotherapie, mit möglichst wenig begleitmedikation, wäre da ne gute methode.
LG nail

maggie66
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Beitrag von maggie66 »

Hallo nail,

sie war dort 8 Jahre.

Ich werde am Montag mal zu ihrem Hausarzt gehen und mal nachfragen was ich machen könnte, wenn er mich dann direkt zum Neurologen schickt werde ich mich dort mal erkundigen und mir dann ggf. einen Termin geben lassen.

Ich schätze nur, in diesem Jahr wird das wohl nichts mehr.

nail
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Beitrag von nail »

hi maggie,
das ist ne gute idee.
solang ihr noch keine hilfe/ therapie bekommen könnt, ist es wichtig, dass du ihre wahnhaften gedanken ernst nimmst, und ihr nicht mit gegenargumenten kommst. du hast es schon ganz gut angefangen, indem du sie danach gefragt hast, wer die experimente durchführt. sprich weiter mt ihr darüber, lass es dir einfach genauer erklären, zb wer dieses experiment begonnen hat, wer es jetzt weiterführt, wozu es gut sein soll, was dabei an ihr getestet werden soll.... einfach alles, was du jemand fragen würdest, der dir so eine geschichte erzählt, weil sie wirklich so passiert ist.
LG nail

maggie66
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Beitrag von maggie66 »

Hallo Nail,

ich habe auch einen Freund, der ist Krankenpfleger, mal kontaktiert. Der meinte auch, ich solle es so machen.
Dann haben wir in unsere Stadt auch eine sehr gute offene Psychiatrie, die nicht nur stationär sondern auch ambulant behandelt. Er meint ich solle, wenn es zur Behandlung kommt, aufallefälle dort mir ihr hingehen.

Vielen Dank noch mal für deine Hilfe.

Gruß

Markus

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jaeckel
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Beitrag von jaeckel »

Lieber maggie66,

diese Ratschläge
nail hat geschrieben:die notwendigkeit einer psychotherapie/ -analyse
nail hat geschrieben: analytisch orientierte psychotherapie, mit möglichst wenig begleitmedikation, wäre da ne gute methode
nail hat geschrieben:ist es wichtig, dass du ihre wahnhaften gedanken ernst nimmst, und ihr nicht mit gegenargumenten kommst
sind sicher gut gemeint aber leider allesamt nicht zielführend bzw. grundfalsch. Es handelt sich um eine akute Psychose (mit Wahn), die schnellstmöglich psychiatrisch behandelt werden sollte. Psychoanalyse hilft dagegen nicht. Sehr schnell wirksam sind Neuroleptika, die allerdings leider eine Reihe ernsthafter unerwünschter Nebenwirkungen haben. Der Psychiater wird Ihnen davon abraten, die Patientin in ihren Wahngedanken zu bestärken.
nail hat geschrieben:da sie eine Therapie aber verweigert, weiß ich nicht wie ich das angehen soll
Da sie krank ist, kann sie das nicht selbst entscheiden. Sie als Lebenspartner tragen dann eine große Verantwortung und müssen Sie ggf. sogar gegen ihren Willen einer Behandlung zuführen, bevor sie sich selbst Schaden zufügen kann.

Seriöse weiterführende Informationen und Adressen finden Sie hier:
http://www.kompetenznetz-schizophrenie.de/rdkns/22.htm

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin
www.medizin-forum.de

Hat Ihnen die Antwort weiter geholfen?

nail
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Beitrag von nail »

Es handelt sich um eine akute Psychose (mit Wahn

da würd ich mich aus dieser entfernung und nur mit diesen angaben diagnostisch nicht so eindeutig festlegen wollen, jedenfalls nicht ohne vorherigen persönlichen kontakt zu maggies lebensgefährtin selbst.

Der Neurologe konnte aber nichts entdecken und meinte, daß es wohl auf psychische Probleme zurückzuführen ist und riet zur einer Psychotherapie.

gut gemeint aber leider nicht zielführend bzw. grundfalsch

vlt nicht in den altherkömmichen lehrbüchern zu finden und auch nicht leitlinien-treu, aber bei den tiefenpsychologisch orientierten psychotherapeuten schon auch zielführend (was sich natürlich nach dem einzelfall richtet) und nicht grundfalsch.

für maggie und seine lebensgefähtin ist eine qualifizierte behandlung jetzt wichtig und dafür ist es wichtig, dass er ihr vertrauen nicht verliert, weil er sie sonst nicht dazu bringen kann, einen entsprechenden facharzt aufzusuchen.
es ist zwar einfach gesagt, im zweifelsfall auch gegen ihren willen , aber für den angehörigen oder partner, der diese maßnahme dann veranlassen soll, eine ganz schwere und belastende entscheidung, auch heute noch, wo es deutlich moderatere möglichkeiten der vormundschaft gibt, als vor einigen jahren noch. das sollte man dabei auch bedenken.
LG nail

maggie66
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Beitrag von maggie66 »

Hallo,

ich bin gestern bei uns in der Psychiatrie gewesen, dort hat man mir nahegelegt, daß ich mich mal mit dem Sozial Psychiatrischen Dienst in unserem Kreis in verbindung setzen soll, eben weil sie eine Therapie nicht freiwillig zustimmt. Ich habe mich mal auf deren Webseite schlau gemacht und ich denke, daß dies ein wirklich guter weg ist.

Heute treffe ich mich mit einem Freund der bei einem ambulanten Pflegedienst arbeitet. Er unterstützt mich in der Sache wo er nur kann.

Gruß

Markus

nail
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Beitrag von nail »

hi maggie,
das ist sehr gut, wie du es machst, damit sie hilfe bekommt. es ist gut, dass du einen guten freund hast, der dich dabei so unterstützt, damit du für deine lebensgefährtin und eigentlich für euch beide, die richtige entscheidung treffen kannst.
LG nail

Kuscheltier
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Geschockt!

Beitrag von Kuscheltier »

Ist ja unglaublich, was man hier liest!! :shock:

Einer schließt gleich auf "Psychose" und Indikation auf medikamentöse Therapie, der andere auf Behandlung mit Psychoanallyse aufgrund von psychischem Trauma (Aha.... :? ).

Tatsache ist, dass hier mal als allererstes eine sehr gute Differentialdiagnostik nötig wäre. Und die sollte ein erfahrender Psychotramatologe machen, der idealerweise noch zusätzlich Psychiater ist.

Solche Leute gibt's bei den Trama-Ambulanzen. Der niedergelassene, nicht weitergebildete Psychiater wird hier vielfach überfordert sein und es nicht mal merken. Das gleiche Problem sehe ich bei Hausärzten und anderen in der Psy-Branche sonst noch tätigen Berufsgruppen wie Sozialarbeiter etca.

Sollte es tatsächliche eine Psychose sein, ist die nötige Therapie klarerweise völlig anders als bei Traumafolgestörungen (Das Ganze natürlich auch umgekehrt.).

Und außerdem ist seit x Jahren die Forschung auf dem Stand, dass reine Psychoanalyse bei Traumapatienten nicht hilft, sondern im Gegenteil massive Therapieschäden macht. Wie's den Patienten bei so einer Fehlbehandlung geht, davon bin ich hier lieber still, damit niemandem die Tränen kommen müssen!!!

Falls wirklich keine Psychose vorliegt, sondern eine Traumafolgestörung, dann sollte eine dem Problem angemessene Behandlung erfolgen. Und falls doch Psychose +, dann eben da die nötigen Maßnahmen. Aber wie gesagt: Die möglichen Störungsbilder sind ja alle komplett unterschiedlich zu behandeln.

Indiziert bei einer Traumafolgeerkrankung wäre nur eine traumaadaptierte Therapieform (kann dann VT-Trauma-Therapie, tiefenpsychologisch ausgerichtete Trauma-Therapie oder psychoanalytisch ausgerichtete Trauma-Therapie sein.). Reine, nicht traumaadaptiere Verfahren sind kontraindiziert und können massive Therapieschäden verursachen!!!!

Und bitte darauf achten und dran denken: Ich rede von TraumaTHERAPIE, nicht von TraumaARBEIT. Traumaarbeit ist nur ein Teil der Traumatherapie. Und oft ist es der, der den geringsten Teil der Therapie ausmacht.

In den Fällen, wo keine Therapiemotivation bzw. Therapiefähigkeit besteht, kann und muss erstmal nur stützend geholfen und behandelt werden. Hab's immer wieder erlebt, dass Therapeuten Patienten wegschicken, weil sie angeblich nicht genug Bereitschaft für die Therapie gezeigt haben, dabei konnten die Leute nur nicht mehr und waren und wurden vom Psychotherapeuten total überfordert. Der Therapeut war also das Problem, nicht der Patient.

Also: Mal langsam machen mit Verdachtsdiagnosen und Behandlungsvorschlägen (Die Forumsregeln haben ihren Sinn.); erst recht, wenn man wohl offensichtlich nicht ausreichend informiert ist? Das ist jedenfalls mein Eindruck von der Diskussion hier.

Wer von den Beitragsschreibern hat den eine Traumatherapieausbildung auf dem aktuellen Stand, wenn man mal fragen darf?

Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen haben wir in dem Bereich doch schon genug. Leider, die armen Patienten.

Wieso ich mit diesem Thema Erfahrung habe? Weil ich eine Freundin hatte, die davon betroffen war und ich so im Laufe der Jahre in die Materie eingetaucht bin und viele gute Psychotraumatologen kennengelernt habe. Außerdem hab' ich beruflich dann damit zu tun, wenn die Gutachten von Psychiatern in Gerichtsverfahren von gut qualifizierten und spezifisch in Traumatherapie ausgebildeten Obergutachtern "zerlegt" werden.

Das Letzte, was ich einem Traumapatienten empfehlen würde, wäre eine klassische Psychoanalyse. Die wäre eine totale Überforderung, hat keine geeigneten Mittel, um die Patienten in der Symptomatik ausreichend aufzufangen und ist daher sehr schmerzhaft, sehr quälend. Die Leute haben doch wirklich schon genug gelitten. Da braucht man ihnen doch so eine Quälerei nicht anzutun, oder?! Es gibt viel wirksamere Therapien, die gleichzeitig schonend sind.

Der jetzt beschrittene Weg ist in Anbetracht der Situation gut. Man sollte nichts mit Zwang machen, solange es nicht unbedingt nötig ist. Falls wirklich eine Traumatisierung durch medizinische Maßnahmen vorliegt, würde jede Zwangsbehandlung zu einer Retraumatisierung führen können.

Außerdem gibt's auch ein paar Gesetze, die beachtet werden müssen. Eine latente Gefahr rechtfertig keine Zwangsmaßnahmen im Sinne von Notfalleinweisung oder Behandlung. Dafür ist eine akute Gefahr erforderlich. Alle andere Fälle gehen nur über Betreuungsrecht und Vormundschaftsgericht und dort entscheidet ein Richter und kein Arzt.

Auch "verrückte" Patienten haben Rechte!!!!
Psychotisch ist der, der Psychosen sieht (und diagnsotiziert), wo keine sind!

MarionMaus
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Beitrag von MarionMaus »

@ Kuscheltier

In einem Punikt muss ich entschieden widersprechen.

Eine Psychose IST eine Traumafolgestörung, auch wenn sich das zum großen Teil vor allem bei den Psychiatern noch nicht herumgesprochen hat.

@ Magiie66

Schön, dass du deiner Freundin unterstützend zur Seite stehen willst. Allerdings darfst du nicht zu viel von dir abverlangen, es gibt Grenzen, und es kann möglich sein, dass du gar nichts bewirken kannst, weil es eben bei ihr so massive Probleme sind. Ich wünsche trotzdem, dass es anders kommt.

Ja, das was du beschreibst ist eindeutig das, was landläufig und von den Psychiatern "Psychose" genannt wird. Psychosen sind Verallgemeinerungen, die auf die heutige Zeit übertragen werden aus traumatischen Erlebnissen, die vor langer Zeit passiert sind. Es sind nicht irgendwelche fixen Ideen, die einfach auf unerklärliche Weise kommen. So weiß ich z.B. von einer Frau, die dachte, ihre Arbeitsstelle sei ein Bordell, dass sie als Kind missbraucht und verkauft wurde, daher diese "Wahnvorstellungen". Es ist imgrunde ein Schutzmechanismus, um frühere Traumen abzuwehren.

Es ist verdammt schwierig da ohne Hilfe rauszukommen und vielleicht sind auch erst mal Neuroleptika sinnvoll. Ich denke ein guter IFS-Therapeut könnte da auch ohne Medikamente helfen, aber die Bereitschaft von ihr muss da sein.

Du kannst ja mal googlen nach IFS-Therapeuten in eurer Nähe und da nachfragen. Es ist eine meines Erachtens sehr hilfreiche Form der Traumatherapie, die jemand auch aus so einem Zustand holen kann, doch eine Bereitschaft dazu muss da sein..

Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass das was sie erzählt ihr auf irgendeine Art vermutlich in der Kindheit passiert ist.

Wenn du mit dem was ich schreibe etwas anfangen kannst, wäre es vielleicht gut, wenn du ihr sagen würdest, dass du ihr glaubst, was sie erzählt, nur dass das früher gewesen sein muss und heute nichts mehr passiert.

Es können auch traumatische Erlebnisse im Erwachsenenalter noch eine Rolle spielen. Vermutlich war da wirklich etwas vor 25 Jahren. Vielleicht kannst du das heraus bekommen.

Ich wünsche euch alles Gute

Marion

MarionMaus
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Beitrag von MarionMaus »

Ich kann hier keine Erklärungen abgeben, für das was sie erlebt hat, aber es könnte durchaus möglich sein, dass diese Operation und der Krankenhausaufenthalt auch traumatisch war, und da war sie ja ans Bett gefesselt und es könnten die Experimente sein, kann aber auch noch was anderes gewesen sein, was sich schon früher abspielte, das kann ich nicht wissen, letzten Endes nur sie

MarionMaus
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Beitrag von MarionMaus »

das hat mich jetzt doch nicht los gelassen. kann es auch sein, dass die Operation mit dem Klumpfuss nicht Ende der 80er war, sondern am 28.2 1984 oder 1985?

Wenn nicht, solltest du vielleicht einmal nachforschen, was zu der Zeit war - vielleicht hat sie Tagebuch geschrieben? Hat sie Geschwister oder langjährige Freunde, die vielleicht etwas wissen könnten?

Man denkt immer, Psychosen wären irgendwelche willkürlichen Hirngespinste, aber dem ist nicht so, es steckt immer eine Realität dahinter.

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