Wieso hilft mir keine Therapie?

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Birnenbaum
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Wieso hilft mir keine Therapie?

Beitrag von Birnenbaum » 19.06.16, 16:58

Hallo,

wegen Depressionen und somatischer Beschwerden bin ich seit ca. 3/4 Jahr in Verhaltenstherapie.

Es wird nur nicht besser. Ich merke auch keine Fortschritte und ich traue mich nicht, mit meinem Therapeuten darüber zu reden. Wenn er die VT abbricht, muss ich lange auf einen neuen Termin warten. Soviel Kraft habe ich aber nicht mehr.

Mir fällt es auch immer schwerer, den Arbeitsalltag zu bewältigen. Krankschreiben geht nicht, weil ich mich nicht auf den Depris ausruhen will.

Wie lange kann es denn dauern, bis man Fortschritte merkt?

Muppet
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Re: Wieso hilft mir keine Therapie?

Beitrag von Muppet » 20.06.16, 10:28

Hallo,
spreche den Therapeuten darauf an! Nur so kann man das Problem lösen.
Er schmeißt dir nicht raus.
Manchmal sind zusätzliche Medikamenten notwendig. Er kann dir beraten.

Gruß
Muppet

şelale
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Re: Wieso hilft mir keine Therapie?

Beitrag von şelale » 03.07.16, 14:19

Ich plädiere ebenfalls dazu mit dem Therapeuten über das Problem zu sprechen. Gemeinsam findet sich vielleicht eine Lösung, wie die Therapie erfolgreicher gestaltet werden kann.

Ganz wichtig finde ich auch außerhalb der Therapiesitzungen aktiv zu werden, z.B. durch "Hausaufgaben" vom Therapeuten und einer aktiven anti-depressiven Gestaltungen der (Frei-)Zeit.

Über Medikamente kann man ebenfalls nachdenken, ist aber kein Muss.

In einigen Fällen kommt auch ein Klinikaufenthalt in Frage. Dann natürlich in einer psychosomatischen Klinik und nicht in der Psychiatrie! Man wird in dieser Zeit per Krankschreibung von der Arbeit freigestellt. Das hat dann nichts mit auf den Depressionen ausruhen zu tun, sondern ist harte Arbeit in der Klinik!

Viel Erfolg und gute Genesung!

Sisyphos
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Re: Wieso hilft mir keine Therapie?

Beitrag von Sisyphos » 14.07.16, 09:46

Ich denke auch, dass du das ansprechen solltest! Er kann ja nicht wissen, dass die Therapie bei dir nicht anschlägt! Wenn er das erfährt, kann er darauf eingehen und vielleicht findet ihr ja gemeinsam einen Weg, damit umzugehen. Heutzutage macht ja eigentlich jeder Therapeut/jede Therapeutin etwas von allem. Falls dir also Verhaltenstherapie nicht besonders viel nützt, so könnt ihr ja auch mal etwas anderes oder eine Mischung ausprobieren.
Aber Ehrlichkeit ist nun mal allerwichtigsten in einer solchen Beziehung.
Und wenn es dir tatsächlich so schlecht geht, solltest du dich krank schreiben lassen und dir Zeit für dich selber nehmen, denn nur so kannst du wieder auf die Beine kommen. Mach dich nicht selber fertig, du kannst nichts dafür und du ruhst dich nicht darauf aus, wie du es sagst, denn wenn es nicht, dann geht es nicht. Nicht umsonst sind Depressionen eine anerkannte Krankheit!
Wenn du dich krank schreiben lässt, fällt vielleicht auch erstmal Druck von dir ab. Außerdem kannst du auch schon neben der Therapie beginnen, dir einen neuen Platz zu suchen, wenn Verhaltenstherapie dir nicht liegt. Außerdem wird dein Therapeut dich wohl kaum abweisen, wenn es dir tatsächlich so schlecht geht.
Aber: Rede auf jeden Fall mit ihm darüber!
Erfahrung ist eine nützliche Sache. Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte.
Goethe

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