Einfach nurnoch Hass

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WildBlume
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Einfach nurnoch Hass

Beitrag von WildBlume » 16.08.14, 01:36

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier und möchte euch kurze meine Situation schildern:

Ich bin 27 Jahre alt und von Beruf Erzieherin. Mein ältester Sohn ist 10 Jahre, mein jüngster ist 8 Monate.
Ich war eigentlich bis auf das erste Jahr mit dem großen immer alleinerziehend und, dank meiner Eltern, vollzeit berufstätig.
Nun habe ich letzten Dezember meinen Traummann gefunden, der wiederum auch 2 Kinder hat und geschieden ist. Seine Tochter ist 8 und sein Sohn gerade 5. die beiden wohnen im Wechsel eine Woche bei ihrem Papa und eine Woche bei ihrer Mama.
Vor 4 Wochen bin ich mit meinen Söhnen 40 Autominuten von unserer Stadt zu ihm gezogen.
Meine Leidenschaft ist die hundezucht. Ich leite einen kleinen Verein und züchte die kleinste Hunderasse der Welt (4 stammhunde). Liebend gerne verbringe ich zeit auf dem Hundeplatz beim hundesport.

Nun zu meinem Problem:
Ich bin nicht die typische über-mutter die den ganzen Tag ihr Kind um sich haben muss. Ich habe rein garkein Interesse an Krabbelgruppen oder der gleichen oder an Kontakt zu anderen Müttern. Wenn ich an die Gesprächsthemen denke (Kinder) wird mir schlecht! Die Siedlung in der wir wohnen ist aber leider komplett von dem Typ Mutter geprägt die es "ach so süß" findet wenn ihr Kind pupst....ich hoffe ihr wisst was ich meine....
Ich hin einfach froh um jede Minute die ich ohne Kinder im Schlepp verbringen kann. Mein großer war jetzt eine Woche mit seinen Großeltern im Urlaub und anstatt mich auf seine Rückkehr zu freuen, bin ich genervt dass die Woche schon rum ist. Wenn der kleine brüllt, wünsche ich mir manchmal ich wäre lieber unfruchtbar gewesen (er war nicht geplant) und merke wie ich einfach aggressiv werde und die wut in mich hinein Fresse. Ich bin in Elternzeit, versuche aber seit geraumer zeit endlich eine Tagesmutter zu finden damit ich wenigstens stundenweise raus komme. In meinen Job als Erzieherin will ich auf keinen fall zurück. Allein der Gedanke täglich wieder diese Monster um mich zu haben macht mich kirre!!!!
Ich kenne hier in der neuen Stadt niemanden, es gibt kaum Orte wo man mal mit den Hunden ordentlich laufen kann. Ich hasse dieses Haus! Wenn ich mit den Hunden gehen will, muss ich mit dem Auto fahren und logischerweise den kleinen mitnehmen. Ich habe aber keine Lust dazu! Ich will ihn nicht dabei haben wenn ich mit den Hunden unterwegs bin. Dieses ewige "Maxi-cosi-rein, maxicosi-raus, keine Hände-frei-weil -kinderwagen, immer Flaschen, Windeln und Gedöns-mitgeschleppe" geht mir dermaßen auf den Sender, dass ich dann schon garnicht mehr losfahre.
Ich hasse die Kinder meines Freundes dafür dass wir hier sein müssen in dieser Stadt, in diesem Haus.....ich hasse meinen jüngsten Sohn dafür dass er immer mit muss und dass er brüllt.
Ich würde wirklich am liebsten einfach die Hunde und meinen Freund nehmen und gehen!
Ich weiß dass das moralisch furchtbar ist, ich fühle mich schlecht deswegen. Aber ich schaff es nicht dagegen anzukommen :-(
Wenn ich an die nächste Woche denke in der seine Kinder auch wieder hier sind, könnte ich nur heulen und weglaufen!
Was kann ich tun? Habt ihr schonmal ähnliches erlebt?

Muppet
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von Muppet » 16.08.14, 03:14

Hallo,
war es immer so mit der Kleiner? Oder erst seit den Umzug?

Ich bin auch keine Übermutti - das ist an sich nichts ungewöhnliches. Freizeit alleine genießt jeder.

Eine schlechte Bindung wirkt in beide Richtungen. Du bist genervt, Kind spurt das, brüllt, du bist mehr genervt usw. Eskaliert, bis beide fertig mit die Nerven sind. Kinder erziehen zur 70% die Eltern. Nicht anderes herum (leider).

Dazu kommt ja der Umzug - weiteren Stressfaktor und wohl kein kleinen.

Es gibt tatsächlich viele Frauen (und auch Männer) die ähnliche Gefühle für ihre Kinder entwickeln. Ob durch Postpartumdepression, "normale" Depression, Trauma, Überforderung, finanzielle Probleme, familiäre Probleme (z.B. mit Partner/Ex-Partner) ... Es gibt einige Vereine die professionellen Hilfe für genau dieses Problem anbieten.
Es gibt Foren, wo man sich austauschen und weitere Erziehungshilfe finden kann. Findest du wenn du nach "Postpartumdepression" oder "Bindungsproblem" googlest.
PPD ist die häufigsten Ursache (Männer kriegen es übrigens auch) - darunter findest du vermutlich die meisten Infos. und Hilfeangebote. Bindungsinformation ist oft an Fachleute gerichtet - bist du aber quasi vermutlich.

Was empfehlenswert sei - eine Psychotherapie. Wartezeiten sind lang - so viel wie möglich kontaktieren, daher ggf. das Problem mit eine Hebamme besprechen, dir steht noch Nachbetreuung zu und sie sind auch in diese Richtung ausgebildet.
Wenn richtig kritisch -> Arzt. Manchmal kann in solche Situationen eine medikamentöse Überbrückung helfen - hängt aber natürlich vom Ursache und verschiedene andere Faktoren ab.

Alles Gute
Muppet

schnuffeldi
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von schnuffeldi » 16.08.14, 09:49

Kann mich Muppet nur anschließen: kurz gesagt ists fast die "Überdosis" Kinder. Im Beruf wie auch privat und dann scheint durch den Umzug auch kein uneingeschränkter Ausgleich möglich zu sein. Als es noch leichter z.B. mit den Hunden war, warst du sicher entspannter, oder? Und so überbeglückte Mamis, die jeden Rülpser und alles andere so irre süß finden, gibts leider zuhauf und das Geplapper, sie würden alles für ihre Kinder tun , also für uns in Richtung Aufopferung.
Hm, wenn es nur daran liegt, muss eine Lösung her, wenn der Beruf nicht wirklich mehr liegt, dann heißts rechtzeitig beruflich umsatteln, um den Ausgleich im Job zu haben. Bevor es ausartet ,wäre es also umgehend nötig, sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen, wenn die Perspektiven vor Ort es hergeben, ist ja auch nicht leicht.
Es ist sicher kein Hass, sondern Unzufriedenheit mit der Situation, sich nicht auch mal in Ruhe und ohne Autofahrt und Kind mal dem Hobby zu widmen. Was ist mit dem neuen Partner? Entlastet er dich? Immerhin hast du dein Umfeld für ihn aufgegeben. Ansonsten führt der Weg leider wieder zurück, wo du weniger eingeschränkter warst.
Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft :)

Ich habe ebenso beruflich Kinder betreut und war dann sehr froh über Ausgleich, vor allem bei noch weiteren Jobs daneben, daher kann ich es nachfühlen.
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)

fritzie
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von fritzie » 16.08.14, 13:12

Ich fasse zusammen:

Beruf, der mit Kindererziehung zu tun hat.

Zwei Kinder mit 9 - 10 Jahren Abstand, das erste überwiegend alleinerziehend großgezogen.
Ein Partner, der weitere zwei Kinder im betreuungsintensiven Alter hat, sprich: direkte Forderung durch Kinder potentiert sich im 2-Wochen-Rhythmus.

Jüngstes Kind noch kein Jahr alt, nicht gewünscht.

Wohnort gewechselt, offensichtlich nicht gewollt, sondern weil "Traum-Mann" (wäre zu klären, was daran Traum ist) anders nicht zu halten war?

Wieviel weiß dieser Traummann von deinen Gefühlen? War dein "Hass" bereits beim ersten Sohn da, oder hat er sich erst mit den neuen Lebensveränderungen entwickelt?

Was bringt eine junge Frau dazu, das, was sie ablehnt (Kinder) als Berufsinhalt zu wählen und sich gleich noch mehr davon aufzubinden? Dinge "passieren" nicht einfach so, wenn du nach Lösungen suchst wäre es sinnvoll zu hinterfragen, wann das losging, ob es immer so war, welche Gründe dafür eine Rolle gespielt haben und wie sich das lösen läßt.

Kinder weggeben wäre keine Option, nehme ich an.
Gruß, Fritzie

WildBlume
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von WildBlume » 17.08.14, 08:28

Erstmal vielen dank für eure Antworten ;-)

Es war natürlich nicht immer so ^^

In der 8. klasse machte ich ein Praktikum im Kindergarten, weil ich damals schon gerne auf Kinder aus der Nachbarschaft oder Bekanntenkreis aufpasste. Es machte mir Spaß und ich beschloss Erzieherin zu werden.
Am Anfang war es toll, während der Ausbildung wurde ich allerdings schwanger. Ich lebte damals noch bei meiner Mutter und meine Eltern halfen mir natürlich mit der Kinderbetreuung damit ich meine Ausbildung abschließen konnte.
Auch wenn ich abends mal weg wollte, war das kein Thema, denn meine Mutter war ja zuhause für den fall dass der kleine wach wurde (was in der Regel nicht passierte).
Ich zog mit meinem Sohn in eine eigene Wohnung als ich nach der Ausbildung etwas Geld angespart hatte um diese auch einzurichten. Er war zu dem Zeitpunkt 5 Jahre.
Ich merkte aber, was meinen Job angeht, nach und nach dass er mich nur nervt. Hielt immer wieder die Augen nach einer anderen Alternative irgendwo als Quereinsteiger offen. Allerdings war ich auf meine 1400 Euro netto angewiesen, was die Sache fast unmöglich machte. Am liebsten wollte ich entweder mein Hobby zum Beruf machen und Veterinär-Medizin studieren (aber mit Kind natürlich nicht machbar), oder irgendwo im Immobilienbereich tätig werden (das hab ich noch nicht aufgegeben).

Vor 1,5 Jahren lernte ich einen Mann kennen mit dem eine Beziehung offensichtlich unmöglich war aufgrund ganz unterschiedlicher Vorstellungen. Irgendwas brachte uns aber immer wieder zusammen so dass sich eine on-Off-Geschichte über ca 6 Monate entwickelte und ich wurde schwanger.
Als ich in der 11. Woche war, sagte ich es meinem Arbeitgeber im Kindergarten. Er schickte mich (wie nach Vorschrift) erstmal nachhause und ich musste einen Termin beim medi-TÜV machen um meinen immun-Status testen zu lassen. Dieser war nicht ausreichend und ich bekam ein beschäftigungsverbot.
Ich war nun also Zuhause. Zuerst genoss ich die zeit, ging vormittags zum Hundeplatz, ging im Wald spazieren (Wetter war ja auch schön) aber bald kam ich in einen Trott. Ich wurde mir der Schwangerschaft natürlich bewusster je weiter die voran Schritt. Ich war nurnoch Zuhause, konnte bald nurnoch mit dem Fernseher einschlafen um meine Gedanken abzulenken und dachte mit immer wieder dass schon alles gut werden würde und schließlich hatte ich ja noch ein paar Monate zeit für einen Master-plan.
Naja....und dann vergingen die Monate und ich spürte die ersten Tritte. Während ich mich bei der ersten ssw darüber jedes mal gefreut hatte, nervten sie mich dieses mal.
Ich hatte immer wieder Einbrüche mit den Gedanken "das hätte niemals passieren dürfen"
Mein 2. Sohn sollte am 21. Januar zu Welt kommen. Wenn der Sommer zuende geht und es kalt und dunkel wird, werde ich aber eigentlich immer ein wenig depressiv und flüchte mich auf die Sonnenbank. Das konnte ich ja diesmal nicht.
Am 16.11. kamen unsere Welpen zur Welt (Hobby hundezucht). Am 15.12. musste ich mit Blutungen im Krankenhaus bleiben. Die Ursache hat aber niemand gefunden. Krankenhäuser machten mir Angst. Ich habe nur geheult. Als mir am 21.12. morgens früh gesagt wurde, ich dürfe am Montag (23.12.) nach Hause, freute ich mich riesig! Ich gibt zur Toilette und meine fruchtblase war gesprungen.
Ich war so sauer! 1. wollte ich doch nach Hause, 2. war ich noch nicht bereit für die Geburt!!!!! Ich hatte ja schließlich noch einen ganzen Monat!!!!!
Mein Alptraum wurde war.....nach Einleitung und schliesslichem Stillstand wurde er per Kaiserschnitt geholt. Wir blieben noch eine Woche im Krankenhaus.

Zuhause war er nun das Gegenteil von meinem ersten Kind. Er schrie und wollte nur rumgeschleppt werden. Mein erster meldete sich nur alle 4 Std zu den Mahlzeiten um danach wieder einzuschlafen und schlief mit 6 Wochen ganz durch.
Der kleine war das genaue Gegenteil. Meine Mutter wohnte mittlerweile im gleichen Haus und ich hatte natürlich viel Kontakt zu ihr. Sie nahm ihn hin und wieder für eine Stunde damit ich Duschen und mich in Ruhe mal fertig machen konnte oder auch mal länger wenn ich einkaufen wollte. Ich merkte aber immer wieder wie genervt ich war, wenn er wach wurde. Vor allem dann, wenn ich genau wusste er KANN nichts haben. Er will nur wieder durch die Wohnung getragen werden ohne dass man stehen bleibt oder sich sogar hinsetzt. Ich bemerkte bindungsprobleme, denn wenn er schrie hatte ich nicht das Gefühl ihn auf den Arm nehmen zu wollen, sondern eher das Bedürfnis einfach nur weg zulaufen.
Ich lernte meinen Freund kennen, es war liebe auf den ersten Blick. Er hat die Vaterschaft für meinen Sohn anerkannt und ist sein Papa (das kam
Von ihm aus). Er hat sich in den kleinen Mann mitverliebt. Wenn er da war, übernahm er immer mal wieder die Flasche, stand auch immer mal wieder nachts auf mit den Worten "bleib liegen, ich geh".

Wir zogen vor 4 Wochen zusammen. Mein großer wechselt auf die Realschule und daher ist das wohl der beste Zeitpunkt in eine andere Stadt zu ziehen. Jetzt sind wir hier. Das Haus hat er mit seiner ex-Frau damals gekauft und es seinen Eltern vor der Scheidung überschrieben. Das sollte hier ein Übergang sein. Wir wollten bei bauen. Hatten ein Grundstück reserviert, mit dem Verkauf des Hauses gäbe es kein Problem mit der Finanzierung. Aber nun stellen sich seine Eltern quer! Das Haus wird nicht verkauft, wir müssen hier bleiben :-(((

Die Gegend ist fürchterlich! Geprägt von Vorgärten spießiger kleiner Familien. Ich habe genug Kinder um mich und möchte keine Kontakte zu anderen Müttern in irgendwelchen Krabbelgruppen!!!
Mein komplettes soziales Umfeld ist weg. Ich versuche nur jeden Tag die zeit bis abends irgendwie um
Zu Kriegen bis mein Freund endlich nach Hause kommt und der winzig schöne Teil beginnt: Kinder im Bett, Schatz ist da.

Ich habe einfach keinen Ausgleich mehr. Die Bindung zu meinem
Kleinen hatte sich gebessert (dachte ich), und postnatale depressionen hat man doch wenn dann sofort, oder? Oder können sie sich noch später einschleichen?
Nun habe ich natürlich auch meine Mutter nicht mehr in der Nähe die mal einspringen könnte, wenn ich zum Hundeplatz wollte oder einfach nur mal was einkaufen. Wir kaufen an seinem
Freien Tag ein.......müssen ihn aber mitnehmen und dann hab ich schon direkt wieder keine Lust, sondern es ist Pflichtprogramm.

Ich will nicht immer nur Zuhause sein und meinen verhassten Job hier machen! Ich wünsche mir einfach nur 2 Wochen Urlaub mit meinem
Freund ohne die Kinder. Nichts hören, nichts sehen! Aber Mütter haben keine Urlaubstage.
Seine Kinder kommen halt noch oben drauf und da ich von meinen genervt genug bin, kann ich seine schon garnicht ertragen. Insgeheim wünsche ich mir, dass sie sich irgendwann (bald!!!) entscheiden ganz bei ihrer Mutter zu wohnen und nurnoch am Wochenende mal kommen wie das eben so üblich ist. Dann könnten wir zurück in meine Stadt ziehen und müssten auch kein Riesen-haus mit 6 Zimmern bauen, sondern könnten ganz normal bauen und die Finanzierung ginge auch ohne den Verkauf durch.
Wir würden in Mönchengladbach bauen und ich hätte mein soziales Umfeld zurück.

Ich weiß nicht was mit mir los ist, aber es wird immer schlimmer hier.

error6
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von error6 » 17.08.14, 09:22

Er schrie und wollte nur rumgeschleppt werden.
Ich würde wirklich am liebsten einfach die Hunde und meinen Freund nehmen und gehen!
Das sagt mir schon alles und ich verzichte auf jeglichen Kommentar.

Mutterloewenherz
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von Mutterloewenherz » 17.08.14, 10:04

Das du professionelle Hilfe brauchst, scheint offensichtlich, sonst würde ich persönlich für gar nichts garantieren...
Was sagt denn Dein Freund zu Deinen Gefühlen/Problemen? Hast du mit ihm mal darüber gesprochen? Wenn ich ehrlich bin, jammerst du auf hohem Niveau. Du bist in einer Partnerschaft, ihr habt ein Haus, offensichtlich keine Geldsorgen, dein Grosser geht schon zur Schule. Und trotzdem ist Dir alles zuviel, allein deshalb, weil sich dein soziales Umfeld geändert hat? Was soll denn dann eine alleinerziehende, von Hartz-4 lebende Mutter sagen? Dann schliess halt neue Kontakte! Geh raus, und wenn es auf den von Dir verhassten Spielplatz geht. Auch Mütter reden nicht nur über Babykacke, Brei und Koliken! Ich glaube, du steigerst dich da in was rein. Besorge Dir Hilfe, a) für Dich und b) für Deine Kinder. Eine Art Familienbegleitung. Oder eine Ersatzoma für Deine Kinder, während du dich dann deinen Hunden widmest, die dir anscheinend mehr am Herzen liegen...

WildBlume
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von WildBlume » 17.08.14, 11:20

Es geht nicht darum dass mir der eine mehr am Herzen liegt als der andere. Aber die Hunde waren immer mein ausgleich. Es macht mir einfach mehr Spaß mit ihnen zu arbeiten. Sie sagen nicht "aber" oder schreien.....wenn ich keine Lust mehr habe, oder sie Blödsinn machen, dann sag ich "Pfui!" Und gut ist.
Es ist einfach was vollkommen anderes.
Wir haben ein Haus, ja! Aber glaubt mir, ich würd lieber in eine Mietwohnung ziehen als auch nur noch einen Tag mehr hier zu bleiben.
Dieses Haus ist mein persönlicher Alptraum.
Mir geht es nicht darum ein Haus zu besitzen oder auch nicht.

Meine Kontakte in Mönchengladbach waren vielfältig. Die beste Freundin die man seit jüngsten Kindertagen hatte, Freunde noch aus der Kindergarten-zeit die einen in und auswendig kennen. Hunde-freunde mit denen man sich austauschen und sich zum Gassi verabreden konnte......
Ich habe hier bereits nach Tagesmüttern, nannys, Ersatz-Omas id Babysittern gesucht die evtl einen Tag in der Woche mal "freie Bahn" schaffen.....aber hier in dem Kaff ist niemand in Sicht :-(

Ich merke wie ich einfach immer explosiver werde, wenn mich jemand anspricht.
Ich möchte arbeiten gehen! Ich brauche Herausforderung! Mir fällt die Decke auf den Kopf!

Mein Freund weiß das natürlich, aber was soll er denn ändern? Er findet es schlimm dass ihm keine Lösung dazu einfällt und hat Angst dass ich irgendwann gehe, aber das könnte ich Selbst dann nicht wenn ich wollte....ich liebe ihn und kann ohne ihn einfach nicht mehr!
Und mal zur professionellen Hilfe:
Dazu hab ich keine zeit! Wenn es bedeuten würde, dass ich einmal pro Woche einen Termin hätte, was soll ich derweil mit den Kindern anstellen?!

schnuffeldi
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von schnuffeldi » 17.08.14, 12:04

Nunja, der erste Teil des Lebenslaufabrisses klingt sehr nach mir , also ich war genauso daran interessiert und habe zwar keine Ausbildung in dem Bereich machen können, aber hatte mich qualifiziert und nicht zu knapp und man erkannte mir die Berufserfahrung an. Ich hatte ja etwas anderes lernen und umschulen müssen. Nun hat man es aber A mit fremden Kindern zu tun, da ist uns auch von Anfang an klar, man ist sich dessen auch bewusst, dass die Kinder anderer Eltern auch mit etlichen Defiziten in die Kita und später in die Schule kommen (ich hatte beides, Kita und Hort, weil die Kita auch als Schulhort genutzt wurde) und woher die Defizite kommen, müssen wir ja hier nicht erörtern, denn es geht ja um etwas anderes. Nun ist man also trotz Liebe zum Job auch gestresst, das ist normal und ich muss sagen, die Erfüllung hats ein bisschen in Watte verpackt, dass es zu verknusen war. Nun sind aber eben die eigenen Kinder dazu und auch hier versucht man "alles richtig zu machen". Wir wissen, dass niemand perfekt ist auch auch seine Fehler in der Erziehung macht, das ist im gewissen Maße auch normal, man ist Mensch und nicht Maschine. Aber es gibt eben mit oder ohne Umzug kaum einen Ausgleich, um eine Zeit lang ohne Kinder zu sein. Das hat ja nichts mit "Rabenmutter" zu tun (allerdings tut man den Raben mit der Bezeichung unrecht 8) ) und das Hobby, welches man entweder zum Beruf machen möchte oder nicht, ganz unabhängig , ist stark eingeschränkt. Natürlich macht das unzufrieden und eine Umgebung zu hassen kann ich nachvollziehen aus ähnlichen und mehreren Gründen. Aber ständig umherzuziehen ist a uch nicht Sinn des Lebens haben wir im Hinterkopf.
Und mal zur professionellen Hilfe:
Dazu hab ich keine zeit! Wenn es bedeuten würde, dass ich einmal pro Woche einen Termin hätte, was soll ich derweil mit den Kindern anstellen?!
also ergänzende Tagespflege ist in den alten Bundesländern doch eher verbreitet als hier in der "Zone", wo so etwas im Keim erstickt wird, habe ich ja durch. Ich kann natürlich nur ans Herz legen, sich doch darum zu bemühen und der Freund sollte dich darin irgendwie unterstützen, wenn du für ihn schon alles andere aufgegeben hast. Es gibt sicher irgendwo eine Art Ehrenamtsvermittlung, wo man z.B. auch eine "Ersatzomi" bekommen könnte, mit der auch deine Kinder gut zurechtkommen und du entlastet wirst und sie vielleicht auch ein Schlüssel zu mehr Kontakten sein kann. Denn du findest selbst keinen Weg, für dich zu entscheiden, was nun besser wäre, die Trennung und ins geliebte Umfeld (ich kann es absolut verstehen!) oder weiter im Frust zu versinken, weil du im Herzen ja bei deinem Mann/ Freund bleiben möchtest. Ich bin eher ein rationales Menschlein und erstelle bei mir schwierig erscheinenden Entscheidungen die Pro- und Kontraliste. Ich habe mich zwar einmal kräftig dabei geirrt, aber gewissen Verschnitt im Leben gibts ja immer :lol: und ich weiß, dass ich irgendwann, wenn ichs kann, dort hinziehen kann, sei es auch wieder ein Neuanfang , wo ich meine Lebensqualität wiedergewinne, von der medizinischen Versorgung bis zu mehr Möglichkeiten, sich Gruppen bezüglich des Hobbys anzuschließen. Mutterlöwenherz hat schon teilweise recht, ich würde zwar den sozialen Stand und andere Faktoren nicht miteinander vergleichen, denn es gibt Leute, die sich auch in der oder der Rolle wohl fühlen, auch wenn wir das nicht in die Köpfchen kriegen. Jeder hat eben seinen Anspruch und kann mit dem einen oder anderen etwas unglücklichen Umstand leben und es gibt Punkte, da muss dringend Veränderung her. Und die Entscheidung muss selbst getroffen werden, sei es auch mit professioneller Unterstützung oder ohne, aber so scheint dein Umstand für dich ja untragbar und bevor es eskaliert, triff eine Entscheidung, die dir und den Kindern guttut, nicht nach Mann oder sonstwen. Es stellt sich ja die Frage nach dem Kompromiss zwischen Euch beiden und wie er dich unterstützt. Es liegt aber vieles bei dir und ja, überbeglückte Mamis am Sandkastenrand sind anstrengend :lol: aber vielleicht findest du irgendwo an einem anderen Spielort für Kinder Anchluss, der dir gefällt und zu dir passt. Und das zweite Kind war ungewollt, richtig? Es spürt auch den Stress, auch im Bauch und es spürt auch den Stress,wenn es auf der Welt ist. Denn Kinder haben, wie ich schon sagte, unheimlich gute Antennen für Stimmung, ob positiv oder negativ und das wird mitunter ein Faktor sein, warum er ist wie er ist und ich weiß n icht, wie oft du nachgegeben hast, wenn er laufen kann und trotzdem ständig diese und jene Bequemlichkeit eingefordert hat :wink: Du bist Erzieherin.
Also: gehe es mit neuem Mut an, dir Hilfe zu holen, ein ausführliches Gepräch mit dem Partner zu führen, wie es weitergehen soll und lass dich unterstützen und ja, geh dann raus, atme tief durch und boxe dich durch die "Krise", Stück für Stück wirst auch du wieder zur Zufriedenheit finden. Vielleicht könnt ihr beide dort hinziehen, wo auch du gute Bedingungen hast, muss ja nicht zwingend der Heimatort sein, sondern wo beide vielleicht bei Null anfangen, was das soziale Umfeld betrifft, dann kommt auch mehr Verständnis auf. Ich bin durch Regionalforen am Anfang auf die ersten guten Kontakte gestoßen, habe an etlichen Treffen teilgenommen und auch durch andere Gelegenheiten guten Anschluss gefunden. Es ist schwer ,weil es hier vom Niveau her nunja.. *räusper* ist aber es funktioniert 8) also Tschakka (oder so ähnlich) vielleicht lesen wir von ersten Erfolgen?
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)

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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von fritzie » 17.08.14, 15:25

Na schön - moralisch werten macht hier keinen Sinn, Emotionen sind jenseits aller Moral, sie sind halt einfach. Wie man damit umgeht ist dann die andere Geschichte, und da meine ich, läßt sich was machen.

Nämlich (bitte mal kurz Schmerzgrenze runterschrauben) sich nicht kontinuierlich noch tiefer in die Scheiße reiten - ausbaden müssen's am End nämlich die Kinder.

Schön, der Traumprinz ist also im Leben, ansonsten läuft alles nicht so, wie du es gerne hättest. Kann man nix machen. Ich frage nochmal: wieso dieses Kind bekommen? Du bist nicht mehr in dem Alter, in dem man hilflos ist. Wieso eine Partnerschaft mit weiteren zwei Kindern? Wieso in einen Ort ziehen, in dem du selbst nur eingeschränkt handlungsfähig bist?

Noch besteht die Möglichkeit, Dinge zu ändern. Kind in eine Ganztagespflege geben zum Beispiel, dort hätte es wenigstens tagsüber Zuneigung. Mit dem Jugendamt über weitere Möglichkeiten reden.

Mir scheint, daß Haß, Verwahrlosung, Lieblosigkeit durchaus auch mit Überforderung zusammenhängen - mag man nun drüber denken wie man will, ist halt nun mal so. Dann stelle diese Überforderung ab, so schnell du kannst! Sprich offen mit deinem Partner, was Sache ist, sorg dafür, daß dein Kleiner tagsüber betreut wird, überleg dir auch, ob du deinen "Traumprinzen" heiraten willst, wenn dich seine Schwiegereltern jetzt schon nerven (ich würde an deren Stelle auch nicht überschreiben, Eltern sind keine Selbstbedienungsläden) - du kannst an deiner jetzigen Situation noch genug verändern, um Folgeschäden in Grenzen zu halten.
Gruß, Fritzie

dora
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von dora » 17.08.14, 16:27

sorry, wenn ich das alles lese, denke ich du bist 17 und nicht 27.
Setze Prioritäten übernimm die Verantwortung für deine Kinder, und gehe das nicht so lustlos an, das meken die und umso schlimer wird das.

WildBlume
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von WildBlume » 17.08.14, 18:35

Naja kingers,

Der Ort war als Übergang geplant, denn gekauft das Haus mein Freund. Anzahlen tun wir es nun zusammen. Es gehört quasi nur auf dem Papier seinen Eltern. Ich habe eigentlich kein Problem mit den beiden. Ich find es nur ziemlich dreist von ihnen dass ihr Sohn mit 34 Jahren nicht selber entscheiden kann ob er das Haus nun verkaufen will oder nicht. Keiner hat verlangt dass sie es gut finden müssen, aber dennoch ist es seine Entscheidung und der plan stand vor unserem Umzug bereits. Als es dann erst wurde damit und es auch Kauf-Interessenten gab, hat sein Vater halt mal eben für uns beschlossen dass wir hier zu bleiben haben......

Warum ich das Kind bekommen habe? Es war unterwegs. Und eigentlich hab ich mich ja auch irgendwie gefreut, es kamen eben immer mal Tage dazwischen in denen es mir Mega Angst gemacht hat.
Es ist ja auch nicht so dass es immer schlecht ist. Ich spiele mit ihm, Singe mit ihm etc...aber seit dem Umzug hierher hab ich daran einfach keine Freude mehr. Weil es mich einfach fertig macht hier zu sein. Jeden Tag......

Naja. Und das mit seinen Kindern....ich hab es nicht als schlimm empfunden....wie es tatsächlich ist, merkt man aber erst wenn man es lebt.
Die Vorstellung und die Realität sind unterschiedliche Dinge. Das fängt schon damit an dass seine Kinder anders erzogen sind als mein Sohn. Ich hab mein
Sohn beigebracht wie man sich bei Tisch benimmt (Besteck, schmatzen, matschen etc).....sein Sohn FRISST wie ein Schwein.... Das sind eben alles so Kleinigkeiten. Mein Sohn weiß zb auch dass das Sofa kein Trampolin ist. Wenn du seinen Sohn darauf hinweist und ihn bittest es zu lassen, kommt ein freches Grinsen und ein noch frecheres "nein!"

Naja. Und das alles zusammen...also in Kombination mit dem Haus aus dem es gerade keinen Ausweg gibt, die Umgebung, die fehlende Herausforderung........all das macht mich im Moment echt fertig. Ich könnte heulen und gleichzeitig schreien. Heulen, weil ich mich einfach Elend fühle.....schreien weil ich daran nichts ändern kann ( ich bin eigentlich ein Macher.....und ich hasse es wenn ich etwas nicht beeinflussen kann).
Meine Motivation ist einfach weg. Ich merke, wie ich nicht mehr runter fahren kann....liege Nächte lang wach, bin tagsüber zu müde. Muss mich immer wieder neu aufraffen überhaupt irgendwas zu machen......andererseits geht mir das rumgehänge auf die Nerven.....
Wir haben keinen Tisch mehr für meine näh-Maschine (es steht ein Billard-Tisch im Wohnzimmer), sodass ich mich auch nicht dem nähen widmen könnte......
Ich weiß es einfach auch nicht

dora
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von dora » 17.08.14, 19:19

ich weiß nicht was ich von deinen Beiträgen halten soll, du wirkst auf mich einfach unreif.

Wie kann man annehmen dass der Zusammenzug solch einr zusammengestoppelten Familie reibungslos geht, da sind doch Probleme vorprogrammiert. Dass die Kinder deines Partner nun erstmal probieren wie weit sie gehen können ist doch normal. Hast du dir mal überlegt dass dein Partner über deine Kinder ähnlich denken könnte ?

Der Ort war als Übergang geplant, denn gekauft das Haus mein Freund. Anzahlen tun wir es nun zusammen. Es gehört quasi nur auf dem Papier seinen Eltern
wie kann dein Freund ein Haus gekauft haben, das auf dem Papier seinen Eltern gehört, das ist ja unmöglich :shock:

schnuffeldi
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von schnuffeldi » 17.08.14, 19:20

Nun, bist du wirklich 27? Der Beitrag von dora triffts schon ein Stück, auch wenns ein bisschen harsch klingen mag. Ich lese nur , dass du deinen Traummann hast, die Pläne umhergeworfen waren aber wo ist er in dem Leben ,wofür du da hingezogen bist? Und ja, bei den Kindern müssen die Eltern an einem Strang ziehen, ganz gleich, ob es die eigenen sind oder nicht. Also wirst du auch Konsequenzen spüren lassen müssen. Damit meine ich keine Gewalt, weder psychisch noch physisch, aber dann gibts halt kein Fernsehen oder sonstiges, worauf er eigentlich nicht verzichten möchte und ernste Gespräche sollten vorher stattfinden und auch der Vater sollte sich an der Erziehung mitbeteiligen. Ich sehe aber in keinem Beitrag oder habe es bis auf das Drama mit dem Haus übersehen, dass es ihn auch im Alltag gibt, als Vater und als Partner. Sprich doch mal mit ihm, was beispielsweise die Tischtennisplatte betrifft und dass du dir wünschst, einen Hobbyraum für deinen Ausgleich oder vielleicht gar auch neue Tätigkeit betrifft. Sprecht ihr nie miteinander? Bezieht er dich außer für den Haushalt und Kinder sonst nirgends mit ein? Gibt es nicht Freunde von ihm , bei denen du vielleicht auch Anschluss findest oder durch sie noch mehr Freunde, sprich Netzwerk? Ich meine damit kein virtuelles, sondern reales soziales Netzwerk,welches jeder braucht. Haben die Kinder keine Freunde, dass mal die Eltern drauf gucken und du mal entlastet bist, während du ihnen auch einen Gefallen damit tust, was du gut kannst? Sei es halt nähen.
Aber wir können dich nun seitenweise ausfragen, wir können dir auch noch ein paar Seiten mitteilen, welche Möglichkeiten du hättest, ohne dass wir die Gegend und die Leute kennen. Aber jetzt zeige dir, den Kindern und der restlichen Familie, dass du ein Macher bist und zwar nicht nur beschweren sondern die Situation gemeinsam ändern, Stück für Stück und wenn du in allem allein gelassen wirst, musst du halt für dich selbst herausfinden, ob du nicht besser daran bist, wieder zurückzugehen und vor allem deiner Verantwortung gegenüber deiner Kinder nachkommst, das ist ja nicht die reine Versorgung, sondern auch Zuwendung und das kann eben wieder gelingen, wenn du Ausgleich findest, einer Tätigkeit, die nichts mit Kindern zu tun hat ,sondern kreativ oder halt die Hundezucht oder so. Aber du bist alt genug, wenn du volljährig bist (ich betone das extra), um für dich und auch deine Kinder zu entscheiden, was euch guttut oder nicht. Und dazu brauchts ganz sicher auch professionelle Hilfe und vorher sich um eine Kinderbetreuung bemühen, die wirds schon geben in den Börsen oder Ehrenamtsstellen, damit du beruhigt und mit Vertrauen in die Therapien und auch in eine Tätigkeit gehen kannst, damit mal wieder Lust in euer Leben kommt. Also, tue etwas, es nützt nichts ,wenn wir hier seitenweise raten und fragen, du musst die Fragen dir und vor allem auch dem Mann stellen, zu dem du gezogen bist und da du erwachsen bist (nehme ich doch an) , wirst du das zu Hause auch ansprechen und organisieren, dass wieder alles nach und nach ins Lot kommt. Viel Glück und Kraft wünsche ich abschließend. 8)

Und @dora , das frage ich mich auch.
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)

fritzie
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Re: Einfach nurnoch Hass

Beitrag von fritzie » 17.08.14, 20:01

@Wildblume: wie du dein Leben gestaltest, ist mir im Prinzip egal. Ich lese, was dir alles mißfällt. Und ich lese, daß du offenbar das Gefühl hast, daß dir alles irgendwie nicht so läuft, wie du dir das vorgestellt hast. Daran kannst nur du etwas ändern - ganze Romane, wer sich nicht so benimmt wie ich's gerne hätte, könnte ich auch schreiben so wie wohl jeder hier. Nur: ändern an der Situation kannst nur du selber etwas. Wenn du schon das Glück hast (jawohl, Glück!) rechtzeitig zu merken, daß es nicht so läuft wie du willst, solltest du die Reißleine ziehen.

Den Rest überleg dir selber, wozu hat dir die Natur dieses wunderbare Ding im Schädel gegeben - mit etwas Willen kriegt man's auch zum Arbeiten.
Gruß, Fritzie

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