Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

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paloella
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Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von paloella » 24.07.12, 19:06

Hallo zusammen,

ich schreibe Ihnen heute aus gegebenem anlass da es mir grade im Moment total mies geht.Um meine Situation zu verstehen muß ich aber glaube ich ein wenig ausholen.

Meine Kindheit war nicht die schönste da mein Vater lange Zeit alkoholiker war ( er wurde auch vor 3 jahren kurzzeitig rückfällig ist aber bis heute wieder trocken geblieben), meine Mutter tablettenabhängig war und meine Oma damals alzeheimer hatte, und das alles zur gleichen Zeit.Es war nicht leicht für mich und ich mußte früh erwachsen werden.Mein Vater wollte mich damals schon zur Psychotherapie schicken, da er der meinung war das ich sosnt mit spätfolgen zu kämpfen hätte....( naja damit hat er recht gehabt...das kann ich nun sagen).Jedenfalls war ich bei dem Therapeuten 3 monate vor meinem 18 Geburtstag.Ich hatte nicht das Gefühl das er mir zuhört und anschließend sagte er ganz erstaunt das ich ja erst 17 wäre und daher zum Jugendpsychologen muß...Da war ich dann nie, denn diese eine erfahrung hat mir gereicht.

Ein paar Jahre später kamen dann die Spätfolgen meiner Jugend zum Tragen und ich beschloss mir wieder Hilfe zu holen.Diesmal bin ich zur DROB gegangen.Die Dame da war seeehr nett....nur war ich bei denen an der falschen Stelle da ich selber weder getrunken habe noch drogen genommen habe.Sie wollte mir dann aber einen psychologen vermitteln.Hat sie auch getan.....der hatte dann den ersten Termin 1,5 Jahre später ( so wurde mir das am Telefon gesagt als ich dort anrief) und sie wollten mich zurückrufen wenn ein Platz frei wäre....Auf den Anruf warte ich heute noch.

Dann war ich ( wieder ein paar Jahre später ) wieder bei einem...Der hörte mir auch nicht wirklich zu, sondern wollte mich dann zum Kernspin schicken.Auch der Arzt sah mich nicht wieder.

Vor 3 Jahren war ich dann bei einer Dame vom Gesundheitsamt...auch seeehr nett...aber auch das wäre nur eine Übergangslösung gewesen.Ich war aber nie der Typ der zig Ärzten immer dasselbe erzählt..also war es das dann auch.

Ich weiß das ich dringend was machen muß......nur ....ich traue mich nicht.

Heute ist wieder etwas passiert was mich komplett aus der Bahn geworfen hat.
as Verhälntnis zu meinen Eltern ist heute ganz gut ( zumindest war es das bis heute ).Ich wohne auch mit meinem Mann und unserem Sohn im Haus meiner Eltern und es läuft wie gesagt ganz gut.Meine Mutter hat zwar immer eine Neigung mich als trottel hinzustellen ( ich habe und mache in ihren augen nie was gut und ich hab ja eh von nix ne Ahnung ) aber ich habe mir angewöhnt Gespräche die in diese Richtung gehen sofort abzubrechen.Von dieser Sache abgesehen könnte ich meine Mutter als meine beste Freundin bezeichnen.

Nun ist es so das mein sohn und ich morgen mit meinen Eltern zur Nordsee fahren wollten.Wir haben uns auch alle drauf gefreut.Nun ist es aber so das mein vater nicht mehr der jüngste ist und mitunter ziemlich chaotisch Auto fährt.Es geht solange er in seinem Auto sitzt.Aber ich durfte 2 Fahrten von ihm mitmachen die in unserem Auto stattfanden und ich bin mit wackligen beinen wieder ausgestiegen......

Jetzt kam mein vater heute an und sagte das er morgen gerne mit unserem Auto fahren würde, weil der etwas größer ist.Ich hab ihm dann gesagt das ich das nicht möchte ( habs erst drauf geschoben das wir uns das tanken diesen Monat nict mehr leisten können ) worauf er natürlih gesagt hat das er tankt.Dann mußte ich natürlich mit dem wahren Grund raus.Ich hab dann gesagt das er das Auto gerne haben könnte, ich dann aber mit sohnemann zu hause bleibe weil er unser auto halt nciht so gut kennt und ich gerne wieder heile zu hause ankommen würde.Meine Mutter kannte meine Meinung diesbezüglich schon und kann sie auch nachvollziehen.

Mein Vater ist natürlich total ausgerastet.ER sagte dann das er jetzt zum Kiosk fährt und sich ne Flasche Korn holt und ich ganz alleine daran schuld wäre.Nur weil ich morgen nicht mitwill bin ich jetzt schuld das er wieder trinkt.Und meine Mutter hat sich deswegen ins Bett verzogen und auch daran wäre ich schuld......Und ich bin schuld das unsere Familie jetzt zerbricht usw usw usw.....ich weiß nicht wie oft ich heute gehört habe das ich schuld bin.Ich würde alles kaputtmachen.

Und ganz ehrlich ? Ich kann nicht mehr.Ich habe so eine angst das er jetzt da unten sitzt und wieder säuft und ich daran schuld bin ( ich weiß das ich es nicht bin...aber zur zeit denke ich so ).Wenn er wieder trinkt fängt meine Mutter wieder mit tabletten an ( unter umständen )...ich kann ech nicht mehr.

Meine erste Reaktion war vorhin das wir ausziehen.Können wir aber nicht..da mein Mann und ich nen A*** voll schulden haben und uns keine teurere Miete leisten können.Außerdem hat sohnemann das hier gut , einen großen garten usw....

Ich weiß echt nicht mehr weiter....aber nen therapeuten zu suchen traue ich mich auch nicht mehr....


Danke fürs lesen.......

mfg
paloella

Birnenbaum
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von Birnenbaum » 24.07.12, 22:50

Hallo paloella,

zum einen: du hast gut erkannt, dass DU nicht daran schuld bist, wenn dein Vater wieder anfängt zu trinken. Es ist SEIN Problem, das ER lösen muss. Wenn er trinkt, weil er die Wahrheit nicht ertragen kann, dass muss ER was tun. Im Laufe seines Lebens und seines Trinkens wird er ja mal eine Therapie gemacht haben, die ihn auf Konflikte vorbereiten und ihm erklären, was man anstatt saufen machen kann. Falls er keine gemacht hat, sollte er dies schleunigst nachholen oder damit leben (klingt hart, ist auch so gemeint).

Ich finde es gut, dass DU deine Meinung gesagt hast. Warum solltest du dein Leben auf's Spiel setzen? Dann lieber daheim bleiben. Vielleicht hat er es selber schon gemerkt, dass sein Autofahren nicht mehr optimal ist und er ist geschockt, weil er es jetzt direkt nochmal gesagt bekommt. Sowas sitzt natürlich auch, wenn ein Mensch merkt, dass er älter und evtl. nicht mehr so agil ist.

Wenn ihr nicht ausziehen könnt, würde ich versuchen ihm klarzumachen, wo deine Grenzen sind. Das er selbst für sich verantwortlich ist und du seine Sucht nicht heilen kannst.

Offensichtlich leidet deine Mutter auch unter ihm. Sie wird wohl zu schwach sein, um sich zu wehren. Sie bräuchte auch eine Therapie.

Aber nun zu dir: Es ist eine schwierige Suche einen geeigneten Therapeuten zu finden. Das kenne ich auch. Wohnst du in einer größeren Stadt? Gibt es dort so wenige Therapeuten? Man kann auch über die Krankenkasse eine Liste von therapeuten erhalten. Die dann durchtelefonieren und nachfragen, wer einen Termin frei hat. Ruhig bei 2-3 Leuten einen Termin machen und schauen, ob die Chemie stimmt. Die ersten 5 Stunden sind eh zum kennenlernen da. Wenns nicht klappt, gehst du zum nächsten. Das ist okay und auch normal. Aber bitte gib nicht auf.
Ich war selbst bei 3 Therapeuten, bevor ich die richtige getroffen habe. Es war die Mühe wert :)

Vielleicht wäre auch eine Familientherapie für Euch gut?

lg
Birnenbaum.

paloella
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von paloella » 25.07.12, 11:17

So also es ist Fakt..mein vater trinkt wieder.ER ist heute morgen MIT dem Auto zum Schwimmbad ( Sauna ) gefahren.Hätte ich das gewußt als er losgefahren ist , hätte ich ihm die Polizei hinterhergejagd.

Er hat mir einen netten Zettel hinterlassen das er heute wieder aufhöeren will zu trinken ( hahahahaha) damit er die sache nicht noch schlimmer macht für die ICH verantwortlich bin.

Ich hatte eben ein Gespräch mit meiner Mutter.Die ist natürlich fix und fertig aber glaubt daran das mein vater wieder aufhört ( ich hab sie dann gefragt hinter welcher illusion sie herjagt), aber meine Mutter hat gesagt das ich natürlich nicht schuld bin sondern sagt auch das mein Vater nur wieder einen schuldigen sucht.Ich frage mich aber ...warum muß ich das immer sein...kann er nicht mal bei sich suchen?

Sie sagt sie wird sich trennen wenn er nicht aufhört.....hahahahaha wird sie nie tun , da dann automatisch unser Haus weg ist da mein Vater dann ja ausbezahlt werden will und sie das Haus dann nicht alleine halten kann.Ob mein Mann und ich es dann ( mit mieteinnahmen meiner Mutter evtl ) dann halten könnten steht in den Sternen.Also wird sie sich nie trennen.
Es wird immer so weitergehen.......

traurige grüße

paloella

Daya
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von Daya » 25.07.12, 11:54

Hallo Paoella,
natürlich hast Du nicht die Verantwortung für sein Trinkverhalten. Sicher war Deine Aussage für ihn eine willkommene Ausrede, wieder trinken anzufangen. Und er wird auch nicht damit aufhören so lange Ihr noch alle zu ihm steht. Im Moment hat er nicht wirklich einen Grund aufzuhören, es geht ja alles seinen gewohnten Gang. Wahrscheinlich muss Deine Mutter wirklich mal ausbrechen, damit er den Ernst der Lage sieht. Geht Deine Mutter in Selbsthilfegruppen für Co-Abhängige? Oder eben auch für Angehörige? Das kann sehr hilfreich sein, wenn sie sieht, was der Alkohol in anderen Familien angerichtet hat.
Grüßle Daya

paloella
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von paloella » 25.07.12, 12:27

Hallo,
nein meine mutter geht nirgendwo hin.Als mein Vater das erste mal zum Entzug war ( 1992 ) war sie eine zeitlang da.Dann wurde er 2009 rückfällig und nun wieder.

Ich rede mit engelszungen auf sie ein das sie meinen Vater fallen läßt wie eine heiße Kartoffel, denn genau das muß man ja tun.Ich hab da keine Probleme mit.Der kriegt von mir immer nur Zunder....und ich entziehe ihm unsern Sohn...das trifft ihn hart.Leider ist es jetzt nicht mehr so einfach sohnemann nicht mehr zu ihm zu lassen da er schon 3 ist...das klappte 2009 besser.

Wie gesagt momentan ist er nicht zu hause.....und meinetwegen kann er auch bleiben wo der Pfeffer wächst ( und das meine ich so wie ich es schreibe).Nur weiß ich grade nicht wohin mit mir......Bin ziemlich weit unten und würde mir am liebsten sohnemann schnappen und eine woche wegfahren.Geht aber nicht mangels geld.

lg
paloella

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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von miriah » 25.07.12, 13:57

Hallo,

ich glaube, diese räumliche Enge ist untragbar und ich bin der Meinung, dass Familie -wenn sie einem schadet, wie dir, keinen Kontakt verdient.
Zumindest solange, bis eine Entwicklung der Betroffenen sichtbar ist (Therapie, Entzug, etc.)

Ich habe nicht verstanden, warum ihr nicht zur Miete wohnen könnt? Du könntest dich dann DIR widmen und deinen Problemen. Ohne diesen negativen Einfluss von deinen Eltern bzw. deinem Vater.
Das geht überhaupt nicht, was da so abläuft. Denk an deine Kinder!

Grüße,
miriah

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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von paloella » 25.07.12, 14:32

hallo,

wir können uns keine teurere wohnung leisten.Hier bei meinen Eltern haben wir eine 3 Zimmer Wohnung ( sie haben das Haus damals für mich umgebaut so das ich eine eigene wohnung hatte ).

Und wir bezahlen eine relativ günstige miete.Für das Geld was wir hier zahlen bekommen wir in unserer Stadt nicht mal eine Wohnung in den Hochhäusern.
Aber mehr können wir uns halt nicht leisten.........Aber wenn mein Vater nun bockig ist und meint weiter saufen zu müssen.....werden wir uns was überlegen müssen.....ob wir wollen oder nicht.

lg
paloella

Daya
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von Daya » 26.07.12, 02:35

Hallo Paloella,
es ist schwer Dir zu raten, denn eigentlich weißt Du, was zu tun wäre. Leider lässt es Deine finanzielle Situation nicht zu. Für Deinen Sohn ist auf jeden Fall diese Situation nicht gut, Garten hin oder her. Er spürt ja, dass da was schief läuft und dass da Spannungen sind.
Vielleicht könntest Du Dir aber seelischen Beistand holen bei einer Familienberatungsstelle oder so. Auf Deine Mutter wirst Du nicht hoffen können, denn sie ist wohl zu "loyal". Wie sieht Dein Mann das Ganze, ist er auf Deiner Seite?
Grüßle Daya

paloella
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von paloella » 26.07.12, 07:33

Hallo,

neuster stand.....laut meiner Mutter trinkt mein Vater nicht mehr.....ER hat nur den einen abend getrunken wegen mir......Sorry....aber ich glaube ihm bzw ihr kein Wort....Ich hab noch nie von einem Alkoholiker gehört das er mal einen Tag trinkt und dann nicht mehr.Und inzwischen gibt mir meine Mutter auch eine Mitschuld.......ganz toll.....Und sie versteht es auch nicht das ich sohnemann nun nicht mehr zum Opa geben möchte.....das würde ja alles nur noch wieder schlimmer werden.

Hab dann grade zu ihr gesagt das mein vater mir schriftlich geben soll das er nie wieder trinkt und sollte er wieder trinken das er dann sofort auszieht.Ich bin so wütend und enttäuscht.Das wird hier ein lustiger tag werden da mein Vater ( der ja nicht mehr trinkt hahaha ) heute nur seine Radtour macht und dann wieder nach hause kommt.

Je nachdem wie die Situation heute wird...werde ich morgen zu meinem Hausdoc gehen...seine Frau ist Psychotherapeutin und vielleicht kann er mir da etwas schneller einen Termin verschaffen.

lg
paloella

Daya
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von Daya » 26.07.12, 07:42

Du hast einen sehr schweren Stand, weil Du allein da stehst. Deine Mutter ist offensichtlich voll co-abhängig und will nur, daß alles friedlich ist - oberflächlich. Du wirst also bald Beide gegen Dich haben.
Du musst aber für Dich und Deine family Deinen Weg weiter verfolgen und gucken, daß Du Hilfe/Unterstützung kriegst. Über Deinen HA das ist eine gute Idee, aber auch der Sozialpsychiatrische Dienst hat Hilfeangebote und vor allem schnelle Termine. Gibt es in größeren Städten.
Bleib dran und zweifle nicht an Dir.
Gruß Daya :kopfstreichel:

Renate02
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von Renate02 » 28.07.12, 13:50

Und was das Finanzielle angeht: Es gibt Wohngeld und es gibt die ARGE. Natürlich seid Ihr verpflichtet, die Kosten so gering wie möglich zu halten, aber vielleicht glaubt man Euch, dass die Situation "nicht zumutbar" ist und bezahlt den Umzug und die andere Wohnung. Die ist dann vielleicht kleiner als Eure jetztige, aber wenigstens hättet Ihr mehr Ruhe, Gelegenheit zum Durchatmen und zum Kraft Tanken.

Ihr könnt auch gerne erst mit Beratungsstellen reden wie Caritas oder Diakonie aber zumindest bei uns sind die Sachbearbeiter der ARGE auch besser als ihr Ruf (nur an die Gesetze müssen sie sich halten und die sind leider nicht unbedingt besser als ihr Ruf).

paloella
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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von paloella » 28.07.12, 20:39

Hallo,

wir haben leider auf beides keinen anspruch.Mein mann hat damals ( vor meiner zeit ) einen riesenberg schulden angehäuft an denen wir immer noch zu knabbern haben....Er verdient aber sehr gut.Nur es ist eben so wie es ist..teurere wohnung ist absolut nicht drin.

Mein vater verlangt im übrigen nun von mir das ICH mich entschuldige......Da ich aber nicht weiß wofür werde ich selbiges nicht tun.Meine Mutter hält meinem Vater wieder einmal die hand vor den allerwertesten, nachdem er ihr (wieder mal ) versprochen hat nicht mehr zu trinken.Er will ihr das sogar schriftlich geben.Ich hab dann zu meiner Mutter gesagt das das eine wundervolle idee ist..ab zum anwalt....ehevertrag aufsetzen....das er im falle eines falles auch seine rechte an dem haus abtritt......( sprichdas meine mutter ihn nicht auszahlen müßte ).Naja was soll ich sagen....sie tut es natürlich nicht......im Grunde ist es ja auch ihre entscheidung...ich habe ihr meine meinung zu dem Thema gesagt und fertig.

Mit sohnemann werden wir das erstmal so handhaben das er zum Opa darf solange er nicht trinkt.Aber er darf nicht mehr mit den beiden irgendwohin fahren...es sei denn meine mutter fährt.Sobald ich mitbekommen sollte das er wieder trinkt..ist der ofen aus.
Mir fällt bezüglich es kleinen ´keine andere lösung ein.......leider.....

Und ich hoffe das ich meinen Hintern nächste woche endlich mal hochbekomme und zum Arzt gehe.Ich wollte ja eigentlich gestern schon.....ging aber nicht weil ich keinen für den kleinen hatte und mitnehmen wollte ich ihn nicht.


lg
palo

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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von irrer » 15.08.12, 21:51

Hallo,

ich weiß wie schwer es ist, mit einem alkoholkranken Vater und wie die Vorwürfe ausfallen .... mein Vater trinkt auch und ich habe es bis heute nicht geschafft, ihm Grenzen zu setzen um einfach meine Belastbarkeit vorzubeugen ...
Es ist verdammt hart, da standhaft zu bleiben und Grenzen zu sezten ....noch dazu bei einem impuliven Typ ... aber wohl nicht unumgänglich ....
Leider kann ich dir nicht viel tipps geben, ausser ,dass du nicht dran Schuldbist .....
Ich hoffe, dass sich inzwischen was gelöst hat ...
Nicht aufgeben ...

irrer

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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von paloella » 21.08.12, 19:40

Hallo,

naja geändert hat sich leider nicht viel.ich rede seit dem tag x nur das allernötigste mit ihm ( aber ich gehe ihm meistens so gut es geht aus dem weg )und beim arzt war ich immer noch nicht obwohl ich weiß das ich hinmuß...aber etwas was ich momentan sehr wenig gebrauchen kann sind regelmäßige arzttermine :( Ich hab leider ( oder wie immer man das auch nennen will ) auch sehr viele gute Tage, wo ich halt denke das ich das alles alleine schaffe.....und wenn die schlechten tage kommen denke ich halt das gegenteil.....was ja aber auch richtig ist..ich schaffe es nicht alleine..kann mich aber auch nicht überwinden.....teufelskreis ist das

Noch zu meinem Vater...Am Wochenende kam er doch echt an und meinte nicht ob wir uns wieder sowas wie vertragen könnten.Ich hab ihm gesagt das ich ihm nix mehr zu sagen habe...da fing er wieder mit vorwürfen an....ich sei schuld blablabla.Ich bin aufgestanden und gegangen.

Am nächsten tag hat mir meine Mutter noch bestätigt das er immer noch der meinung ist das ich schuld bin......ich hab dazu nix mehr gesagt.

Augenscheinlich scheint er aber nicht zu trinken....allerdings glaube ich es ihm nicht...beim letzen mal hat er uns ja ein halbes jahr an der nase rumgeführt...von daher....................

lg
paloella

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Re: Angst wieder an den falschen therapeuten zu geraten

Beitrag von irrer » 27.08.12, 20:31

Hallo paloella,

du hast es geschafft eine Grenze zu ziehen und den Mut aufzustehen und zu gehen. Es ist wichtig sich abzugrenzen und du weißt ja auch selbst , dass du nicht schuld bist.
Ich weiß wie schwer das ist, ich hab es bisher nicht geschafft, aber vor dieses Jahr zumindest schriftlich eine Grenze zu ziehen ...
Lass dich nicht unterkriegen und gehe deinen Weg. Es geht ja hier auch um Deine Gesundheit.

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