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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Flupirtin gibt es nicht mehr?
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 Betreff des Beitrags: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 10.07.18, 22:11 
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Registriert: 24.09.06, 20:37
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Hallo
Ich bekam immer das Medikament Flupirtin ,was ich schon jahrelang nehme.
Die Apoteke sagte mir das ,daß Medikamend vom Markt genommen wurde,ich
bin jetz ratlos,und weis nicht was ich machen soll?Gibt es den ein wirkstoff,der genau so,oder ähnlich wirkt?
Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 11.07.18, 09:31 
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
"bin jetz ratlos,und weis nicht was ich machen soll?Gibt es den ein wirkstoff,der genau so,oder ähnlich wirkt?"- es ist Aufgabe Ihres Arztes, der dieses Medikament verschrieben hat, nach einer Alternative zu suchen. Ich habe mir die Mühe gemacht und alle 11 Seiten Ihrer Beiträge angesehen. Es ist für mich nicht ersichtlich, wofür Sie das Medikament erhielten.
Einen wirklich vergleichbaren Wirkstoff gibt es nicht, er Wirkstoff greift direkt an neuronalen Strukturen an, es ist ein reines Analgetikum, das die Schmerzweiterleitung hemmt durch einen ganz bestimmten Mechanismus( Öffnung des Kaliumkanals). Es gibt nur noch drei weitere ähnliche Wirkstoffe, die aber nicht in Frage kommen ( Ketamin, Capsaicin, Ziconotid), da sie entweder als Salbe, Narkosemittel oder intrathekal zur Anwendung kommen.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 11.07.18, 10:43 
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Registriert: 24.09.06, 20:37
Beiträge: 202
Hallo
Danke für ihre Antwort,das Medikament bekomme ich als ,off Lable Use.
Ich habe seit Jahren einen quälenden Tinnitus,der Hals Nasen Ohren Artz hatte mal gesagt,es hätte eine kleine Studie gegeben,wonach es vielen mit dem Dauer Ton geholfen hat,bei mir war es so,es hat mir oft was gebracht,jetz such ich nach einer Alternative?Wär froh wenn sie mir weiterhelfen könnten.
Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 11.07.18, 11:17 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11878
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
verstehe ich das richtig-Sie nehmen dieses Schmerzmittel gegen einen Tinnitus? Das wäre dann verständlich, wenn es "off Label Use" ist. Interessant wäre es schon, wenn man die Wirkung hierzu erklären könnte, vermutlich wird sie niemand kennen, denn mit Schmerzen im eigentlichen Sinn hat Tinnitus als Phantomgeräusch nichts zu tun. Vermutlich hat Ihr HNO-Arzt irgendwo in der Literatur einmal gefunden, dass es bei manchen Tinnituspatienten helfen kann.
Da es also nicht um ganz spezifische Schmerzen handelt, könnte man doch einen Versuch mit einem Medikament aus der Reihe der nichtsteroidalen Antirheumatika versuchen, wobei der immer noch bestehende Name " Antirheumatika" irreführend ist und schon längst ersetzt werden sollte durch " nichtsteroidale Analgetika". Das wären z.B. Diclofenac und Ibuprofen, wobei letzteres etwas weniger gefährlich ist. Alle NSRA können u.U. die Leber belasten und daher sind diesbezüglich Kontrollen der Leberwerte bei Daueranwendung nötig.

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Grüße Dr. Fischer
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 Betreff des Beitrags: Re: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 11.07.18, 13:22 
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Registriert: 24.09.06, 20:37
Beiträge: 202
Hallo
Danke für ihre Antwort,wenn ich darf sende ich mal ein Bericht?
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... m2_12_2000

Diclofenac hat ich mal bei Schulterschmerzen,das hatte für mich zuviel Nebenwirkung,was halten sie von dem Bericht?gibt es noch Alternativen?

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 11.07.18, 14:07 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11878
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
der Bericht ist durchaus lesenswert. Aber es gibt wohl keine andere Lösung, als auf ein anderes Analgetikum auszuweichen. Alle NSA beeinträchtigen die Leberfunktion bei langer Anwendung, das gilt also auch für z.B. Paracetamol, ferner können sie die Magenschleimhaut angreifen.
Ausweg wäre eine Umstellung auf Metamizol, ein stark wirksames Analgetikum ohne Beeinträchtigung der Leber und ohne kardiales Risiko. Einzige seltene Gefahr ist die Störung der Granulozyten.

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Grüße Dr. Fischer
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 Betreff des Beitrags: Re: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 11.07.18, 18:00 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 10:49
Beiträge: 7378
Wohnort: Bad Nauheim
Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
ein stark wirksames Analgetikum ohne Beeinträchtigung der Leber und ohne kardiales Risiko

Vgl. auch Lebensbedrohliche hypotensive Reaktionen nach Metamizol (UAW - Aus Fehlern lernen) und Agranulozytose nach Metamizol - sehr selten, aber häufiger als gedacht (Aus der UAW-Datenbank). Neben der echten Agranulozytose sehe ich als Konsiliararzt in einer Unfallklinik im Schnitt ein bis zweimal pro Monat reversible Leukopenien bis weniger als 1000 Granulozyten pro ml. Oftmals bei jungen Menschen ohne wesentliche Vorerkrankungen. Nach Absetzen des Präparates erholt sich in diesen Fällen das Blutbild schnell. Nach schneller hochdosierter i.v. Gabe durch anäthesiologische Kollegen war ich aber auch schon mehmals Zeuge dramatischer Verläufe.

_________________
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)


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 Betreff des Beitrags: Re: Flupirtin gibt es nicht mehr?
BeitragVerfasst: 11.07.18, 18:28 
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Registriert: 24.09.06, 20:37
Beiträge: 202
Hallo, Danke für die Info,bei mir wurde 2014 die Diagnose Pseudo Tumor cerebrie
gestellt,ich habe zuviel Hirnwasser im Kopf,und muss dass Medikamend Glaupax nehmen,damit mein Linker Sehnerv abschwillt,wenn das Schmerzmittel,den Hirndruck nicht erhöht,kann ich es versuchen?

Gruß


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