Welches rechtl. Verhältnis habe ich zum Arzt meiner Tochter

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Rachel987
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Welches rechtl. Verhältnis habe ich zum Arzt meiner Tochter

Beitrag von Rachel987 » 14.12.09, 00:43

:?: Hallo liebe Forum-User,

vielleicht kann mir jemand sagen, was für ein rechtliches Verhältnis ich zum Arzt meiner minderjährigen Tochter habe.

Bei dem Arzt handelt es sich um den verantwortlichen Oberarzt einer Klinik für Frühförderung. Der Arzt ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin.
Ich bin dort 4x pro Jahr zum Gespräch. Berichte ihm dann jeweils über die Entwicklungsfortschritte der Tochter, er dokumentiert und beantwortet meine Fragen.

Ich würde gern mit ihm zusammen Seminare besuchen oder auch nur mal einen Spaziergang machen, frage mich aber doch, ob ein derart privater Kontakt nicht vielleicht Schwierigkeiten nach sich ziehen könnte.

Liegt hier auch ein Arzt-Patientenverhältnis vor (obwohl ich selbst gar nicht Patient bin), das rechtlich betrachtet auch unter "unstandesgemäße Verhalten" fallen würde ?

Ich kann explizit hierüber nichts im Internet finden. Was ich habe finden können, dreht sich immer um die direkte Beziehung zwischen Arzt/Therapeut und Patient.

Kann mir jemand weiterhelfen ?
Schon mal ein herzliches Dankeschön vorab !

LG
Rachel

AnnettLoewe
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Beitrag von AnnettLoewe » 16.12.09, 13:51

Hallo Rachel987,
rechtlich gesehen, sind Sie dem Arzt gegenüber die gesetzliche Vertreterin Ihrer Tochter, d.h. Sie nehmen deren Rechte (Akteneinsicht, Beratung/Aufklärung, Behandlunsgverträge etc) für diese wahr.
Dies steht einer privaten Beziehung zum Arzt rein rechtlich nicht im Wege.

Man sollte nur auf Folgendes achten:
Je enger der Kontakt ist, umso schwieriger könnte es für Sie werden, Maßnahmen des Arztes kritisch zu hinterfragen, sich ein "objektives" Bild zu machen. Umgekehrt könnte es für den Arzt aus "Rücksicht" auf ihre private Beziehung schwierig sein, "objektiv" im Behandlungsverhältnis zu Ihrer Tochter zu bleiben.

Wichtig wäre aus meiner Sicht, dass beide Seiten einer solchen Beziehung das Problem "im Auge" behalten und offen über etwaiges "Missbehagen" sprechen und die gegenseitigen Grenzen respektieren können.
Das bedeutet, dass Sie zunächst mal herausfinden müssten, ob auch er mit Ihnen Seminare besuchen oder Spaziergänge machen will.

Herzliche Grüße,
Annett Löwe

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