Budget, Hausarzt, Patient....

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Engelin
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Budget, Hausarzt, Patient....

Beitrag von Engelin » 13.10.09, 14:07

Ich weiss, dass es niemanden wirklich interessiert, trotzdem muss ich das mal loswerden.

Ich war in ca. 3 Jahren bei 4 Ärzten, weil es einfach keine "normalen" Hausärzte mehr zu geben scheint. Ich bin ganz sicher ein vernünftiger Patient, habe 18 Jahre lang mit Ärzten zusammen gearbeitet und bin von Hause aus freundlich.

Arzt 1: Ich benutzte im Zusammenhang mit den Augen u. Schilddrüse den Begriff M. Basedow, der Arzt kannte das nicht. Er sagte M. Basedow? Kenne ich nicht...

Meinem Entschluss den Arzt zu wechseln ( denn ich hätte gerne einen Arzt der fachlich bezogen mehr weiss als ich...) kam der Umstand zuvor, dass die Praxis eines Tages geschlossen war.

Arzt 2: Verweigerte mir Schmerzmittel mit dem Hinweis darauf, dass ich zum Onkologen gehen müsse, er kann sie nicht verschreiben. Seine Frau, die in der Praxis hilft hatte mir schon mehrmals falsche Auskünfte gegeben, einmal fiel auch das Wort Budget.
Es war klar, dass ich einen neuen Arzt brauchte. Ich hatte auch das Gefühl rausgemobbt zu werden.

Arzt 3: Eine Ärztin, Psychologin, Allgemein, die ständig von mir Untersuchungsergebnisse forderte, aber sonst nichts untersuchte, aussser den Blutdruck. Es wären so einige Untersuchungen notwendig geworden...nicht nur nach meinem Dafürhalten sondern auch bestätigt von anderen Ärzten. Wenn man mit einer eigenen Diagnose kam war es ok für sie. Um sie nicht zu sehr zu belasten bezog ich überwiegend meine Medikamente vom Facharzt, ausser die internistischen (2), diese also von ihr. Es gab dann einen Stoßseufzer von ihr, dass ich das bloss auch so beibehalten soll. Für einen elektrischen Rollstuhl bekam ich eine Verordnung. Ich wechselte weg. eines Notfalls u. weil ihre Praxis geschlossen war zu einem anderen Arzt und blieb dort. Als ich nach 6 ! Wochen nachfragte weg. dem Rollstuhl, hiess es von der Krankenkasse, die Ärztin müsse noch 2-3 Fragen beantworten. Das lag nun also schon 5 Wochen bei ihr ohne dass sie tätig wurde. Auf meine Anfrage in der Praxis bekam ich die Auskunft, dass sie mich dazu noch mal sehen müsste und ich ja wohl nicht zu ihr gehen werde, sie daher alle Unterlagen meinem neuen Arzt zugesandt habe...

Arzt 4: Ein Arzt der nie in Erscheinung tritt, dafür aber eine Assistentin, die mir aufgrund meiner Anfrage nach dem Rollstuhl mitteilte:"dass der Arzt da schwer am arbeiten ist°
??????? Ich solle in 3 Tagen nochmal anrufen. Eine Anfrage bei der Krankenkasse ergab, dass nichts geschehen ist, darauf hin hat die Sachbearbeiterin in der Praxis angerufen und erklärte mir, der Arzt wolle sich bei seiner Ärztekammer erkundigen, ob er sowas denn ausfüllen muss....... :evil: :!: Da waren inzwischen ca. 9 Wochen vergangen, ohne dass sich von ärztlicher Seite etwas getan hätte. Arzt Nr. 4 kann ich also auch vergessen, denn wie kann ich dem noch vertrauen?

Mir fällt eigentlich nix mehr dazu ein....mein Vertrauen in Ärzte ist erschöpft. Ich habe mir vorgenommen, mir keinen Hausarzt mehr zu suchen und egal bei welchem Problem mich in fachärztliche Behandlung zu begeben.
Mein Onkologe und mein Lungenarzt (die die Hauptlasten budgetmässig bei mir zu tragen haben) haben mich nie gemobbt, bei den letzten 3 "Hausärzten" jedoch durfte ich deutlich spüren welche Last ich für sie bin. :cry:

Vielleicht liest dies ja doch mal jemand, am liebsten Politiker und Ärzte/Studenten, die evtl. eine Minute nachdenklich werden...?

Danke!
Eltern, Bruder, Schwester, Ehemann, Schwager, Oma, Schwiegervater= Krebs, achja...ich auch

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