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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Nachtragende Hausärztin
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 Betreff des Beitrags: Nachtragende Hausärztin
BeitragVerfasst: 06.08.09, 12:53 
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Registriert: 16.06.09, 09:54
Beiträge: 34
Hallo,

ich wollte hier eigentlich nicht mehr schreiben. Aber ich muss mir ganz, ganz dringend was von der Seele schreiben.

Meine Mutter kam nach vielen Monaten im Krankenhaus vor genau 6 Wochen nach Hause. Dort machte sie Fortschritte. Hat sich vor allem fast einen Monat kaum noch übergeben (in der Klinik oft mehrmals am Tag). Letzten Samstag hatte sie aber einen ganz schlimmen Rückfall; sie hat sich sicher an die 10 Male übergeben. Wir waren so verzweifelt, dass wir einen Arzt holen wollten. Unsere Hausärztin ist momentan im Urlaub....und es kam wie es kommen musste: die Hausärztin, die meine Mutter FRÜHER hatte, hatte Bereitschaft. Wir sind nicht ohne Grund von dieser Person weg. Sie ist von ihrer Art einfach unmöglich; ein richtiger Trampel. Da meine Mutter ein eher zartes Gemüt hat und die andere Ärztin vor Ort ne ganz Liebe ist, ist sie eben "übergelaufen".

Auf jeden Fall kam die ausgesonderte Hausärztin dann am Samstag vorbei und war von Anfang an garstig. Sie hat auch keine einzige Untersuchung (Blutdruck oder ähnliches) vorgenommen. Dann fing sie an rumzupöbeln, warum wir sooft den Pflegedienst kommen lassen, ob wir die Medikamente nicht selber verabreichen könnten etc. (werden via PEG verabreicht), warum wir so unselbständig seien, dann sollten wir meine Mutter doch besser in ein Pflegeheim geben!!!!! etc.. Da wir an diesem Tag eh schon total fertig waren, hat mir das echt noch den Rest gegeben und wirkt nach :-(.
Ich mag mich ja nicht selber loben, aber mein Vater und ich machen wirklich alles was geht für meine Mutter. Ich pendle bspw. täglich zwei Stunden zur Arbeit und zwei Stunden zurück...nur, damit ich da bin! Wenigstens in der Nacht. Ich habe sowieso schon ständig Schuldgefühle, wenn irgendwas nicht 100 prozentig läuft...wenn es ihr wieder schlechter geht etc..

Außerdem hat die Ärztin (wenigstens nicht vor meiner Mutter) gesagt, dass da wohl ein Endstadium ist, dass es nur noch um Pflege geht, dass Medizin eben an ihre Grenzen stößt etc.. Dabei hat sie ja keine einzige Untersuchung gemacht :-(. Wie kommt sie dazu, sowas nach fünf Minuten zu sagen? Sie weiß ja auch nicht, was für Fortschritte meine Mutter schon gemacht hat.....dass sie jetzt auch mal wieder lächelt etc....

Dann hat sie auch immer gegen unsere aktuelle Hausärztin geschossen.....

Jetzt heule ich wieder - nur wegen so einer Person, die doch besser Metzgerin geworden wäre.


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BeitragVerfasst: 07.08.09, 09:11 
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Registriert: 28.04.08, 13:13
Beiträge: 1472
Ich habe auch gerade Deinen anderen Faden gelesen, wegen des Knies Deiner Mutter. Ich kann hier nur meine eigene, persönliche, laienhafte Meinung beitragen. Ich weiß nicht, wie Deine Mutter aussieht oder wie sie sich fühlt (oder auch wie sich Dein Vater fühlt). Ich kann nur ahnen, wie Du Dich fühlst.

Du und Dein Vater Ihr tut was Ihr könnt. Pflegeheim wäre höchstens angesagt, um Euch selbst zu schützen (und damit auch die Mutter, denn wenn Ihr überfordert seid, leidet auch die Qualität der Pflege). Aber so lange Ihr noch - psychisch UND physisch - zurecht kommt, behaltet sie ruhig daheim, ihr wird das sicher gut tun.

Ihr seid keine Profis in der Pflege (oder Physiotherapie) und so lange Ihr Euch von den Profis alles für Euch (zeitlich und kräftemäßig) Machbare sorgfältig zeigen lasst und es nach bestem Wissen und Gewissen nachmacht, habt Ihr Euch nichts vorzuwerfen. Lasst Euch da ja kein schlechtes Gewissen einreden!

Sprecht ruhig einmal (möglichst sachlich!) mit der Kassenärztlichen Vereinigung und/oder Krankenkasse bzw. Rentenversicherung, ob Ihr, wenn die eigentliche Hausärztin (die "liebe") nicht da ist, einen dritten Arzt bemühen dürft, damit Ihr mit der ehemaligen Hausärztin (die Ihr ja "abgewählt" habt) keinen Kontakt mehr aufnehmen müsst. Ich weiß nicht, ob das geht. Es ist nur so eine Idee, aber fragen kostet nichts. Ihr müsst dann dem "dritten Arzt" sicher einiges erklären, aber Du klingst, als wäre das für Euch das kleinere Übel.

Ich wünsche Euch allen viel Kraft!


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BeitragVerfasst: 07.08.09, 09:37 
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Registriert: 16.06.09, 09:54
Beiträge: 34
Hallo Renate,

vielen Dank für Deine Antwort :) .
Also die "Dame" kommt ganz bestimmt nicht mehr in unser Haus.....

Meinem Vater und mir geht es viel besser seit meine Mutter wieder zu Hause ist. Weil wir da gucken können, dass sie alles bekommt was sie braucht. Sie hatte im KH zwar auch jeden Tag Besuch von uns - aber 24 h ging das eben nicht.

Zu Hause hatte sie jetzt fast 4 Wochen lang nicht mehr diese fiesen "Übergebensattacken" wie im Krankenhaus (bis zum Rückfall am Samstag).......sie lächelt auf einmal wieder........mein Dad ist auch wirklich zuckersüß zu ihr....mein Schatz hier, mein Schatz da.....

Dann hat sie aus der Klinik nen Dekubitus 3. Grades mitgebracht - und der ist seit sie zu Hause ist inzwischen höchstens noch 1/3 so groß wie damals als sie nach Hause kam. Das kommt ja auch nicht von ungefähr......

Das hat einfach so weh getan am Samstag. Und wir waren eben eh schon so aufgelöst, weil sich alles Fortschritte in Luft aufzulösen schienen. Seither ist es ein Tag gut, am nächsten wieder weniger.....aber so schlimm wie am Samstag nie mehr.

Jetzt hoffe ich nur, dass wir das mit dem Knie wieder hinbekommen......Also bei Massage und Bewegung kann man wirklich einige Grade aus dem Knie rausbekommen. Ich hoffe doch, dass das bei einer "richtigen" Kontraktur anders wäre. Heute kommt die Physio...

Danke schön!


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BeitragVerfasst: 07.08.09, 09:46 
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Registriert: 22.06.05, 10:00
Beiträge: 184
Das geschilderte Verhalten dieser Ärztin ist wirklich eine absolute Frechheit.
Nicht nur ich, sondern vermutlich mehr als 90% aller anderen Patienten, Ärzte etc. werden so denken und voll auf deiner Seite sein.
Du solltest dich bei der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenversicherung über diese Person beschweren und evtl auch noch an Selbsthilfeforen und Ärztebewertungsportale im Internet wenden.
Von mir alles Gute und ein schönes Wochenende für dich und deine Mutter!
Herzliche Grüße, Elvis


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BeitragVerfasst: 07.08.09, 14:21 
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Registriert: 16.06.09, 09:54
Beiträge: 34
Vielen Dank Elvis, für Deinen lieben Beitrag.
Ich sollte diese Person vielleicht auch einfach abhaken - sie ist es ja gar nicht wert; ich kriege das Geschehen nur nicht so richtig aus dem Kopf. Ich finde es nach wie vor einfach nur unglaublich.

Herzliche Grüße und auch Dir ein schönes Wochenende :)


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BeitragVerfasst: 08.08.09, 22:19 
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Registriert: 28.04.08, 13:13
Beiträge: 1472
27Marie15 hat geschrieben:
Ich sollte diese Person vielleicht auch einfach abhaken - sie ist es ja gar nicht wert; ich kriege das Geschehen nur nicht so richtig aus dem Kopf.


Stimmt beides: Dieses "Abhaken" ist halt einfach viel leichter gesagt als getan!
Ich hoffe, dass es Dir gelingt!


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