Immer das gleiche Theater!

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Jumanji
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Immer das gleiche Theater!

Beitrag von Jumanji » 31.07.09, 10:06

Hallo!

Nachdem ich meinen vorletzten Lungenfacharzt gewechselt habe, weil der mir augenscheinlich nicht so recht glauben wollte, mir unterstellte, ich hyperventiliere und habe allenfalls leichtes Asthma, was sich immer mit Bedarfsspray in den Griff bekommen ließe und mir zu einer Psychotherapie riet, fing der neue, dem ich ehrlicherweise davon berichtet habe, ebenfalls damit an. Da kamen dann tatsächlich Unterstellungen folgender Art:

"Man kann den PEF auch fälschen!", "Sie scheinen sich in der Rolle des Schwerstasthmatikers wohl zu fühlen", "Kann es nicht noch andere Ursachen geben" etc.

Sicher soll man auch andere Ursachen in Betracht ziehen, aber muss man dafür nicht erst Diagnostik machen, als einem gleich beim dritten Besuch zu unterstellen, man brauche eine Psychotherapie und fälsche Daten, um an mehr Medikamente zu kommen?

Nun ist es aber in dem Krankenhaus, wo mir diese Nettigkeiten von dem Chefarzt an den Kopf geworfen worden sind zu einem Zwischenfall gekommen. Aufgrund einer allergischen Reaktion auf Wespenstich kam es nach mehr als 24 Stunden nocheinmal zu einer systemischen Reaktion mit Übelkeit, Herzklopfen und Kreislaufproblemen, sowie leichter(?) Gesichtsschwellung. Ich habe mich dann, da die Symptomatik anfangs sehr leicht ausgeprägt war und ich es auch für Nebenwirkungen der hohen Steroiddosis am Tag zuvor gehalten hatte, zunächst beim ärztlichen Notdienst vorgestellt, der mich ins Krankenhaus einwies. Ich habe mich dann auch im Krankenhaus vorgestellt und in der Notaufnahme brav gewartet. Irgendwann wurde die Symptomatik deutlich schlimmer, ich bekam leichte Atemnot dabei , die sich mit meinem Notfallspray erstmal gut in den Griff bekommen ließ. Ich habe aber doch mal nach einem Arzt gefragt und von den Schwestern die "patzigen" Antworten bekommen, dass ich mich nicht so anstellen möge und da nicht reinsteigern. Man habe halt im Moment keinen Arzt zur Verfügung, da es auf Intensivstation schließlich um Leben und Tod ginge. Ich möge mich doch einfach hinlegen und schlafen, die Sättigung wäre ja auch schließlich in Ordnung.

Letzten Endes habe ich mich wieder abholen und zum Notdienst fahren lassen. Dort angekommen in einem völlig desolaten Zustand, habe ich sofort wieder systemisches Kortison gespritzt bekommen und im nächsten Krankenhaus in der Notaufnahme übernachten müssen, um am nächsten Tag wieder beschwerdefrei entlassen werden zu können.

Generell stehe ich auf dem Standpunkt, dass so etwas nicht passieren darf. In dem Krankenhaus bin ich bekannt als Multiallergikerin, desöfteren auch schon notfallmäßig behandelt worden. Allerdings dann meist schon vom Notarzt mit Kortison i.v. vorbehandelt. Es kann doch nicht sein, dass man meine Beschwerden, die ja massiv zunahmen so ignoriert. Es darf doch auch nicht passieren, dass in einem Krankenhaus wegen einer Reanimation auf Intenstivstation - hoffentlich hat der Patient das überlebt - ausnahmslos alle Ärzte beschäftigt sind und sich über "Stunden" kein Arzt mehr um andere Patienten kümmern kann.

Wie geht man nach so einem Vorfall vor?
Welche Möglichkeiten - außer einer schriftlichen Beschwerde - hat man?
Im Hinblick auf mir nachkommende Patienten, möchte ich das ungern so stehen lassen.

Generell trägt sich mir natürlich ein ungutes Gefühl auf, dass vielleicht bei meinen Patientdaten schon der Vermerk "psychisch auffällig - neigt zur Übertreibung" beisteht und mir deswegen notwendige ärztliche Hilfe einfach verwehr wurde.

Besten Dank

Jumanji

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