Interessiert es einen Arzt...

Moderator: DMF-Team

Blanche1971
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Beitrag von Blanche1971 » 03.05.10, 18:31

Hallo Beitragszahler

Ich habe es gelesen und möchte lieber nicht darauf eingehen aus Respekt zu Ihnen aber auch gegenüber anderen Aussagen, ich hoffe Sie können es verstehen, da ich eine derart Disskution noch nie erlebt habe auch nicht durchleben brauchte.
Es freut mich sehr für Sie dass Sie es geschafft haben und Erfolge genießen dürfen und auch Fortschritte dabei machen.
Das Erlebte würde ich in eine Schublade tun diese mit Schlüssel versperren und anschliessend den Schlüssel wegschmeissen.
So habe ich meine Kindheit auch weggesperrt und den Schlüssel weggeschmissen und es geht mir gut.
Das ist meine Art mit schlechten Erfahrungen um zu gehen, ob es wirklich gut ist weiss ich nicht weil ich nur nach vorne sehe und nicht mehr zurückblicken will.
Das Leben ist eine Berg- und Talfahrt und die Talfahrt schmeiss ich genau so schnell weg wie schlechte Erfahrungen ansonsten würde ich ja immer auf der Stelle treten und bliebe hängen und das liegt mir nicht ich bin für Fortschritt und nicht für Rücktritt :wink:

Ich hoffe Sie haben noch viele schöne und weitergehende Erfolge für den Rest des Lebens.

Mit freundlichen Grüssen Blanche
L.G. Blanche

Damiana
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Beitrag von Damiana » 03.05.10, 18:47

Was ist der Berg ohne das Tal - und was ich ohne die Erfahrungen die ich gemacht habe sowohl in positiver als auch in negativer Weise?

Viele Grüße Damiana

Blanche1971
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Beitrag von Blanche1971 » 03.05.10, 19:20

Der Berg ohne das Tal ist landschaftlich gesehen nicht möglich, im Leben sind es die Höhen und Tiefen wobei ich die Tiefen wegsperre.
Positive Erfahrungen bauen auf Negative lasse ich aus also sperre ich sie weg.
Darum schaue ich nie zurück und verschlinge das neu erworbene.
Positives Denken fällt nicht jedem leicht und ich drehe alles zum positiven soweit es geht und geht es nicht dann weg damit warum soll ich mich damit aufhalten und mir Magengeschwüre züchten das sehe ich nicht ein :wink:

MfG. Blanche
L.G. Blanche

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Beitrag von Beitragszahler » 03.05.10, 20:55

Hallo ihr beiden,

vielen Dank erst einmal für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Ich weiß ja, dass der Grund für solche Antworten Trost sein soll, nur leider ist es nicht so einfach.

Ich war bis vor acht Jahren darauf angewiesen, die vielen, lebenslangen körperlichen und seelischen Qualen zu verdrängen, irgendwie aber auch ins Leben eingebaut zu haben, ich somit auch nicht am Leben verzweifelt bin, obwohl ich oft verzweifelt war.
Durch Zufall sollte mir eben vor acht Jahren ein Fachmann über den Weg laufen, der sich zwei Monate lang, drei mal in der Woche für mich Zeit nahm und er sich sogar einmal im Namen seiner Neurologenkollegen mit Handschlag bei mir entschuldigte.
Dies war die Zeit, in der ich erstmals offensiv mit meiner Vergangenheit umging und vieles verstanden hatte, es auch eine sehr schwere Zeit war.

Er gab mir einen interessanten Spruch mit auf dem Weg, den ich so auch lebe:
"Man kann immer mal im Leben auf einer Spur zurückblicken, wenn man nicht vergisst auf den anderen Spuren weiterzuleben".

Nach dieser Zeit wusste ich mit fachlicher Bestätigung auch, dass ich schon immer resilient genug war und das nun noch ausbauen konnte.
Mehr zu dem Thema Resilienz in der Psychologie unter http://www.ursula-nuber.de/i/ursula_nub ... cksal.html

Somit sind wir wieder bei dem Ausgangsthema zum Feedback von Arztleistungen.
Denn ihn und die anderen Menschen dort werde ich niemals vergessen und sehr gut in meiner Erinnerung behalten.

Schöne Grüße
Robert

Blanche1971
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Beitrag von Blanche1971 » 04.05.10, 06:13

Hallo Beitragszahler
Einen wunderschönen guten Morgen

Ich habe es gelesen und ja das ist es "daran wachsen".
Was glauben Sie was meine weggesperrten Schubladen gepoltert haben, seis drum ich reagiere nicht mehr drauf sondern ignoriere es.
Eigentlich heisst es das Erlebte verarbeiten aber ich würde daran zugrunde gehen und weil ich das weiss lasse ich es und blicke nur sturr nach vorne und lasse die Vergangenheit hinter mir und lebe in der Gegenwart und bilde mir beim fallen eine neue Zukunft,beruflich falle ich viel und das durch meine Nachlässigkeit mit meiner Gesundheit,denn anstatt auf Signale zu achten oder mindestens bei verschlimmerung wenigstens zum Arzt zu gehen,nein da arbeite ich bis zum umfallen,sehr zum Gefallen des Arbeitgebers und trotzdem verliere ich immer wieder den d'Job so wie jetzt gerade auch aber das macht nix, denn wenn ich wieder auf den Beinen stehe suche ich mir halt einen neuen es gibt ja noch so viele nur diesesmal habe ich Unterstützung und werde so vermittelt dass ich gezwungen bin auf meine Gesundheit zu achten.Das ist für mich Positiv und zeigt dass nicht jeder Desinteressiert ist und ich doch nicht jedem egal bin es gibt mir jedenfalls das Gefühl auch gebraucht zu werden und das ist Öl für meine Seele :wink:

Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute und nur Mut das Leben geht weiter.

Mit vielen Freundlichen und Respektvollen Grüßen
Blanche
L.G. Blanche

Blanche1971
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Beitrag von Blanche1971 » 11.05.10, 16:11

Hallo zurück

Hier noch mal was Positives

Wieder einen Arzt gefunden der Aufklärung betreibt womit mir auch wieder geholfen ist.
Diagnose ist noch zu ertragen es sei dennoch dazu bemerkt ich weiß jetzt mal was ich falsch gemacht habe.

In Bezug Ärztekommunikation untereinander ist erstaunlich es klappt doch noch :lol:

Ein positives bleibt noch auf zu arbeiten und zwar wie macht man es richtig um es danach nicht zu übertreiben?

Das meine ich so

Was heißt "Auf seine Gesundheit zu achten", da bin ich überfordert und bleibt noch immer unbeantwortet ?

Positives pur :lol:

MFG.Blanche
L.G. Blanche

zerlina
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Beitrag von zerlina » 24.05.10, 10:51

Ab Juni gibt es für Versicherte der größten gesetzlichen Krankenversicherung Deutschlands die Möglichkeit, eine Ärztebewertung abzugeben. Starten soll das Projekt in Hamburg, Berlin und Thüringen. Der Fragebogen umfasst 30 Fragen zu sozialen, kommunikativen und organisatorischen Aspekten, Die Ärzte können entscheiden, ob sie die Ergebnisse veröffentlicht sehen wollen oder nicht.

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Beitrag von Beitragszahler » 26.05.10, 19:52

Schon wieder so eine Ärztebewertung, die rein gar nichts bringen wird und es so etwas von meiner Kasse für Krankenhäuser schon lange gibt und ich aber nie daran teilgenommen hatte und auch nicht daran teilnehmen werde.

Wie soll es eine soziale Bewertung geben, wenn es übergeordnet Zwänge gibt und Handlungsweisen nicht der Arzt allein bestimmen kann?
Wie soll es eine kommunikative Bewertung geben, wenn jeder Mensch anders auftritt, z.B. der Patient der nicht den Mund aufkriegt und hinterher sagt, dass der Arzt gar nicht mit ihm gesprochen hätte?
Wie soll es eine organisatorische Bewertung geben, wenn dem Patient doch gar nicht die Strategien, Strukturen und Zwänge, siehe soziale Bewertung, bekannt sind?

In einigen Ärztebewertungen, die sind ja eine echte und gefährliche, weil verunsichernde Seuche geworden, auch in der Bewertung von meiner Kasse, finde ich die beiden KH mit den Fehlbehandlungen bei mir vor den KH platziert, die für mich wirklich in allen Punkten vorbildlich waren.

Ich habe mit einem Arzt einer bestimmten Fachrichtung schlechte Erfahrungen gemacht.
Das ist aber unwichtig, da der gleiche Arzt vielen anderen Patienten geholfen hatte und für die auch die letzte Hoffnung war.
Daher würde ich nie auf die Idee kommen, diesen Arzt schlecht zu bewerten.

Es gibt ohnehin von mir niemals solche Bewertungen, da ich als Patient, als Partei viel zu befangen bin, sachliche, neutrale und gerechte Betrachtungen dadurch in den Hintergrund treten können.

Patienten sollten besser nur auf die fachlichen Eigenschaften von Ärzten fokussieren und solche Fachleute jeweils den Betroffenen zu den Krankheitsbildern präsentieren.
Das machen Selbsthilfegruppen übrigens schon lange und erfolgreich so.

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