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 Betreff des Beitrags: Interessiert es einen Arzt...
BeitragVerfasst: 18.05.09, 20:23 
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Hallo,

...im Einzelfall, ob eine Behandlung Erfolg hatte oder nicht?

Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass ich sehr positiv überrascht über eine Behandlung war oder auch sehr enttäuscht, weil sie eben keinen Erfolg brachte.

Mit den Klinikärzten bzw. Operateuren hat man ja nun oft im Nachhinein keinen Kontakt, d.h. er wird es meist gar nicht erfahren. Z.B. bin ich jetzt in einer KLinik in Behandlung gewesen, da habe ich kaum eine Chance bei einem erneuten Termin wieder auf den gleichen Arzt zu treffen.

Deswegen: Gebt Ihr (z.B. per E-Mail, Post) Rückmeldungen über den Erfolg von Behandlungen bzw. was denkt ein Arzt darüber? Ich bin mir nicht so sicher, ob das nicht einfach nur nervend ist.

Aber: Woher soll ein Arzt sonst wissen, wie gut oder schlecht jetzt eine Behandlung angeschlagen hat? Fehlende Rückmeldung = Erfolg?

Viele Grüße
Blaubärchen


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BeitragVerfasst: 18.05.09, 20:41 
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Ich glaube, dass es in den meisten Fällen so ist, dass der Arzt daraus, dass der Patient nicht wieder kommt, schließt, dass die Behandlung erfolgreich war. Beim Hausarzt z. B. hört man ja auch den Satz "Wenn es dadurch nicht besser wird, müssen sie wieder kommen"

Bei Klinikärzten ist es ja eigentlich normaler Zustand, dass sie die Patienten nicht unbedingt wieder zu Gesicht bekommen.

Ob nun der Arzt über eine positive/negative Rückmeldung efreut wäre? Keine Ahnung. Ich bin nur Patient. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es bei besonderen Fällen für den Arzt schon interessant sein könnte. Einmal habe ich es erlebt, dass ein jüngerer Arzt mich um eine Nachricht gebeten hat, weil er den Fall so "noch nicht hatte" Es ging um eine Vermutung, die durch einen Facharzt sozusagen bestätigt werden sollte.

Wenn nun aber jeder Patient sich in jedem Fall wieder meldet, könnte das ja auch einfach zuviel werden.

Susanne


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BeitragVerfasst: 19.05.09, 20:20 
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Zitat:
Wenn nun aber jeder Patient sich in jedem Fall wieder meldet, könnte das ja auch einfach zuviel werden.


Das ist meine Befürchtung.... Ich habe gesehen, dass die unheimlich viel zu tun hatten. Sehr lange Tage, viele Notfälle, viel Stress. Und trotzdem noch sehr freundlich. Das war ein Dauerspagath... Ob die noch von Rückmeldungen begeistert sind?

Aber scheinbar kommen nicht viele Meldungen an. Mir ist es nun schon öfter passiert, dass z.B. die angekündigte Ausfallzeit der Klinik völlig fernab der Realtität lag. Mein Hausarzt kann die im Normalfall benötigte Erholungszeit ganz gut einschätzen. Die Klinik scheint zu denken, dass ein chirurgischer Eingriff mit dem Ziehen der Fäden abgeschlossen ist...

Code:
 Beim Hausarzt z. B. hört man ja auch den Satz "Wenn es dadurch nicht besser wird, müssen sie wieder kommen"

Kenne ich auch. Manchmal mache ich es so, bei Fachärzten ist es auch schon passiert, das ich mir irgendwann einen anderen gesucht habe, wenn es nicht weiter voran ging.

VG
Blaubärchen


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BeitragVerfasst: 19.05.09, 21:02 
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Noch wichtiger als eine positive Rückmeldung ("Behandlung hat angeschlagen"), finde ich eine Mitteilung über einen evtl. Fehlschlag. Oder wenn etwas nicht gut gelaufen ist. Ich hoffe, dass der Arzt daraus Erfahrungen sammeln kann, die wieder anderen zu Gute kommen.

Ich glaube, dass der Hausarzt seinen Patienten besser einschätzen kann. Er kennt das Umfeld und die persönlichen Umstände. Deshalb kann er natürlich viel besser beurteilen, wann der Patient wieder einsatzfähig ist. Das kann mann von einem Klinikarzt gar nicht erwarten, finde ich.

Es ist aber - glaube ich - ganz normal, dass es manchmal mit der Behandlung nicht weiter geht. Leider ist es oft in der Medizin nicht so eindeutig und Diagnosen werden doch mehr im Ausschlussverfahren gestellt. Da ist es auch klar, dass u. U. verschiedene Behandlungsmethoden "ausprobiert" werden müssen, bis eine anschlägt. Das ist m. E. nichts Negatives.

Susanne


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BeitragVerfasst: 19.05.09, 21:40 
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Ich würde es auch gar nicht als Schelte sehen wollen, sondern nur als Feedback. Das ist etwas, was ich mir von meinen Kunden (ganz andere Branche) auch regelmässig einfordern muss. Ein Teil der Kunden beschwert sich, die meisten leben mit den Mängeln. Nur die wenigsten melden sich, wenn etwas richtig gut ist (bzw. wenn die Richtung schon mal gut ist). Der Kunde fühlt sich ernst genommen und ich habe einen wichtigen Hinweis bzw. kann den "Fall" auch gedanklich beiseite legen.

Außerdem habe ich auch schon merken müssen, dass in der Medizin viel über "Versuch + Irrtum" läuft. Also immer wieder hin, wenn es doch nicht so hinhaut. Wenn man aber irgendwann den Eindruck bekommt unerwünscht zu sein oder klar zu hören bekommt "Ich bin nicht für Sie zuständig, sie haben nichts was meine Fachrichtung betrifft" versucht man es vielleicht doch noch mal irgendwann bei einem anderen Arzt (selber Fachrichtung). Und wenn dann doch noch die Ursache gefunden wird und beseitigt werden kann... Dem ersten Arzt habe ich das wirklich mal als Feedback geschrieben, aber nie eine Antwort bzw. Reaktion erhalten. Für den Brief habe ich unzählige Anläufe und einen Korrekturleser gebraucht um meine Agressionen zu zügeln und habe ihn dann hoffentlich sachlich hinbekommen.

Umgekehrt gab es auch Fälle, wo Ärzte mit zunächst (auch im Kollegenkreis) komisch klingenden Vermutungen oder Ideen aufliefen, die sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen. Auch die bekommen doch im Regelfall kein Feedback, zumindest wenn es sich nicht um den dauernd behandelnden Arzt handelt.

VG
Blaubärchen


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BeitragVerfasst: 20.05.09, 18:58 
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Beiträge: 3678
Ich glaube, dass es für Ärzte allgemein schwierig ist, mit Fehlern richtig umzugehen. Ob das nun eine "falsche" Diagnose oder ein Kunstfehler ist. So ein kleines bischen ändert sich da ja im Moment was.

Zum Einen glaube ich, dass man - weil es sicher eher selten ganz klare und eindeutige Diagnosen gibt - nicht unbedingt immer von einer Falschdiagnose sprechen kann. Zum Anderen bekommt ein Arzt durch seine Haftpflichtversicherung und wg. evtl. Schadensersatzansprüche direkt eine Maulkorb verpasst und darf sich zu einem eventuellen Fehler gar nicht mehr äussern. Das wirkt auf den betroffenen Patienten dann so, als ob dem Arzt der Fehler egal ist.

Nach meinen Erfahrungen ist es in der Medizin einfach so, dass nicht alles eindeutig ist. Beschwerden passen auf mehrere Krankheiten, jeder reagiert anders und es ist (leider) nicht immer alles wie im Lehrbuch.

Susanne


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BeitragVerfasst: 23.05.09, 09:41 
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Zitat:
Zum Einen glaube ich, dass man - weil es sicher eher selten ganz klare und eindeutige Diagnosen gibt - nicht unbedingt immer von einer Falschdiagnose sprechen kann.


Zitat:
Nach meinen Erfahrungen ist es in der Medizin einfach so, dass nicht alles eindeutig ist. Beschwerden passen auf mehrere Krankheiten, jeder reagiert anders und es ist (leider) nicht immer alles wie im Lehrbuch.


Gerade hier wäre ja eine Rückmeldung super. Dann würde der Arzt ja auch an Erfahrung gewinnen. Solche Fälle meinte ich u.a. mit dieser Frage.

Ich habe die Frage aus aktuellem Anlass gestellt. Mir wurde vor einer OP gesagt, dass es "ein Versuch" ist, dass aber allgemein sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Bei mir war die Aktion aber eher von Nachteil. Deshalb habe ich darüber nachgedacht. Im Grunde laufe ich beim Operateur (hoffentlich) nie wieder auf. D.h. er wird wahrscheinlich glauben, dass wieder ein gutes Ergebnis erzielt wurde. Wenn seine OP-Empfehlung genau so entstanden ist (weil er von positiven Ergebnissen ausgeht, weil sich niemand mehr gemeldet hat), wäre das ja schon ziemlich dumm gelaufen. Mir selber war und ist bewusst, dass es ein Versuch war, für dessen Erfolg mir niemand garantieren kann. Es geht also nicht um Schuldzweisung, eher eine Meldung für die Statistik.

VG
Blaubärchen


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BeitragVerfasst: 23.05.09, 15:41 
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Beiträge: 3678
Da hast du Recht. So gesehen könnte es tatsächlich sein, dass sich einfach nur kaum jemand bei einem "Misserfolg" gemeldet hat und der Arzt deshalb davon ausgeht, dass alles super läuft :roll:

Dann wäre eine (sachliche) Info sicher hilfreich, direkt mit dem Hinweis, dass es keine Schuldzuweisung ist. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Susanne


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 Betreff des Beitrags: Interessiert es einen Arzt...
BeitragVerfasst: 01.05.10, 12:12 
Hallo,

in Krankenhäusern werden ja oft nach einer Behandlung Zettel für Meinungsumfragen verteilt, bzw. dem Patienten mitgegeben. Diese kann man dann auf Wunsch Anonym im Krankenhaus abgeben oder zuschicken.

LG paro


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BeitragVerfasst: 01.05.10, 14:11 
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Liebe Leute,

unterschaetzt die Wirkung einer positiven Rueckmeldung nicht!

Von Fehlschlaegen und unzufriedenen Patienten erfahren die meisten Aerzte, weil diese entweder missmutig wiederkommen oder eine Besschwerde ans Krankenhaus schicken. Die zufriedenen, bei denen alles gut gelaufen ist, melden sich hingegen meist nicht mehr; sie gehen halt ihrer Wege und freuen sich, dass jetzt alles gut ist.

Da Aerzte aber auch nur Menschen sind, tut es auch uns Aerzten gut, wenn wir etwas Lob oder Dank erhalten. Es ist naemlcih ziemlich demoralisierend, immer nur von tatsaechlichen oder vermeintlichen Fehlern zu hoeren.

Also schreibt ruhig einen kurzen Brief oder ein Kaertchen, das kann ja ein Einzeiler sein. Den Behandlern tut das gut und es baut auf und gibt Kraft fuer den naechsten Arbeitstag.

Viele Gruesse
B. Goretzky


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BeitragVerfasst: 01.05.10, 16:09 
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Hier unten als Zitate mal nicht alle etwas veränderten und nur auszugsweisen Antworten eines anonymen Chefarztes zu einer eher unerfreulichen Rückmeldung, wir uns aber gegenseitig informierten und dann auch noch einmal trafen.
Es ging dabei um eine fast dreiwöchige, sehr gute Diagnostik, die aber bei den entscheidenden Radiologiebefunden nicht so glücklich ausging, dies heute dort geklärt ist und ich hoffe noch weitere Radiologien der Vergangenheit zur Information zu ermutigen.
CA hat geschrieben:
Anfang 2009: ...danke für die Information, wie es bei Ihnen weitergegangen ist. Das erscheint insgesamt plausibel und ich drücke Ihnen die Daumen, dass es nach der OP besser geht. Ich habe die Info auch an den Radiologen und meine OA weitergeleitet...

CA hat geschrieben:
Mitte 2009: ...das ist eine tolle Idee und wir würden uns über Ihren Besuch und ihre Rückmeldung sehr freuen...

CA hat geschrieben:
Ende 2009: ...herzlichen Dank für Ihren „Bericht“. Vertrauen ist sicherlich ein Schlüssel in der Medizin, und Vertrauen entsteht durch gute Erfahrungen. Das ist manchmal bei dem Stress, den Krankheit erzeugt, gar nicht leicht. Ich freue mich, dass Sie Ihre Erfahrungen bei uns positiv bewerten. Ich hoffe, dass es jetzt für Sie gut weitergeht. Gerne stehe ich auch zur weiteren Beratung und Begleitung zur Verfügung, sofern erforderlich...

CA hat geschrieben:
Anfang 2010: ...Bezüglich.der Defizite sehe ich diese eher in der Schulung. Das ist natürlich bei seltenen Erkrankungen immer ein Problem. Dafür ist Ihre Website und das Engagement sehr nützlich. Eine Myelographie könnte evtl. in den meisten Häusern gemacht werden, die MRT Flussstudien brauchen dagegen zusätzliche Software, die für die Häuser sicherlich wenig rentabel ist. Das wird daher größeren Zentren vorbehalten bleiben...

Dies könnte beweisen, dass doch mehr möglich zu sein scheint, als sich mancher denken mag.

Jedoch musste auch das Eis gebrochen werden, erst das persönliche Gespräch klären konnte, dass es mir wirklich nur um meine Vergangenheitsbewältigung geht und ich mir meine Nerven nicht mit unsinniger Schuldsuche kaputt machen möchte.
Ich hatte da nämlich in meinem Leben etwas anderes, wichtigeres vor und alles was mir zugestossen war mir ohnehin genügend Energie raubte.

Ich spare mir mal meine Lobesbriefe an verschiedene Stellen, wo ich in Behandlung war.
Das machte ich schon meistens aus Routine so.
Genau wie ich wohl einer der wenigen bin, der in KHs die Beurteilungsbögen ausfüllt.
Und wer darauf die Adresse angibt, der bekommt oft auch einen Lobesbrief vom Empfänger so einer Bewertung.

Schöne Grüße
Robert


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BeitragVerfasst: 02.05.10, 20:29 
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Hallo Ihr lieben Leute
Einen schönen guten Abend

Ich hatte die Ehre hier zu lesen und bin eine Patientin aus Luxemburg.
Ja das Vertrauen aufbauen ist schwer und wenn die Diagnosen zeschmetternd sind nützt es nichts heulend da zu sitzen.
Hier zu Lande möchte ich soviel wie möglich die Kapazitäten herauskitzeln aus dem Grunde warum unnötige Auslandsvisiten verschreiben man hat den Anschein die Ärzte dementieren sich selbst und würden sich selbst vieles nicht zu trauen und das positive daran ist so langsam merken die auch wofür es gut ist Internet zu haben und es ist auch nicht schlimm sich bei früheren Kollegen Rat und Hilfestellung zu holen,JA sogar die Gelehrten werden wieder konsultiert, warum auch nicht, ist ja nichts dabei.
Ich finde Kommunikation sehr wichtig und auch hier ist sie von grosser Bedeutung.
Und hat man mich wieder auf die Beine gestellt weiss ich es sehr zu schätzen und zeige mich auch wenn ich nicht krank bin :wink:
Jetzt sitze ich wieder ganz unten nach sehr langer Zeit und vieler Nachlässigkeit meinerseits und denoch gibt mich keiner auf,das schätze ich sehr und ausserdem bin ich keine die bei Wehwehchen gleich zum Arzt läuft, JA ich bin dumm, ich habe mein Leiden versteckt und mich in die Arbeit vertieft und alles war für mich paletti ja bis ich jetzt wieder eingeholt wurde aber ist auch nicht schlimm ich schaff das schon mit den Ärzten und die verdienen einen dicken Lob.

Also freut Euch über jedes gerettetes Leben man wird es auch Euch zu danken wissen auch wenn nicht von heut auf morgen aber das kommt bestimmt :wink:

Ein bekanntes Sprichwort besagt " Zuletzt stirbt die Hoffnung"

Ich wünsche Euch eine schöne geruhsame Nacht. :)

Mit vielen lieben Grüssen und einen grossen fetten Dank für Eure Hilfe im Forum mit all Eurem Wissen und sämtlichen Ratschlägen, besten Dank 8)

aus Luxemburg Blanche :D

_________________
L.G. Blanche


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BeitragVerfasst: 02.05.10, 21:52 
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Hallo Blanche,

meine Erfahrung ist, dass es darauf ankommt, was man hat und ich für die folgende Ausführung noch einmal separat was bringen werde.

Meine leider zu lange und zwangsweise Beschäftigungstherapie mit Medizin hat mir bis heute zwei Seiten der Medaille gezeigt und sich das auch nicht ändern wird.
Dazu bin ich auch zu sehr Realist, allerdings auch Optimist.

Außerdem gehört zu Lob auch Kritik, denn ohne Kritik kann Lob doch gar nicht mehr wahrgenommen werden.

Ich kann es sehr gut verstehen, wenn Patienten verzweifelt sind, war es auch immer wieder mal.
Denn meine immer wieder gemachte Erfahrung ist, von seltensten Ausnahmen abgesehen, wenn Ärzte sich nicht auskennen, dass diese keine Kollegen konsultieren, sich zu viel zutrauen, sich nicht weiterbilden, kein Internet nutzen, schlecht kommunizieren, weil sie vielleicht so sind wie viele von uns, also ohne Antrieb, von sich herrlichst überzeugt, hatten ja mal was gelernt, die Familie, das Haus, das Boot, etc., wer weiß es schon, soll mich ja auch nicht interessieren.

Mich interessierte immer nur, dass ich arbeits- und lebensfähig bleibe und dies ohne Hilfe.
Und immer wenn ich medizinische Hilfe brauchte, schon von Kind an, war es nie reibungslos, habe deshalb bis heute ein gestörtes, immer wieder von Mißtrauen geprägtes Verhältnis zur Medizin, auch wenn ich es heute besser steuern kann.

Zuletzt stirbt die Hoffnung? Das finde ich doch sehr hoffnungslos. :wink:

Schöne Grüße
Robert


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BeitragVerfasst: 03.05.10, 08:54 
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Hallo Beitragszahler
Einen wunderschönen guten Morgen :)

Erfahrungen ob positive (die wünschenswert sind) oder negative (die ich auch nicht sonderlich mag) erlebt man und jederman, das ist das was das Leben so mit sich bringt.
Gut dass Sie Optimist sind und hoffe sehr dass es so bleibt denn ich bin eine unermüdliche Optimistin jedoch keine Naive Persönlichkeit :wink:
Man hat das Recht zu kritisieren jedoch sage ich hierzu Negative Erfahrungen bringen und stauen Wut in einem, jedoch auch hier sage ich ruhig Blut und lasse mir bei Missverständnisse einen Termin geben und schaffe es aus der Welt.
Dazu gehört eine dicke Portion Mut und Angstüberwindung aber bis jetzt bin ich nicht damit auf die Nase gefallen nur das Gegenteil ist entstanden, denn ich finde meine Ärzte gut und habe Vertrauen in Sie auch wenn ich wütend bin über erstellte Diagnosen die für mich niederschmetternd sind aber ich trage ja auch eine Menge Selbstschuld weil ich eben keine Rücksicht auf meine Gesundheit nehme und immer sage den anderen geht es mieser also folglich bin ich Sensibel und lenke mich ab und zwinge mich zu funktionieren und von daher Mia culpa dafür kann kein Arzt auf der ganzen Welt!
Zugeben möchte ich auch dass es bei vielen nicht klappt und von daher sage ich naja gut dann muss ich mich auf die Beine stellen und halt selbst einen neuen Arzt aufsuchen und ich habe gelernt auf Spezialisten zurück zu greifen zeige Denen ein offenes Ohr sowie Sie mir dann auch eins schenken aber es dauert, schade drum :(
Meinen Spruch deute ich nicht als hoffnungslos da es immer Hoffnung gibt ich muss nur darauf achten nicht blindlinks und zu naiv auf etwas ein zu gehen darum nutze ich Foren und chate auch und recherchiere nach Alternativen das ist auch der Grund nicht naiv zu sein und respektiere alle Patienten und auch Ärzte auch bei negativer Erfahrung aber ich lasse nicht locker.
Manchmal reicht ein Witz manchmal sind es sehr ernst zu werdende Disskutionen aber auf beiden Seiten spürte ich nach den Gesprächen Erleichterung aber wie gesagt es strapaziert nicht nur meine Nerven sondern auch die des Arztes und einmal ging einer nicht auf mich ein seis drum ich blieb weg dankte trotzdem für Seine Bemühungen und erklärte Ihm dass ich so nicht kann und verabschiedete mich und wenn wir uns auf der Strasse begegnen bleiben trotzalledem Freundlichkeit, Manieren usw. übrig,also in einem Sinne hat das ganze doch sein Gutes und niemand ist nachtragend und ja auch gab es falsche Behandlungen aber was soll ich tun schreinen, fluchen, nein dafür bin ich zu müde und erkundige mich dann per Internet aber seit den Letzten 10 Jahren klappt es und nur ich habe nicht gelernt auf mich zu achten also trage ich die Schuld was die Ärzte zwar erbost und eine Rüge bleibt nicht aus aber dennoch lassen Sie mich nicht im Regen stehen und das weiss ich sehr zu schätzen.
Bleiben Sie ein Optimist, jedenfalls wünsche ich Ihnen es und Kopf hoch es kommen auch bessere Tage :wink:

Mit freundlichen Grüßen
Blanche 8)

_________________
L.G. Blanche


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.05.10, 12:52 
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Hallo Blanche,

vielen Dank für die umfassende Beschreibung.
Das alles kann ja soweit zutreffen, wenn es sich um halbwegs normale und gängige Krankheitsbilder handelt und die Suche nach einer Lösung absehbar zum Erfolg führen wird.

Dies alles trifft aber auf seltene oder individuelle Krankheitsbilder nicht zu, so wie es bei mir mit einem unbekannten, angeborenen Fehlbildungssyndrom ist.
Weitere ebenso seltenere Erkrankungen im Leben, Vernachlässigungen in der Kindheit, multiple und teilweise schwere psychische Traumatisierungen hatten einen immer höheren Scherbenhaufen aufgeworfen.

Dann als es nicht mehr ging, kamen wegen dieser vielen unbekannten Faktoren bei mir, immer wieder Hilflosigkeit und damit leider zeitweise, schäbige Kommentare (ein eigenes Thema zu ärztlicher Kompetenz) und unerträgliche Arroganz mir gegenüber von ärztlicher Seite her.
Ich führte in der Vergangenheit schon über verschiedene dieser Erlebnisse aus, setzte mich damit erneut dem Risiko von Abfälligkeiten aus, dies aber trotzdem immer wieder mal Meilensteine zur Verarbeitung sein können.
So ein Beispiel findet sich unter http://www.medizin-forum.de/archiv/view ... hp?t=88122 und dies noch vor der Entdeckung einer weiteren seltenen Erkrankung bei mir war, die ich selbst schon Jahre vorher entdeckt hatte, nur die Ärzte es nicht sehen konnten, nicht sehen wollten und ich tricksen und schweigen musste, um dann doch endlich durch Expertenhände behandelt worden zu sein, dies dann ja doch wieder nur eine von meinen abenteuerlichen Geschichten in meinem Leben war.

Ich habe nun mit neuen, alten Problemen aus dieser Geschichte heraus zu tun, werde es wohl nie richtig loswerden, die Prognose dennoch sehr gut ist, welch ein Widerspruch, ich aber schon früh gelernt hatte im Widerspruch bestehen zu können.
Und nun geht für mich rein gedanklich alles wieder von vorne los, obwohl ich ja jetzt Diagnostik- und Behandlungsangebote habe.
Dennoch ist da noch vieles andere zu klären, mich das ja auch belastet und es wohl einfach zu kompliziert ist mal richtig zu diagnostizieren, selbst wenn dadurch keine Hilfe in Form einer Therapie entstehen könnte.

Und nun wieder etwas zu der anderen Seite der Medaille.
In der medizinischen Rehabilitationsmaßnahme letztes Jahr hatte ich mir mal die Gelegenheit gegeben einfach mal alles aufzuschreiben, was mir an positiven Erfahrungen mit benannten Ärzten und Krankenhäusern widerfahren ist.
Das Ergebnis war sehr erstaunlich, denn es war plötzlich mehr, als ich mich in Anzahl an negative Erfahrungen erinnern konnte.
Jedoch wiegen die negativen Dinge eben einfach mehr, diese traumatisch nachhaltiger wirken und die Heilwirkung von positiven Dingen nicht allein ausreichen, einfach dazu noch die Zeit eine Rolle spielen wird.

Nun, jedenfalls hatte ich seit Oktober 2008 mit verschiedenen Ärzten, Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen nur Erfolge zu feiern und ich meine positive Bewertung mündlich und schriftlich Ärzten und Therapeuten gegenüber dargestellt hatte.

Schöne Grüße
Robert


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