Sprunggelenk-Arthodese

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Breda
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Sprunggelenk-Arthodese

Beitrag von Breda » 30.12.18, 01:04

Vor genau 30 Jahren: Motorradunfall, Auto-Stossstange in Fuss
Offener Trümmerbruch rechter Fuss,
Ablederung des Fersen- / Mittelfussbereichs, Zehen noch alle da, Gefühl in Zehen relativ gut.
Achilissehnen-Abriss
kein Gipsen möglich gewesen, sondern nur Lagerung in offener, breiter Schiene,
ständige Benetzung der Schienenwatte mit keimfreien Wasser
Wundbrand
Transplantation des Latisimus um ganze Ferse und Knöchelbereich
darüber Transplantation Hautgewebe von Oberschenkeln
Verlängerung der Achilis-Sehne (2x)
Herabsetzen des Spitzfusses (2x)
= 14 OP's
Hatte seither immer Hoffnung auf ein künstl. Sprunggelenk.
30 Jahre lang wurde nichts mehr daran gemacht, keine Spezialschuhe o.ä.
Beschwerden sind immer da, Schmerzen meist auch, transpl. Haut verträgt keine Überbelastung geht auf, blutet, nässt.

Heute:
Spitzfuss
Arthrose
Knochenausstülpungen am Gelenk (sieht aus wie ausgelaufene Knochen-Tropfen auf dem Röntgenbild)
keine Chance auf künstl. Sprunggelenk, weil sehr viele Knöchelchen, miteinander verwachsen sind und Sehnen,Muskeln,Weichteile, Haut nicht in o.k.

Bekomme nun orthop. Mass-Schuhe und die Möglichkeit, das Sprunggelenk nach Angewöhnung der Mass-Schuhe zu versteifen mit 3 Möglichkeiten:
1) Spitzfuss so belassen und versteifen
2) Spitzfuss leicht herunternehmen und versteifen
3) Spitzfuss auf 90 ° Winkel "umzubauen", sei sehr schwierig, und meine Haut an der Fusssohle hält das nicht aus, Achilissehne nach 2 x Verlängerung nicht weiter verlängerbar.

Zu welcher der 2 ersten Möglichkeiten würden Sie mir raten? Nr. 3 werde ich mir nicht antun. Ich arbeite Zuhause in der Landwirtschaft und kann/will mir nicht so viel Reha antun mit wahrscheinlich wieder enormeren Schmerzen und leider auch ohne Gewissheit, dass es nach Genesung wirklich besser würde. Ich habe doch immerhin 30 Jahre Erfahrung mit meinem Fuss und weiss genau, von was ich hier spreche.

Ich danke Ihnen im voraus für Ihren Ratschlag.

Freundliche Grüsse
Breda

jaeckel
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Re: Sprunggelenk-Arthodese

Beitrag von jaeckel » 30.12.18, 09:19

Hallo Breda,

die gewünschte Beratung kann seriös nur von einem absoluten Spezialisten geleistet werden. In meiner Region (PLZ 6) wäre der Vorschlag einen erfahrenen Fußchirurgen aus einer BG-Unfallklinik zu kontaktieren und mit sämtlichen aktuellen Rö-, CT-, MRT-Bildern einen Vorstellungstermin zu vereinbaren.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

Breda
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Re: Sprunggelenk-Arthodese

Beitrag von Breda » 30.12.18, 17:56

Hallo Hr. Dr. Jäckel,

danke für Ihre prompte Antwort.

Das ist bereits im Juli 18 beim Spezialist in einer Klinik geschehen, da wurden Röntgenbilder gemacht und vorab definitiv das künstl. Sprunggelenk als nicht machbar erklärt.
Breda hat geschrieben:
Bekomme nun orthop. Mass-Schuhe und die Möglichkeit, das Sprunggelenk nach Angewöhnung der Mass-Schuhe zu versteifen mit 3 Möglichkeiten:
1) Spitzfuss so belassen und versteifen
2) Spitzfuss leicht herunternehmen und versteifen
3) -


Dann wurden Mass-Schuhe verordnet, und nach ca. 4-monatigem Tragen der Mass-Schuhe wird Termin vereinbart, um aktuelle Lage (mit Schuh) anzusehen. Danach werden weitere bildgebende Massnahmen getroffen.

Die Schuhe werden wg. der damit zusammenhängenden, mühsamen Bürokratie nicht vor Frühling/Sommer fertig sein.
Doch vorab würde ich gerne mehr erfahren, was alles noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn man den Fuss in der Spitzfuss-Stellung versteift.
Hintergrund dieser spezifizischen Frage: Ich bewege mich seit 30 Jahren nur mit/auf dem rechten Fussballen, der mir je länger je mehr Beschwerden bereitet. Mein Jahrgang ist 1962.

Schön wäre, hier auch von entsprechenden Erfahrungen lesen zu können, und/oder auch, wie die Erfahrungen mit versteiftem Fuss in Spitzfuss-Stellung sind.

Dieses ganze Thema wird leider noch sehr lange dauern, aber zumindest würde ich für mich im Vorfeld gerne auf das Dafür oder Dagegen einstellen.
(Von meinen Röntgenbildern habe im Juli 18 vor Ort in der Klinik Handy-Fotos gemacht).

Besten Dank im voraus
Freundliche Grüsse
Breda

Breda
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Re: Sprunggelenk-Arthodese

Beitrag von Breda » 06.01.19, 18:58

Dann frage ich mal anders,

welche Erfahrungswerte liegen vor, wenn eine Fussgelenk-Arthrodese in Spitzfuss-Stellung (also nicht im 90°-Winkel) durchgeführt wird.
Die Erfahrungswerte in dieser Fuss-Stellung sind ja äusserst gering, deshalb frage ich hier nochmals nach. Vielleicht weiss jemand näheres dazu.

Weil: Schlussendlich bin ich diejenige, die sich für eine der 2 Möglichkeiten entscheidet und damit auch weiterhin damit umgehen muss.

Die übliche Sprunggelenk-Arthrodese wird in einem 90°-Winkel gemacht. Das wäre in meinem Fall wohl eher ein Wunschgedanke, und ob ich danach meinen Fuss überhaupt noch belasten könnte, sei dahingestellt. Deshalb werde ich diese (wie vom orth. Chirurg definierte: "hochkomplexe OP") nicht durchführen lassen.

Schmerzhafte Überbelastungs-Stellen am Fussballen sind schon seit vielen Jahren vorhanden.

Ich bedanke mich schon im voraus für ernstgemeinte Ratschläge, allenfalls auch Nachlesematerial für die versteifte Spitzfuss-Stellung.
Der derzeitige Winkel könnte ich anhand der jüngsten Röntgenbilder aus Juli 2018 eruieren, warte aber gerne vorab das Feedback hier ab.

Freundliche Grüsse
Breda

Breda
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Re: Sprunggelenk-Arthodese

Beitrag von Breda » 13.02.19, 09:50

Wer hat denn sonst noch hier Erfahrungen mit einem Spitzfuss ?

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