Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP Ind.

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Pauline1969
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Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP Ind.

Beitrag von Pauline1969 » 13.08.18, 19:59

Guten Abend,
Vor gut 3 Monaten wurden bei mir mittels MRT zwei mediolaterale Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule festgestellt.
Ich hatte starke Nacken, Schulter und Armschmerzen.
Zuerst wurde eine 10tägige Infusionstherapie mit 4 Medikmenten durchgeführt.
Alle Schmerzen waren erst einmal auf Anhieb verschwunden. Nur das Kribbeln im Arm war noch vorhanden, wenn ich den Kopf in den Nacken gelegt habe.

Ca. am 4 Tag der Infusionen trat jedoch eine Schwäche im Arm auf.
Ich wurde zum Neurologen geschickt, dieser stellte einen Kraftverlust mit KG4 beim Bizeps, Trizeps und der Abduktion fest und einen verminderten Bizeps und Trizepsreflex.

Aufgrund nicht mehr vorhandener Schmerzen empfahl er, erst einmal, weiterhin konservativ zu behandeln.

Ich bekomme alle 3 Wochen eine PRT Spritze, nach der ersten war das Kribbeln im Arm weg, die Nackenschmerzen kommen jedoch nach jeweils 2 Wochen wieder und auch die Schwäche im Arm ist unverändert vorhanden.

Ich habe außer dem Kraftverlust im Arm ( das stört mich gar nicht so ) jeden Abend das Gefühl mein Kopf ist viel zu schwer. Das beginnt meistens am Nachmittag und wird bis zu Abend immer mehr. Das ist so unangenehm, weil es auch keine entlastende oder entspannende Position gibt. Der Nacken verkrampft immer mehr und mehr. Meist bleibt mir nichts anderes übrig als ein Schmerzmedikament, zum Beispiel Ortoton zu nehmen.

Mein Orthopäde versucht alle Möglichen auszuschöpfen, aber ich glaube, er ist mit seinem Latein nun auch am Ende. Er wollte eine zweite Meinung von einem Neurochirurgen, eventuell eine andere Idee bezüglich anderer Spritzen oder einer anderen Therapie, dieser jedoch gab an, sich mit konservativer Therapie nicht auszukennen. Eine Null-Stellung gäbe es nicht - ohne OP - und eine OP würde er, aufgrund nicht vorhandener (starker) Armschmerzen, nicht empfehlen.

Da mittlerweile 3 Monate vergangen sind, in der kommenden Woche die 4. PRT Spritze ansteht, sich aber eigentlich seit einigen Wochen die restlichen Beschwerden nicht dauerhaft verändern oder verbessern, wollte ich fragen, ob es nicht noch irgendwelche anderen Möglichkeiten oder Empfehlungen, andere Spritzen oder andere Medikamente, gibt ?

Vielen Dank für Ihre Mühe !!!

BioTherapeut
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Re: Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP I

Beitrag von BioTherapeut » 14.08.18, 08:24

Guten Morgen Pauline,
mir ging es 2007 ählich.Starke Schmerzen in der Lendenwirbelsäule bei nachgewiesenen 2 Bandscheibenvorfällen.Starke Medikamente haben etwas gelindert.Ich ging an Krücken und war auf fremde Hilfe angewiesen.Mir und auch anderen hat die Elph Therapie geholfen.Ich weiß von Horrornachrichten auf Psiram, alles dummes Zeug.Vielleicht informierst Du Dich anders.
Seit 2007 beschwerdefrei,keine Schmerzmittel oder Antirheumatika mehr, keine Krücken,kann mich normal bewegen und habe auch wieder Holz gehackt. Elph Therapie ist aber keine Krankenkassenleistung.
LG

Pauline1969
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Re: Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP I

Beitrag von Pauline1969 » 14.08.18, 15:30

Hallo !

Vielen Dank für Deine Antwort und Deine Hilfe, aber ich kann mich mich dieser Art Therapie generell nicht anfreunden.

Meine Frage beruhte mehr auf den schulmedizinischen Möglichkeiten !
Macht es zum Beispiel Sinn, die PRT Spritzen vom Abstand her zu verkürzen?
Inwieweit zieht sich ein Bandscheibenvorfall überhaupt durch Cortison zurück ?

Hat man eine reale Chance, dass sich der Kraftverlust und die Verkramfung des Nackens durch irgendwelche Medikamente bessern?

Vielen Dank im voraus !

BioTherapeut
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Re: Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP I

Beitrag von BioTherapeut » 14.08.18, 16:40

PRT Injektionen hatte ich auch,brachten bei mir leider immer nur kurzfristige Linderung. Das habe ich noch nie gehört, dass sich Bandscheibenvorfälle durch Cortison zurückziehen. Ich glaube nicht, dass sich der Kraftverlust durch Medikamente verbessern lässt. Für die Verkrampfungen gibt es vielleicht passende Medikamente. Schulmedizinisch würde Dir bei bleibenden Beschwerden die Operation übrig bleiben. Als Schulmediziner habe ich damals keine andere Möglichkeit als eine alternative Methode gesehen und das hat super funktioniert.
LG

Pauline1969
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Re: Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP I

Beitrag von Pauline1969 » 14.08.18, 18:27

Ich hatte es bisher immer so verstanden, dass die Bandscheibe durch das Cortison etwas eintrocknet und sich dadurch quasi zurückzieht, im Sinne von schrumpfen.
Wenn ich damit falsch liege, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren :-)

Eine OP möchte ich natürlich nicht und auch der Neurochirurg würde mir, zumindest zur Zeit, nicht dazu raten, da ich keine starken Schmerzen im Arm habe.
Ich komme mit Ibuprofen und ab und zu Ortotol aus.

Ich suche schon nach Möglichkeiten, aber ich kann mich mit den nicht klassischen Therapien einfach nicht anfreunden und stehe dem sehr skeptisch gegenüber.

Auch ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass die PRT Spritzen nur 2 bis max. 3 Wochen geholfen haben. Bisher hatte ich 3, am Montag folgt die 4.
Die Abstände wechselten von 3 auf 2, von 2 auf 4 Wochen, je nachdem wie meine Aussage zu den Beschwerden war. Und nach den 2 Wochen sagte, ich viel besser, sodaß der nächste Termin nach 4 Wochen vereinbart wurde.

Was bewirken denn die PRT Spritzen oder was sollten sie bewirken?

Vielen Dank und viele Grüße, Pauline

BioTherapeut
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Re: Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP I

Beitrag von BioTherapeut » 15.08.18, 06:17

Bei der PRT wird ein Lokalanästhetikums oder ein Corticoid direkt an die lokal entzündete, komprimierte oder gedehnte Nervenwurzel gespritzt. Man erhofft sich eine Schmerzlinderung und eventuell Rückgang der Schwellung. Wenn es Dir hilft dann mache es doch weiter und habe Geduld.
LG

Pauline1969
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Re: Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP I

Beitrag von Pauline1969 » 15.08.18, 08:45

Dankeschön!

Ja, beides wird gespritzt ein lokales Anästhetikum und ein Corticoid unter CT.

Haben Sie Erfahrungen, wie lange dies durchschnittlich durchgeführt werden muss, damit sich ein Erfolg einstellt ? Und welches der ideale/optimale Abstand der einzelnen Spritzen ist ?

Besten Dank und viele Grüße
Pauline ä

BioTherapeut
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Re: Bandscheibenvorfall, Kraftverlust linker Arm - kein OP I

Beitrag von BioTherapeut » 15.08.18, 10:37

ich würde sagen, dass Sie und der behandelnde Arzt das entscheiden.Länge der Behandlung bis zur deutlichen Besserung, Häufigkeit der Injektionen nach Beschwerden.
LG

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