Fragen zu OP vor 27 Jahren

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knie123
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Fragen zu OP vor 27 Jahren

Beitrag von knie123 » 21.01.18, 11:41

Hallo miteinander
1991 hatte ich als 4jährige einen Autounfall und einen gebrochenen Oberschenkelhalsknochen.
Daraufhin wurde ich in einem KH behandelt. Es wurden Löcher in meine Knie gebohrt, eine Metallstange durchgeschoben und die Beine wurden so mit Streckverband hochgehangen und ruhiggestellt. Der Knochen sollte von selbst zusammenwachsen. Ich bekam jedoch eitrige Entzündungen in den Löchern der Knie und am Gesäß. Nach 3 Wochen wurde ich in ein anderes KH verlegt und war nach Angaben der Ärzte schwer traumatisiert. Ich habe übermäßig geschrieen sobald ich Ärzte sah und um mich geschlagen.
Im neuen KH wurde das gebrochene Bein aufgeschnitten, die gebrochenen Enden des Knochen mit einer Metallplatte zusammengeführt und nach einigen Wochen, nachdem alles zusammengewachsen war, wurde die Metallplatte entfernt.

Die Ärzte dort sagten, man hätte die OP sofort so machen sollen!

Ich habe durch den Unfall bzw vor allem durch die Zeit im ersten KH (ich war als 4jährige in einem Einzelzimmer)
Traumata davongetragen, mein Gefühl sagt mir dass die Methoden mit denen ich behandelt wurde, absolut furchtbar waren. Daher meine Frage an jmd der sich evtl auskennt: waren solche Methoden damals (DDR) üblich? Dass 4jährigen Mädchen gesunde Kniee aufgebohrt wurden und sie mit ner durchgeschobenen Metallstange fixiert werden?

Johanna Seeländer
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Re: Fragen zu OP vor 27 Jahren

Beitrag von Johanna Seeländer » 25.01.18, 14:57

Hallo,
es gibt spezielle Beratungsstellen und auch Forschung über die Medizin (auch über pharmazeutische Versuche z. B.) und sicher auch über op-Techniken in der ehemaligen DDR. Patientenbeauftragte sollten Ihre Fragen beantworten können oder entsprechende Stellen kennen.
Herzliche Grüße
Dr. rer. medic. Johanna Seeländer M. Sc.
Physiotherapeutin
Gesundheitswissenschaftlerin

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