GdB Widerspruch

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Gina1956
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GdB Widerspruch

Beitrag von Gina1956 » 28.02.15, 09:52

Diagnosen:
- 1995 Wirbelsäulenversteifung L4/L5 nach Segmentinstabilität und Bandscheibenprotrusion, beginnende Spondylolisthesis
- jetzt festgestellte Osteochondrose Typ II BWk 10, alla anderen BWk Typ I (lt. MMRT Ödeme, Einbruch von Bandscheibengewebe)
- Osteoporose
- Steilstellung der HWS
- leichte Skoliose

Entfernung Gebärmutter und Eierstöcke ((11fache Operationen), hier Verwachsungsbeschwerden, Einschränkung in der Sexualität

zu o.g. Zuständen chronische Schmerzzustände, ständige verordnete Medikamenteneinnahme an Schmerzmitteln, dadurch rezidivierende Magenbeschwerden, kein Durchschlafen möglich wegen Schmerzen beim Drehen)

GdB von 40 seit 1997
Erhöhung abgelehnt (Osteochondrose, Osteoporose dazugekommen) chronischhe Schmerzustände

Widerspruch erfolgreich? Formulierungshilfen?

Muppet
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Re: GdB Widerspruch

Beitrag von Muppet » 28.02.15, 12:21

Hallo,
Es wird auch das Alter berücksichtigt. D.h. bis du etwas älter sind einige "Abnutzerscheinungen" zu erwarten.
Steilstellung der HWS und leichte Skoliose findet man bei ca. 25% der Bevölkerung. Nicht krankhaft.
Osteochondrose ist auch bei ältere Menschen, bzw. Menschen ab ca. 40J zu erwarten.
D.h. der älter man ist, der niedriger fällt die GdB aus.

Osteoporose und Schmerzerkrankungen werden eher die Grundlage der Entscheidung beeinflussen.

Abgeheilte Erkrankungen werden gar nicht berücksichtigt.

Sinnvoll ist Quittungen für Medikamenten mitzuschicken, stellt die finanziellen Verlust dar und untermauert das Problem.

Wichtig beim Widerspruch ist es das sozialen Impakt die Erkrankungen anzugeben. Wird auch bei die Entscheidung stark berücksichtigt.

Gruß
Muppet

kosa
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Re: GdB Widerspruch

Beitrag von kosa » 02.03.15, 21:22

Hallo,

für die Widerspruchsbegründung ist vorherige Akteneinsicht notwendig, deshalb wäre zur Fristwahrung sinnvoll ein einfaches Schreiben aufzusetzen, dass Widerspruch eingelegt sowie Akteneinsicht beantragt wird und die Begründung nachgereicht wird. In der Begründung sollten auf jeden Fall auch auf die aktuellen Beeinträchtigungen und Ihre Auswirkungen im täglichen Leben (im Detail) eingegangen werden. Weitere Begründungen sind vom Ergebnis der Akteneinsicht abhängig.
Mögliche Formulierungen finden sich unter anderem hier: www.widerspruch.org

Gruß
kosa

marvy66
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Re: GdB Widerspruch

Beitrag von marvy66 » 02.03.15, 23:02

http://www.medizinfo.de/pflege/behinder ... hten.shtml

http://www.h-baer.de/anhalt1.htm

hier finden Sie Anhaltspunkte dazu , welchen GdB Sie für die aufgeführten Störungen "erwarten" können.
im Wesentlichen sind Gutachter daran gebunden.

Liegen verschiedene Störungen vor, werden die GdB nicht addiert!
Beispiel: Leiden A wird mit 50% GdB eingestuft, Leiden B mit 10% GdB - dann bleibt es in aller Regel bei 50% GdB. würde Leiden B mit 30% GdB eingestuft, wäre der Gesamt GdB zw. 50 - und 70% zu "erwarten" - je nachdem , wie sich die Leiden unter Ihren persönlichen Umständen in der Gesamtheit auswirken.

Nicht jeder Antrag auf Erhöhung des GdB bringt eine Erhöhung, es kann auch runtergestuft werden (wie muppet betont, das Alter spielt eine große Rolle)
Wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Arzt oder an den VdK.

kosa
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Re: GdB Widerspruch

Beitrag von kosa » 03.03.15, 01:11

Hallo,
marvy66 hat geschrieben:Wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Arzt oder an den VdK.
Der behandelnde Arzt erstellt auf Verlangen das Gutachten, dass er darüber hinaus Widerspruchsberatung anbietet möchte ich bezweifeln.
Der VDK berät nur im Rahmen einer Mitgliedschaft.
Muppet hat geschrieben:D.h. der älter man ist, der niedriger fällt die GdB aus.
Muppet hat geschrieben:Abgeheilte Erkrankungen werden gar nicht berücksichtigt.
Diese Aussagen sind viel zu pauschal gehalten. Richtig ist, dass physiologische Veränderungen im Alter oder eine ausgeheilte Erkrankung bei der Beurteilung mit berücksichtigt werden, das heisst aber nicht, dass sie grundsätzlich ausgeschlossen sind.

Das ein Antrag im Rahmen des SGB abgelehnt wird ist eher normal als ungewöhnlich aber eine Einschätzung, ob im Einzelfall ein Widerspruch und eine (möglicherweise) anschließende Klage den gewünschten Erfolg haben wird, kann ein Forum nicht leisten.

Gruß
kosa

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