Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

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zauberlehrling
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Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von zauberlehrling » 10.02.14, 18:10

Hallo,

meine Orthopäde hat ein Hallux valgus und eine beginnende Arthrose im Großzehengrundgelenk
diagnostiziert. Wann sollte ich mich nun operieren lassen? Ich habe Sorge, dass die Arthrose weiter fortschreitet
und mein Gelenk noch mehr zerstört wird. Momentan trage ich spezielle Schuh-Einlagen und je nach Schuh geht es
so einigermaßen. Ich arbeitet als Krankenschwester, da bin ich natürlich auch den ganzen Tag auf den Füßen.

Herzliche Grüße
zauberlehrling

alex1987
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von alex1987 » 13.02.14, 20:24

Hallo zauberlehrling!

Hast du denn Schmerzen beim Laufen oder auch in Ruhe? Hast du Probleme mit dem Ballen, entzündet sich dieser durch Reibung in den Schuhen?

Ich wurde bereits am Hallux operiert, habe es aber nur machen lassen, weil ich wirklich nicht mehr schmerzfrei laufen konnte und ich dauernd einen entzündeten Ballen hatte. Ich habe auch eine beginnende Arthrose im Großzehengrundgelenk, die ist glaub ich nicht weg, aber ich bin nicht mehr so eingeschränkt wie vorher. Ich habe die OP bisher nicht bereut, das Ergebnis ist gut.

Du musst halt überlegen, dass so eine OP kein Spaziergang ist. Natürlich richtet sich das auch nach der OP-Methode. Ich musste z.B. 6 Wochen einen Spezialschuh tragen, danach hab ich 2 Wochen gebraucht um einigermaßen flüssig laufen zu können. Und danach braucht dein Fuß weiter Zeit, bis alles wieder gut ist.

Vielleicht konnte ich dir schon ein bisschen helfen. Wenn du noch Fragen hast, frag ruhig.

Viele Grüße!

PS: Eine gute Adresse für Hallux-Leidende ist auch das Hallux-Forum http://www.hallux-forum.de/

sternenfeld
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von sternenfeld » 13.02.14, 21:01

Hallo Zauberlehrling,

darf ich mal fragen, wie alt du bist? Ich bin 34 und mir hat meine (neue) Fußpflegerin vor ca. drei Wochen "diagnostiziert", dass ich einen HV und auch eine Arthrose im großen Zeh habe. Sie meinte, so was hätte sie bei einer so "jungen" Patientin noch nicht gesehen :shock: Dann hat sie mir eine Orthose gebastelt, die ich seitdem mal mehr, mal weniger trage. Operieren würde ich es aber erst lassen, wenn es mir Beschwerden machen würde.

Gruß,
Sternenfeld

alex1987
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von alex1987 » 13.02.14, 21:33

sternenfeld hat geschrieben:Sie meinte, so was hätte sie bei einer so "jungen" Patientin noch nicht gesehen
Ich bin zwar nicht die angesprochene Person, aber ich war bei der OP 26 Jahre und ein Hallux kommt zwar oft bei älteren Leuten, v.a. Damen vor, hat aber grundsätzlich erstmal NICHTS mit dem Alter zutun. Das sollte eine gut Fußpflegerin m.M.n. aber auch wissen...

Gruß
Alex

sternenfeld
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von sternenfeld » 13.02.14, 22:09

Hallo Alex,

okay, damit bist du deutlich jünger als ich :D
Die Fußpflegerin hat ja auch nur gesagt, dass SIE so etwas noch nicht in diesem Alter gesehen hat. Generell hat sie schon erwähnt, dass sowas auch vorkommt (nur halt wohl bisher noch nicht in ihrer Praxis)
Und ich muss echt sagen, nachdem ich schon bei unzähligen Fußpflegern war (und nie zufrieden und keine hat mich bis dato auf meinen HV angesprochen geschweige denn mir eine Orthose zu basteln) habe ich ENDLICH jemand wirklich fähigen gefunden! Die Dame hat bei der Erstbehandlung eineinhalb Stunden an meinen Füßen "rumgeschraubt" und "gewerkelt" und ich glaube, ich habe das erste Mal in meinem Leben schöne Füße und Zehennägel...und auch nach der Behandlung keinerlei Entzündung (hatte ich bei den anderen Vertreterinnen unabhängig voneinander ständig, deswegen hatte ich ja auch immer gewechselt)
So, genug geschwärmt :mrgreen:

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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von zauberlehrling » 15.02.14, 16:53

Hallo Alex,
ja, ich habe schon seit Oktober letzten Jahres Schmerzen, deswegen bin ich ja zum Orthopäden.
Ich kann z.B. gar nicht mehr auf Zehenspitzen laufen oder Schuhe mit Absatz >4cm tragen.
An Sport (Walking) traue ich mich auch nicht mehr wirklich ran wegen den Schmerzen, die zwar erträglich sind, aber auf Dauer auch sehr lästig. Mittlerweile habe ich die Schmerzen auch in Ruhe, also auch abends im Bett oder so.
Habe mich natürlich auch schon wegen OP Verlauf erkundigt und bin deswegen auch noch ein bisschen zurückhaltend. Allerdings habe ich die Sorge, das die Arthrose fortschreitet und ich damit meinem Zeh noch mehr Schaden zufüge!!
Herzlichen Dank für deinen Beitrag und deine Link-Empfehlung

Gruß
Zauberlehrling

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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von zauberlehrling » 15.02.14, 16:57

Hallo Sternenfeld,

ich bin "schon" 45 Jahre, habe schon sehr lange Probleme mit meinen Füßen, glaube, dass liegt in unsere Familie.
Mit einigermaßen erträglichen Schmerzen laufe ich nun schon ein halbes Jahr herum.
Ich bin total unsicher, wie ich mich entscheiden soll.

Vielen Dank für Deinen Beitrag

Herzliche Grüße
Zauberlehrling

alex1987
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von alex1987 » 16.02.14, 16:42

Hallo zauberlehrling!

Ich würde dir raten, dich und deinen Hallux mal bei einem guten Fußchirurgen vorzustellen. Dieser kann dir sagen, was man ggf. machen kann und ob es schon nötig ist und dich beraten.

VG

Tankgirl34
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von Tankgirl34 » 25.02.14, 11:18

Hallo liebe Zauberlehrling,
ich hatte auch Hallux Valgus und beginnende Arthrose und habe mich vor 10 Tagen operieren lassen.
Ich habe es an beiden Füßen, da es aber rechts stärker war, habe ich zuerst die rechte Seite machen lassen. Mein Fuß war insgesamt sehr instabil, deshalb wurde eine Arthodese nach Lapidus vorgenommen (es gibt mehrere Methoden).

Der Fuß sieht (soweit man das schon erkennen kann) sehr gut aus: schlank, wohlgeformt - so wie ein Fuß aussehen muss. Man könnte mich regelrecht als Fußmodel einsetzen, später, wenn ich wieder laufen kann.
Allerdings muss ich sagen, dass ich eine solche OP wirklich nur machen würde, wenn echte Beschwerden vorliegen. leider ist ja ein Hallux Valgus meistens progressiv, das heißt: es wird immer schlimmer und lässt sich durch Einlagen oder ähnliches nicht aufhalten. Mein Arzt meinte, ich würde zudem irgendwann Knie- und Bandscheibenprobleme bekommen, weil mein Gang bereits so verändert war, dass das wiederum zu einer Abnutzung der Knie und Bandscheiben führen würde. Mein Hallux sah mäßig schlimm aus, es tat weh, wenn ich länger laufen oder stehen musste oder wenn ich Schuhe mit Absätzen oder schmale Schuhe trug.

Die OP und die Heilungszeit danach ist wirklich kein Spaziergang. Ich habe den Eindruck, dass das verharmlost wird. Die Schmerzen in den ersten zwei Tagen nach der OP sind extrem - ich bekam in der Klinik sehr starke Schmerzmittel und war an einen Venentropf angeschlossen, der den Fuß fortwährend betäubt hat.
Ich sollte eigentlich 10 Tage in der Klinik bleiben, wurde aber auf eigenen Wunsch nach 6 Tagen (inkl. Operationstag) entlassen, weil mein Fuß nicht sonderlich stark geschwollen war und es keine Komplikationen gab. Nun muss ich zwei Wochen lang zu Hause liegen mit hochgelagertem Fuß (höher als das Herz), darf nur aufstehen, wenn ich auf die Toilette muss. Dabei KANN ich eigentlich recht gut laufen. Ich habe einen Spezialschuh bekommen, mit dem man nur auf der Ferse auftritt, das klappt toll, tut nicht weh und ich bräuchte kaum die Krücken. Aber trotzdem soll man nicht herumlaufen, denn die Gefahr ist, dass durch das herunterhalten des Fußes der Fuß anschwillt und es dann zu Komplikationen bei der Heilung kommt. Danach (in der dritten Woche zu Hause) ist es etwas lockerer, ich muss dennoch viel liegen, die vierte Woche soll dann entspannter sein, ich darf dann wohl schon im Spezialschuh ein bisschen umherlaufen.

Das ist deutlich extremer, als es sich im Vorfeld angehört hat. Im Internet steht immer nur "man soll so viel wie möglich liegen und den Fuß so oft wie möglich hoch legen". Im Krankenhaus schärften mir aber mehrere Ärzte ein, dass jeder Gang, und sei es nur eine Minute, um einen Kaffee oder ein Buch zu holen, die Heilung verzögert und eine Gefahr darstellt.

Das ist so derartig einschränkend, dass ich mir wirklich überlege, ob ich den zweiten Fuß noch machen lasse. Links habe ich nicht solche Beschwerden, es ist mehr die störende Delle. Aber mal schauen: vielleicht ist es ja wie bei einer Geburt - dass man die Schmerzen und Beschwerden im Nachhinein vergisst und sich einfach am schönen neuen Fuß freut. Auf jeden Fall wird mindestens ein Jahr vergehen, bis ich mich zum zweiten Mal unters Messer legen werde.

Gibt es hier vielleicht noch andere, die eine solche OP hinter sich haben? Wie konsequent habt ihr denn das "Fuß hochlegen"-Gebot in der Zeit nach der OP befolgt? Und, falls Ihr weniger konsequent wart: was ist dann passiert?

Oetzel
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von Oetzel » 28.06.18, 12:23

Ein Fußmodel könnte ich wahrscheinlich nicht mehr werden...Dafür ist mein Fuß schon zu verformt. Und auch nach der OP nicht mehr Model-würdig. Gut ist allerdings, dass ich wieder schmerzfrei gehen kann. Meine OP war vor 4 Monaten und jetzt geht es wieder einigermaßen. Bei mir wurde auch eine beginnende Arthrose diagnostiziert und deshalb dringend geraten, die OP vom Hallux Valgus bald machen zu lassen.
Die Heilungszeit war tatsächlich kein Spaziergang. Schmerzmittel haben bei mir nicht richtig angeschlagen und ich konnte mich kaum bewegen. Dafür habe ich das Fernsehprogramm irgendwann auswendig gewusst und habe 4 Pullis in der Zeit gestrickt.
Zum Glück mussten bei mir die Drähte nicht wieder entnommen werden, weil mir eine Knochenschraube eingesetzt wurde (von Handelsname entfernt). Das war damals noch ganz neu, ist mittlerweile schon bekannter als Marke. Die ist nämlich aus Magnesium und löst sich nach 1- 1,5 Jahren auf... "Werbeslogan entfernt".
Das vergessen eben viele, dass die Drähte nämlich auch im schlimmsten Fall wieder raus müssen! Scheußliche Vorstellung, das NOCH mal mitzmachen. Wenn man bedenkt, dass der HV auch wieder kommen kann!

Ich habe das Fuß Hochlegen Gebot extrem konsequent durchgehalten, weil es eben auch nicht anders ging wegen der Schmerzen.
Sogar zum Klo musste ich humpeln und hab's mir oft verkniffen.

Brigitte Goretzky
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Re: Hallux valgus und Arthrose im Großzehengrundgelenk

Beitrag von Brigitte Goretzky » 28.06.18, 12:42

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And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


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