unklare Anfälle vom Kopf ausgehend

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epluribusunus
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unklare Anfälle vom Kopf ausgehend

Beitrag von epluribusunus »

Liebe Lesende,

bevor ich zum eigentlichen Thema komme, will ich anmerken, dass ich in neurologischer und anästhesiologischer Behandlung in einem Schmerzzentrum bin, und deshalb mit meinen Ärzten an meinen Problemen arbeite. Mir geht es deswegen vor allem um Impulse, die vielleicht der eine oder andere mir mitgeben kann, die ich mit den Ärzten durchgehen kann, denn die Anfälle, die mich seit nun einiger Zeit plagen und sehr heftig sind, schränken mich sehr ein, verunsichern mich auch und sind bisher noch nicht in den Griff bekommbar, wenngleich immer neue Ansätze verfolgt werden, von denen hoffentlich einer fruchten wird.

Zum vorab gehören auch folgende Infos:
- männlich, 30 Jahre (keine bekannten Vorerkrankungen, kein Raucher)
- Jährliche MRT-Untersuchungen zeigen bis auf eine wohl angeborene Arachnoidalzyste keine Auffälligkeiten und im zeitlichen Verlauf keine Veränderungen.
- Wie erwähnt, bin ich in neurologischer und anästhesiologischer Behandlung
- Prophylaktisch wurden schon Amitriptylin, Flunarizin, Metoprolol ausprobiert, doch scheinen die Anfälle nicht migräniger Natur zu sein.

Nun zu den Attacken und Anfällen, die vor allen Dingen seit vergangenen November an Intensität und Stärke dazugewonnen haben, wobei ich schon seit Jahren Probleme mit meinem Kopf habe:
- Plötzlicher, spontaner Beginn von Anfällen. Wie aus dem Nichts taucht ein unwohliges Gefühl auf. Zu Beginn legt sich dieses Gefühl durchaus schnell wieder, kommt aber in den kommenden Tagen immer wieder auf und nimmt an Intensität zu, ehe nach 1-2 Wochen die Problematik tendenziell abebbt und auch wieder für Wochen ganz verschwinden kann.
- Phasenweise kommt es zu schlimmen Anfällen, die - so scheint es mir - durch PC-Arbeit oder Fernsehschauen intensiviert, vielleicht sogar bewusst zur Eskalation gebracht werden können.
- Der Anfall selbst dauert so um die 30-45 min, wobei der peak der Attacke ziemlich schnell nach Beginn der Attacke erreicht ist.
- Bei der Attacke selbst bekomme ich ein plötzliches Hitzegefühl, habe einen mehrfach fast schon imperativen Stuhlgangdrang gepaart mit innerer Unruhe, Appetitlosigkeit und durchaus auch einem Übelkeitsgefühl. Signifikant ist aber, dass ich das Gefühl habe, dass mir alles in dem Moment zu viel ist. Ich will gern den Raum verlassen, wo ich bin und einfach meine Ruhe haben und mich hinlegen. Im Zuge der Attacke werd ich auch ziemlich antriebslos und habe Konzentrationsprobleme. Ich denke, da kommt das eine auf das andere zu.
- Triptane können eine Eskalation der Attacke nicht verhindern.
- Kopfschmerzen kann ich, soweit ich mich erinnern kann, nicht immer beobachten. Allerdings war es jüngst so, dass ich einen brennenden Schmerz an der linken Schläfe hatte. Dieser wandert durchaus etwas um die linke Schläfenregion. Wie gesagt, meine ich aber, dass nicht in allen Anfallsepisoden seit November ein Kopfschmerz dabei war.
- Unbedingt erwähnen muss ich, dass nach so einem Anfall auch alles wieder verschwindet im Laufe des Tages und es mir wieder gut geht, Anfälle aber mehrmals am Tag auftauchen können.
- Für einige Zeit hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Kopfbewegungen und Licht ein unwohliges Gefühl auslösen können.

Jetzt ist da ein bisschen was an Text herumgekommen. Im Sinne der empfohlenen sinnvollen Fragen, stelle ich gerne die folgende: "Was könnte hinter solchen Beschwerden stecken?"

>> Eine Therapie auf Migräne hat bisher nicht viel bewirkt und meine Ärztin meinte, dass diese anfallsartigen dann nach 30, 40, 50 min verschwindenden Anfälle gegen Migräne sprechen würden.
>> Sie tendiert zurzeit Richtung Cluster-Kopfschmerz, aber wir hatten am Anfang meiner Therapie schon mal über paroxsmale Hemikranie gesprochen. Das Problem ist, was mich tatsächlich verzweifeln lässt, dass meine Symptome zu keinem der genannten Erkrankungen sooo derart passen.
>> Ich kann mir durchaus auch vorstellen, dass sowas wie Übelkeit oder der Stuhlgangdrang nicht direkt mit der Erkrankung zusammenhängen, sondern eine Eigenart meines Körpers ist, extrem auf die Attacken zu reagieren. Nicht selten ist mir morgens bei Aufstehen auch unwohl, was dann nach kurzer Zeit wieder vergeht.

Nun denn, für Ansätze, die ich demnächst mit meinen Ärzten besprechen kann, bin ich natürlich dankbar.
Ich möchte auch nicht missverstanden werden: Ich vertraue absolut meinen Ärzten, nur sind meine Anfälle so belastend, dass für jeden Impuls zur Lösung - der vielleicht die Zeit verringert zur richtigen Diagnosestellung - ich sehr glücklich bin.

Danke und liebe Grüße
epluribusunus
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