Allergischer Schock oder epileptischer Anfall?

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Jutta
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Allergischer Schock oder epileptischer Anfall?

Beitrag von Jutta » 24.03.19, 14:11

Junger Mann, 28 Jahre, ist an Silvester zum Abendessen bei seinen Großeltern. Nach dem Essen trinkt er ein Bier. Eine halbe Stunde später ist ihm nicht gut, er steht auf, um zur Toilette zu gehen und kippt auf dem Weg dorthin um.
Er verliert das Bewußtsein, hat extreme Atemnot, verfärbt sich blau, nässt ein.
Der Notarzt gibt Sauerstoff unter die Nase, spritzt Antihistaminika. Einlieferung auf die Intensivstation. Schon eine Stunde nach Einlieferung geht es dem jungen Mann wieder gut. Es werden ein paar Untersuchungen gemacht, um Lungenembolie auszuschließen. Für die Ärzte handelt es sich eindeutig um einen Allergischen Schock, daher wird bei der Entlassung empfohlen, eine Spezialklinik aufzusuchen, um das auslösende Allergen zu finden und es werden Notfallmedikamente mitgegeben, die er immer mit sich führen soll, um im Wiederholungsfall Hilfe dabei zu haben.
Drei Wochen später ist er 5 Tage stationär in einer Spezialklinik, in der auf alle möglichen Stoffe getestet wird, es wird aber nichts Auffälliges festgestellt.

Knapp 3 Monate später ist der junge Mann mit seiner Schwester in unterwegs. Nach dem Mittagessen trinkt er im Gasthaus ein Bier. Danach kippt er in der Fußgängerzone um. Wieder Ohnmacht, Atemnot, blaue Verfärbung, er näßt ein. Der Notarzt intubiert und gibt Narkotika, Einlieferung auf die Intensivstation.
Nach Abklingen der Narkose geht es ihm gut. Völlig ohne jede Nachwirkung. Die Ärzte sprechen von einem epileptischen Anfall.
Es werden Untersuchungen gemacht EEG, CT, MRT. Alles völlig ohne jeden auffälligen Befund.
Es werden 3 Monate Fahrverbot ausgesprochen und empfohlen, ganz auf Alkohol zu verzichten.

Der junge Mann ist sehr irritiert, dass die Diagnosen in den verschiedenen Krankenhäusern so verschieden ausgefallen sind.
Er ist Neurodermitiker, aber ansonsten absolut gesund. Alkohol trinkt er sehr wenig, da es ihm einfach nicht schmeckt, daher hat er tatsächlich zwischen den beiden Vorfällen keinerlei Alkohol zu sich genommen gehabt.

Sichtbar gekrampft hat er bei beiden Anfällen nicht.

Gibt es jetzt noch weitere Möglichkeiten, die Ursache dieser Anfälle durch diagnostische Mittel herauszufinden?

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