Synkopen, immer wiederkehrend, bis zu 10h lang

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Ananta
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Synkopen, immer wiederkehrend, bis zu 10h lang

Beitrag von Ananta » 02.03.16, 21:05

Hallo,

Ich habe ein kleines Problem, und suche nach jemandem der mir einen guten Hinweis geben könnte.

Seit ca 10 Jahren habe ich das, dass ich immer wieder umkippe. Problem dabei ist: sobald ich wieder aufstehen möchte, sacke ich wieder in mir zusammen. Dieser Zustand variiert von ca 30 minuten bis zu 10stunden und kommt ca alle 3 Monate vor. Ich bin dabei eigentlich bei Bewusstsein, und bekomme alles um mich herum mit, kann aber manchmal nicht reagieren. Wichtiger Hinweis: oft passiert es in Verbindung mit Alkohol, aber es tritt genauso im nüchternen Zustand ein. An dieser Stelle sollte ich sagen, dass ich nicht oft alkohol trinke.

Ich war mittlerweile bei vielen Ärzten, und wie man sich wahrscheinlich denken kann auch schon in jedem Krankenhaus in meiner Umgebung, da in diesen Momenten oft nichts anderes gemacht werden kann.

Ich würde mich sehr über einen Tipp freuen, woran es evtl liegen könnte, was dahinter steckt, oder welche Untersuchung noch ratsam wäre, weil es doch sehr übergriffig auf mein Leben ist, und es mich sehr einschränkt.

Danke

Jessy-81
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Re: Synkopen, immer wiederkehrend, bis zu 10h lang

Beitrag von Jessy-81 » 02.03.16, 23:24

Hallo
was für Untersuchungen wurden schon gemacht? Was genauso für eine Synkope soll es sein?

Gruß
Jessy

Ananta
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Re: Synkopen, immer wiederkehrend, bis zu 10h lang

Beitrag von Ananta » 02.03.16, 23:42

Gute Frage, es wurde schon vieles Untersucht.. MRT CT von Hirn sowie von Herz habe ich, Gleichgewichtssinn wurde untersucht, MRT von den Halswirbeln, Schilddrüse, Schellong test, Belastungstest (mit ekg), 24h Ekg, Epilepsie abklärung wurde gemacht.
Eine Neurologin meinte es könnte evtl in Richtung basilarische Migräne gehen. Mein Hausarzt meinte evtl "irgendwas" mit den Gefäßen.
Ich habe auch eine Kipptisch Untersuchung hinter mir, aber diese musste die Ärztin abbrechen weil es mir plötzlich so miserabel ging, dass ich es nicht mehr aushielt.

Bisher wurde nichts wirkliches gefunden. Was zwar auf der einen Seite gut ist, aber auf der anderen Seite mich trotzdem sehr beunruhigt. Ich weiss nie wann und wo es passiert, und in diesem Momenten bin ich völlig auf die Hilfe der Menschen in meinem Umfeld angewiesen.

Ich frage mich welcher Vorgang so etwas auslösen kann..

Was genau für Synkopen es sein sollen ist schwer zu sagen, weil mir bisher keiner eine zufriedenstellende antwort geben konnte. da es im Liegen meistens ok ist, nur sobald ich mich erhebe ich wieder zusammensacke war anfangs die Vermutung einer orthostatischen Synkope. Allerdings gab es auch die momente bei denen ich auch im Liegen "weggedriftet" bin. Orthostatische Synkopen wurden meines Wissens auch abgeklärt mit diversen Tests.

Jessy-81
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Re: Synkopen, immer wiederkehrend, bis zu 10h lang

Beitrag von Jessy-81 » 03.03.16, 03:35

Kommt es überhaupt zu ein Blutdruck abfall? Ist doch bestimmt bei den "Anfällen" mal gemessen worden. Oder bei der Kipptisch Untersuchung.

Ananta
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Re: Synkopen, immer wiederkehrend, bis zu 10h lang

Beitrag von Ananta » 04.03.16, 13:45

Also der Blutdruck schien wohl immer ok soweit ich weiß.
Beim Kipptisch gab es eine Sache bei der die Ärztin meinte es sei komisch. Verhalte sich umgekehrt. Ich glaube das war aber der Puls.
Ich wollte den Kipptisch wiederholen, aber bspw in Tübingen machen die das gar nicht mehr. Die sagen dass das veraltet sei.

onkelandi
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Re: Synkopen, immer wiederkehrend, bis zu 10h lang

Beitrag von onkelandi » 04.03.16, 14:16

Hallo Ananta,

hast du denn außerhalb dieser Tage auch Beschwerden? Wie weit ist der Unterschied deines Pulses im liegen und anschließend innerhalb der ersten 10 Minuten im stehen? Das kannst du zu Hause auch selbst testen, solltest du jedoch vor einem Bett machen, falls du zu Ohnmacht neigst.

Mir kommt das alles sehr bekannt vor, ich habe POTS (posturales orthostatisches Tachykardisyndrom). Das ist keine Ferndiagnose, jedoch ein Hinweis dies evtl mal bei deinem Kardiologen / Hausarzt anzusprechen. Leider ist die Bekanntheit selbiger Krankheit bei den Ärzten auch nur eingeschränkt verbreitet, so dass ich Dir dazu raten würde einen Kipptisch in einem Herzzentrum zu machen.

Pots äußert sich in so fern, dass der Puls im stehen extrem steigt, weil das Blut nicht schnell genug zum Kopf transport wird (versackt bspw. in den Beinen) dadurch steigt der Puls um diesem Effekt entgegen zu wirken. Ich selber werde bis dato (gott sei dank) nicht ohnmächtig, im stehen wird mir jedoch schwindelig, ich kriege wackelige beine, bin kurzatmig des öfteren, fühle mich wie unter strom etc. POTS ist eine Erkrankung des Autonomen Nervensystems und kann daher eine Reihe verschiedener Symptome machen.

Wie gesagt, dass ist keine Ferndiagnose und ersetzt kein Gespräch mit einem Arzt. Nur ein Hinweis, auf den ich deinen Arzt mal ansprechen würde.

VG
Andreas

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