seltsames Gefühl im Gesicht

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nini13
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seltsames Gefühl im Gesicht

Beitrag von nini13 » 28.06.12, 20:39

Hallo, ich bin weiblich, 45 Jahre alt.
Meinem Mann wurde im Nov 11 en Glioblastom iv diagnostiziert und teilentfernt, seitdem das wohl übliche Prozedere. Meine Tochter und ich sind in psychologischer Betreuung und ich muss/soll Sertralin nehmen. Zur Zeit merke ich dass mir die Kraft ausgeht, das einfach kein Raum für mich bleibt.
Seit gestern habe ich ein merkwürdiges Gefühl im Gesicht, vielleicht am ehesten zu beschreiben wie das Gefühl wenn man mit dem Auto über einen Hubbel fährt, oder das man beim Achterbahnen fahren bekommt. Tut nicht weh, ist im ganzen Gesicht, aber auch bestimmt 1-2 mal die Minute. Sobald ich mich länger in einer Position aufhalte lässt es nach, wenn ich dann zb aus dem Sitzen aufstehe gehts wieder los. Ich habe ich hier angemeldet um evtl einen Tipp zu bekommen was ich tun kann, für eine Ärzteodysse fehlt grad jegliche Zeit.
Schonmal lieben Dank
nini

Muppet
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Re: seltsames Gefühl im Gesicht

Beitrag von Muppet » 28.06.12, 22:28

Hallo,
Hier sind Ferndiagnosen nicht möglich/seriös.
Da es das ganzen Gesicht betrifft, konnte es entweder Nebenwirkung der Antidepressiva oder psychosomatisch bzw. einen Infekt aufgrund der enormen Belastungssituation bedingt sein. Ich denke Ihnen bleibt nichts anders, als einen Arzt zu konsultieren- die Zeit müssen Sie sich einfach nehmen. Klar sind Sie auf Ihren Mann in diesen sehr schwierigen Situation fokussiert, aber es ist sehr wichtig, dass Sie die Zeit nehmen, auch um sich selber zu kümmern- es nutzt keinem was, wenn Sie sich vernachlässigen.
Ich wünsche Ihnen sehr viel Kraft,
Muppet

Renate02
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Re: seltsames Gefühl im Gesicht

Beitrag von Renate02 » 29.06.12, 07:43

Damit es Dir leichter fällt, möchte ich noch ergänzen: Wenn Du Dir Zeit nimmst für Dich und Deine Gesundheit, dann bist Du ab und zu mal für eine oder zwei Stunden nicht für Deinen Mann da. Wenn Du Dir für Dich selbst keine Zeit nimmst, kann es sein, dass Du irgendwann zusammenbrichst (psychisch oder physisch). Dann bist Du mehrere Monate am Stück nicht für ihn da. Was hilft ihm mehr? Wie kannst Du ihm besser helfen?
Außerdem: Würde es ihm gefallen, zu sehen, wie Du immer schwächer und "kaputter" wirst? Das zu beobachten (und zu wissen, er ist "Schuld" daran) würde ihn doch nur noch zusätzlich belasten, oder?

Also: Pass auch auf Dich auf! Folge Muppets Rat und geh zum Arzt. Und gönne Dir ab und zu eine Auszeit. Damit hilfst Du auch Deinem Mann mehr als wenn Du Dich selbst zugrunde richtest.

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