Neurologische Reha?

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Biene37
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Neurologische Reha?

Beitrag von Biene37 » 16.03.12, 00:36

Hallo.

da ich in einer stationären neurologischen Reha muss und bisher in keiner war, würde ich mich gerne mal vorab etwas Informieren was da alles so auf mich zukommt.

Wer hat ein paar Infos dazu :?:

Danke

Grüße Biene37
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Biene37
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Biene37 » 04.04.12, 23:46

Hallo,

dieser Beitrag hat sich erledigt.

Da ich zwar ärztlich dringend in einer sollte und auch deshalb überhaupt ein Antrag hierfür gestellt habe.
Die Reha aber von der DRV abgelehnt wurde.


Grüße Biene37
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Alba
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Alba » 05.04.12, 06:39

Hallo Biene,

leg sofort Widerspruch dagegen ein! Laß Dir dabei von Deinen Ärzten helfen.

Aus der Moderation eines anderen Forums weiß ich, daß die DRV es häufig erst mal mit Abwimmeln versucht. Und oft wird dann nach einem Widerspruch anders entschieden.

Grüße von Alba

AnnettLoewe
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von AnnettLoewe » 05.04.12, 10:12

Hallo Biene,
wenn der Arzt findetz, dass die Reha notwendig ist, dann sollten Sie Widerspruch gegen die Ablehnung einlegen. Das kann man innerhalb eines Monats tun.
Wenn die Ablehnung keinen Hinweis auf diesem "rechtsbehelf" enthält, dann hat man dafür sogar ein Jahr Zeit.

Auch gegen eine etwaige zweite Ablehnung kann man vorgehen und sich notfalls eine erforderliche Rehabilitationsleistung einklagen.

Sie können einen dafür spezialisierten Anwalt aufsuchen und für die Beratung bzw. Vertreung bei Ihrem zuständigen
Amtsgericht "Beratungshilfe" bekommen, falls Sie selbst nich über hinreichende Einkünfte verfügen.
Die Kostenträger für Reha-Leistungen sparen gerne Geld und oft lohnt es sich, die Ablehungen überprüfen zu lassen.

Dazu, was in eienr stationären neurologischen Rehabilitation auf Sie zukommen könnte, müsste man wissen, welche Beschwerden Sie aktuell haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Annett Löwe

Biene37
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Biene37 » 08.04.12, 13:29

Hallo,

danke für die vielen Antworten.

Ich habe meinen Widerspruch sowie nochmalige Schreiben von Ärzten wegen Dringlichkeit bei der DRV eingereicht.
Hoffe das geht mal vorwärts und dauert keine Monate.
Klagen wegen einer Reha möchte ich eigentlich nicht, das geht zeitlich viel zu lange und ich habe bereits jetzt Lähmungserscheinungen der beiden Beine.

Klar denken die Kostenträger sparsam, aber wenn es nicht mit Therapien jetzt verbessert wird, dann wirds wohl erst richtig teuer bei Pflege mit Rollstuhl.


Grüße Biene37 :ostern:
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AnnettLoewe
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von AnnettLoewe » 08.04.12, 14:24

Es gibt Eilerfahren vor dem Sotzialgericht. Damit kann man schon vor Ablauf des Widerspruchsverfahrens beginnen. Das ist insbesondere dann anzuraten, wenn es -wie bei Ihnen- ohne die Reha zu einer Verschlechterung der Situation kommen kann!
Lassen Sie sich rechtlich beraten!
Das dauert nicht ewig, sondern allenfalls Wochen.

Herzliche Grüße,
Annett Löwe

Biene37
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Biene37 » 14.06.12, 01:25

Hallo,

jetzt habe ich noch eine Frage mein Widerspruchsverfahren läuft immer noch und jetzt hat die DRV eine ärztlichen Untersuchungs Termin festgesetzt.

Warum wird das gemacht wegen eine Rehamaßnahme, trauen die den Ärzten selber nicht die die Befunde dorthin übermittelt haben?

Ich will doch nicht in Rente.

Grüßle Biene37
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Muppet
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Muppet » 14.06.12, 09:10

Hallo,
ich kenne dieses Verfahren persönlich nicht gut, aber kriege einiges bei der Arbeit mit und vermute es läuft halbwegs ähnlich ab, wie die Untersuchung beim beantragen eine Schwerbehindertenausweis, aber natürlich mit ein anderen Fragestellung.

Manchmal ist der medizinische Dienst mit das Befund schlicht überfordert- d.h. wenn du ein seltenen Diagnose/Krankheit hast, bzw. sehr viel verschiedenen Diagnosen, können sie wenig damit anfangen und wollen dann der/die Beantrager(in) persönlich untersuchen, um sich ein Bild davon zu machen. Wir hatten diesem Thema neuerlich an der Arbeit, dass manche Behörden schlichtweg unsere Entlassungsbriefe nicht 100% verstanden haben, weil wir eben ein hochspezialisierten Klinik sind und benutzen intern sowie extern andere, sehr spezifische Begriffe - Behördenärzte die auf diesem Gebiet nicht spezialisiert sind, kennen diese Begriffe nicht- das führte scheinbar oft zum Antragsablehnungen oder wie bei dir, Extrauntersuchungen, da diese Begriffe nicht genau so im Gesetzestext erscheinen und auch nicht so häufig verwendet werden.

Wenn es um Neuro geht, werden wahrscheinlich einige Tests durchgeführt (z.B. um nach Ataxie, Paresen, Mobilität, Schmerzen usw. zu schauen) um der genauen Ausmaß der Störung im Alltag zu ermitteln. Sie werden dich wahrscheinlich Fragen stellen, inwiefern du im Alltag beeinträchtigt bist, wie es mit Arbeit aussieht (ob es nicht/schlecht geht, oder viele Fehltage sich ereignen und warum?) sowie was du dich von einer Reha versprichst.

Ich vermute auch es wird geschaut, wie die Verbesserungschancen nach eine Reha stehen - es klingt hard aber es geht auch darum, ob sich die Reha finanziell für der DRV lohnt. Z.B. bei bestehende Erwerbsunfähigkeit, ist es vorhersehbar, dass du nach eine Reha in Zukunft wieder Voll- oder zumindest Teilerwerbsfähig werden kannst? Oder bei bestehende Erwerbsfähigkeit, ob eine Besserung der Gesundheitszustand zu erwarten ist, sowie, ob ohne eine Rehaaufenhalt, ein Risiko besteht, dass EU auftreten könnte.
Oder, andereseites, ob eine Rehaaufenhalt keine Prognoseverbesserung herbeiführen würde, und ein Dauererwerbsunfähigkeit/der Ist-Zustand trotz der Reha genauso anhalten würde - und daher aus finanziellen Sicht nicht sinnvoll wäre.
Alles Gute und viel Glück!

AnnettLoewe
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von AnnettLoewe » 14.06.12, 09:29

Hallo Biene37,

es ist kein Zeichen persönlichen Misstrauens gegen Ihre Ärzte, sondern das Recht der DRV, einen eigenen Arzt beurteilen zu lassen, ob die reha nötig ist oder nicht. Im Widerspruchsverfahren geschieht das häufig.
Das Problem ist natürlich, dass dieser Arzt dem Kostenträger nahe steht....und sich im Zweifelsfall eher für eine Ablehnung oder aber für Alternativen (teilstationäre oder ambulante Versorgung) entscheidet.

Sie könnten also im Ergebnis unterschiedliche ärztliche Einschätzungen zur Notwendigkeit der Maßnahme haben..

Diese Konfliktfälle können dann nur über ein Gericht und einen unabhängigen, duch das Gericht hinzugezogenen ärztlichen Sachverständigen geklärt werden. Weil das Gericht selber auch nicht entscheiden kann, ob Ihre Ärzte (die Sie ja behandeln und in einem recht engen Verhältnis zu Ihnen stehen) oder der Arzt des Kostenträgers "recht" hat.
Also, falls Sie nochmals abgelehnt werden, sollten Sie den Weg zum Anwalt nicht scheuen.

Ich wünsche Ihnen, dass das auch so klappt!

Herzliche Grüße,
Annett Löwe

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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Biene37 » 16.06.12, 23:46

Hallo Zusammen,

danke für die Hinweise und Erklärungen.

Ich gehe mal davon aus das es ein Allgemeinarzt ist, da ich laut Fragebogen und Begleitschreiben hier alle Berichte mitnehmen muss dorthin einschließlich MRT und Medikamente.
Habe nichts gegen eine Untersuchung diese wird wohl sehr lange dann gehen bis das alles Beurteilt ist.
Ich hoffe das Sie es dann noch für sinvoll halten diese Reha.
Da hab ich schon Angst, denn mal kann ich laufen und mal eben nicht deshalb auch stationär.
1 seltene unheilbare Krankheit sowie noch weitere verschiedene chronisch.
Bisher konnten mir die Ärzte nichts sagen über den genaueren Krankheitsverlauf nur das es zur Behinderung im Rollstuhl kommt und nicht heilbar ist.
Beispiel meines Neurologen : der Junge Name glaub war Samuel bei der Fernsehsendung mit dem Unfall bei einem Sprung über einem Auto bei "Wetten Das" er hat das gleiche.


Was würde passieren wenn es in die Rentenschiene geht? Medizinische Therapien fallen dann weg und es geht nur mit den täglichen Medik. noch weiter aus Kostengründen ?


Grüße Biene37
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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von AnnettLoewe » 19.06.12, 13:09

Hallo biene37,

es ist sehr schade, dass Sie nichts Genaueres zu den Diagnosen sagen können.

Aber wie dem auch sei.
Selbstverständlich finde auch bei EM-Rentnern medizinisch notwendige Krankenbehandlung statt. Ferner gibt es ganz unterschiedliche "Teilhabeansprüche" nach dem SGB IX, dem Schwerbehindertenrecht.
Diese sind darauf gerichtet, eine Behinderung zu vermeiden, eine Verschlimmerung zu verhüten und die Folgen einer Behinderung auszugleichen.
Als Kostenträger kommen grundsätzlich alle Träger des Sozialversicherungssystem in Betracht, solange Sie mindestens 3 Stunden täglich arbeiten könnten, auch das Jobcenter oder die Arbeitsagentur.
Natürlich kann man nicht von jedem Alles haben.
Welche Ansprüche Sie in Ihrer Situation gegen wen genau haben, verraten Ihnen Beratungsstellen für Schwerbehinderte, Ratgeberheftchen der einzelnen Träger oder ein hierauf spezialisierter Anwalt.

Herzliche Grüße,
Annett Löwe

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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Biene37 » 23.06.12, 23:10

Hallo Annett,

ich kenne meine ganzen Diagnosen, doch stelle ich dies hier nicht öffentlich ein.

Meinen Termin habe ich gehabt und muss wirklich bestättigen, das ein Ärztlicher Dienst alles andere als neutral ist.
Was ich dort erlebt habe, läst sich schlecht noch in Worte überhaupt fassen.

Mich würde denoch mal Interessieren was diese Ärzte ( Ärztliche Dienst bei der DRV) überhaupt für ein Fachwissen haben? Genauso wie ein Allgemeinarzt?

Jetzt heißt wieder warten.


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Re: Neurologische Reha?

Beitrag von Biene37 » 19.07.12, 11:52

Biene37 hat geschrieben:Hallo Annett


Habe meinen Bescheid bekommen darf nicht für 3 Wochen, sonden jetzt für 5 Wochen in die Reha und das auch noch in die ärztlich vorgeschlagene Klinik was vorher ja unmöglich war.
Neurologie und Ortho das find ich Klasse, die Klinik hat Termin auch schon mitgeteilt.
Freue mich das es jetzt trotz der Unannehmlichkeiten vorwärts geht. :D



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