Geschwind / Kluver-Bucy - Syndrom

Moderator: DMF-Team

Antworten
Kore
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 11.01.19, 23:18

Geschwind / Kluver-Bucy - Syndrom

Beitrag von Kore » 12.01.19, 01:36

Ich vermute, ich habe Hypergraphie - und jetzt auch schon wieder 3 DIN4 Seiten hier stehen gehabt, im Versuch einer Beschreibung meiner Situation.

Habe beschlossen, dass jetzt einfach mal abzukappen, geht zum Glück heute - und zu fragen:
kennt sich jemand hier mit dem Geschwind-Syndrom aus? Bzw. auch mit dem Gegenpart - dem Kluver-Bucy-Syndrom?

Nach langer Krankheitsodyssee mit x-Diagnosen, jahrelanger Suche - bin ich auf Herrn Ludger Tebartz van Elst aufmerksam geworden und sein Buch "Epilepsie und Psyche" hat mir das Gefühl gegeben, das fehlende Puzzle-Stück gefunden zu haben.
Das Warum. Warum jede Diagnose aus dem psychisch-psychiatrischen Bereich immer dann doch a-typisch war (was auch die meisten Ärzte so sahen, die standen wie ich vor einem Rätsel). Warum ich überhaupt so erkrankt bin.
Das Buch "Seized: Temporal Lobe Epilepsy as a Medical, Historical, and Artistic Phenomenon" von Eve LaPlante, hat dieses Gefühl verstärkt. Über diese Annahme nun, habe ich erstmals das Gefühl, dass ich eine zusammenhängende Geschichte habe, dass es Erklärungs-Linien, Verbindungslinien gibt, die wirklich Zusammenhänge offenbaren und nicht nur Teile.

Habe lange versucht einen Arzt zu finden, der sich da auskennt - und auch Zeit hat.
Bei meinem letzten Versuch bin ich mit einer Art "Nervenzusammenbruch" aus einer neurologischen Praxis - 5 Minuten Zeit und ich kam mir vor wie eine Schwerverbrecherin auf der Anklage-Bank.
(Rauchen sie? Trinken sie? Stakkato-Fragen im Dauerbeschuss, mit grundsätzlichem Misstrauen - nee, ganz bestimmt nicht, weil es nicht lustig ist, wenn man eh relativ halluzinatorisch wahrnimmt (ohne Realitätsverlust), da noch ein Rauschmittel oben drauf zu packen).
Aber das war dann zu hoch für ihn, hatte ich das Gefühl, nicht seinen Schemata entsprechend.)
Ich habe dann beschlossen, die Suche nach einem Arzt, der verstehen könnte oder einfach mit einem suchen würde, einen ernst nehmen würde aufzugeben.
Hier vor Ort haben die ambulanten Ärtze auch schlicht kaum noch Zeit, bzw. die Spaltung: Neurologie, Psychiatrie ist extrem. Ich vermute, man kommt mit den Mitteln einer niedergelassenen Praxis auch nicht weiter.

Bei Herrn Tebartz van Elst hatte ich einen Termin (er hat sich meine Unterlagen zukommen lassen und fand mein Anliegen berechtigt wohl) - Monate gewartet, mit riesiger Anspannung, weil ich das wie einen Rettungsanker gesehen hatte und 2 Tage vorher dann die Absage, weil er woanders hin musste und ich hätte wieder warten müssen, längere Zeit - ich packe das nicht. Nicht mit weiter Anreise, planen - Fahrt, Pension. Ich bin dem in der Summe nicht gewachsen, krankheitsbedingt momentan.

Es mit den Neurologen / Psychiatern einfach sein zu lassen, ist aber nicht wirklich eine Lösung -
Vorhin bin ich auf das Klinikum in Darmstadt aufmerksam geworden, die neurologische Abteilung.
Die schreiben zumindest auch was von: schwer diagnostizierbaren Erkrankungen in dem Spektrum.
Es wäre zumindest kein reines Epilepsie-Zentrum, sondern ein bisschen breiter aufgestellt.

Falls jemand im Raum Frankfurt eine Idee noch hat, würde ich mich freuen.

Ansonsten atme ich jetzt mal durch. irgendwie wird es weiter gehen - und überlege mir in Ruhe, ob ich schriflich in Darmstadt "vortaste".

Es hat gut getan, das aufzuschreiben. (Ich hoffe, es ist okay, dass es doch länger war.)

Antworten