Nervenauflösung (Neurolyse)

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Jicé
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Beitrag von Jicé » 25.11.06, 18:48

Hallo,
suchen sie bitte UMGEHEND die Neurochirurgie auf , als NOTFALL !
Wenn ihnen jetzt zusätzlich "übel" ist ist höchste Eisenbahn.
Vermutlich müssen sie kurzzeitig i.v.. Antibiotika (in die Vene)bekommen und wie sich das anhört der Stimulator explantiert werden .
Das kommt leider hin und wieder vor .
Rettungsversuche bei akuter Infektion sind sehr selten erfolgreich und meist mit hohem Leidensdruck verbunden .
Nach erfolgreicher Abheilung kann man ein neues Gerät implantieren .(bei uns machen wir das ca 1-2 Monate nach kompletter Abheilung )
Das sie "Kabel fühlen" ist anfangs normal ;die sind unter der Haut getunnelt und müssen noch "fest wachsen".
Falls der Stimulator beim Sitzen stört sollten man evtl einen anderen Implantationsplatz wählen .(möglich liegt er auch nur etwas zu hoch )
(Mitte Bauch rechts oder links , Unterbauch, Gesäss , evtl Brustbereich kommen in Frage ; wobei Brustbereich eher bei Stimulation von Armbereich gewählt wird und weniger bei Frauen ,weil das evtl das Körpergefühl stört )
Haben sie eine Plattenelektrode oder Stabelektrode ? (Plattenelektroden können nicht verschieben , Stabelektroden müssen einheilen ; min 6 Wochen alle Drehbewegungen vermeiden , nicht stark bücken etc

Bitte fragen sie dann post op einen Stützgürtel (den können sie evtl auch schon vor der OP ankaufen .; soweit ich informiert bin ist das keine Kassenleistung ; zumindest bei uns in Belgien nicht)
So ein Gürtel kostet ca 25-30 euro .. und verhindert recht zuverlässig ,das der Stimulator migriert("los kommt' ,"rum wandert" )
Für die Op wurde eien "Tasche" geschnitten ,worin der IPG (Schrittmacher)liegt ;die muss erst zuheilen .
Bei einem Stützgürtel Post OP ist die Wundheilung besser und weniger Wundschmerzen durch regelmässigen Druck auf die Narbe ; die Narbe wird auch ""flacher".
Den Gurt 2 Monate tragen , min 6 Wochen auch Nachts und vor allem beim Heben , Bücken etc.
Bei schwachem Bindegewebe oder Übergewicht min 3 Monate mit Stützgurtel .
Gute Besserung ,
Jicé

Steffi85
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Beitrag von Steffi85 » 27.12.06, 16:36

Hallo Jicé,

ich hatte Glück, es war nicht so entzündet. Die Entzündungswerte waren nur ein bisschen erhöht.
Jetzt hab ich ganz andere Probleme. Die Stabelektroden im Rückenmark haben sich um 2-3 mm verschoben. Jetzt funktioniert es nicht mehr.
Mein Neurochirurg will mir jetzt noch im Januar Elektroden zur Verlängerung in die Kniekehle setzen. Ich hoffe nur, dass das klappt.
Bin jetzt bei Buprenorphin und will endlich davon runter kommen.

Viele Grüße
Steffi

Jicé
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Beitrag von Jicé » 30.12.06, 16:59

Hallo Steffi ,
Elektrode in die Kniekehle setzen ???
Das System kenne ich nicht ;sind Sie sicher,das Sie das richtig verstanden haben?
Man kann durch eine weitere Stabelektrode auf zu schieben den Wirkungsbereich "überlappen"; die Elektrode kommt dann je nach Wirkung eine Etage höher oder tiefer .(das geht aber nur bei Doppelsystemen ;nicht jeder IPG/Schrittmacher ist dafür geeignet und es sind wohl noch einige alte Systeme im Umlauf ;Namen der geeigneten Systeme geb ich gern über PN )
Bei unzureichender Überlappung kann man auch eine Plattenelektrode implantieren(das geht bei jedem gängigen Neurostimulator).
Plattenelektroden sind meist 8-20 polig und decken einen grösseren Bereich ab (Stabelektroden sind meist nur 4 polig).
Allerdings ist der Eingriff wesentlich invasiver .
Eine Migration der Elektrode um 2-3 mm kann man meist mittels Umprogrammierung/"drehen " der Pole ausgleichen .
Erkundigen Sie sich bitte bei ihrem Neurochirurgen was bei Ihnen möglich ist.
Mit freundlichen Grüssen ,
Jicé

Steffi85
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Beitrag von Steffi85 » 03.01.07, 17:15

Hallo Licé,

war heute nochmal bei meinem Neurochirurgen, bekomme eine Stabelektrode in die Kniekehle an den n. tibialis. Das Kabel wird dann bis zum Stimulator im Bauch getunnelt.
Hinten ans Rückenmark traut er sich bei mir nicht mehr dran, ist ihm zu gefährlich. Die OP wird in Vollnarkose statt finden in 3 Wochen.

Aber wieso ist das nicht üblich?

Viele Grüße

Steffi

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Beitrag von Steffi85 » 13.01.07, 13:29

Hallo,

habe jetzt auch noch seit Montag Abend Taubheitsgefühle auf dem linken Fußrücken und dazu lahmt der Fuß total. Laufe im Moment wieder auf Stützen.
Mein Neurochirurg meinte, dass wäre normal, aber das kann doch nicht vom Nervus tibialis kommen, das muss doch ein anderer Nerv sein, der jetzt mit eingeklemmt sein muss. Ist das der n. plantaris oder der n. peroneaus?

Habe heftige Schmerzen und schlaflose Nächte.
Halte es bald nicht mehr aus.
Eine weitere OP am Fuß ist zu riskant, aber was kann man dann noch machen?
Der Stimulator funktioniert nicht, wegen der Verschiebung der Elektroden im Rückenmark um 2-3 mm.

Viele Grüße

Steffi

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Beitrag von Steffi85 » 29.04.08, 23:14

Hallo,

ich habe jetzt seit 2 Wochen ein großes Problem, mein linker Fußrücken ist taub und zu dem hab ich Lähmungserscheinungen und sehr starke Schmerzen im Fuß, die zur Wade hochziehen. Ich trage jetzt seit 5 Wochen eine Knieorthese und es könnte sein, dass die Beschwerden davon kommen, mein Neurochirurg meinte, dass es wahrscheinlich eine Peronäusläsion ist.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen damit gemacht?

Viele Grüße
Steffi

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Beitrag von Steffi85 » 06.05.08, 22:38

Ich weiß jetzt, dass es der Peronäusnerv ist, der lädiert ist, verursacht durch die Knieorthese. Hoffe nur, dass die Lähmungserscheinungen nicht schlimmer werden, das wäre richtig doof.

Steffi85
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Beitrag von Steffi85 » 23.02.09, 19:14

Ich habe jetzt seit 2,5 Jahren den Neurostimulator und immer wieder verrutscht die Elektrode. Ich habe einfach keine Lust mehr auf die ständigen OPs.
Damals bei einer Besprechung mit einem anderen Neurochirurg wurde mir als letzte Möglichkeit eine Nerventransplantation vorgeschlagen. Ich möchte nun wissen wie die Aussichten nach so einer Transplantation sind und ob schon jemand Erfahrungen hat.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!

Viele Grüße
Steffi

andreag
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Beitrag von andreag » 25.03.09, 14:35

Hallo!

Mir soll auch demnächst ein bzw. zwei SCS Stimulatoren implantiert werden. Ich wurde im Mai vergangenen Jahres zweimal an der Bandscheibe L5/S1 operiert, habe allerdings immer noch starke Schmerzen sowohl rechts (wo ich operiert wurde), als auch links, die auch in die Beine und Füsse ziehen. Zur Zeit bekomme ich Targin. Vor zwei Wochen hat mein Schmerztherapeut einen Denervierungstest vorgenommen, der allerdings erfolglos war. Nun will er den SCS Stimulator implantieren.
Wenn ich das aber so lese, was Du alles mitmachst damit Steffi, dann wird mir ja Angst und Bange. :shock:
Der Therapeut war gestern sowieso schon böse, daß ich ihm bei dem Vorschlag nicht gleich um den Hals gefallen bin, sondern erstmal Bedenken hatte.
Und nachdem ich das hier nun gelesen habe, ist mir ja noch unwohler. :oops:
Viele Grüße
Andrea

falco1996
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Beitrag von falco1996 » 30.03.09, 08:35

Hallo Andrea,

ich habe auch seit 3 Jahren ein SCS und bin sehr froh darüber! Du musst bedenken, dass bei Steffi eine andere Ursache zugrunde liegt und die Elektrode eine ganz andere Lage als bei WS-bedingten Problemen hat.

Allerdings muss ich zugeben, dass auch bei mir mehrere Eingriffe nötig waren. Das liegt aber nicht am SCS, sondern an anatomischen Problemen und vermutlich an der mangelnden Erfahrung des zuvor behandelnden Arztes. Seit ich vor einem Jahr die Klinik gewechselt habe, treten keine Probleme mehr auf.

Daher kann ich Dir den Rat geben: Suche unbedingt nach einem erfahrenen Operateur, der diese Behandlung/Operation oft durchführt. Lass Dir alles genau erklären, frage bei Unklarheiten nach. Sollst Du zwei Stimulatoren oder zwei Elektroden bekommen? Bei mir sind auch inzwischen beide Beine betroffen, bekomme das aber mit einem Stimulator gut hin.

Wenn Du Fragen hast, kannst Du Dich gerne melden!

Alles Gute!

andreag
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Beitrag von andreag » 30.03.09, 15:28

Hallo Falco!
Danke für Deine Antwort. Oha, bei DIr hat es auch nicht auf Anhieb geklappt?
Mein Doc behauptet Profi auf dem Gebiet zu sein und hat angeblich auch ganz viele Patienten, die mit dem SCS sehr zufrieden sind.
Ob ein oder zwei Stimulatoren entscheidet sich bei der nächsten Untersuchung. Der Doc will es erstmal mit einem versuchen, es könnten aber auch zwei werden, meinte er.
Vorab will er die Vorgehensweise aber erst noch mit meinem behandelnden Orthopäden absprechen, dann geht es erst weiter.
Benötigst Du denn noch Medis nebenher oder deckt der Stimulator alles ab?
Ich wünsche Dir auch alles Gute.
Viele Grüße
Andrea

falco1996
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Beitrag von falco1996 » 01.04.09, 09:48

Hallo Andrea,

ich kenne auch einige andere SCS-Pat. persönlich, die nicht solche Probleme hatten. Es kann anfangs Schwierigkeiten z. B. mit dem Sitz der Elektrode geben, muss aber nicht sein! Allerdings kenne ich niemanden mit 2 Stimulatoren, wenn dann 2 Elektroden. Die kann man ja auch mit einem Gerät gut getrennt steuern.

Ja, ich benötige noch zusätzlich Medikamente. Der Stimulator wirkt ja nur gegen die Nervenschmerzen, dort kann ich auf Medikamente verzichten. Aber gegen die Schmerzen direkt in der Wirbelsäule, die durch instabile Wirbel bedingt sind, muss ich schon Schmerzmittel nehmen.

Wenn Du Zweifel hast, hole Dir noch eine Zweitmeinung ein, das erleichtert evtl. die Entscheidung.

Alles Gute!

andreag
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Beitrag von andreag » 01.04.09, 20:31

Hallo Falco!

Mh, da werde ich meinen Arzt nochmal drauf ansprechen. Denn neulich wurde ein Denervierungstest gemacht, der fehlgeschlagen ist. Daraufhin meinte er, daß die Probleme eher aus dem ?Epiduralraum? kommen. Ich dachte ihn so verstanden zu haben, daß es dann nicht an den Nerven liegt und er daher den Stimulator implantieren will. Das scheint dann ja falsch zu sein.
Ich werde demnächst noch ein Beratungsgespräch bei ihm haben, da werde ich mir nochmal alles genau erklären lassen.
Danke für Deine Infos, die helfen mir schon ein ganzes Stück weiter.
Viele Grüße
Andrea

Steffi85
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Bein wird immer tauber

Beitrag von Steffi85 » 08.02.10, 00:35

Hallo,

mir wurden vor einem halben Jahr alle Elektroden und der Stimultor entfernt, weil es keinen Sinn mehr machte. Die Elektroden sind immer wieder verrutscht. Bei der OP ist dann etwas schief gelaufen, danach war mein Bein gelähmt und ich musste das Laufen neu lernen, in der Reha hab ich das dann auch geschafft, aber mittlerweile kommt die Lähmung wieder und das Bein wird immer tauber. Und das macht mir etwas Angst.
Hat von Euch jemand Erfahrungen mit Lähmungen und Taubheit?
Über eine Antwort würde ich ich sehr freuen,

viele Grüße
Steffi

Steffi85
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Beitrag von Steffi85 » 11.05.10, 10:21

Hallo,
bei mir hat sich jetzt ein weiteres Problem eingestellt, bin letzte Woche ausgerutscht und habe mir dadurch ne Knochenabsplitterung am li OSG und auch noch einen weitere Nerveneinengung zugezogen. Seit dem Vorfall hab ich viel stärkere Schmerzen am sowieso schon eigeklemmten Tibialisnerven. Ich habe Zuckungen und Muskelkrämpfe im ganzen Bein, das kommt mir sehr komisch vor und nachts kann ich auch fast nicht mehr schlafen. Das kommt mir nicht normal vor und die Chirurgin im Krankenhaus meinte, dass es wohl ne Zeit dauern wird bis sich der Nerv wieder beruhigt hat und bis der Knochen nachgewachsen ist. Hatte jemand von euch schon mal so ein Problem?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße
Steffi

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